Viertelfinale Sachsen-Pokal   Saison 2001/2002
VfB Leipzig

VfB Leipzig

3

VFC Plauen

VFC Plauen

0

Spieldaten
Datum 21. November 2001
Uhrzeit 14.30 Uhr
Spielstätte Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer 1.149
Schiedsrichter Stahlmann (Hainichen)
Torschützen 1:0 Sadlo (18.), 2:0 Krznaric (57.), 3:0 Sadlo (82.)
Gelb Görke, Gunkel - Spranger
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
VfB Leipzig: VFC Plauen:
Gunnar Grundmann Jens Golle
Jörn Lenz Ronald Färber (ab 67. Adrian Dashi)
Thorsten Görke Veiko Berger
Matthias Großmann Rene Schulze
Mario Nacev Rene Krasselt
Daniel Ferl (ab 61. Rock Embingou) Arndt Spranger (ab 61. Thomas Pannach)
Nico Kanitz Sven Gemeiner (ab 76. Daniel Fahrenholz)
Frank Räbsch Andreas Richter
Davor Krznaric (ab 84. Lars Weißenberger) Gregor Berger
Mike Sadlo Catalin Popa
Peter-Sebastian Gunkel (ab 61. Mario Weiß) Andriy Zapyshnyi
Trainer
Hans-Jürgen Dörner René Müller
   Interviews
Hans-Jürgen Dörner (VfB-Trainer) "Der Sieg geht am Ende mehr als in Ordnung. Ich habe wieder ein sehr geordnetes Spiel meiner Abwehr gesehen und vorne wurden die Fehler des Gegners konsequent bestraft. Ich bin für ein Pokalspiel sehr zufrieden, aber wir müssen jetzt auf dem Teppich bleiben. Am Samstag gilt es gegen Grimma wieder dreifach zu Punkten um oben dran zu bleiben! Aber der Sieg war wichtig für unser Selbstvertrauen und insgesamt sieht man, dass sich die Mannschaft stabilisiert hat und reifer geworden ist. In der Meisterschaft müssen wir nun wieder konzentriert sein und gegen Grimma ab der ersten Minute 100 Prozent geben."
René Müller (VFC-Trainer) "Ich gratuliere dem VfB zum klaren und verdienten 3:0 Erfolg. das Spiel kam wohl nach dem 0:0 in Jena für uns zu früh. Den drei Toren sind jeweils ganz klare individuelle Fehler voraus gegangen. Für uns war das Spiel heute wie ein Testspiel für Sonntag gegen den FC Sachsen, da ich wegen den Sperren und Verletzungen umstellen musste. Der VfB wird in der Meisterschaft noch ein gewaltiges Wort mitreden und ich traue den Leipzigern zu, eine Halbserie ohne ein einzige Niederlage zu überstehen."
Wertung

3,5 Sterne (Die Zuschauer sahen bei kühlen Temperaturen ein recht munteres und flottes Spiel. Der VfB gewann am Ende verdient und stand wieder sehr sicher in der Abwehr!)

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Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 3
Jörn Lenz 3
Thorsten Görke 3
Matthias Großmann 3
Mario Nacev 3
Daniel Ferl (bis 61.) 4
Nico Kanitz 3
Frank Räbsch 3
Davor Krznaric (bis 84.) 3
Mike Sadlo 2+
Peter-Sebastian Gunkel (bis 61.) 2
Mario Weiß (ab 61.) 4
Rock Embingou (ab 61.) 4
Lars Weißenberger (ab 84.) keine Wertung

Spielbericht

Der VfB Leipzig befindet sich weiter im Aufwind und gewann souverän mit 3:0 (1:0) gegen den VFC Plauen und zog damit verdient ins Halbfinale des Sachsen-Pokals ein. Vor 1.149 Zuschauern (darunter ca. 60 VFC-Fans) präsentierten sich die Leipziger erneut stark in der Defensive und nutzen die Fehler des Gegners im Sturm eiskalt aus. Damit gelangen den Schützlingen von Trainer Hans-Jürgen Dörner bereits der dritte Sieg in Folge zu Null - und in allen Spielen überzeugte Neuzugang Jörn Lenz, der die Abwehr festigte. Die Vogtländer verloren diese Saison damit erst ihr zweites Pflichtspiel - und beide Male gegen den VfB Leipzig (vor dem Pokalspiel blieben sie zum z.B. 8 Spiele lang unbesiegt). Nun heißt es für die Probstheidaer auch in der Liga nachlegen um zum Ende der Hinrunde wieder ganz nah an der Tabellenspitze dran zu sein - und vielleicht erfüllt sich in der Rückrunde ja die "Prognose" von VFC-Trainer René Müller, der den Leipzigern zutraut, eine komplette Halbserie ohne Niederlage zu bleiben. Hoffen wir, er behält Recht - "Star" des Nachmittags war übrigens Aushilfsstadionsprecher Harald Krause mit einigen durchaus lustigen Durchsagen, ließ er kein Auge trocken! Aber nun zum Spielverlauf, eines munteren und abwechslungsreichen Spiels bei kühlen Temperaturen:

