26. Spieltag   Saison 2000/2001
VfB Leipzig

VfB Leipzig

2

Eintracht Sondershausen

Eintracht Sondershausen

1

Spieldaten
Datum 01. April 2001
Uhrzeit 14.00 Uhr
Spielstätte Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer 1.850
Schiedsrichter Scheibel (Breitenhagen)
Torschützen 1:0 M. Weiß (32.), 1:1 Knäbe (35.), 2:1 Ferl (89.)
Gelb Jülich, Krznaric - Weißgärber, Kloth
Gelb-Rot Görke (80./VfB)
Rot Keine!
Aufstellung
VfB Leipzig: Eintracht Sondershausen:
Gunnar Grundmann Jens Weißgärber
Holm Pinder Lars Plachy
Thorsten Görke Marcel Kloth
Torsten Jülich Tino Gerschewski
Daniel Ferl Steffen Knäbe (ab 75. Henning Stary)
Frank Räbsch Marek Szafer (ab 87. Matthias Springer)
Eric Eiselt (ab 58. René Groth) Michael Franke
Nico Kanitz Riccardo Nieke (ab 46. Sven Baumann)
Davor Krznaric Christian Krug
Mario Weiß Axel Duft
Peter-Sebastian Gunkel (ab 64. Hans-Jürgen Weiß) Maik Franz
Trainer
Joachim Steffens Burkhard Venth
   Interviews
Achim Steffens (VfB-Trainer) "Wir haben 2:1 gewonnen, dass ist mehr als erfreulich nach dem Spielverlauf. So wurde es doch noch ein schöner Sonntag! Spieler, die sonst immer gut gespielt haben, hatten heute nicht so eine gute Leistung gezeigt. Sie sind halt noch sehr jung und man muss Schwankungen in ihren Leistungen akzeptieren. Durch die Gelb-Rote und die Gelbe Karte gegen Thorsten Görke und Torsten Jülich müssen wir gegen Dynamo Dresden gleich zwei Manndecker ersetzten. Aber dafür stehen mit Groth, Kipping oder auch Weißenberger genügend Alternativen bereit. Das Tor von Daniel Ferl kurz vor Schluss stimmte mich sehr fröhlich, da Ferl einer ist, der bis zur letzten Minute alles gibt. So sind seine Tore immer kurz vor Schluss kein Zufall, so ist halt sein Charakter - er gibt immer alles!"
Burkhard Venth (Eintracht-Trainer) "Wir hatten in der zweiten Halbzeit sogar die Chancen zur Führung, aber wir nutzten sie nicht. Wir wussten, dass wir hier nur mit Kampf und Moral bestehen können. Spielerisch können wir halt mit Leipzig nicht mithalten! Umso trauriger ist es, dass wir unsere Chancen leichtfertig vergeben hatten. Mit dem Platzverweis mobilisierten die Leipziger noch einmal alle Kräfte und kamen kurz vor Schluss zum glücklichen 2:1. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt, aber nächste Woche ist wieder ein Spiel!"
Torsten Jülich (VfB-Spieler) "Nach dem Platzverweis für Görke ging ein Ruck durch die Mannschaft, in Unterzahl lief es plötzlich!"
Daniel Ferl (VfB-Spieler) "Ein tolles Gefühl, das entscheidende Tor zu machen und dafür gefeiert zu werden."
Wertung

2 Sterne (Nach einer starken Anfangsviertelstunde, verflachte das Spiel bei frühlingshaften Temperaturen immer mehr. In der zweiten Hälfte waren die Gäste teilweise sogar gefährlicher, so dass die Leipziger erst nach dem Platzverweis für Görke wieder erwachten und am Ende glücklich gewannen.)

