19. Spieltag

Regionalliga Nordost

 Saison 1998/99

Spieldaten VfB Leipzig

VfB Leipzig

2

Chemnitzer FC

Chemnitzer FC

0

Datum 29. Januar 1999
Uhrzeit 19.00 Uhr
Spielstätte Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer 3.800
Schiedsrichter Blumenstein (Berlin)
Torfolge 1:0 Edmond (45.), 2:0 Seifert (54.)
Gelb Werner - König, Erceg, Köhler
Gelb-Rot -
Rot -
Aufstellung Leipzig Gunnar Grundmann
Frank Edmond
Ronald Werner
Diango Malacarne
Niclas Nylen
Ivica Bancic
Fernando do Santos
Marco Dittgen (ab 80. Peter Vougt)
Torsten Jülich (ab 84. Normann Loose)
Patrick Hornung
Frank Seifert (ab 87. Clemens Fritz)
Trainer: Hans-Ulrich Thomale
Aufstellung Chemnitz Daniel Fröhlich
Thomas Laudeley
Jan Schmidt
Sven Köhler
Kay-Uwe Jendrossek
Jens König (ab 57. Hendrik Liebers)
Torsten Bittermann
Hrvoje Erceg (ab 53. Mirko Ullmann)
Ulf Mehlhorn
Jörg Schmidt
Ronny Kujat
Trainer: Christoph Franke
Interviews Hans-Ulrich Thomale (VfB-Trainer) "Ein verdienter Sieg in einem wichtigen Spiel. Der CFC hat sich als starke Mannschaft vorgestellt, wir haben uns vor allem in der ersten Halbzeit lange schwergetan, auch weil wir gegen den Wind gespielt hatten. Das Führungstor war psychologisch sehr wichtig und hätte nicht günstiger fallen können. Nach der Pause haben wir dann so gespielt, wie ich mir das vorstelle. Am Ende hätten wir noch mehr Tore machen müssen."
Christoph Franke (CFC-Trainer) "Irgendwann mußte unsere Serie ja reißen. Wir haben gut begonnen und den VfB in Verlegenheit gebracht. Der Torwartfehler hat uns aus der Bahn geworfen, nach der Pause war Leipzig besser. Ich bin enttäuscht, daß einige meiner Spieler resigniert haben."
Ralph Burkei (VfB-Präsident) "Ich hatte nie Angst, daß das Spiel kippt. Fast die Hälfte aller Chemnitzer Gegentore haben wir jetzt erzielt - fünf von elf."
Frank Edmond (VfB-Spieler) "Teilweise ging es mächtig durcheinander, wir hatten Glück, daß wir kein Tor bekommen haben. Aber wir haben uns durchgebissen. Mein erstes Saisontor fiel zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe den Ball nur mit dem Schienbein getroffen, aber er bekam viel Fahrt. Mein letztes Tor habe ich vor anderthalb Jahren in Freiburg gemacht - noch in Liga zwei."
Niclas Nylen (VfB-Spieler) "Die erste Viertelstunde war schlimm, dann haben wir sehr effektiv gespielt."
Frank Seifert (VfB-Spieler) "Viel Laufen war das richtige Mittel gegen die Kälte. Der Gegenwind hat es uns in der ersten Halbzeit schwer gemacht, die Chemnitzer zu attackieren. Unsere Führung war glücklich."
Ronald Werner (VfB-Spieler) "Edmonds Tor hat den Chemnitzern zum richtigen Zeitpunkt einen Knacks verpaßt."
Ulf Mehlhorn (CFC-Spieler) "Wir waren nicht konsequent genug und haben zwei beschissene Tore kassiert."
Wertung 2 Sterne (Ein sehr unterkühltes Spiel, erst in der zweiten Halbzeit erwärmte das Spiel etwas die Zuschauer.)

