24. Spieltag   Saison 2000/2001
VfB Leipzig

VfB Leipzig

3

FSV Hoyerswerda

FSV Hoyerswerda

1

Spieldaten
Datum 11. März 2001
Uhrzeit 14.00 Uhr
Spielstätte Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer 2.400
Schiedsrichter Bley (Sehma)
Torschützen 1:0 Pinder (6.), 2:0 M. Weiß (69.), 2:1 Rettig (74.), 3:1 Ferl (90.)
Gelb Görke, Krznaric -
Gelb-Rot Keine!
Rot Keine!
Aufstellung
VfB Leipzig: FSV Hoyerswerda:
Gunnar Grundmann Ronny Zeiß
Heiko Brestrich Martin Vejprava
Thorsten Görke Martin Bronec
Torsten Jülich Christoph Baum
Holm Pinder Dirk Rettig
Rico Kipping (ab 69. Lars Weißenberger) Pavel Penicka
Frank Räbsch (ab 63. Daniel Ferl) Mathias Ringel
Nico Kanitz Andreas Richter
Davor Krznaric Andre Kohlschütter
Mario Weiß Stefan Strauß
Peter-Sebastian Gunkel (ab 75. Eric Eiselt) Rostislaw Broum
Trainer
Joachim Steffens Gert Heidler
   Interviews
Achim Steffens (VfB-Trainer) "Wir haben ein Bombenspiel am Montag gegen Dortmund gesehen und heute nur ein Bombenergebnis erzielt. Die 3 Tore waren am Ende bitter nötig gegen einen starken Gegner und fielen zum Glück immer zum richtigen Zeitpunkt! In der zweiten Halbzeit haben wir Angst bekommen und statt nach vorne, nur noch nach hinten gespielt. Der Mannschaft fehlte das Leben. Dies ist auch für mich nicht ganz erklärlich! Trotzdem war es ein wunderschöner Sonntag, da wir die drei Punkte eingefahren habe. Auch wenn einige lachen: Ich bin mir nicht sicher, ob alle Spieler die heute bei uns gespielt haben, auch in der Anfangsformation von Hoyerswerda stehen würden. Ich bin froh, dass wir dort stehen, wo wir sind. Nico Kanitz hat ein sehr gutes Spiel gezeigt. Es war Unruheherd und Vorbereiter - er hat seine Chance mehr als genutzt!"
Gert Heidler (FSV-Trainer) "3:1 klingt zwar ziemlich sicher, aber hätten wir die ganze Zeit so gespielt wie in der zweiten Halbzeit, währe hier mehr drin gewesen. Meine Mannschaft hat erst in der zweiten Hälfte an ihre Chance geglaubt und vorher zu viel Angst vor dem großen Gegner gehabt!"
Holm Pinder (VfB-Spieler) "Beim 1:0 bin ich volles Risiko gegangen und habe voll getroffen. Unser Schusstraining zahlt sich langsam aus, schließlich habe ich mit meinem schwachen rechten Fuß den Treffer erzielt. In der ersten Halbzeit haben wir das 2:0 versäumt, kamen völlig von der Rolle, störten nicht mehr rechtzeitig und standen nur noch hinten drin."
Daniel Ferl (VfB-Spieler) "Völlig unnötig, dass wir noch so in Bedrängnis geraten sind."
Wertung

2,5 Sterne (Die Leipziger zeigten 20 fantastische Anfangsminuten! Aber in der zweiten Halbzeit mussten die VfB-Fans wieder bis zur letzten Minuten zittern, bis die wichtigen drei Punkte eingefahren waren! Die Gäste aus Hoyerswerda glaubten erst in der zweiten Hälfte an ihre Chance und erspielten sich einige gute Chancen.)

83 Fotos vom Spiel in der Galerie! (Videos vom Spiel sind aus rechtlichen Gründen nicht mehr erlaubt!)
Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 2
Heiko Brestrich 3
Thorsten Görke 5
Torsten Jülich 4
Holm Pinder 3
Rico Kipping (bis 69.) 4
Frank Räbsch (bis 63.) 4
Nico Kanitz 2
Davor Krznaric 3
Mario Weiß 3
Peter-Sebastian Gunkel (bis 75.) 5
Daniel Ferl (ab 63.) 3
Lars Weißenberger (ab 69.) 4
Eric Eiselt (ab 75.) keine Wertung

Spielbericht   

Der VfB Leipzig gewann nach einer Zitterpartie das Heimspiel gegen den FSV Hoyerswerda mit 3:1 (1:0). Vor 2.400 Zuschauern war es zwar ein vollkommen verdienter Sieg für die Leipziger, doch nach einer starken ersten Hälfte zeigten die VfB-Spieler (bis auf Nico Kanitz und Torwart Gunnar Grundmann) eine ganz traurige Leistung in der zweiten Halbzeit. Fast jeder Zweikampf ging verloren und auch die sonst so starke Abwehr kam ins "schwimmen". Aber die Leipziger hatten das Glück, zum richtigen Zeitpunkt das 2:0 zu erzielen. Wieder einmal hieß es: Glück gehabt! Aber nun zum Spielverlauf:

