22. Spieltag   Saison 2000/2001
VfB Leipzig

VfB Leipzig

3

VfB Zittau

VfB Zittau

0

Spieldaten
Datum 19. April 2001
Uhrzeit 18.00 Uhr
Spielstätte Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer 920
Schiedsrichter Kokel (Kamenz)
Torschützen 1:0 M. Weiß (15.), 2:0 H.-J. Weiß (89.), 3:0 Schmidt (90.)
Gelb Kanitz, Schmidt - Pitar, Sorm
Gelb-Rot Keine!
Rot Keine!
Aufstellung
VfB Leipzig: VfB Zittau:
Gunnar Grundmann Marco Pöschmann
Heiko Brestrich (ab 58. Eric Eiselt) Thomas Meißner
Thorsten Görke Milan Pitar
René Groth Ladislav Sorm
Rico Kipping (ab 90. Lars Weißenberger) Tomas Nosek
Daniel Ferl Steffen Tille (ab 64. Rene Wehnert)
Nico Kanitz Sebastian Uhlig
Torsten Jülich Rene Simek (ab 73. Michael Sturm)
Davor Krznaric Petr Jirasko (ab 46. Tomas Hovorka)
Mario Weiß (ab 73. Hans-Jürgen Weiß) Tino Wecker
Christian Schmidt Slavomir Ovecka
Trainer
Joachim Steffens Tomas Nosek
   Interviews
Achim Steffens (VfB-Trainer) "Die erste Hälfte hatten sie uns Probleme bereitet, aber es gab trotzdem Chancen zu mehr Toren. Wir wollten eigentlich so spielen, wie bei den letzten beiden Treffer. Wir wollten mit Ruhe und Übersicht spielen - aber dies gelang nicht! Ich muss meine Spieler zu Wettkampfspielern erzielen, den im Training sieht es oftmals viel besser aus. Ich kann aber die Fehler meiner Jungs akzeptieren und gerade davon nehme ich meine Motivation immer weiter zu arbeiten. Ich will die Fehler beseitigen und arbeite gerne mit ihnen. Wenn wir die schwere Aufgabe bei den Cottbus Amateuren lösen, dann weiß wohl nicht einmal ich, wie das Spiel gegen Magdeburg ausgeht. Dann ist wieder alles möglich ... Ich lasse Leute spielen, bei denen ich glaube das sie uns später einmal helfen. Deshalb will ich demnächst auch den Spielern auf der Bank, sowie Leuten wie Sven Moritz aus der II. Mannschaft eine Chance geben. Übrigens: Nach der Stürmer-Schelte unter der Woche, haben wir heute drei Stürmer-Tore gesehen. Zu Christian Schmidt: Er wird eine gravierende Erinnerung nach seinem Treffer mit nach Hause nehmen und wird sich vielleicht bald schon stabilisieren. Er ist einer der zuhört und sich Mühe gibt."
Tomas Nosek (Zittau-Trainer) "Ich gratuliere dem VfB zum Sieg, sie waren die bessere Mannschaft. Wir hatten besonders in der ersten Hälfte Probleme in der Abwehr und so führten die Leipziger verdient. In der zweiten Halbzeit spielten wir dann besser, aber wir hatten einfach heute ohne Sturm gespielt und in den letzten Minuten haben wir uns auskontern lassen."
Christian Schmidt (VfB-Spieler) "Ein ganz gelungener Einstand. Auch wenn ich sicher noch viel lernen muss."
Wertung

1,5 Sterne (Wenigstens sahen die 920 Zuschauer am Ende noch drei Tore - aber was den Fans vorher zugemutet wurde, kann man gar nicht mehr beschreiben! Am Ende zählen aber nur die Punkte und so kann man das Spiel unter der Kategorie "Arbeitssieg" einordnen, der jeder Zeit verdient war, gegen einen von Harmlosigkeit kaum noch überbietbaren Gegner!)

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Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 3
Heiko Brestrich (bis 58.) 3
Thorsten Görke 4
René Groth 4
Rico Kipping (bis 90.) 4
Daniel Ferl 4
Nico Kanitz 3
Torsten Jülich 4
Davor Krznaric 3
Mario Weiß (bis 73.) 3
Christian Schmidt 4
Eric Eiselt (ab 58.) 5
Hans-Jürgen Weiß (ab 73.) keine Wertung
Lars Weißenberger (ab 90.) keine Wertung

Spielbericht   

Geht da noch was? Nachdem der 1.FC Magdeburg nach 13 Siegen in Folge "nur" 2:2 in Hoyerswerda spielte und der VfB zeitgleich sein Nachholspiel im Bruno-Plache-Stadion vor der Heim-Minuskulisse von 920 Zuschauern standesgemäß noch mit 3:0 (1:0) gewann, wird die Oberliga Nordost-Süd auf einmal wieder spannend. Sollten die Leipziger auch am Sonntag in Cottbus den Platz als Sieger verlassen, dann ist wieder alles möglich und Spannung pur für den 28. April garantiert (wenn der VfB zu Hause auf den 1.FC Magdeburg trifft). Allerdings enttäuschten die Leipziger heute und zeigten eine erschreckend schwache Leistung gegen ein Abwehrbollwerk aus Zittau, die nur auf "Schadensbegrenzung" auswahren. Am Ende zählt aber nur der Erfolg und die drei Punkte ... und die Zuschauer bekamen am Ende immerhin noch drei (Stürmer-) Tore zu sehen. Aber nun zum Spielverlauf:

