32. Spieltag   Saison 2000/2001
VfB Leipzig

VfB Leipzig

1

SV 1919 Grimma

1

Spieldaten
Datum 11. Mai 2001
Uhrzeit 19.30 Uhr
Spielstätte Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer 1.215
Schiedsrichter Jauch (Benshausen)
Torschützen 1:0 H.-J. Weiß (39.), 1:1 Birnbaum (90.)
Gelb - Wohllebe, Pörschmann, Brumme
Gelb-Rot Keine!
Rot Keine!
Aufstellung
VfB Leipzig: SV 1919 Grimma:
Gunnar Grundmann Ronny Winkler
Jörg Rosenkranz (ab 46. Nico Knaubel) Ragnar Zaulich
Thorsten Görke Nico Zieger
René Groth Daniel Wohllebe
Daniel Ferl (ab 46. Lars Weißenberger) Thomas Mähne (ab 74. Stefan Knoof)
Frank Räbsch Mirko Liebich
Eric Eiselt Sven Birnbaum
Davor Krznaric Heiko Pörschmann
Christian Schmidt (ab 76. Sven Moritz) Thomas Brumme
Mario Weiß Andy Müller
Hans-Jürgen Weiß Heiko Schlüter (ab 71. Marco Zimmermann)
Trainer
Joachim Steffens Rainer Lisiewicz
   Interviews
Achim Steffens (VfB-Trainer) "Das war das schlechteste Saisonspiel meiner Mannschaft. Allerdings waren wir noch nie so schlecht besetzt wie heute. Zur 90. Minute: Wenn der Schiri im Strafraum laut pfeift, kann es nur ein Elfmeter sein. Heute müsste jeder gesehen haben, dass wir nicht nur zwei Mann Verstärkung brauchen, wenn wir in der neuen Saison um den Aufstieg entscheidend mitspielen wollen. Nicht einer hat Normalform erreicht. Das ist auch nicht durch die vielen verletzten zu entschuldigen. Der Unterschied zwischen dem Oberligateam und unserer Landesliga-Reserve ist zu groß."
Rainer Lisiewicz (Grimma-Trainer) "Ein glücklicher, aber verdienter Punktgewinn für uns! Zur 90. Minute nur so viel: Wenn der Schiri pfeift, ist es ein Elfer."
Wertung

2,5 Sterne (Am Ende war es zwar eine gerechte Punkteteilung, aber die Leipziger wurden durch einen umstrittnen Elfmeter um den Sieg gebracht. In einem eher schwachen Oberliga-Spiel vergaben die Gäste aus Grimma einige gute Konterchancen!)

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Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 3
Jörg Rosenkranz (bis 46.) 4
Thorsten Görke 3
René Groth 4
Daniel Ferl (bis 46.) 5
Frank Räbsch 4
Eric Eiselt 4
Davor Krznaric 3
Christian Schmidt (bis 76.) 3
Mario Weiß 4
Hans-Jürgen Weiß 4
Nico Knaubel (ab 46.) 4
Lars Weißenberger (ab 46.) 4
Sven Moritz (ab 76.) keine Wertung

 

Der VfB Leipzig hat sich trotz eines 1:1 (1:0) im Heimspiel gegen den SV 1919 Grimma diese Saison "wenigstens" den Vizemeistertitel gesichert. Allerdings fiel der Ausgleich für die Gäste (zwar durchaus verdient) sehr glücklich in der 90. Minute nach einem umstrittnen Foulelfmeter. Das Pech der Leipziger wurde danach mehr als deutlich: Keeper Gunnar Grundmann hielt zwar den Ball von Sven Birnbaum, über der Ball sprang genau vor die Füße von Birnbaum zurück und so konnten die Gäste aus Grimma vor 1.215 Zuschauer (darunter ca. 70 Grimma-Fans) im Bruno-Plache-Stadion doch noch einen Punkt im Bezirksderby sichern. Das Spiel ist schnell erzählt: Umso mehr die Sonne am Horizont verschwand, umso mehr verschwand die spielerische Linie auf beiden Seiten und das Spiel "dümpelte" zum "typischen VfB-Ergebnis" (1:0) hin - bis Schiedsrichter Jauch aus Benshausen nach halten im Strafraum auf Strafstoß entschied. Aber erst einmal zum Spielverlauf:

