05. Spieltag   Saison 2000/2001
VfB Zittau

VfB Zittau

0

VfB Leipzig

VfB Leipzig

2

Spieldaten
Datum 10. September 2000
Uhrzeit 14.00
Spielstätte Weinaupark-Stadion (Zittau)
Zuschauer 825
Schiedsrichter Oehme (Witzschdorf)
Torschützen 0:1 H.-J. Weiß (10.), 0:2 M. Weiß (85./Foulelfmeter)
Gelb Pitar, Tille, Wecker, Kaden - Kipping, Jülich
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
VfB Zittau: VfB Leipzig:
Marco Pöschmann Gunnar Grundmann
Milan Pitar Heiko Brestrich
Ladislav Sorm Thorsten Görke
Thomas Nosek René Groth
Steffen Tille Rico Kipping
Sebastian Uhlig Torsten Jülich
Tino Wecker Stefan Bloß
René Wehnert Frank Räbsch
Jirka Jeseta Robert Simon (ab 53. Daniel Ferl)
Tomas Hovorka (ab 46. René Kaden) Mario Weiß
Peter Jirasko (ab 89. Michael Sturm) Hans-Jürgen Weiß (ab 79. Peter-Sebastian Gunkel)
Trainer
Tomas Nosek Joachim Steffens
   Interviews
Achim Steffens (VfB-Trainer) "Laufen können wir 90 Minuten, aber uns fällt es schwer wenn eine Mannschaften hinten drin steht und aufopferungsvoll spielt. Da sind unsere Mittel auch gar nicht ausreichend! Das muss man neidlos anerkennen. Wir haben uns hier sehr schwer getan. Erstaunlich mit wie viel Engagement die sogenannten Kleinen zu Werke gehen. Inzwischen zählen wir ja selbst schon zu den Kleinen und müssen uns Woche für Woche neu mit den Oberliga-Rivalen messen. Hans-Jürgen Weiß hatte ich trotz der Kritik in der letzten Wochen spielen lassen, da er gleich fünf Mal im Training getroffen hatte."
Tomas Nosek (Spieler-Trainer Zittau) "Für mich ist es einfach, die Leute direkt vom Spielfeld aus zu dirigieren. Trotzdem muss immer einer auf der Bank sitzen um auch das Spiel von Außen begleiten zu können. Wir hatten zwei 1000%-ige Torchancen, aber wir haben keine genutzt. Das war die Ursache unserer Niederlage heute!"
Peter Gießner (VfB-Sportdirektor) "Gunnar Grundmann hat gut gehalten. Die paar brenzligen Situationen hat er bereinigt. Alles in allem war es schon eine schwere Geburt. Wir hätten das zweite Tor viel eher nachlegen müssen."
Wertung

2,5 Sterne (Ein knapper, aber ein verdienter (Arbeits-) Sieg der Leipziger nach einer starken ersten Hälfte! Doch wer nach dem frühen 1:0 ein Schützenfest erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Es zählen halt nur die drei Punkte ... In der zweiten Halbzeit kam der Gastgeber besser auf und zeigte einige gute Kombinationen!)

 Diesmal gibt es leider keine Fotos vom Spiel in der Galerie! (Videos nicht mehr erlaubt!)

Spielbericht   

Der VfB Leipzig kann doch wieder gewinnen (und auch Tore schießen) und hat nach knapp drei Wochen endlich wieder drei Punkte in der Oberliga eingefahren! Am 5. Spieltag der Oberliga Nordost-Süd gelang ein 2:0 (1:0) Erfolg beim Außenseiter VfB Zittau. Vor 825 Zuschauern (darunter ca. 180 VfB-Fans) boten die Leipziger eine gute Leistung und gewannen insgesamt verdient, auch wenn Keeper Grundmann ein-, zweimal retten musste. Nun sind die Leipziger bei den Punkten wieder im Soll und müssten beim Heimspiel gegen den Bischofswerdaer FV nach legen. Aber nun erst einmal zum Geschehen im "Grenzgebiet" in Zittau:

