23. Spieltag   Saison 2000/2001
Bischofswerdaer FV

Bischofswerdaer FV

0

VfB Leipzig

VfB Leipzig

1

Spieldaten
Datum 03. März 2001
Uhrzeit 14.00 Uhr
Spielstätte Wesenitzsportpark (Bischofswerda)
Zuschauer 500
Schiedsrichter Troitzsch (Döbern)
Torschützen 0:1 Brestrich (21.)
Gelb Kosmetschke, Marschner - Weißenberger, Jülich
Gelb-Rot Keine!
Rot Podstawek (80./BFV)
Besonderes Vorkommnis BFV-Trainer Udo Schmuck wurde in der 85. Minute auf die Tribüne verwiesen!
Aufstellung
Bischofswerdaer FV: VfB Leipzig:
Ronny Glöckner Gunnar Grundmann
Mike Baumann Holm Pinder
Stefan Hoßmang Thorsten Görke
Tilo Kosmetschke Torsten Jülich
Falk Kunze Heiko Brestrich
Hagen Fritzsche Lars Weißenberger
Grzegor Podstawek Nico Kanitz (ab 68. René Groth)
Michael Krulis (ab 66. Pavel Dolezel) Frank Räbsch
Krzystoff Rodak (ab 77. Dennis Mattusch) Davor Krznaric (ab 60. Daniel Ferl)
Lars Marschner Mario Weiß
Michal Novak Peter-Sebastian Gunkel
Trainer
Udo Schmuck Joachim Steffens
   Interviews
Achim Steffens (VfB-Trainer) "Bei diesem Boden konnte man nicht anders spielen. Alle haben sich Mühe gegeben. Wir hätten eben nur das 2:0 nachlegen müssen. Bravourös gekämpft und lange gezittert! Zur Halbzeit habe ich gesagt, wir müssen die Bälle länger halten, doch es war vergeblich. Davor Krznaric muss noch viel lernen, deshalb habe ich ihn raus genommen! Ich hatte Brestrich wieder zum Libero gemacht und Holm Pinder ins zentrale Mittelfeld vorgezogen. Holm organisiert dort besser. Ich will ihn dort dauerhaft als Mittelfeld-Kopf etablieren."
Udo Schmuck (BFV-Trainer) "Ein Super-Freistoß von Heiko Brestrich aus dem Nichts! Ansonsten haben wir kaum etwas zugelassen. Die Klasse von Brestrich war heute der einzige Unterschied"
Peter Gießner (VfB-Sportdirektor) "Vor allem in der Zweikampfführung war die Mannschaft diesmal deutlich besser als im Spiel gegen den FSV Zwickau. Ein herrliches Freistoß-Tor von Heiko Brestrich brachte uns den Sieg! Ein zweites und vorentscheidendes Tor wollte aber nicht fallen. Dadurch wurde es für uns bei schnellen Kontern immer wieder kreuzgefährlich. Schließlich hatte sich der Gegner eine Menge für dieses Spiel vorgenommen und dies auch über die gesamten 90 Minuten gezeigt."
Heiko Brestrich (VfB-Spieler) "Wenn man den Ball mit der richtigen Schärfe über die Mauer kriegt, ist er meist auch drin! Als der Ball über die Mauer flog, wusste ich - der ist drin. Ansonsten war es kein schönes Spiel, sondern viel Krampf. Zur "alten" Libero-Rolle: Ich fühle mich hinten wohler und werde bei meinen Vorstößen gut von Holm abgesichert. Das hat Zukunft, was sich unser Trainer ausgedacht hat."
Wertung

2,5 Sterne (In der ersten Halbzeit war es noch ein sehr unterhaltsames Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel allerdings und die Leipziger retteten wieder einmal die knappe Führung über die Zeit!)

70 Fotos und 1 Fanvideo vom Spiel findet Ihr in der Galerie! (Videos vom Spiel nicht mehr erlaubt!)
Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 3
Holm Pinder 3
Thorsten Görke 3
Torsten Jülich 4
Heiko Brestrich 3
Lars Weißenberger 3
Nico Kanitz (bis 68.) 3
Frank Räbsch 3
Davor Krznaric (bis 60.) 3
Mario Weiß 3
Peter-Sebastian Gunkel 4
Daniel Ferl (ab 60.) 4
René Groth (ab 68.) 4

Spielbericht   

Der VfB Leipzig gewann das Oberliga-Punktspiel beim abstiegsgefährdeten Bischofswerdaer FV (Tabellen 16.) knapp, aber durchaus verdient mit 1:0 (1:0). Das "Goldne Tor" erzielte Kapitän Heiko Brestrich in der 21. Minute für die, besonders in der ersten Hälfte, wesentlich aktivieren Gäste aus der Messestadt. Vor ca. 500 Zuschauern (darunter ca. 250 VfB-Fans) im Wesenitzsportpark mussten die mitgereisten VfB-Fans aber wieder bis zur letzten Sekunde zittern, bis der Drei-Punkte-Gewinn sicher war. Damit sind die Leipziger für 24 Stunden wieder "Spitzenreiter" der Oberliga Nordost-Süd. Aber nun zum Spielverlauf:

