02. Spieltag

Regionalliga Nordost

 Saison 1999/2000

Spieldaten VfB Leipzig

VfB Leipzig

2

TeBe Berlin Amateure

TeBe Berlin Amat.

0

Datum 14. August 1999
Uhrzeit 14.00 Uhr
Spielstätte Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer 3.100
Schiedsrichter Robel (Briesen)
Torfolge 1:0 Dürr (23.), 2:0 Rose (75.)
Gelb 3x Gelb für TeBe
Gelb-Rot -
Rot -
Aufstellung Leipzig Goran Curko
Burkhard Reich
Dirk Dorbath
Marco Rose
Reimund Mimuß (ab 44. Ivica Bancic)
Ronald Werner
Milenko Dedovic (ab 75. Thorsten Görke)
Frank Seifert
Torsten Jülich
Holger Gaißmayer
Alexander Dürr (ab 70. Sava Radosavljew)
Trainer: Dragoslav Stepanovic
Aufstellung TeBe Amat. Thaddäus Bohne
Dirk Muschiol
Olaf Schilling (ab 85. Abdou-Rahmda Njie)
Ralf Spann
Bayram Sabani (ab 33. Goya Jaekel)
Junuz Coralic
Elvis Jelmazi
Dusko Adamovic (ab 62. Ifet Taljevic)
Tonci Boban
Mike Frank
Kostas Pantios
Trainer: Robert Jaspert
Interviews Marco Rose (VfB-Spieler) "Der Erfolg heute war sehr wichtig. Es ist keine einfach Situation für uns, wir würden schon gerne in Ruhe arbeiten und wissen wo es lang geht. Aber andererseits sind wir Profis und müssen damit fertig werden."
Dragoslav Stepanovic (VfB-Trainer) "Das war eine schwere Geburt. Die Zuschauer sind nicht zufrieden - ich auch nicht. Trotz des Sieges haben wir einen Halb-Fehlstart in die Saison hingelegt. Erst einmal war es ein sehr wichtiger Sieg, besonders für das Umfeld des VfB und damit wir oben dran bleiben. Aber wie gut wir sind bzw. wie gut wir wirklich eingespielt sind, wird sich erst frühestens nächste Woche beim Härtetest in Magdeburg, bei einem Mit-Favoriten, zeigen! Viele Spieler sind einfach zu verkrampft gewesen, so dass einige nicht das auf dem Spielfeld umsetzen, was sie eigentlich können. Milenko Dedovic kann viel mehr. Ich bin nicht zufrieden mit ihm. Aber die viele Fliegerei zuletzt hat ihn geschlaucht."
Robert Jaspert (TeBe-Trainer) "Wir waren technisch recht ordentlich, läuferisch stimmte es eigentlich auch, aber uns fehlte vorne ein wenig die Durchschlagskraft. Dem VfB fehlt noch die mannschaftliche Geschlossenheit."
Frank Seifert (VfB-Spieler) "Wir brauchen noch mindestens vier Spiele, um die Defizite im Spielaufbau zu beseitigen."
Holger Gaißmayer (VfB-Spieler) "Ich würde sagen, wir waren heute noch schlechter als in Babelsberg!"
Alexander Dürr (VfB-Spieler) "So ein persönliches Erfolgserlebnis tut gut. Zum Glück war der Gegner heute harmlos."
Burkhard Reich (VfB-Spieler) "Im Mittelfeld tut sich zu wenig. Da bieten sich zu wenige zum Anspielen an. Daran müssen wir sehr hart arbeiten."
Randolf Neumann (VfB-Geschäftsführer) "Das Beste ist: Fast alle anderen haben für uns gespielt. Es geht nun praktisch wieder bei null los."
Wertung 2,5 Sterne (Ein glanzloser und ungefährdeter Sieg für den VfB. Es gab auch einige schöne Angriffe zu sehen, allerdings waren auch viele Pausen im Spiel!)
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Spielbericht

Der VfB gewann sein erstes Heimspiel der Saison ungefährdet mit 2:0 gegen Regionalliga-Aufsteiger Tennis Borussia Berlin Amateure. Die 3.100 Zuschauer (darunter 8 TeBe-Fans!) im Bruno-Plache-Stadion waren einigermaßen mit ihrer Mannschaft zufrieden, aber eine richtige Rehabilitation kann es wohl erst am nächsten Spieltag beim 1.FC Magdeburg geben, wenn dort auch ein Sieg gelingt. Die Rufe im Stadion nach Uli Thomale verstummten nach dem ersten Tor, danach bekam auch VfB-Keeper Goran Curko immer mehr Applaus. Aber nun erst einmal zum Spiel:

