33. Spieltag   Saison 2000/2001
VfL Halle 96

VfL Halle 96

3

VfB Leipzig

VfB Leipzig

4

Spieldaten
Datum 19. Mai 2001
Uhrzeit 14.00 Uhr
Spielstätte Stadion am Zoo (Halle)
Zuschauer 711
Schiedsrichter Hoffmann (Seligental)
Torschützen 0:1 Schmidt (13.), 1:1 Sadlo (18.), 1:2 H.-J. Weiß (21.), 2:2 Struck (28.), 2:3 Bloß (52.), 2:4 Krznaric (62.), 3:4 Struck (70.)
Gelb Bengs - Görke
Gelb-Rot Keine!
Rot Keine!
Aufstellung
VfL Halle 96: VfB Leipzig:
Eniz Paden Gunnar Grundmann
Rico Glaubitz Thorsten Görke
Mark Jonekeit René Groth (ab 28. Lars Weißenberger)
Peter Westendorf Jörg Rosenkranz
Heiko Bengs Daniel Ferl
Normen Struck Christian Schmidt
Rene Stark (ab 81. Mariusz Kurzeja) Frank Räbsch
Wellington da Luz Teobaldo Eric Eiselt
Rock Embingou Davor Krznaric (ab 73. Nico Knaubel)
Mike Sadlo Mario Weiß (ab 46. Stefan Bloß)
Jens Keilwerth Hans-Jürgen Weiß
Trainer
Werner Voigt Joachim Steffens
   Interviews
Achim Steffens (VfB-Trainer) "Das war alles andere als Sommerfußball, die Zuschauer konnten sich an wunderbaren Toren erfreuen. Und außerdem haben wir noch gewonnen. Unsere vier Tore waren wunderbar. Aber die Gegentreffer kratzen mich. Mir hat gefallen, wie Hansi Weiß an den Ketten zerrte, Bälle verteilte und selbst noch traf."
Peter Gießner (VfB-Sportdirektor) "Eine wirklich interessante Torfolge. Klar ist man ein wenig unzufrieden, wenn man drei Tore frisst. Aber die kämpferische Einstellung der Mannschaft war einfach toll! Man hat aber auch gesehen, dass bei einigen Spielern noch einiges fehlt. Sowohl Sadlo als auch Embingou haben ein tolles Spiel gemacht und sich wirklich ins Zeug gelegt. In dieser Verfassung könnten sie in der Tat eine Verstärkung für unsere Mannschaft in der nächsten Saison werden.
Wertung

4 Sterne (Der VfB war verdienter Sieger in einem mehr als unterhaltsamen und torreichen Oberliga-Spiel. Das Ergebnis spricht aber auch für die Leistung beider Abwehrreihen an diesem Tag!)

65 Fotos und 5 Videos vom Spiel in der Galerie!
Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 3
Thorsten Görke 4
René Groth (bis 28.) 4
Jörg Rosenkranz 4
Daniel Ferl 3
Christian Schmidt 3
Frank Räbsch 2
Eric Eiselt 3
Davor Krznaric (bis 73.) 2
Mario Weiß (bis 46.) 4
Hans-Jürgen Weiß 3
Lars Weißenberger (ab 28.) 4
Stefan Bloß (ab 46.) 3
Nico Knaubel (ab 73.) keine Wertung

Spielbericht   

Der VfB Leipzig verabschiedet sich von seinen Fans weiter mit sehr viel Abstand! Es ging zwar um nichts mehr, trotzdem gewannen die Leipziger auch das letzte Auswärtsspiel der Saison mit 4:3 (2:2) beim VfL Halle 96. 711 Zuschauer (darunter ca. 250 fröhliche VfB-Fans) im Stadion am Zoo in Halle sahen ein tolles Oberliga-Spiel mit sieben Toren und schwachen Abwehrreihen. Besonders motiviert schien auf Seiten der Gastgeber Mike Sadlo (und auch Rock Embingou) zu sein, der in der kommenden Saison für den VfB stürmen wird und anscheint eine echte Verstärkung sein wird. Aber nun kurz zum Spielverlauf, bei schönem Fußballwetter...