VfB-Trainer Hans-Jürgen Dörner schickte die Erfolgself von Hoyerswerda auf den Platz, während VFC-Trainer René Müller wegen Sperrungen (Spielmacher Curri fehlte!) und Verletzungen kräftig umstellen musste. So dominierten die Leipziger von Beginn an und erspielten sich bereits in der 2. Minute die erste gute Möglichkeit nach einer Flanke von Nico Kanitz von links, aber der Kopfball von Stürmer Peter-Sebastian Gunkel geht knapp am VFC-Tor vorbei. 10 Minuten später dann aber ein grober Schnitzer von Thorsten Görke, der Andriy Zapyshnyi aus 12 Metern frei zum Schuss kommen lässt, aber tolle Parade von VfB-Keeper Gunnar Grundmann. Im direkten Gegenzug vernascht Frank Räbsch nach einem herrlichen Solo gleich drei VFC-Spieler, aber das schöne Anspiel kann Peter-Sebastian Gunkel von rechts nicht nutzen und trifft nur das Außennetz (12.). Dann die 18. Minute: Nach einer schönen Flanke von Frank Räbsch von rechts köpft VFC-Spieler Veiko Berger den Ball vor Keeper Jens Golle weg und genau vor die Füße von Stürmer Mike Sadlo - der Torjäger lässt sich so eine Chance natürlich nicht entgehen und trifft frei aus 14 Metern ins "leere" Tor zum umjubelten und schon durchaus verdienten 1:0. Im weiteren Spielverlauf sollte sich ein gutklassiges Pokalspiel, mit einigen guten Möglichkeiten entwickeln, da beide Mannschaft recht Offensiv eingestellt waren. So musste Keeper Jens Golle in der 20. Minute sein ganzes Können zeigen, als er per Kopf außerhalb des Strafraumes vor Daniel Ferl klären kann. Fünf Minuten später schlägt Libero Jörn Lenz einen langen Ball auf Peter-Sebastian Gunkel, doch Jens Golle faustet den Ball gerade noch so vor Gunkel weg, trifft dabei aber auch den VfB-Stürmer im Gesicht. Nach ein paar Minuten konnte das "Goldköpfchen" dann aber weiterspielen... In der 32. Minute dann einmal Riesenglück für die Leipziger, als nach einer Flanke von Andriy Zapyshnyi von links am langen Pfosten Catalin Popa frei zum Schuss kommt und der Ball von der Unterkante der Latte gegen den Innenpfosten springt und von dort wieder aus dem Tor. Das Glück verdiente sich der VfB aber heute auch durch einige gute Kombination und viel Laufbereitschaft der ganzen Mannschaft!

Die zweite Halbzeit sollte noch etwas schwungvoller werden, da die Gäste aus dem Vogtland noch mehr aufmachen mussten und so öffneten sich Räume für den VfB! So sorgte Nico Kanitz in der 47. Minute gleich mit einem gefährlichen Schuss aus 12 Metern und eine Minute später, nach einem Freistoß von Mario Nacev, Peter-Sebastian Gunkel per Kopf aus 8 Metern für Gefahr - doch beide Male war VFC-Keeper Jens Golle mit starken Paraden zur Stelle. In der 55. Minute versucht sich Peter-Sebastian Gunkel mit einem Schuss, nach Eingabe von Nico Kanitz, doch Golle im Gästetor war damit nicht zu überwinden. Dann die 57. Spielminute: Peter-Sebastian Gunkel kommt bei einem Konter über links zum Flanken und zieht den Ball direkt auf Davor Krznaric, der von der Strafraumgrenze abzieht und auf der Torlinie kommt es zu einem Missverständnis zwischen Keeper Jens Golle und Ronald Färber - der Ball schlägt ins rechte Eck ein und es steht 2:0 für den VfB. Irgendwie kam nun auf beiden Seiten schon das Gefühl auf, dass dieses Pokalspiel zweier Spitzenmannschaften entschieden war (die Leipziger standen einfach zu stark in der Abwehr). Trotzdem gaben sich die VFC-Spieler nicht ganz auf und kamen in der 72. und 76. Minute zu guten Möglichkeiten, jeweils durch Gregor Berger, doch beide Male geht der Ball knapp am VfB-Tor vorbei. In der 82. Minute nutzt Spielmacher Davor Krznaric einen Plauener Abwehrschnitzer um alleine auf das VFC-Tor zu zulaufen! An der Strafraumgrenze spielt er überlegt zu Torjäger Mike Sadlo, der sicher aus 14 Metern zum 3:0 Endstand verwandelt. Als die meisten Zuschauer schon auf dem Heimweg waren, entschärfte VfB-Keeper Gunnar Grundmann in der Nachspielzeit noch einen guten Freistoß von Veiko Berger aus 20 Metern. Das war's dann auch und es gab an diesem Feiertag (Buß- und Bettag) eine Menge zu Jubeln für die VfB-Spieler und Fans ...

Fazit: Die Leipziger befinden sich weiter im Aufwind und zogen verdient ins Halbfinale des Sachsen-Pokals ein. Man darf gespannt sein, wer sich dem VfB auf dem Weg ins Finale nun in den Weg stellen will (Hoyerswerda, Zwickau oder Aue sind möglich)?! Wie in Hoyerswerda, so kann man auch heute von einer geschlossenen und vor allem guten Mannschaftsleistung reden, wobei Libero Jörn Lenz und die beiden Stürmer Mike Sadlo und Peter-Sebastian Gunkel noch heraus ragten. Zur Zweikampfstärke und Laufbereitschaft gesellten sich heute auch noch einige spielerische Elemente - die VfB-Formkurve zeigt deutlich nach oben und damit müsste es doch möglich sein, die letzten drei Hinrundenspiele auch noch zu "ziehen". Und in der Rückrunde ist mit dieser Mannschaft alles möglich, da kann man sich spätestens nach diesem Spiel sicher sein. Durch die vielen Alternativen können auch Verletzungen von Leistungsträgern einmal kompensiert werden (in Plauen ist aber zum Beispiel ein Curri nicht im Ansatz zu ersetzen). Warten wir die Entwicklungen ab ...

(Spielbericht von Ronny John)

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