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Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 3
Holm Pinder 3
Thorsten Görke 4
Torsten Jülich 4
Daniel Ferl 2
Frank Räbsch 3
Eric Eiselt (bis 58.) 5
Nico Kanitz 4
Davor Krznaric 3
Mario Weiß 3
Peter-Sebastian Gunkel (bis 64.) 5
René Groth (ab 58.) 3
Hans-Jürgen Weiß (ab 64.) 3

Spielbericht   

Der VfB Leipzig gewann am Ende sehr glücklich mit 2:1 (1:1) das Heimspiel gegen Aufsteiger Eintracht Sondershausen. Die 1.850 Zuschauer (darunter ca. 20 Eintracht-Fans) im Bruno-Plache-Stadion sahen Fußball-Magerkost von den Leipzigern, die anscheint in der zweiten Halbzeit erst durch den Platzverweis gegen Thorsten Görke geweckt wurden. Aber am Ende heißt es wieder: Hauptsache die drei Punkte gewonnen und das Glück ist immer noch auf den Seiten der Leipziger (so das man am Spitzenreiter 1.FC Magdeburg dran bleiben konnte). Aber nun zum Spielverlauf:

VfB-Trainer Achim Steffens gab Eric Eiselt, nach der Gelb-Sperre für Kapitän Heiko Brestrich, wieder einmal eine Chance im offensiven Mittelfeld und zeigte damit, in welche Richtung es gehen sollte - nämlich auf das Tor der Gäste aus Sondershausen, die bisher meistens desolate Leistungen Auswärts (z.B. 0:8 in Magdeburg) zeigten! Dies gelang in der Anfangsphase recht gut und der VfB kam zu zahlreichen Eckbällen, aber es sprang keine nennenswerte Chance heraus. So besaß VfB-Stürmer Peter-Sebastian Gunkel erst in der 16. Minute, die erste wirklich gefährliche Aktion des Spiels, doch nachdem Gunkel drei Gegenspieler stehen ließ, konnte er nicht mehr genügend Druck hinter seinem Schuss (mit dem schwächeren linken Fuß!) bringen und so zischte der Ball aus 6 Metern übers Tor. In der 26. Minute kamen die Gäste aus Sondershausen, die sich bis dahin nicht aus der eignen Hälfte wagten, dass erste mal vor das Tor von Gunnar Grundmann. Aber nach einer Flanke von rechts, scheitert Christian Krug an dem VfB-Keeper! Wenige Sekunden danach zieht Frank Räbsch eine Flanke von rechts in den Strafraum, aber den Kopfball aus 8 Metern kann Eintracht-Keeper Jens Weißgärber entschärfen. In der 32. Minute machte es Sturm-Kollege Mario Weiß dann besser: Nach Zuspiel von Frank Räbsch, tunnelt Mario Weiß den Keeper zum erlösenden 1:0. Viele Fans dachten sich jetzt schon: Das Ding ist für den VfB gelaufen! Und sie sollten beinah recht behalten, doch einen Heber von Daniel Ferl (34.) holte Lars Plachy per Kopf von der Torlinie. Nach dem direkten Gegenzug stand es dann plötzlich 1:1: Nach einer Flanke von links "schläft" Manndecker Torsten Jülich, so dass Steffen Knäbe mit einem schönen Direktschuss zum Ausgleich trifft (Grundmann war ohne Abwehrchance). Dieser Ausgleichs-Treffer schien das VfB-Spiel nun endgültig zu lähmen, obwohl Thorsten Görke noch einmal mit einem Freistoß von halblinks (37.) für Gefahr sorgen konnte.