VfB-Trainer Achim Steffens brachte für den verletzten Holm Pinder wieder Rico Kipping im defensiven Mittelfeld und für Frank Räbsch spielte wieder Torsten Jülich auf der rechten Außenbahn. Nach der "Stürmerschelte" unter der Woche bekam Christian Schmidt (in der II. eigentlich immer als Manndecker im Einsatz) im Sturm für Hans-Jürgen Weiß eine Chance! Der Gastgeber nutzte die Passivität der Gäste aus Zittau dann gleich zu einigen guten Angriffen und so gab es fast im Minutentakt Eckbälle von den Leipzigern zu sehen. So wurde es nach 11 Minute, nach Eckball von Nico Kanitz, das erste Mal richtig gefährlich, als Christian Schmidt den Ball mit dem Kopf verlängert und Mario Weiß aus 6 Metern per Kopf abschließt. Doch Zittau-Keeper Marco Pöschmann kann den Ball noch über die Querlatte boxen! Die Gäste trauten sich kaum über die Mittellinie und wirkten im Angriff erschreckend harmlos. So fiel in der 15. Minute dann auch folgerichtig die wichtige Führung für die Leipziger! Nico Kanitz hebelt die Abwehr der Zittauer aus und spielt genau in den Lauf von Stürmer Mario Weiß, der noch den Keeper umspielt und aus 10 Metern von rechts sein zehntes Saisontor erzielte. Zittau spielte weiter sehr konfus und ließ dem Gastgeber aus der Messestadt viel Raum. Spielmacher Davor Krznaric dirigierte mit schönen Pässen das Spiel und setzte auch Libero Heiko Brestrich bei seinen Vorstöße in Szene. Und dies hätte in der 25. Minute beinah zum 2:0 geführt, als Torsten Jülich den Ball auf Brestrich weitergibt und der Kapitän mit einem Volleyschuss knapp über das Zittau-Tor traf. Leider ging dann der Spielfluss völlig verloren und es war vorbei mit der "Herrlichkeit". Jetzt regierten beim VfB nur noch die Fehlpässe und die Unstimmigkeiten im Spielaufbau - und auch über die Flügel ging kaum noch etwas! So interessierte die Fans mehr, was in Hoyerswerda passierte, wo der Gastgeber plötzlich auch 1:0 führte - dies lenkte wenigstens etwas von dem schlechten Spiel ab.

In der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel weiter und wirkte (auch von der Kulisse her) wie ein besseres Freundschaftsspiel. Immer wieder verzettelten sich die Leipziger in Einzelaktionen und die Führung von Hoyerswerda gegen Magdeburg schien die VfB-Spieler eher noch nervöser zu machen! Nur Heiko Brestrich konnte in der 56. Minute einmal für Gefahr sorgen, doch sein Fernschuss aus 22 Metern ging knapp über das Tor von Marco Pöschmann. Kurz darauf musste der Kapitän wegen einer leichten Zerrung ausgewechselt werden und so bekam Eric Eiselt wieder eine Chance, die er wohl erneut nicht nutzen konnte. Die Nachricht vom 2:0 in Hoyerswerda ließ das Publikum erwachen und übertrug sich kurzzeitig auf die Mannschaft, als nach einem Freistoß von Nico Kanitz (von halb rechts) Christian Schmidt und Daniel Ferl am langen Pfosten am 2:0 vorbei springen! 6 Minuten später sorgte Christian Schmidt für Aufregung, nach schöner Vorarbeit von Nico Kanitz, als er freistehend den Ball am Keeper und leider auch am Außenpfosten vorbei schob. Im Stadion machte nun der Magdeburger Anschlusstreffer und leider auch der Ausgleich die Runde - aber zum Glück konnte man nun noch zwei VfB-Treffer im Plache-Stadion bejubeln. In der 89. Minute jongliert Davor Krznaric den Ball durch die Zittauer-Abwehr und spielt auf den völlig freistehend Hans-Jürgen Weiß, der überlegt den Keeper überwindet. Sekunden vor Schluss erzielte dann auch noch Sturm-Debütant Christian Schmidt seinen Treffer, als Nico Kanitz ihn bedient. Schmidt umkurvt noch Keeper Marco Pöschmann und schiebt von halb links den Ball ins leere Tor zum 3:0 Endstand.

Fazit: Die Heim-Minuskulisse erlebte ein schwaches Spiel - mit einem Happyend und einem überraschenden Punktverlust der Magdeburger. Falls die Leipziger auch bei den Cottbus Amateuren gewinnen sollten (was gegen die drittstärkste Rückrunden-Mannschaft schwer genug wird), ist im Meisterschaftskampf plötzlich alles wieder drin und Spannung pur für den 28. April gegen den Tabellenführer 1.FC Magdeburg garantiert. Das Heimspiel gegen den wohl schwächsten Gegner in dieser Saison im Plache-Stadion (man sah jedenfalls in dieser Saison noch keine so harmlose Mannschaft) sollte man aber schnell unter "Pflichtsieg" oder "Arbeitssieg" abhacken. Den so ein Spiel kann man eigentlich nur schnell vergessen ... Lichtblicke waren aber heute wieder einmal Davor Krznaric, Nico Kanitz und durchaus auch Stürmer Mario Weiß. Dazu zeigte auch Christian Schmidt bei seinem "Sturm-Debüt" das er das Tor treffen kann ... vielleicht auch wieder in Cottbus?! Zahlreiche VfB-Fans könnten auf jeden Fall für gute Stimmung im Stadion der Freundschaft sorgen ...

(Spielbericht von Ronny John)

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