Trainer Achim Steffens setzte auf links Außen wieder auf Talent Nico Kanitz und auch Rico Kipping kam (für Lars Weißenberger) von Anfang an zum Einsatz. Die Libero-Position besetzte, wie zuletzt in Bischofswerda, wieder Kapitän Heiko Brestrich und dafür rückte Holm Pinder ins Mittelfeld. Die Leipziger zeigten dann starke 30 Minuten, die auf ein besseres Spiel hoffen ließen. So legte der VfB gleich wie die "Feuerwehr" los und erzielte bereits in der 6. Minute das vielumjubelte und wichtige 1:0. Nach einen Eckball von Thorsten Görke von links, gibt Stürmer Mario Weiß den Ball per Kopf in die Strafraummitte, wo Peter-Sebastian Gunkel (unter Bedrängnis von zwei FSV-Abwehrspielern) mit der Stirn an die Strafraumgrenze ablegt. Dort steht Holm Pinder völlig frei und erzielt mit einem satten Schuss in den rechten Winkel sein erstes Saisontor! Der VfB kombinierte weiter und drückte auf das 2:0 ... In der 10. Minute scheitert Peter-Sebastian Gunkel nach einem Eckball per Kopf an dem toll parierenden FSV-Keeper Ronny Zeiß. Nur zwei Minuten später sorgt Nico Kanitz mit einen Freistoß von links für Gefahr, doch VfB-Stürmer Gunkel rutscht vor dem FSV-Tor am Ball vorbei. Auch in der 14. Minute zeigte Nico Kanitz (mit Abstand bester Mann auf dem Platz heute!) sein technisches Können, aber Ronny Zeiß im Tor der Gäste kann den harten Schuss von links noch um den Pfosten lenken. Nach knapp 20 Minuten war es dann aber mit der Herrlichkeit beim VfB vorbei! Trotzdem sorgte Davor Krznaric in der 28. Minute mit einem Fernschuss aus 22 Metern noch einmal für Gefahr, doch mit viel Mühe klärt Zeiß zur Ecke. Zwei Minute später flankt Nico Kanitz in den Strafraum, doch im zweiten Versuch köpft Stürmer Peter-Sebastian Gunkel knapp am FSV-Tor vorbei. Dann passierte fast nichts mehr, aber auch vom Gegner war in der ersten Hälfte überhaupt nichts (!) zu sehen und so gab es nicht eine nennenswerte Chance für Hoyerswerda.

In der zweiten Halbzeit änderte sich die FSV-Unterlegenheit und so waren die Gäste teilweise sogar spielbestimmend. Trotzdem kam Mario Weiß in der 57. Minute zu einer guten Möglichkeit, doch den abgefälschten Ball kann sich Keeper Ronny Zeiß gerade noch so vor der Torlinie packen. Doch der Leistungsabfall beim VfB wurde nun immer schlimmer und fast jeder Zweikampf ging nun verloren. Die erste gute FSV-Chance besaß dann Dirk Rettig in der 62. Minute, doch sein Freistoß ging über das Tor von Gunnar Grundmann. Zwei Minuten später reagiert der VfB-Keeper toll bei einen Freistoß von Rostislaw Borum, den er noch zur Ecke lenkt. Jetzt müssen sich die VfB-Spieler mittlerweile auch lautstarke Pfiffe von den 2.400 Zuschauern gefallen lassen, doch die Gäste aus Hoyerswerda blieben am Drücker. In der 68. Minute zwingt Stefan Strauß, bei einen Schuss aus 5 Metern, Gunnar Grundmann zu einer Glanzparade. Mitten in die Drangphase der Gäste plötzlich das 2:0 für den VfB: Von rechts kommt Spielmacher Davor Krznaric völlig frei zum Flanken und Mario Weiß zieht am langen Pfosten unbedrängt aus 10 Metern ab und erzielt sicher seinen achten Saisontreffer! Doch wer jetzt dachte, die Sache währe gegessen hatte sich getäuscht. Trotzdem hätte es beinah 3:0 gestanden, als Davor Krznaric frei zum Schuss kommt (aus 11 Metern), doch wieder hielt Zeiß glänzend (72.). Zwei Minuten später dann der verdiente 2:1 Anschlusstreffer durch Dirk Rettig per Kopf (nach einem Eckball von links)! Nun bekamen die Leipziger das Nervenflattern und Andreas Richter hätte in der 79. Minute, nach katastrophalen Fehler von Heiko Brestrich, beinah den Ausgleich erzielt, doch sein Schuss ging in die Wolken. Kurz vor Schluss zielt Nico Kanitz mit einem Schuss (nach einem Eckball) knapp über das FSV-Tor. Wenige Sekunden vor Spielschluss hatte das zittern dann endlich ein Ende als nach einem Konter das 3:1 fällt. Den Schuss von Nico Kanitz aus 14 Metern (der den Treffer mehr als verdient hätte) lässt Ronny Zeiß prallen und Daniel Ferl köpft den Ball aus drei Metern ins Netz.

Fazit: Wieder einmal ein Zittersieg für den VfB! Die Leipziger erfüllten aber wenigstens ihre Pflicht und fuhren am Ende verdient drei Punkte ein und blieben am Spitzenreiter 1.FC Magdeburg dran. Trotzdem gab es zu Recht Mitte der zweiten Halbzeit pfiffe der VfB-Fans gegen die eigne Mannschaft. Der Leistungsabfall in der zweiten Hälfte war wirklich unerklärlich - es lief fast nichts! Dabei sah es in der ersten halben Stunde noch nach einem tollen Spiel und souveränen Sieg für die Leipzig aus. Aber ein VfB-Spieler nutze seine Chance: Nico Kanitz! Er machte sein bestes Spiel im blau-weißen Trikot und dürfte so auch in den nächsten Spielen gesetzt sein. Wir dürfen gespannt sein, ob die Truppe von Trainer Achim Steffens nächste Woche in Chemnitz wieder eine bessere Leistung zeigt ... am besten einmal über 90 Minuten! Vorher heißt es natürlich - dem HFC die Daumen gegen den 1.FC Magdeburg zu drücken ...

(Spielbericht von Ronny John)

Zurück zu: Startseite     Saison-Übersicht     Fußball-Übersicht


Design / Inhalt: Lutz Heinrich und Ronny John     © 2001 by LH-creative