Spielbericht

Der VfB gewann das Sachsenderby gegen den Chemnitzer FC mit 2:0. Damit schlug der VfB einen Direkten-Konkurrenten um den Aufstieg in die 2. Liga und überwand als erste Mannschaft nach über 670 Minuten das Abwehr-Bollwerk von Chemnitz. Allerdings war das Spiel in der ersten Halbzeit nicht sehr unterhaltsam, daß lag vielleicht auch an den Temperaturen. Die 3.800 Zuschauer (darunter ca. 300 Fans aus Chemnitz) froren bei ca. zehn Grad unter Null und der Glühwein hatte Hochkonjunktur. In der dritten Minute lief es den VfB-Fans auch gleich eiskalt den Rücken herunter. Denn der kleine CFC-Stürmer Erceg kommt allein vor dem VfB-Keeper Grundmann zum Schuß. Doch Gunnar Grundmann redet mit einer super Parade, diese Aktion war (zum Glück) wohl die einzige Aktion wo er sich Auszeichnen konnte. Denn das war schon gefährlichste Angriff des CFC im ganzen Spiel. Nach gut einer Viertelstunde hatte der VfB dann das Spiel in griff. In der 15. Minute scheiterte Jülich mit einem Schuß aus 10-m an CFC-Keeper Fröhlich und in der 25. Minute Seifert, der nach seinem kleinen Solo-Lauf nur das Außennetz traf. Jetzt mehrten sich die VfB-Chancen und die Leipziger wurden dominierend. Doch es dauerte bis zur 45. Minute und einem Eckball bis man das Bollwerk des CFC zum ersten Mal geknackt hatte. Fernando do Santos kann den Ball vor Keeper Fröhlich mit dem Kopf weiter spielen und Kapitän Frank Edmond hat keine Probleme aus halb rechts einzuschießen. Das war das erste Tor in dieser Saison von Edmond und auch das erste Tor nach seiner schweren Verletzung. Das letzte Tor machte er vor anderthalb Jahren in Freiburg. Und das alles nach seiner Wahl zum Spieler des Monats. Das Tor geht allerdings klar auf die Kappe von Torhüter Fröhlich, der den Eckball einfach haben muß. Danach konnten sich die Fans endlich etwas mit Glühwein oder Tee aufwärmen. Ohne Auswechslungen ging es in die zweite Halbzeit. Doch am Spiel änderte sich nicht viel, nur das sich der VfB nun mehr Chance heraus spielte und das Spiel mittlerweile klar dominierte. In der 50. Minute scheitert Do Santos und in der 53. Hornung. Doch in der 54. Minute ist es dann soweit. Nach einer schönen Flanke von Neuzugang Patrick Hornung kommt Frank Seifert frei zum Schuß und der Dribbelkönig des VfB hat keine Probleme aus fünf Metern einzuschieben. Doch war bei dem Tor sein Gegenspieler, aber was soll's, die VfB-Fans feierten das 2:0. Immer beliebter wurden auch wieder die Rufe "Spitzenreiter, Spitzenreiter". Diese Spitzenreiter-Position war in diesem Spiel nie in Gefahr. Die letzte halbe Stunden spielte sich fast nur noch in der Hälfte des CFC ab. Doch Do Santos, Dittgen und Nylen verpaßten die Chance das Ergebnis zu erhöhen. Nach 80 Minuten ging dann VfB-Torjäger Marco Dittgen vom Platz und für ihm kam der schwedische Neuzugang Peter Vougt. Er zeigte in den letzten zehn Minuten, daß er ein echte Verstärkung für den werden kann. Er verpaßte zweimal nur kurz das 3:0 und damit das erste Tor für seinen neuen Verein. In den letzten fünf Minuten kamen noch die (Hallen-)Youngster Normann Loose und Clemens Fritz (mit stehenden Ovationen bei seiner Einwechslung!). Allerdings war die Zeit zu kurz um sich ein Urteil zu machen. Allerdings konnte Loose gleich mit seinem ersten Ballkontakt den Schweden Vougt mit einer tollen Flanke gut in Szene setzten und Fritz zeigte wie man seinen Gegenspieler mit einem Hackentrick austrickst. Dann war das Spiel vorbei und als Fazit kann man sagen: Ein nie gefährdeter Heimsieg und die VfB-Kicker konnten mal wieder ein Spiel dominieren. Jetzt dürfen wir Fans gespannt sein auf die nächsten Wochen. Aber mit den bisherigen Leistungen dürfte es kein Problem, weiter "Spitzenreiter!!" zu bleiben. Beste VfB-Spieler waren Seifert, Hornung und Dittgen. Auch Grundmann gilt ein großes Lob, der in der dritten Minute die größte Chance des Spiels parieren konnte. Auch konnte man erkennen, daß der Schwede Peter Vougt eine Verstärkung für den VfB ist (obwohl er heute nur zehn Minuten gespielt hat). Enttäuscht haben etwas Niclas Nylen und Ivica Bancic. Aber ein Mann muß man noch besonders hervorheben: VfB-Kapitän Frank Edmond, dem nach langer Zeit endlich ein Tor gelang und auch so wieder souveräne seine Libero-Rolle spielte. Nun heißt es für alle VfB-Fans: Auf nach Magdeburg zum nächsten Sieg:) Ihr könnt mit dem Fanbus (am 05.02. ist Abfahrt um 14 Uhr, Karten gibt es noch im Club-Casino) oder mit einem "Fanzug". Der ca. um 16 Uhr vom Leipziger Hauptbahnhof abfährt. Also dann, wir sehen uns alle in Magdeburg!  (von Ronny John)

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