Trainer Dragoslav Stepanovic setzte heute fast auf die gleiche Mannschaft wie gegen Babelsberg. Nur Manndecker Ivica Bancic rutschte aus der Stamm-Elf, dafür kam Milenko Dedovic endlich zu seinem ersten Einsatz für den VfB. Die VfB wirkte am Anfang noch etwas verunsichert, aber erspielte sich die ersten Chancen. Die erste Chance gab es schon in der 2. Minute: Nach Freistoß von Frank Seifert von rechts (nähe der Mittellinie) bekommt Stürmer Holger Gaißmayer den Ball, doch TeBe-Keeper Bohne kann den Schuss von Gaißmayer parieren. An den zurück springenden Ball versuchen Reimund Mimuß und Ronald Werner per Kopf zu kommen, behindern sich aber gegenseitig. Bei den Berlinern klappte nicht viel im Sturm, so das es erst einmal nicht viel zu tun gab für VfB-Keeper Goran Curko. In der 10. Minute ist dann wieder Frank Seifert für die nächste VfB-Chance verantwortlich. Diesmal zieht er den Freistoß von rechts aus gut 20 Metern selbst drauf und TeBe-Keeper Bohne kann nur mit Mühe parieren. Danach tat sich nicht mehr viel im Spiel, besonders Reimund Mimuß verstolperte leider über links viele Bälle. In der 20. Minute dann wieder eine Abwechslung: Nach einem Foul an Marco Rose gibt es Gelb für einen TeBe-Spieler. Es kam jetzt auch etwas Unzufriedenheit bei den Zuschauern, besonders auf dem Dammsitz, auf und es gab die ersten lauten "Uli Thomale" Rufe. Nur gut, dass Präsident Burkei wegen "Geschäftsterminen" nicht anwesend war. Doch mitten in die kleine Unzufriedenheit kam der erste Torjubel der neuen Saison im heimischen Bruno-Plache-Stadion. Marco Rose führt einen Freistoß von der Strafraumgrenze rechts außen aus. Alexander Dürr schraubt sich in der Mitte höher als sein Gegenspieler und es steht damit 1:0 in der 23. Spielminute für den VfB. Das war (natürlich) auch der erste Treffer von Dürr für seinen neuen Arbeitgeber. Danach schien der Knoten des VfB-(Offensiv)Spieles geplatzt zu sein. Über links kann sich Mimuß endlich wieder durchsetzen und zieht einfach mal ab, doch sein Schuss kann von Keeper Bohne abgeblockt werden und der Nachschuss von Ronald Werner geht knapp über den Kasten. In der 28. Minute holt sich Stürmer Holger Gaißmayer im Mittelfeld den Ball, passt auf links Außen zu Reimund Mimuß, der flankt in den Strafraum und dort schraubt sich, der heute sehr gut spielende, Alexander Dürr in die Höhe, aber sein Kopfball geht knapp über das TeBe-Tor. In der 31. Minute legt Seifert im Mittelfeld auf Dirk Dorbath auf rechts ab, der geht noch ein paar Schritte und zieht dann eine wunderschöne Flanke genau auf den Kopf von Stürmer Holger Gaißmayer. Doch Gaißmayer köpft, durch Keeper Bohne und einen Abwehr-Spieler gestört, knapp daneben. In der 34. Minute muss dann TeBe-Trainer Jaspert das erste mal auswechseln. Bayram Sabani (mit der Nr. 2) geht verletzt raus und dafür kommt mit der Nr. 17 Goya Jaekel. Jaekel sollte nun zweite spitze bei den TeBe Amateuren spielen. Eine Minute später dann die erste richtige Chance für die Berliner. Nach einer Ecke köpft Dusko Adamovic knapp neben den Kasten von VfB-Keeper Curko, der heute sehr sicher war. Kurz vor der Pause musste dann Reimund Mimuß, der sich ohne gegnerischen Einfluss verletzt hat, vom Platz und dafür kam Ivica Bancic. Dann war aber Halbzeit und Trainer Stepanovic forderte für die zweite Hälfte mindestens noch ein Tor.

