31. Spieltag   Saison 2000/2001
Wacker Nordhausen

Wacker Nordhausen

0

VfB Leipzig

VfB Leipzig

4

Spieldaten
Datum 06. Mai 2001
Uhrzeit 14.00 Uhr
Spielstätte Albert-Kuntz-Sportpark (Nordhausen)
Zuschauer 460
Schiedsrichter Marks (Lüderitz)
Torschützen 0:1 Krznaric (28.), 0:2 Räbsch (29.), 0:3 M. Weiß (47.), 0:4 Weißenberger (66.)
Gelb - Rüdiger, Malura
Gelb-Rot Keine!
Rot Keine!
Aufstellung
Wacker Nordhausen: VfB Leipzig:
Andre Orlowsky Gunnar Grundmann
Rene Facius Jörg Rosenkranz
Lars Pohl René Groth
Sebastian Elle Lars Weißenberger
Jens Ludwig (ab 63. Lars Gruning) Christian Schmidt
Maik Rüdiger Daniel Ferl (ab 58. Sven Moritz)
Dirk Malura Frank Räbsch
Stipan Brkic Eric Eiselt
Heiko Otte Davor Krznaric (ab 37. Nico Knaubel)
Sven Pistorius Mario Weiß
Steve Dornhofer Hans-Jürgen Weiß
Trainer
Ingo Görke Joachim Steffens
   Interviews
Achim Steffens (VfB-Trainer) "Gewonnen und abgehakt! Einziger Kritikpunkt von mir: Unsere vielen jungen Leute waren noch etwas zu hektisch."
Peter Gießner (VfB-Sportdirektor) "Nicht schlecht, wenn man bedenkt, wer bei uns so alles gefehlt hat. Ich bin zufrieden!"
Wertung

3 Sterne (Den VfB-Fans wurden bei kühlen Temperaturen immerhin vier Tore geboten - in einem ziemlich einseitigen Spiel. Der Gastgeber tauchte ganze dreimal vor dem VfB-Tor auf!)

34 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!
Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 3
Jörg Rosenkranz 3
René Groth 3
Lars Weißenberger 3
Christian Schmidt 4
Daniel Ferl (ab 58.) 4
Frank Räbsch 3
Eric Eiselt 3
Davor Krznaric (bis 37.) 3
Mario Weiß 2
Hans-Jürgen Weiß 4
Nico Knaubel (ab 37.) 3
Sven Moritz (ab 58.) 4

Spielbericht   

Der VfB Leipzig gewann sein vorletztes Auswärtsspiel beim Tabellenletzten (der bereits lange als Absteiger in die Thüringenliga feststeht) Wacker Nordhausen locker und leicht mit 4:0 (2:0). Die 460 Zuschauer im Albert-Kuntz-Sportpark (darunter ca. 150 VfB-Fans) sahen eine durchschnittliche Oberliga-Partie, mit einem klar dominierenden VfB. Da die Saison wegen der Niederlage letzte Woche gegen Magdeburg im Prinzip gelaufen ist, ging es im Vorfeld des Spiels nur darum, ob die Leipziger es schaffen werden, Nordhausen das 100ste Gegentor der Saison "einzuschenken" (dazu waren 5 VfB-Treffer nötig). Wacker konnte die Anzahl der Gegentore immerhin auf 99 halten - und besonders Mario Weiß scheiterte in der letzten Viertelstunde zweimal daran, die "magische Grenze" zu übertreffen. Aber was soll´s - die VfB-Fans waren mit den vier Treffern und dem trocknen Wetter (pünktlich zum Anpfiff hörte es auf mit regnen) zufrieden. Nun aber zum Spielverlauf:

