07. Spieltag   Saison 2000/2001
FSV Hoyerswerda

FSV Hoyerswerda

0

VfB Leipzig

VfB Leipzig

1

Spieldaten
Datum 24. September 2000
Uhrzeit 14.00
Spielstätte Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark (Hoyerswerda)
Zuschauer 1.052
Schiedsrichter Cyrklaff (Laubsdorf)
Torschützen 0:1 Kanitz (90.)
Gelb Vejprava, Haasler - H.-J. Weiß, Jülich
Gelb-Rot Groth (75./VfB)
Rot Keine
Aufstellung
FSV Hoyerswerda: VfB Leipzig:
Ronny Zeiß Gunnar Grundmann
Dirk Rettig Heiko Brestrich
Christoph Baum Thorsten Görke
Martin Vejprava René Groth
Robert Jahn (ab 71. Rico Noack) Rico Kipping
Andreas Richter Torsten Jülich
Karsten Haasler Daniel Ferl (ab 68. Nico Kanitz)
Martin Bronec Frank Räbsch
Matthias Ringel (ab 78. Matthias Grun) Stefan Bloß
Pavel Dobry Mario Weiß
Stefan Strauß Hans-Jürgen Weiß (ab 80. Peter-Sebastian Gunkel)
Trainer
Gert Heidler Joachim Steffens
   Interviews
Gert Heidler (FSV-Trainer) "Wir hatten eine sehr gute Heimbilanz und die wollten wir heute eigentlich verbessern. So offen in der Abwehr kann man sich einfach mit einem Mann mehr auf dem Feld nicht präsentieren. Man muss so einen Konter einfach im Keim ersticken, aber so ist eben Fußball!"
Nico Kanitz (VfB-Spieler) "Besser kann man sich fürs Vertrauen beim Trainer nicht bedanken! Man braucht nur die Fans zu sehen, dass ist einfach einzigartig."
Peter Gießner (VfB-Sportdirektor) "Beiden Mannschaften merkte man den Respekt voreinander an. Insofern wäre auch ein Remis Ordnung gewesen."
Wertung

3 Sterne (In der ersten Halbzeit ein Spiel mit wenigen Chancen, dafür sollte die zweite Hälfte mit einigen Chancen, vor allem vom Gastgeber, entschädigen und am Ende gab es den glücklichen Sieger VfB Leipzig!)

 Diesmal gibt es leider keine Fotos vom Spiel in der Galerie! (Videos nicht mehr erlaubt!)

Spielbericht   

Der VfB Leipzig gewann buchstäblich in "letzter" Sekunde sein Auswärtsspiel beim FSV Hoyerswerda glücklich mit 1:0 (0:0). Vor 1.052 Zuschauern (darunter ca. 350 VfB-Fans) im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion waren die Gastgeber spielbestimmend und hatten mit einem Lattentreffer ihre größte Möglichkeit. Aber anscheint ist das Glück nach Probstheida zurückgekehrt und die Leipziger konnten die wenigen Chancen in diesem Oberliga-Spitzenspiel fast perfekt verwerten.

In der ersten Halbzeit spielte sich das Geschehen im wesentlichen zwischen den Strafräumen ab und so waren Torchancen hier Mangelware. Bis auf einen knapp am VfB-Tor vorbeistreichenden Schuss von Torjäger Pavel Dobry (rechts vorbei / 5.), der sich zuvor gegen die gesamte VfB-Abwehr durchsetzen konnte und einen Hinterkopf-Ball von Mario Weiß (37.) gegen FSV-Keeper Zeit, den Hoyerswerdas Verteidiger Vejprava von der Torlinie schlug, gab es in Hälfte eins nichts Nennenswertes zu vermelden. Vielleicht noch zu erwähnen ist der 35-m-Knaller von Thorsten Görke den Zeiß im FSV-Tor nur wegfausten konnte und die Mini-Chancen von Stefan Strauß, der aus 11 Metern vergab, da er sich den Ball erst aufs Schussbein legen wollte. Das beste am Spiel war wohl bis dahin das Wetter (strahlender Sonnestein bei sehr angenehmen 18 Grad).

Nach der Pause bemühten sich beide Teams um mehr Angriffsdruck, aber ohne zählbaren Erfolg. Vor allem VfB-Keeper Gunnar Grundmann zeigte wieder einige tolle Paraden und hatte bei einem Lattenschuss von Martin Bronec in der 55. Minute auch das Glück des Tüchtigen (auch beim Nachschuss von Pavel Dobry, der über das Tor strich). Kurz danach beinah die Führung für den VfB: Stefan Bloß tritt von halbrechts einen Freistoß in den Strafraum, dort viel Gewühl und der Ball landet nach Vorarbeit von VfB-Manndecker René Groth vor den Füßen von Hans-Jürgen Weiß. Doch "Hansi" schafft es aus fünf Metern nicht, Ronny Zeiß im FSV-Tor zu überwinden. In der 75. Minute sah dann Manndecker René Groth nach einem Foulspiel "verdient" Gelb-Rot (man hätte sich bei der Aktion von Groth wohl auch nicht über eine "richtige" Rote Karte aufregen dürfen) und die Leipziger mussten die letzten 15 Minuten mit zehn Mann überstehen. Wenige Sekunden davor vergab der eingewechselte FSV-Spieler Rico Noack nach einem tollen Solo über den halben Platz. In der 86. Minute war dann wieder der heute starke Gunnar Grundmann auf seinen Posten, als er einen Kopfball von Andreas Richter entschärfen konnte. Dann die 92. Minute Spielminute: Frank Räbsch setzt zu einem Solo aus der eignen Hälfte an und setzt sich auf der rechten Außenbahn gleich gegen drei FSV-Spieler durch und flankt dann in den Strafraum. Der Ball landet genau vor den Füßen von Nico Kanitz, der den Ball aus 16 Metern Volley nimmt und FSV-Keeper Zeiß überwinden kann (der Ball landete im langen rechten Eck). Danach grenzloser Jubel unter den Spielern und den Fans... Nach dem Abpfiff kam nicht nur die Mannschaft zu den ausgelassen feierten VfB-Fans, sondern auch Trainer Achim Steffens, der wohl selbst nicht mit diesem Erfolg gerechnet hatte.

Fazit: Es war letztlich ein knapper VfB-Auswärtserfolg, der zwar glücklich erkämpft wurde, aber nicht unverdient war. Damit setzten sich die Leipziger endgültig an der Oberliga-Spitze mit und dürften die Kinowelt-Vereine (zusammen mit dem FSV Zwickau) weiter ärgern. Vom Wort Aufstieg sollte aber (noch?!) keiner reden, denn der Sieg war durch das Tor in letzter Sekunde eher sehr glücklich und auch letzte Woche gegen Bischofswerda konnten die VfB-Spieler ja nicht unbedingt glänzen. Nun heißt es sich auf das nächste Heimspiel gegen den VfB Chemnitz zu freuen und die Mannschaft kräftig zu unterstützen, damit der Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten (der aber durch einige Zweit- und Drittligaerfahrne Spieler nicht zu unterschätzen ist) gelingt. 

(Spielbericht von Ronny John mit Hilfe von Informationen aus der Presse, LVZ und BILD Zeitung und durch Thomas!)

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