Beide Teams begannen mit der gleichen Aufstellung wie vor der Pause und der VfB "drückte" weiter. Die Partie wurde jetzt auch immer besser, da sich die Berliner nun auch mehr nach vorne getrauten. Doch erstmal wieder die Gastgeber: In der 48. Minute wird ein Schuss von Frank Seifert aus fünf Metern grade noch so abgeblockt. In der 50. Minute scheiterte dann Ronald Werner knapp mit einen 16 Meter-Schuss. Dann war TeBe dran: Mike Frank lässt auf rechts Torsten Jülich alt aussehen, der passt in die Mitte doch der Schuss seines Mitspielers kann von Libero Burkhard Reich abgeblockt werden. Diesmal wirkte die VfB-Abwehr nicht ganz sicher, aber die Defensiv Leute konnten trotzdem überzeugen (besonders Dorbath und Reich). In der 53. Minute Freistoß von links durch Kapitän Marco Rose, doch Gaißmayer köpft vorbei. Dann gab es Geld gegen die Nr. 7 von TeBe, nach einem unschönen Foul. Daraufhin gab es einen Freistoß vom VfB, der durch Ivica Bancic (58. Minute) ausgeführt wird. Der Freistoß leitet ein wahres "Kopfball-Feuerwerk ein: Torsten Jülich leitet den Ball auf Burkhard Reich weiter, der gibt ebenfalls per Kopf, nach Außen auf Holger Gaißmayer ab. Aber Gaißmayer kommt mit dem Fuß nicht mehr richtig an den Ball, deshalb kommt Frank Seifert zum flanken. Die Flanke zieht er direkt auf Burkhard Reich und sein Kopfball kann gerade noch so von einem TeBe-Spieler vor der Linie gerettet werden. Dann erneut Gelb für TeBe, diesmal an die Nr. 11. In der 60. versucht sich wieder Werner mit einen Schuss, doch der Keeper Bohne kann gerade noch so parieren. In der 62. Minute kann dann auch Curko sich beweisen: Er rettet die 1:0 Führung durch eine Glanzparade eines Schusses von einem TeBe-Spieler. In der 70. Minute wird dann der Torschütze mit viel Applaus verabschiedet, der noch etwas an muskulären Problemen leidet. Dafür kommt der kleine und schnelle Jugoslawe Sava Radosavljew. Zwei Minute später schon die erste Chance für "Sava": Doch Radosavljew rutscht knapp an einer Flanke von Seifert vorbei. Wie euch sicherlich auch schon aufgefallen ist, war "Flitzer" Frank Seifert im Prinzip an jeden Angriff beteiligt, einfach toll was Seifert heute geleistet hat. Dann in der 75. Minute endlich der erlösende Jubel: Erst ein Eckball für TeBe, der wird von VfB-Manndecker Dirk Dorbath abgefangen und ist auf dem Weg zum TeBe-Tor. Dorbath passt dann auf Gaißmayer, der umspielt wunderschöne den TeBe-Keeper Bohne flankt in die Mitte, dort verpasst noch Sava den Ball mit dem Kopf, aber Kapitän Marco Rose steht direkt dahinter und kann ohne Probleme einschieben. Natürlich freute sich der VfB-Kapitän riesig über den Treffer und auch die Zuschauer waren begeistert, dass endlich "Rosi" wieder erfolgreich war. TeBe steckte aber nicht auf: Doch der gute Schuss eines Berliners von links kann Goran Curko elegant über die Latte lenken. Danach macht der Keeper wieder etwas Show und zeigt warum er in Berlin so beliebt war: Er tanzt den TeBe-Stürmer mit einem schönen Übersteiger aus. Nach dem 2:0 kam übrings noch Thorsten Görke zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison, raus ging dafür Dedovic, der eine ordentliche Leistung im Defensiven Mittelfeld zeigte. Danach passiert auch nicht mehr viel, außer der ein oder andere Konter-Versuch, der leider nicht mehr zum Tor führt und die Fans konnten denn ungefährdeten Erfolg feiern.

Fazit: Es war sicherlich ein glanzloser Sieg, aber die VfB-Offensive, besonders Rose, Seifert, Dürr und Gaißmayer, konnte schon sehr überzeugen. Besonders stark zeigte sich der VfB im Kopfball-Spiel, was letztes Jahr (außer Ex-Kapitän Edmond) nicht unbedingt die stärke des VfB war. Auch gab es endlich wieder einige schöne Spielzüge, so kann es weiter gehen. Wenn man sich nun noch etwas steigert, sollte ein Erfolg in Magdeburg mehr als möglich sein. Den Sieg in Magdeburg bräuchte man sicherlich auch, um endlich wieder etwas Ruhe im Umfeld des VfB zu bekommen. Eine gute Leistung zeigten heute auch Keeper Curko und die beiden Abwehrleute Reich und Dorbath, die sich öfters in den Angriff einschalteten. Die zwei großen Enttäuschungen waren sicherlich Jülich und besonders Reimund Mimuß. Aber trotzdem, so kann es weiter gehen. Jetzt heißt es einfach die nächste Woche abwarten, dann wissen wir hoffentlich wohin der Weg des "Top-Favoriten" geht, denn die Amateure von Tennis Borussia sind ja nicht unbedingt der große Maßstab in der Regionalliga Nordost.

(von Ronny John)

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