11. Spieltag   Saison 2000/2001
VFC Plauen

VFC Plauen

0

VfB Leipzig

VfB Leipzig

0

Spieldaten
Datum 28. Oktober 2000
Uhrzeit 14.00 Uhr
Spielstätte Vogtlandstadion (Plauen)
Zuschauer 1.681
Schiedsrichter Hoffmann (Seligental)
Torschützen Fehlanzeige!
Gelb Dashi - Grundmann, Kipping, Jülich
Gelb-Rot Keine!
Rot Keine!
Aufstellung
VFC Plauen: VfB Leipzig:
Jens Golle Gunnar Grundmann
Veiko Berger Heiko Brestrich
Adrian Dashi Thorsten Görke
René Krasselt Torsten Jülich
Rico Reinold Rico Kipping
Marco Hölzel Daniel Ferl (ab 59. Nico Kanitz)
Levente Czik (ab 52. Sherdilaid Curri) Steffen Bloß (ab 68. Lars Weißenberger)
Irakli Gemazashvili Kai Metzner (ab 52. Hans-Jürgen Weiß)
Gregor Berger Eric Eiselt
Andriy Zapyshnyi Mario Weiß
Arnd Spranger (ab 61. Ike Anokam) Frank Räbsch
Trainer
René Müller Joachim Steffens
   Interviews
Achim Steffens (VfB-Trainer) "Das war ein Spiel, das konntest du gewinnen oder auch verlieren. Oder eben auch Unentschieden spielen, so kam ein 0:0 heraus. Ich war durchaus zufrieden! Ich denke, es war ein unterhaltsames Spiel und mir hat es richtig Spaß gemacht. Und das soll bei mir was heißen! Der kleine, der bei Plauen reinkam war witzig und die Spieler, die bei uns eingewechselt wurden, waren nicht so witzig. Ich habe Daniel Ferl aufgestellt, da er langsam an das Team heran geführt werden muss, wie Kai Metzner. Aber Training und ein Punktspiel sind doch immer ein großer Unterschied und das hatte sich heute wieder gezeigt. Heute hat sich gezeigt, dass wir nicht besser, aber auch nicht schlechter sind als Plauen."
René Müller (VFC-Trainer) "Ich fand den kleinen Nico Kanitz ebenso witzig. Wir hatten also beide witzige Spieler gebracht! Das Unentschieden ging in Ordnung. Ich war aber mit dem Spiel nicht ganz zufrieden, da es mehr Kampfspiel war und wir zu wenig auf unser spielerisches Potential gesetzt haben. Dazu kam, dass wir die zahlreichen Standards einfach besser hätten ausnutzen müssen. Curri hatte ich nur eingewechselt, da er noch nicht die Kraft über 90 Minuten hat. Er hat aber eine gute Chance auf einen Stammplatz in den nächsten Spielen! Zum nicht gegeben Tor: Wie sagt man immer so schön, Polizisten und Schiedsrichter haben immer recht und man muss ihren Anweisungen folgen. Wenn der Schiedsrichter das Tor nicht gibt, dann ist es eben keins!"
Wertung

3 Sterne (Trotz des torlosen Unentschieden war es ein recht unterhaltsames Spiel, indem jede Mannschaft zu guten Chancen kam und der Kampf dominierte. Dazu kam ein recht guter und vor allem auch sehr lustige Support einiger VfB-Anhänger!)

70 Fotos vom Spiel gibt es in der Galerie! (Videos nicht mehr erlaubt!)
Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 3
Heiko Brestrich 3
Thorsten Görke 2
Torsten Jülich 4
Daniel Ferl (bis 59.) 5
Rico Kipping 4
Stefan Bloß (bis 68.) 4
Kai Metzner (bis 52.) 3
Eric Eiselt 3
Mario Weiß 4
Frank Räbsch 3
Hans-Jürgen Weiß (ab 52.) 4
Nico Kanitz (ab 59.) 3
Lars Weißenberger (ab 68.) keine Wertung