VfB-Trainer Achim Steffens musste weiter auf einige wichtige Spieler, wie z.B. Kapitän Heiko Brestrich, verzichten. Als Libero lief wieder Thorsten Görke auf und die Manndecker-Position besetzten René Groth und Jörg Rosenkranz. Trotz der Personalknappheit waren die Gäste aus der Messestadt sofort spielbestimmend und wären in der 5. Minute beinah schon durch einen Volleyschuss von Hans-Jürgen Weiß, nach Flanke von rechts von Jörg Rosenkranz, in Führung gegangen (der Ball strich aber knapp am Außenpfosten vorbei). 8 Minuten später konnten die Leipziger dann aber jubeln: Nach katastrophalen Abwehrfehler der VfL-Spieler wird der Ball genau in den lauf von Hans-Jürgen Weiß gespielt, der von rechts aber an Keeper Eniz Paden scheitert, doch den Abpraller schiebt Christian Schmidt aus 5 Metern ins leere Tor. Das Spiel wurden nun sogar immer besser und auf beiden Seiten gab es eine Torchance nach der anderen, so in der 16. Minute, als Davor Krznaric von rechts in den Strafraum flankt und Hans-Jürgen Weiß per Kopf an den Ball kommt. Doch der VfB-Stürmer war wieder im Pech, den aus 8 Metern ging der Ball knapp am Außenpfosten vorbei. Dann die 18. Minute - der VfL im Angriff: Rock Embingou flankt von links in die Strafraummitte, wo Mike Sadlo goldrichtig steht und aus 5 Metern per Kopf VfB-Keeper Grundmann zum 1:1 überwinden kann. Der Gastgeber blieb nun am Drücker und währe zwei Minuten später beinah durch Mike Sadlo sogar in Führung gegangen, doch den Schuss aus 8 Metern konnte Torwart Gunnar Grundmann diesmal sicher parieren. Sekunden später die Antwort der Leipziger: Christian Schmidt wird toll angespielt und legt von der Grundlinie zurück in die Strafraummitte, wo Hans-Jürgen Weiß mit einem schönen Schuss aus 12 Metern das 2:1 für den VfB erzielt. In der 28. Minute ging das muntere "Scheibenschießen" im Stadion am Zoo weiter: Rico Glaubitz flankt von links vor das Leipziger Tor und dort stehen gleich zwei VfL-Spieler völlig frei und so hat Normen Struck kein Problem, aus 3 Metern per Kopf das 2:2 zu erzielen. Kurz nach dem Tor musste René Groth verletzt ausgewechselt werden - dafür kam Allrounder Lars Weißenberger. 120 Sekunden später besaß wieder Normen Struck die Riesenchance sogar das 3:2 für den VfL erzielen, nach Anspiel von Rock Embingou. Doch sein Schuss aus knapp 10 Metern traf nur den Außenpfosten. In der 31. Minute verlängert Hans-Jürgen Weiß per Kopf einen Eckball, aber am langen Pfosten grätscht Mario Weiß um Zentimeter am Ball vorbei. Drei Minuten später war wieder der Gastgeber dran! Nach einem Freistoß von Rock Embingou zeigt VfB-Keeper Gunnar Grundmann eine tolle Flugeinlage und holt den Ball noch aus dem Dreiangel. Kurz vor der Pause "durfte" Grundmann diese Flugeinlage bei einem Freistoß von halb rechts noch einmal wiederholen, in dem er den Ball wieder aus dem Dreiangel holt und so wieder das 3:2 für den VfL verhinderte. Doch das war noch nicht alles in der tollen ersten Halbzeit: Christian Schmidt flankt von links und am langen Pfosten bekommt Keeper Eniz Paden noch den Fuß vor Frank Räbsch dazwischen und verhinderte so die erneute Führung der Leipziger.