VfB-Trainer Achim Steffens fehlte, wie in Nordhausen, beinah eine gesamte Mannschaft und so bekamen unter anderem wieder Jörg Rosenkranz, Eric Eiselt und Christian Schmidt eine Chance von Anfang an. In der Abwehr kehrte nach seiner Gelb-Rot Sperre Thorsten Görke in die Mannschaft zurück, doch trotzdem hatten die ebenfalls sehr ersatzgeschwächten Gäste aus Grimma gleich nach zwei Minuten die Chance durch Mirko Liebich das 0:1 zu erzielen, doch Liebich zielte frei am VfB-Tor vorbei. In der 9. Minute zeigten sich die Leipziger das erste Mal vor dem Tor der Grimmaer, doch nach Vorarbeit von Davor Krznaric kann Grimma-Keeper Ronny Winkler den Schuss von Christian Schmidt von links noch entschärfen. Drei Minuten später ist es wieder das VfB-Talent, der Ronny Winkler prüft, doch auch den Fernschuss aus 14 Metern von rechts konnte der Grimma-Keeper noch ohne Probleme parieren. In der 21. Minute zeichnete sich der Schlussmann der Gäste erneut aus, als er mit einer Glanzparade noch einen Schuss aus der Drehung von Stürmer Hans-Jürgen Weiß (aus 16 Metern) aus dem rechten Dreiangel boxt. Die Leipziger waren zwar spielbestimmend, doch die Gäste aus der Muldestadt kamen immer wieder zu gefährlichen Kontern, doch in der 23. Minute schlenzt Thomas Brumme den Ball zwar an Keeper Grundmann vorbei, aber eben auch am langen Pfosten. Sieben Minuten später sorgt Thorsten Görke mit einem seiner weiten Einwürfe für Gefahr, der von Mario Weiß am kurzen Pfosten verlängert wird, aber am langen Pfosten köpft Christian Schmidt aus 3 Metern noch über die Querlatte - Glück für Grimma! Doch dieses Glück sollten die Gäste nur noch bis zur 39. Minute zu haben: Weiter Einwurf von Thorsten Görke, am kurzen Pfosten setzt sich Stürmer Hans-Jürgen Weiß gegen seinen Gegenspieler im "Bodenkampf" durch und erzielt aus 5 Metern die (zu diesem Zeitpunkt mehr als verdiente) Führung für den VfB und gleichzeitig auch seinen 5. Saisontreffer - hat er nun seinen Torriecher wieder?! Sekunden nach Wiederanpfiff dann fast der Ausgleich, doch Thomas Brumme vergibt nach schweren Fehler von René Groth kläglich vor VfB-Keeper Gunnar Grundmann, in dem er den Ball wieder am Tor vorbei schießt - das hätte das 1:1 sein müssen! Diese vergebne 100%ige Chance schien die gesamte Mannschaft der Gäste so zu verunsichern, dass Keeper Winkler den Ball in der 42. Minute einfach durch die Arme rutschen lässt und Hans-Jürgen Weiß beinah (mit dem Rücken zum Tor) aus 10 Metern das 2:0 erzielt.

Mit Beginn der zweiten Hälfte reagierte der sichtlich unzufriedne Achim Steffens und brachte für die schwachen Jörg Rosenkranz und Daniel Ferl, Talent Nico Knaubel und Lars Weißenberger ins Spiel. Dies sollte sich erst einmal positiv auf das Offensiv-Spiel der Leipziger auswirken, doch erst scheitert Mario Weiß (47. aus 12 Metern) und dann Nico Knaubel (51. aus 10 Metern) am Grimma-Keeper Ronny Winkler. Danach ließ der Druck des VfB immer mehr nach und langsam fanden die Gäste aus der Muldenstadt immer besser ins Spiel. Trotzdem hätte es in der 56. Minute beinah im Tor von Winkler eingeschlagen - doch nicht durch einen Leipziger, sondern der eigne Spieler Ragnar Zaulich zwang den eignen Schlussmann zu einer Glanzparade nach einer eher harmlosen Flanke von Davor Krznaric. Das sollte dann aber auch fast die letzte Chance im Spiel (!) für den Gastgeber gewesen sein, den nun plätscherte das Spiel so vor sich hin und es gab nur noch wenige Highlights - die hatten es aber in sich! In der 68. Minute rettet Eric Eiselt nach Getümmel auf der Torlinie für den VfB und dann, die 90. Minuten ... Nach einem eher harmlosen Zweikampf im Strafraum entscheidet Schiedsrichter Jauch aus Benshausen auf Strafstoß, da sich Thomas Brumme "elegant" fallen ließ. Sven Birnbaum tritt an und zielt ins linke Eck, wo sich auch Gunnar Grundmann hinhechtet. Doch Pech für den VfB-Keeper, der gehaltne Ball prallt wieder vor die Füße von Birnbaum der dann kein Problem hat ins leere Tor zum umjubelten Ausgleich zu treffen.

Fazit: Am Ende eine gerechte Punkteteilung, da die Leipziger immer weniger für das Spiel taten - und das im eignen Stadion! Aber durch den Punktgewinn wurde immerhin schon die Vizemeisterschaft gesichert und damit können wir doch mehr als zufrieden sein. Die besten Leipziger waren heute Spielmacher Davor Krznaric und Torwart Gunnar Grundmann. Auf Seite der Gäste fiel besonders Stürmer Thomas Brumme (an dem der VfB ja auch sehr interessiert war) mit auslassen von zwei Großchancen auf! Auch Keeper Ronny Winkler schwankte zwischen "Genie und Wahnsinn" - erst zeigte er einige Glanzparaden und dann ließ er zweimal unbedrängt den Ball fallen und hätte dadurch beinah ein Gegentor verschuldet. Aber was soll's, die Saison ist für beide Mannschaften wohl "gelaufen" (Grimma dürfte nun auch den Klassenerhalt sicher haben). Hoffen wir, dass viele Leipziger den VfB nächste Woche zum letzten Auswärtsspiel der Saison, zum VfL Halle 96 (wo uns die Unterstützung von zahlreichen HFC-Fans wohl gewiss ist!) begleiten ... die Mannschaft hat es sich einfach verdient. Und gegen Dessau heißt es dann, die Mannschaft mit viel Applaus in die Sommerpause zu verabschieden und nächstes Jahr den Angriff auf Platz eins wagen ...

(Spielbericht von Ronny John)

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