Spielbericht   

Der VfB Leipzig kam beim VFC Plauen zu einem, durchaus gerechten, 0:0 Unentschieden! Vor 1.681 Zuschauer (darunter ca. 400 VfB-Fans) im Vogtlandstadion zeigten beide Teams ein unterhaltsames Spiel, mit einigen guten Tormöglichkeiten. Am Ende hätte der Gastgeber vielleicht eher drei Punkte verdient gehabt, da sich die Leipziger am Anfang zu lange auf das Konterspiel beschränkten. Aber im weiteren Spielverlauf zeigte sich auch der VfB immer öfters im Strafraum der Gastgeber und man erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten (z.B. ein Lattentreffer). Damit kassierten die Leipziger auch im sechsten (!) Auswärtsspiel der Saison noch kein Gegentor! Eine tolle Bilanz, die wieder zeigt, wie sicher die Leipziger in der Abwehr stehen. Wie ein Spitzenreiter präsentierte sich die Leipziger heute nicht unbedingt, aber jeder VfB-Fan weiß, dass man noch längst nicht soweit ist, das man "jeden Gegner an die Wand" spielt. Aber nun zum Spiel:

VfB-Trainer Achim Steffens konnte heute auf Kapitän und Libero Heiko Brestrich zurückgreifen, dessen Einsatz in den letzten Tagen fraglich war. René Groth (Hüftprellung) wurde dagegen nicht rechtzeitig fit und so übernahm Torsten Jülich (der seine Sperre, wegen der 5. Gelben Karte, abgesessen hatte) die Manndecker-Position. Dazu rückte das VfB-Talent Daniel Ferl in die Stammformation und Kai Metzner bekam im offensiven Mittelfeld erneut seine Chance. Beim Gastgeber aus dem Vogtland schaute man (als Leipziger) vor allem auf Trainer und Torwart-Legende des VfB-Vorgängers 1.FC Lokomotive René Müller! Die erste Chance im Spiel besaßen die Gäste aus der Messestadt bereits in der 2. Minute, nach einem weiten Einwurf von Thorsten Görke. Im Strafraum köpft aber VfB-Spielmacher Eric Eiselt knapp am rechten Pfosten vorbei! Dann dominierte erst einmal nur noch der VFC, der vor allem durch Standards gefährlich wurde, während sich die Leipziger aufs Konterspiel beschränkten. In der 13. Minute kommt Levente Czik nach einem Eckball mit dem Kopf an den Ball, aber Eric Eiselt kann den Ball vor der Torlinie wegschlagen. In der Folgezeit vergab der Gastgeber einige Eckbälle kläglich und so kamen die Leipziger wieder besser ins Spiel. Aber in der 20. Minute war es erneut der VFC, der eine gute Tormöglichkeit besaß. Von rechts segelt eine Flanke in den Strafraum, aber Arnd Spranger setzt den Kopfball aus 8 Metern knapp neben das Tor von VfB-Keeper Gunnar Grundmann (der heute wieder einen sehr sicheren Eindruck machte, im Gegensatz zum VFC-Keeper Golle). In der 22. Minute dann die beste Möglichkeit für den VFC in der ersten Hälfte! Nach einem schlimmen Abwehrfehler kann Gregor Berger von rechts flanken und der völlig freistehende Arnd Spranger kann aus 12 Metern VfB-Keeper Gunnar Grundmann nicht bezwingen. Nach dieser Chance war fast nur noch der Gast aus Leipzig im Ballbesitz und erarbeitete sich nun einige gute Möglichkeiten. In der 24. Minute ist es wieder Thorsten Görke, der mit einem weiten Einwurf für Gefahr sorgen kann. Der Ball segelt durch den Strafraum und Kai Metzner nimmt einen Abpraller der VFC-Abwehr Volley, doch Jens Golle hält mit großer Mühe. In der 29. Minute tritt Thorsten Görke einen Freistoß von halb links auf Eric Eiselt, der auf Mario Weiß abtropfen lässt und dieser beweißt Übersicht und spielt in den lauf von Frank Räbsch. Räbsch zieht aus 12 Metern ab, aber trifft nur die Latte! Zwei Minute später erlaubt sich VFC-Keeper Golle einen katastrophalen Schnitzer, als er bei einem Abstoß einen eignen Mitspieler anschießt. Frank Räbsch kommt an den Ball, doch den Heber kann Golle gerade noch so herunter pflügen. Das war dann auch die letzte nennenswerte Chance in der ersten Hälfte!