Auch die zweiten Hälfte sollte es dann in sich haben und die Begann gleich mit dem eingewechselten Stefan Bloß (für den leicht angeschlagnen Mario Weiß ins Spiel gekommen), der von links flankt, aber Christian Schmidt per Kopf am VfL-Tor vorbei zielt. In der 52. Minute sollte das dann schon besser klappen: Jörg Rosenkranz mit tollen Solo über den halben Platz und spielt dann klug auf Christian Schmidt der sofort abzieht und Keeper Eniz Paden kann den Ball nur abprallen lassen. Am langen Pfosten steht der eingewechselte Stefan Bloß genau richtig und erzielt aus spitzem Winkel mit dem 3:2 sein zweites Saisontor. Nun dominierte der VfB das Spiel und konnte in der 62. Minute auf 4:2 erhöhen. Eric Eiselt spielt an der Strafraumgrenze genau in den lauf von Davor Krznaric, der seine Gegenspieler wie "Fahnenstangen" stehen ließ und überwindet freistehend aus 6 Metern auch Keeper Paden. In der 69. Minute spielt Frank Räbsch von der Grundlinie den Ball vor den Strafraum und aus dem Getümmel währe beinah das 5:2 für die Leipziger gefallen, doch statt dessen schlug es im direkten Gegenzug im VfB-Kasten ein. Rock Embingou spielt auf Mike Sadlo, der von links in die Strafraummitte flankt und dort schießt Normen Struck freistehend aus 4 Metern zum 3:4 ein. Nun wurde es noch einmal spannend und das Spiel erinnerte langsam an das UEFA-Cup Finale zwischen Liverpool und Alaves vom letzten Mittwoch. In der 90. Minute scheitert Eric Eiselt mit schönem Schlenzer und in der Nachspielzeit währe dann beinah sogar das 4:4 fällig gewesen. Normen Struck läuft an, aber sein Freistoß aus 20 Metern streicht am rechten Pfosten vorbei - und Schiedsrichter Hoffmann aus Seligental pfiff das Spiel ab.

Fazit: Ein durchaus verdienter Sieg für die Leipziger, die einfach die gefährlichere Mannschaft waren. Insgesamt erlebten die Zuschauer einen tollen Fußball-Nachmittag mit Stadion am Zoo, begünstigt durch schwache Abwehrreihen an diesem Tag. Beste Leipziger waren heute Davor Krznaric, Frank Räbsch und mit Abstrichen auch Hans-Jürgen Weiß und Christian Schmidt. Die VfB-Fans waren natürlich auch gespannt auf die Leistungen von Mike Sadlo und Rock Embingou (der ja vielleicht doch noch nach Probstheida wechseln kann). Und da überzeugte besonders Mike Sadlo, als torgefährlicher und sehr kopfballstarker Spieler - er dürfte eine echte Verstärkung für die Leipziger im nächsten Jahr sein. Rock Embingou konnte sich zwar nicht ganz so in Szene setzen wie Sadlo und fiel besonders durch seine zwei Fallrückzieher auf. Nach der heutigen Leistung können wir uns auch auf einen tollen Saisonabschluss am nächsten Sonntag gegen den FC Anhalt Dessau freuen. Pikant: In dem Spiel geht es wohl um den Klassenerhalt oder den Abstieg für Dessau - aber erinnern wir uns an das Hinspiel. Da glänzenden die Dessauer mit Zeitspiel von der ersten Minute an (dazu waren keine Balljungs im Stadion anwesend) und als Krönung wurde man als Leipziger-Pressevertreter noch von einigen Dessau-Spieler beleidigt (besondere "Grüße" gehen da an einen gewissen Zlatko Villin - ich freue mich auf ein Wiedersehen ;-).

(Spielbericht von Ronny John)

Zurück zu: Startseite     Saison-Übersicht     Fußball-Übersicht


Design / Inhalt: Lutz Heinrich und Ronny John     © 2001 by LH-creative