VfB-Trainer Achim Steffens musste seine Mannschaft, besonders die Abwehr, kräftig umstellen und so konnte die "zweite Garde" zeigen, was sie kann. So rückten Jörg Rosenkranz, Lars Weißenberger und Eric Eiselt in die Anfangsformation. Später wurden noch Nico Knaubel und Sven Moritz (gab sein Debüt in der I. Mannschaft) eingewechselt. Aber bereits mit Anpfiff merkte man, dass die neuformierte VfB-Abwehr nicht viel gefordert sein wird. Dies sah beim Gastgeber ganz anders aus: Bereits in der 5. Minute hatte Keeper Andre Orlowsky (der die meisten Zuschauer mit seiner "eigenwilligen" Frisur belustigte) große Schwierigkeiten einen Freistoß von Davor Krznaric (von halb links) zu entschärfen. In der 17. Minute konnten die Leipziger nach Anspiel von Hans-Jürgen Weiß auf Sturmkollege Mario Weiß das erste mal jubeln - doch Mario Weiß stand leider beim Zeitpunkt des Anspiels (laut dem Linienrichter) im Abseits. 5 Minuten später hat Hans-Jürgen Weiß das Pech, dass sein Schuss aus 10 Metern noch abgefälscht wurde und der Ball über die Querlatte strich. Der anschließende Eckball sorgte wieder für viel Gefahr - doch der Kopfball von Hans-Jürgen Weiß, aus dem Getümmel, ging übers Tor. In der 24. Minute hatte dann Daniel Ferl das 1:0 auf dem Fuß, doch er schiebt den Ball aus Nahdistanz zwar am Keeper, aber auch am langen Pfosten vorbei. In der 28. Minute war es dann aber endlich soweit: Christian Schmidt setzt sich schön auf rechts durch und spitzelt den Ball lach in die Strafraummitte. Dort wird der Ball noch von Steve Dornhofer abgefälscht und landet genau vor den Füßen von Davor Krznaric, der den Ball nur noch aus drei Metern ins leere Tor zum 1:0 schieben musste. Aber nicht genug des Jubels: Nicht einmal 60 Sekunden später setzt Frank Räbsch zu einem schönen Solo an und trifft von rechts zum 2:0 (29.). Das war dann auch zugleich die letzte Nennenswerte Chance beider Mannschaft in der ersten Hälfte - nur das brutale Foul von Dirk Malura in der 35. Minute an Davor Krznaric ist noch zu erwähnen. Der VfB-Spielmacher verletzte sich so schwer, dass er gegen Nico Knaubel ausgewechselt werden musste und fällt wohl die nächsten Wochen aus!

Direkt nach Wiederanpfiff dann bereits das 3:0 durch Mario Weiß, nach Flanke von Frank Räbsch von rechts, trifft er überlegt aus 10 Metern ins linke Eck (47.). In der 57. Minute kann Wacker-Keeper Orlowsky den Schuss von Christian Schmidt von rechts gerade noch so entschärfen. In der 63. Minute dann die "Premiere" - die erste Wacker-Chance im eignen Stadion: Doch VfB-Keeper Gunnar Grundmann ist bei dem Fernschuss von Sven Pistorius aus 14 Metern auf den Posten. Drei Minuten später rückte für Wacker dann das 100ste Gegentor in "Greifbare nähe" mit dem 4:0 durch Lars Weißenberger. Stürmer Mario Weiß setzt sich schön gegen zwei Gegenspieler durch und Keeper Orlowsky lässt den Ball in die Mitte prallen, wo Weißenberger nur noch ins leere Tor einschießen muss - zu seinem ersten Treffer im Dress der Leipziger! Damit war die Jagd auf den "bedeutenden" fünften Treffer eröffnet: Erst scheitert Eric Eiselt aus 18 Metern (übers Tor) in der 68. Minuten und dann scheitert noch Mario Weiß am Wacker-Keeper (79.). Kurz vor der Chance für VfB-Stürmer Weiß scheitert Lars Pohl an Gunnar Grundmann und an der "Ergebnis-Kosmetik". In der 80. Minute beweißt dann Maik Rüdiger auf Seiten des Gastgebers die "Ungefährlichkeit" der Wacker-Mannschaft, als er frei vor dem VfB-Tor genau in die Arme von Gunnar Grundmann zielt. In der 82. Minute dann die letzte Großchance für die Leipziger auf 5:0 zu erhöhen, doch wieder vergibt Mario Weiß, da Keeper Andre Orlowsky den Ball irgendwie noch entschärfen konnte. Die letzte Chance im Spiel sollte dann Wacker Nordhausen haben - aber gegen das 1:4 wehrte sich VfB-Keeper Grundmann mit einer tollen Parade beim Freistoß von Maik Rüdiger aus 18 Metern (er boxte den Ball noch über die Querlatte). Dann konnten die VfB-Spieler zusammen mit den Fans den leicht errungnen Auswärtssieg feiern ...

Fazit: Ein locker, leichter Pflichtsieg gegen die Absteiger aus Nordhausen. Trotz des Pflichtsieges kann man auch mit dem Spiel der Leipziger zufrieden sein - den besonders die zweite Garde zeigte, dass sie auch gut Fußball spielen kann und für die Zukunft bereit stehen. Die besten VfB-Spieler waren heute René Groth, Frank Räbsch und der bereits zum zwölften Mal erfolgreiche Mario Weiß. Hoffen wir, dass die Mannschaft auch die letzten drei Spiele erfolgreich gestalten kann. Aber schon jetzt sind wir ein mehr würdiger "Vizemeister" ...

(Spielbericht von Ronny John)

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