In der zweiten Halbzeit übernahmen jetzt sogar die Gäste aus Sondershausen die Initiative und wirkten teilweise im spielerischen Bereich reifer. Selbst die Kabinen-Predigt von Trainer Steffens und Präsident Reinhard Bauernschmidt half nichts, obwohl in der 52. Minute die große Möglichkeit zum 2:1 da war. Nach Flanke von Frank Räbsch von rechts grätscht Peter-Sebastian Gunkel aus drei Metern am Ball vorbei und Mario Weiß trifft direkt dahinter nur das Außennetz (völlig freistehend). Zwei Minuten später scheiterte Eintracht-Spieler Michael Franke mit einem Schuss aus 12 Metern übers Tor! In der 60. Minute macht es Frank Räbsch, nach Vorarbeit von Mario Weiß, auf der anderen Seite nicht besser und zieht den Ball von halb rechts ebenfalls übers Tor. Trotzdem verflachte das Spiel immer weiter und erst ein Hund der Sicherheitskräfte, der aufs Spielfeld rannte, sorgte kurzzeitig für gute Unterhaltung. Der Hund riss sich los, machte Jagd auf den Ball und bedrängte Thorsten Görke beim Einwurf. Wenig später feierte dann Stürmer Hans-Jürgen Weiß nach einer Schulterverletzung sein Comeback (ein Tag zuvor spielte er noch 90 Minuten für die II. in Chemnitz). Trotzdem dauerte es bis zur 80. Minute, bis die Leipziger endlich aus dem Tiefschlaf erwachten und das hatten sie auch noch Schiedsrichter Markus Scheibel aus Breitenhagen zu "verdanken", der in der 80. Minute Manndecker Thorsten Görke mit Gelb-Rot vom Platz schickte. Görke sollte eine blutende Schürfwunde am Schienbein außerhalb des Feldes behandeln lassen, weigerte sich im Übereifer und sah wohl zu Recht die zweite Gelbe Karte. Nun rannten die VfB-Spieler auf das Tor der Gäste um den guthaltenden Jens Weißgärber an, doch erst circa 100 Sekunden vor Schluss sollte dies sich auszahlen. Der eingewechselte René Groth zieht den Ball von rechts scharf in den Strafraum, aus 5 Metern trifft Hans-Jürgen Weiß per Kopf nur die Querlatte, aber Daniel Ferl beförderter den Abpraller zu seinem 5. Saisontreffer noch über die Linie. Nun kannte der Jubel keine Grenzen mehr und nach den zahlreichen Pfiffen im Spiel, gingen die VfB-Fans nun mit einem kleinen lächeln nach Hause.

Fazit: Die VfB-Mannschaft enttäuschte diesmal fast über die gesamte Spielzeit und musste erst von Schiedsrichter Scheibel 10 Minuten vor Schluss "geweckt" werden. Nach guten Anfangsminuten verlor der Gastgeber den Pfaden und ließ den krassen Außenseiter aus Sondershausen immer mehr ins Spiel kommen. So schien die Blamage bei frühlingshaften Temperaturen (circa 15 Grad) fast perfekt, bis wieder einmal Daniel Ferl Zuschlag und für den glücklichen dreifachen Punktgewinn sorgte. Anscheint war der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen "gegen einen solchen Gegner" zu groß und lähmte die Spieler zusätzlich! Hoffen wir, dass sich die gesamte Mannschaft bei Dynamo Dresden bessern kann und wieder zu alter Stärke finden. Doch mit Thorsten Görke (Gelb-Rot) und Torsten Jülich (10. Gelbe Karte) fehlen beide Manndecker, aber René Groth, Lars Weißenberger oder Rico Kipping könnten diese Position sicherlich auch gut besetzen. Aber mit vielleicht 700, 800 VfB-Fans am kommenden Freitag in Dresden, wird die Mannschaft sicherlich ganz anders auftreten ... und dazu braucht sie auch Eure lautstarke Unterstützung (und nicht wie heute gegen Sondershausen, wo man von den Rängen eine noch "dürftigere Leistung" erleben konnte). Eins ist noch zu erwähnen: Während des Spiels wurde das neue Transparent des Internet-Fanclubs der Öffentlichkeit präsentiert und das einhellige Urteil: Einfach klasse und super schick! Da werden noch viele vor Neid erblassen ;-)

(Spielbericht von Ronny John)

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