Die 2. Halbzeit begann mit einer VfB-Chance, als Frank Räbsch Spielmacher Eric Eiselt auflegt, dessen Schlenzer aus 20 Metern aber um Zentimeter über die Latte streicht (47.). Wenige Sekunden später kann Thorsten Görke mit einem Freistoß von halb links für Gefahr sorgen, aber am langen Pfosten kann Eric Eiselt den Ball aus drei Metern nicht richtig per Kopf drücken und so pariert Jens Golle den Ball. In der 53. Minute zeigt dann, der gerade eingewechselte, Albaner Curri sein technisches können, doch sein Schlenzer aus 18 Metern geht ganz knapp am linken Pfosten vorbei. In der 58. Minute ist der Ball auf einmal im VfB-Tor und die VFC-Fans und Spieler jubeln. Doch der Jubel wird schnell durch den pfiff des heute guten und konsequenten Schiedsrichter Herrn Hoffmann aus Seligental unterbrochen, da ein VFC-Spieler vorher im Strafraum ganz klar Thorsten Görke zu Fall gebracht hatte, bevor Andriy Zapyshnyi den Ball über die Linie schob. In der 59. Minute dann endlich wieder eine Chance für den VfB, aber der eingewechselte Hans-Jürgen Weiß (der einige gute Dribblings zeigte) zieht aus 20 Metern knapp über das Tor von Jens Golle. Dann neutralisierten sich beide Mannschaften immer mehr, so dass das Spiel hauptsächlich im Mittelfeld statt fand und sich immer mehr ein richtiges "Kampfspiel" entwickelte. Der VFC blieb aber vor allem durch Curri weiter brand gefährlich! In der 70. Minute steigt der VFC-Spieler Marco Hölzel am höchsten, doch den Kopfball aus 10 Metern hält Gunnar Grundmann recht sicher. In der 73. Minute setzte sich die "Curri-Show" fort, als der Albaner aus 14 Metern von halb links abzieht, aber VfB-Keeper Gunnar Grundmann kann den Ball aus dem rechten Eck "fischen". Wenige Sekunden später entwickelt sich nach einer Flanke von links ein Getümmel im Strafraum des VfB, wo der Ball auch "leicht" den Pfosten berührte. Nach diesen tollen Chancen für den VFC drehten die Leipziger noch einmal auf und besonders Nico Kanitz ließ seinen Gegenspieler immer wieder ins leere laufen. Aber eine richtig dicke Chance entwickelte sich auf beiden Seiten leider nicht noch einmal, so dass einige VfB-Fans im Mittelpunkt rückten, die sogar ein paar "Aldi-Tüten" dabei hatten (mehr dazu in der Galerie)!

Fazit: Für den VfB war es sicherlich ein Punktgewinn, obwohl auch ein Sieg drin gewesen war (vor allem durch den Lattenschuss von Frank Räbsch). Der VFC zeigte heute (laut Aussagen einiger Pressekollegen) das beste Heimspiel dieser Saison und war insgesamt ca. 50 Minuten lang spielbestimmend (der VfB ca. 30 Minuten), aber die Spieler des Gastgeber konnten sich fast nie gegen die kompakte und wieder sehr sichere Abwehr des VfB durchsetzen. So wurde auf Leipziger Seite Thorsten Görke zum herausragenden Spieler, der fast jeden Zweikampf für sich entscheid, tolle Laufarbeit zeigte und immer wieder mit weiten Einwürfe und sogar mit einigen Freistößen für Gefahr sorgte. Des weiteren zeigten sich Eric Eiselt und Frank Räbsch in guter Form und beide konnten immer wieder ihre Schnelligkeit nutzen. Der Ball lief meistens auch sehr gut durch die Reihen des VfB, was Mut für die nächsten Spiele gibt. Und vielleicht wird sich in zwei Wochen auch der große 1.FC Magdeburg, mit seiner starken offensiv Abteilung, ein Zahn an der VfB-Abwehr ausbeißen. Lassen wir uns überraschen, aber erst einmal zählt im Heimspiel gegen die Amateure von Bundesligist Energie Cottbus nur ein Sieg und dafür brauchen die VfB-Spieler (vielleicht immer noch als Spitzenreiter?) Eure Unterstützung, denn Cottbus wird ein sehr unangenehmer Gegner!

P.S.: Bereits am kommenden Dienstag gibt es ein "Wiedersehen" mit dem VFC Plauen beim Sachsen-Pokal gegen die II. des VfB im Bruno-Plache-Stadion. Nach der heutigen Leistung der Vogtländer sind sie der haushohe Favorit gegen die "VfB-Fohlen"!

(Spielbericht von Ronny John)

Zurück zu: Startseite     Saison-Übersicht     Fußball-Übersicht


Design / Inhalt: Lutz Heinrich und Ronny John     © 2000 by LH-creative