23. Spieltag

Regionalliga Nordost

 Saison 1998/99

Spieldaten VfB Leipzig

VfB Leipzig

1

FSV Zwickau

FSV Zwickau

0

Datum 26. Februar 1999
Uhrzeit 19.00 Uhr
Spielstätte Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer 5.300
Schiedsrichter Heynemann (Magdeburg)
Torfolge 1:0 Edmond (31.)
Gelb Malacarne, Bancic, Nylen - Ziegner, Nierlich, Cramer
Gelb-Rot Jank (84./FSV)
Rot -
Aufstellung Leipzig Gunnar Grundmann
Frank Edmond
Diango Malacarne
Ivica Bancic
Niclas Nylen
Peter Vougt (ab 87. Norman Loose)
Torsten Jülich
Igor Lazic (ab 61. Marco Rose)
Patrick Hornung
Marco Dittgen (ab 89. Clemens Fritz)
Fernando do Santos
Trainer: Hans-Ulrich Thomale
Aufstellung Zwickau René Groß
Holm Pinder
André Barylla
Fernandes da Paixao Ragne
Torsten Ziegner (ab 62. Ronny Jank)
Frank Nierlich
Heiko Cramer
René Beuchel
André Schuster
Veselin Popovic
Rocco Milde
Trainer: Hans-Jürgen Dörner
Interviews Hans-Ulrich Thomale (VfB-Trainer) "Der Sieg war ein Dank an die fleißigen Helfer. Zwickau zeigte sich als der erwartet starke Gegner. In Zwickau hatten wir ein gutes Spiel gemacht und verloren. Diesmal war das Spiel nicht so gut, aber wir haben gewonnen. Es war auch ein schlechtes Spiel, weil wie viel gemacht haben, was wir besser gelassen hätten. Zu oft ging es einfach hoch und weit."
Hans-Jürgen Dörner (FSV-Trainer) "Der VfB ist der verdiente Sieger, weil die Leipziger einfach ein Tor mehr geschossen haben."
Ralph Burkei (VfB-Präsident) "Es war ein weitgehend ordentliches Spiel mit einem glücklichen Sieger. Wenn wir so weiter gewinnen, dann hält uns nichts auf dem Weg nach oben auf."
Marco Dittgen (VfB-Spieler) "Sehr gutes Spiel, bei dem die Chancen 50:50 verteilt waren. Sicherlich hatten wir das nötige Quentchen Glück auf unserer Seite. Hauptsache sind die drei Punkte."
Holm Pinder (FSV-Spieler) "Wenn man auswärts so viele Chancen hat und keine davon reinmacht, dann ist man selbst Schuld. Nach einer Standardsituation wurden wir eiskalt erwischt. Es war aber ein schönes Gefühl, wieder mal in Leipzig zu spielen."
Frank Nierlich (FSV-Spieler) "Wir haben durch die Standardsituationen verloren. Vor dem Tor müssen die Dinger rein."
Torsten Jülich (VfB-Spieler) "Das ist ein ganz wichtiger Sieg. Letztlich haben wir verdient gewonnen und hatten in der zweiten Hälfte noch gute Chancen."
Gunnar Grundmann (VfB-Keeper) "Ich würde mir wünschen, daß die Stürmer mal ein, zwei Tore mehr machen, damit ich mal einen etwas geruhsameren Abend habe."
Frank Edmond (VfB-Kapitän) "Wenn wir nicht gewonnen hätten, hätten wir den Schnee wieder auf den Rasen schaufeln müssen. Und klar bin ich auch stolz darauf, daß ich den Siegtreffer gemacht habe."
Niclas Nylen (VfB-Spieler) "Das war schon schwer, weil Zwickau voll dagegen gehalten hat."
Wertung 3 Sterne (Die erste Halbzeit war sehr gut, besonders vom VfB, aber in der zweiten Hälfte lief nicht mehr viel.)