VfB-Trainer Achim Steffens brachte als zweite Spitze Peter-Sebastian Gunkel von Anfang an, dafür rückte Lars Weißenberger wieder ins defensive Mittelfeld. Auf der linken Außenbahn bekam Nico Kanitz zum ersten Mal in der ersten Mannschaft eine Chance von Anfang an und konnte sie in der ersten Hälfte durchaus nutzen, obwohl das VfB-Talent teilweise noch etwas nervös wirkte. Die erste Chance im Spiel sollte aber der Gastgeber aus Bischofswerda haben: Nach circa 120 Sekunden kommt die VfB-Abwehr beim ersten Eckball des BFV ins "schwimmen" und hat Glück das Mike Baumann den Ball nicht im VfB-Tor unterbringen kann. Danach dominierten aber nur noch die Leipziger und kamen zu mehreren gefährlichen Standartsituationen! Besonders Nico Kanitz und Heiko Brestrich brachten viel Bewegung in das Aufbauspiel des VfB. Die erste dicke Chance besaß dann Frank Räbsch, nach Vorarbeit von Holm Pinder, doch seine direkt Abnahme strich über das Tor. Knapp eine Minute später spielt Davor Krznaric mit Frank Räbsch einen Doppelpass und hebelt so die gesamte Deckung der Gastgeber aus. Doch an der Eingabe von rechts rutscht Stürmer Peter-Sebastian Gunkel freistehend um Zentimeter vorbei. Nicht einmal 30 Sekunden später erzielten die "Schiebocker" ein Abseitstor: BFV-Spieler Tilo Kosmetschke stand klar im Abseits, als er den Ball aus 5 Metern über die Linie schob (16.)! In der 21. Minute holt Stürmer Mario Weiß an der Strafraumgrenze einen Freistoß für den VfB heraus - ideale Position für Freistoß-Spezialist und Kapitän Heiko Brestrich. "Bresse" läuft an und schnippelt den Ball genau in den rechten Winkel. Als die VfB-Fans und Spieler noch beim jubeln waren, scheiterte BFV-Spieler Marschner mit einem Fernschuss an VfB-Keeper Gunnar Grundmann. Weiter ging es mit den Chancen im Minutentakt: In der 23. Minute köpfte Peter-Sebastian Gunkel unter Bedrängnis aus acht Metern knapp neben das BFV-Tor von Ronny Glöckner. 9 Minuten später, besaß Gunkel wieder eine gute Kopfball-Chance, doch aus 6 Metern setzte er den Ball neben das Tor. In der 37. Minute leidet Gunkel per Kopf einen weiten Einwurf von Thorsten Görke auf Davor Krznaric weiter. Der Spielmacher der Leipziger beweißt Auge und legt auf Frank Räbsch ab, doch der Schuss kann von Kosmetschke gerade noch so zur Ecke gelenkt werden. Danach kehrte etwas "Ruhe" ins Spiel und so ging es mit der 1:0 Führung für den VfB in die Pause ...

Leider setzte sich diese "Ruhephase" in der zweiten Halbzeit länger fort und so gab es erst in der 62. Minute die nächste nennenswerte Torchance. Ein Freistoß von Thorsten Görke aus knapp 30 Metern kann BFV-Keeper Ronny Glöckner mit den Fingerspitzen noch gegen die Querlatte lenken. Trotz dieser Riesen-Chance verflachte das Spiel nun immer weiter und so bahnte sich ein richtiger "Langweiler" an. Aber zum Glück gab es da noch den Schiedsrichter, der auf beiden Seiten (aber besonders beim Gastgeber) für "Unterhaltung" sorgte. Die Krönung des ganzen war die (aber völlig verdiente) Rote Karte von Podstawek in der 80. Minute nach Tätlichkeit am Strafraum gegen Thorsten Görke, welche der Schiedsrichter-Assistent ganz genau an der Seitenlinie gesehen hatte. Kurz vor dem Schlusspfiff wurde es auch vor beiden Toren noch einmal interessant: In der 88. Minute erobert sich Mario Weiß den Ball, worauf BFV-Keeper Ronny Glöckner an Weiß Flanke vorbei hechtet. Doch weder René Groth, noch Peter-Sebastian Gunkel bringen es fertig, den Ball aus 5 bzw. 10 Metern im BFV-Tor zum entscheidenden 2:0 zu versenken. Statt dessen hieß es noch einmal kräftig zittern für die VfB-Fans und der "Fußballgott" war heute wieder ein Leipziger, als in der 90. Minute VfB-Keeper Gunnar Grundmann im Nachfassen auf der Torlinie das 1:1 verhindert (nach einem mehrmals abgefälschten Schuss von Kosmetschke). Danach war (für die mitgereisten Leipziger) endlich Schluss und der gesamte Frust der BFV-Spieler und Fans lud sich auf dem Schiedsrichter-Gespann ab, welches heute wirklich keine "Oberliga-Leistung" zeigte.

Fazit: Der VfB gewann zwar verdient das Spiel beim abstiegsgefährdeten Bischofswerdaer FV, doch wieder einmal hieß es zittern bis zur letzten Sekunden, da dass vorentscheidende 2:0 nicht gelang. Auf dem immer schlechter zu bespielenden Rasen im Wesenitzsportpark zogen sich die Leipziger im laufe des Spiels immer weiter zurück, gerieten aber nur in der 90. Minute noch einmal in Gefahr. Am Ende heißt es: Hauptsache wieder drei Punkte eingefahren ... und nun heißt es für 24 Stunden die Tabellenführung zu feiern, es seih denn, der Fußballgott ist am Sonntag noch einmal ein VfB-Fan und beschert dem großen 1.FC Magdeburg ein Punktverlust beim VFC Plauen. Aber egal was am Sonntag passiert: Die Leipziger können sich schon auf Montag freuen, wenn endlich wieder eine deutsche Spitzenmannschaft im Bruno-Plache-Stadion zu Gast ist. Es geht zwar nicht um Punkte, aber dafür um eine sehr gute Sache ... und wann sieht man sonst einmal Dede, Rosicky und Co. live in Leipzig ?! Also auf nach Probstheida, wir wollen gegen Dortmund die 10.000 Zuschauer-Marke knacken ... für einen guten Zweck!

(Spielbericht von Ronny John)

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