VfB-Trainer Achim Steffens setzte heute auf Gunnar Grundmann im VfB-Tor und "verbannte" Frank Schöne auf die Bank. Für den gesperrten Eric Eiselt rückte zum ersten Mal Spielmacher Robert Simon (der vor zwei Jahren noch selbst für den VfB Zittau aktiv war und deshalb auch mit einem Pfeifkonzert "empfangen" wurde) in die Stammformation. Ansonsten blieb der VfB-Trainer bei seiner bisherigen Formation und ließ Libero Heiko Brestrich heute sehr offensiv agieren (für ihn sicherte Rico Kipping nach hinten ab). Beim anderen VfB musste heute wieder Spielertrainer Tomas Nosek als Libero spielen und auch Co-Trainer Steffen Tille musste wegen Sperren und Verletzungen noch einmal die Fußballschuhe als Manndecker schnüren. Der VfB aus Leipzig begann das Spiel dann gleich furios und erarbeitete sich mehr Spielanteile als der Gastgeber aus Zittau (das Stadion liegt übrigens nur ca. 100 Meter von der polnischen Grenze entfernt). Dies sollte sich schon nach 10 Minuten "bezahlt" machen: Hans-Jürgen Weiß setzt sich im Mittelfeld schön gegen den Zittauer René Wehnert durch, passt auf die rechte Außenbahn auf den "großen" Weiß (Mario). Der lässt Zittau-Keeper Marco Pöschmann aussteigen und von der Strafraumgrenze schiebt er den Ball überlegt zu Hans-Jürgen Weiß zurück, der aus 8 Metern den Ball nur noch im Tor versenken muss. Nach der frühen Führung (die Trainer Achim Steffens ja vorher in einigen Interviews gefordert hatte) waren natürlich auch die rund 180 VfB-Fans aus dem Häuschen. Verständlich, bei einer Auswärtsfahrt, die über drei Stunden dauerte! Die Leipziger ließen nach der Führung nicht locker und besaßen in der ersten Hälfte noch zwei, drei weitere gute Möglichkeiten. Der VfB Zittau kam insgesamt nur einmal gefährlich vor das Tor, doch diese Chance hatte es in sich! 23. Minute: Ein Zittauer setzte sich auf die Außen durch und überlauft die gesamte VfB-Abwehr. Rechts Außen zieht er den Ball in den Strafraum auf Tomas Hovorka, doch Gunnar Grundmann rettete mit zwei Glanzparade gegen den völlig freistehenden Stürmer der Zittauer. Die Führung zur Halbzeit war also verdient, aber ein großes Dankeschön geht an Gunnar Grundmann, der bei der einzigen Chance für die Zittauer auf dem Posten war! In der 32. Minute wäre aber beinah noch das 2:0 für den VfB gefallen als sich René Groth auf der linken Außenbahn durchsetzt und den Ball in den Strafraum, genau auf Mario Weiß, flankt. Doch den wuchtigen Kopfball des Stürmers aus Probstheida kann Zittau-Keeper Pöschmann mit viel Mühe weg fausten. In der 35. Minute verfehlte Robert Simon das Gehäuse der Lausitzer mit einem Distanzschuss nur knapp. Leipzig Trainer Steffens wirkte allerdings schon in der ersten Halbzeit wegen dem Spiel seines VfB Leipzig nicht sehr begeistert.

In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel dann etwas und Trainer Achim Steffens reagierte und brachte für den etwas enttäuschenden Robert Simon Nachwuchs-Talent Daniel Ferl, der damit sein Debüt in dieser Saison in der ersten Mannschaft gab. Kurz zuvor wäre der Gastgeber beinah zum 1:1 gekommen, als die Leipziger Abwehr in der Mitte schläft und Steffen Tille genau in den lauf angespielt werden kann, doch aus 12 Metern versagen ihn völlig freistehend die nerven, so dass Leipzig-Keeper Gunnar Grundmann wieder sicher zu packen kann. Wenige Minuten später scheitert "Spieler-Trainer" Tomas Nosek aus guter Position an Gunnar Grundmann. Dann waren wieder die Leipziger dran: Doch erst scheitert in der 76. Minute Rico Kipping und 120 Sekunden später Frank Räbsch bei guten Einschusschancen an dem Schlussmann der Lausitzer. Der VfB erarbeitete sich nur noch selten Chancen und es sah ganz nach einer Zitterpartie aus! Zumal der Gastgeber aus Zittau nun Druckvoller wurde und die Leipziger nur noch auf Konter lauerten. Trainer Steffens brachte deshalb in der 79. Minute Peter-Sebastian Gunkel für den ausgepumpten Hans-Jürgen Weiß und man erhoffte sich, dass der lange Stürmer bei seinem ersten Saisoneinsatz in der ersten Mannschaft das entscheidende Tor schießt. Dies gelang dann in der 85. Minute Sturm-Kollege Mario Weiß, der einen zu Recht gegebnen Foulelfmeter sicher in das linke untere Eck verwandelte und so sein 3. Saisontor bejubeln durfte. Zur Entstehung: Rico Kipping flankt aus dem Mittelfeld schön auf den eingewechselten Peter-Sebastian Gunkel, der den Ball überlegt per Kopf an Mario Weiß weiterleitet. Zittau-Keeper Pöschmann kommt völlig unmotiviert aus seinem Tor geeilt und verfehlt den Ball mit einer Faustabwehr und Abwehrspieler Jeseta kann Leipzig Stürmer Mario Weiß nur noch mit einem Foul stoppen. Dann war endlich Schluss und die VfB-Spieler und Fans konnten endlich wieder richtig feiern.

Fazit: Ein Arbeitssieg für den VfB, der aber nach einer starken ersten Halbzeit verdient war! Die Leipziger kehrten endlich wieder auf die Erfolgsspur zurück und man kann nun wieder optimistisch in die Zukunft schauen, da es scheint, als wäre auch das Glück nach Probstheida zurückgekehrt. Jetzt heißt es für die junge Truppe von Trainer Achim Steffens beim Heimspiel gegen Bischofswerda nachlegen und beim schweren Auswärtsspiel in Hoyerswerda einen Punkt zu holen. Dann hat sich der VfB oben festgesetzt und dann ist alles möglich ... Die besten Leipziger waren heute, neben Gunnar Grundmann im VfB-Tor, Mario Weiß, Frank Räbsch und Manndecker Thorsten Görke.

(Spielbericht von Ronny John mit Hilfe von Informationen aus der Presse und durch Thomas!)

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