Spielbericht

Der VfB gewinnt mit 1:0 sein Heimspiel gegen den Mitfavoriten auf den Aufstieg den FSV Zwickau. Damit bleiben unsere VfB-Kicker weiter Spitzenreiter der Regionalliga-Nordost, der FSV fällt dagegen im Kampf um Platz eins erst einmal wieder etwas zurück. Der Platz im Bruno-Plache-Stadion präsentierte sich am Freitag Abend in sehr guter Verfassung und war sehr gut bespielbar. Auch die Temperaturen wahren nicht mehr so winterlich (immerhin drei Grad), dagegen war es für die beiden Schweden Niclas Nylen und Peter Vougt wohl doch noch zu kalt. Sie trugen als einzige Kicker auf den Platz Handschuhe (ist es in Schweden nicht eigentlich kälter als in Deutschland?!). Den 5.300 Zuschauer (darunter ca. 1000 Fans aus Zwickau) wurde dann kurz nach dem Anpfiff auch schnell warm. In der vierten Minute traf der Schwede Vougt von halbrechts genau in das Dreiangel, doch der FSV-Keeper René Groß konnte das Leder noch über die Querlatte lenken. Die Partie wurde nun immer besser, aber auch härter. So das Schiedsrichter Heynemann aus Magdeburg gleich zwei gelbe Karten an FSV-Spieler, in der ersten Viertelstunde, verteilen mußte. Auch die Torchancen häuften sich jetzt (vor allem vom VfB). Do Santos kommt im Strafraum plötzlich frei zum Schuß, doch FSV-Verteidiger André Barylla stand im Weg. Den Ball schlug dann der Brasilianische Verteidiger Ragne, vom FSV mit einem spektakulären Fallrückzieher, weg. Eine Minute später marschierte VfB-Torjäger Marco Dittgen allein auf das Tor von René Groß los. Er umkurvte die beiden Verteidiger Barylla und Pinder (eine tolle Szene des Stürmers), doch dann stellte sich Ragne in den Weg. Diese Szene von Dittgen hätte aber ein Tor verdient gehabt. Zwickau antwortet mit gefährlichen Kontern (sonst war aber vom FSV-Sturm nicht viel zu sehn). Immer wieder marschierte Rocco Milde seinem Bewacher Diango Malacarne davon, allerdings mußte er meist alles alleine machen, da Sturmpartner Popovic bei Ivica Bancic vollkommen abgemeldet war. In der 21. Minute wehrte Gunnar Grundmann ein Schuß von Milde mit dem Fuß ab und in der 26. Minute flankte Rocco Milde auf Popovic, doch VfB-Keeper Grundmann konnte mit einer tollen Rettungsaktion klären. In dieser turbulenten Phase fiel dann auch das 1:0 für den VfB (31.). Den Führungstreffer hatte sich der VfB aber auch mit seinen gnadenlosen Offensiv-Spiel verdient, Zwickau verlegte sich eben nur auf die Kontor. Nylen trat den Eckball für die Leipziger, in der Höhe des Elfmeterpunktes nimmt der freistehenden VfB-Kapitän Frank Edmond den Ball volley und schießt ihn unhaltbar in den Kasten des FSV. Dann war Pause. Die zweite Halbzeit begann mit mehr Druck vom FSV und mit viel Unordnung im VfB-Spiel. Aber Glück für die Spieler und Fans des VfB, denn die Angriffe wurden meistens kläglich vorgetragen und es entstanden kaum gefährliche Szene. Dem Tor waren die Leipziger eindeutig näher, doch das 2:0 wollte einfach nicht fallen. Erst Nylen in der 60. Minute mit einem Freistoß, dann Dittgen, der eine Flanke von Do Santos mit der Hacke ins Tor befördern wollte (67.) vergaben gute Möglichkeiten. In der 79. Minute dann die größte Chance für den VfB, Do Santos köpft eine Flanke von Marco Dittgen an die Querlatte. Danach wurde das ohnehin harte Spiel noch härter. Dem zufolge gab es dann auch einen Platzverweis. Der eingewechselte Zwickauer Ronny Jank sah in der 82. Minute die Gelb-Rote Karte. Dabei hat Jank noch Glück gehabt, nach seinem Ellenbogenstoß gegen Bancic hätte er eigentlich wegen der Tätlichkeit Rot sehen müssen. Die Zwickauer warfen in den letzten Minuten zwar noch einmal alles nach vorne, doch der VfB hatte zwei Minuten vor Schluß wieder die bessere Torchance. Doch Fernando do Santos schaffte es, den Ball aus vier Metern freistehend noch am Torpfosten vorbei zu schießen. Doch dann war endlich Schluß und die VfB-Kicker und Fans konnten den zehnten Heimsieg bejubeln und eine weitere Woche am Platz an der Sonne. Die Besten VfB-Spieler waren Gunnar Grundmann und Frank Edmond. Auch Patrick Hornung zeigte ein super Spiel auf der linken Außenbahn. In den nächsten Wochen heißt es für Leipziger gegen die "kleinen" der Liga zu gewinnen und das wird (siehe Spiel in Spandau) manchmal schwerer als gegen die Top-Teams. Also auf geht's VfB-Fans, die Mannschaft braucht eure Unterstützung zum Beispiel auch beim Spiel bei Croatia Berlin. (von Ronny John)

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