20. Spieltag   Saison 2001/2002
1.FC Dynamo Dresden

1.FC Dynamo Dresden

1

VfB Leipzig

VfB Leipzig

1

Spieldaten
Datum 16. Februar 2002
Uhrzeit 14.00 Uhr
Spielstätte Rudolf-Harbig-Stadion (Dresden)
Zuschauer 10.900
Schiedsrichter Fröhlich ( Berlin )
Torschützen 0:1 Krznaric (26.) ; 1:1 Heidrich (69. / FE)
Gelb Csik, Lenz, Ferl, Kanitz
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
1. FC Dynamo Dresden: VfB Leipzig:
Ignjac Kresic Gunnar Grundmann
Frank Paulus Torsten Görke
Volker Oppitz Davor Krznaric (ab 75. Embingou)
Dario Dabac Daniel Ferl
Levente Csik Nico Kanitz
Maik Wagefeld Mike Sadlo
Daniel Petrowski (ab 82. Galliers) Frank Räbsch
Thomas Neubert Matthias Großmann
Denis Koslov (ab 86. Heller) Christian Schmidt (ab 75. Gunkel)
Steffen Heidrich Mario Nacev
Hähnge Jörn Lenz
Trainer
Christoph Franke Hans-Jürgen Dörner
   Interviews
Christoph Franke :

 

 

 

 

 

Hans-Jürgen Dörner :

Wir haben bis zur 20. Minute das richtige Maß für unsere Spielnorm gefunden und haben gekämpft. Ab der 20. flachte das Spiel meiner Mannschaft zusehends ab. Die Kontergefahr, wie beim 0:1 besteht natürlich immer. Schwach ist auch, das wir kaum ein Kopfballduell gewonnen haben. In der 2.Halbzeit haben wir uns dann wieder gefangen. Insgesamt hatten wir aber die größeren Chancen, wobei ein frühes Tor für uns verdient gewesen wäre.

 

Ich bin mit dem Punkt hier in Dresden zufrieden, wobei wir natürlich in der letzten Minute alles hätten entscheiden können. Die Zuschauer haben ein gutklassiges Oberligaspiel gesehen. Am Anfang war Dynamo klar besser, wobei wir aber Glück und einen guten Torwart hatten. Das 0:1 war ein klassisches Kontertor und wir haben es versäumt, noch in der 1. Halbzeit nachzulegen. In Halbzeit 2 haben wir einfach zu tief in der eigenen Hälfte gestanden und dann das verdiente Ausgleichstor kassiert. Unser Angriff auf die Tabellenspitze geht aber trotzdem weiter, wobei die Spiele von den "großen" gegen Plauen wohl entscheidend sein werden. Zum Elfmeter sage ich nichts. Wir haben ja gegen Sondershausen auch durch ein Elfmetertor gewonnen...

Wertung

4 Sterne (Dynamo fand nur die ersten 20 Minuten richtig ins Spiel, der VfB versäumte es, das 2:0 zu machen. Ein gutes Oberligaspiel vor einer würdigen Kulisse!)

Fotos findet ihr in der Galerie !
Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 2
Torsten Görke 3
Davor Krznaric (bis 75.) 3
Daniel Ferl 3
Nico Kanitz 3
Mike Sadlo 4
Frank Räbsch 3
Matthias Großmann 3
Christian Schmidt (bis 75.) 3
Mario Nacev 4
Jörn Lenz 4
Rock Embingou (ab 75.) 4
Peter Sebstian Gunkel (ab 75.) 5

Spielbericht

Da war er nun, der Tag des großen Sachsenderbys zwischen den Dynamos aus Dresden und unserem ruhmreichen VfB! Sonne satt und strahlendblauer Himmel begleiteten die gut 1.200 Leipziger Fans ins Rudolf Harbig - Stadion zu Dresden. Dieses Spiel, welches in den Medien schon fast zum vorgezogenen Endspiel um den Staffelsieg gepuscht wurde, sollte nun den weiteren Weg unseres VfB in dieser Saison bestimmen. Das  letztendlich "nur" ein 1:1 dabei rauskommen würde, trübte die Stimmung im Leipziger Fanlager aber keineswegs. Die erste Überraschung hatte Leipzigs Trainer Dixie Dörner vor dem Anpfiff parat: Christian Schmidt spielte Überaschen für Peter Sebastian Gunkel. Sadlo also demnach einzige "echte" Spitze beim VfB. Positiver Effekt des "defensiven" Spiels der Leipziger, das Goalgetter Denis Koslov das gesamte Spiel über keinen Stich sah. Zum Spiel:

Dynamo begann erwartet Offensive, die Leipziger suchten zunächst ihre Chancen im Konterspiel. Stark, wie es die Dresdener verstanden, die Leipziger mit Pressing (ab dem 16er) und Kurzpassspiel, meist über den heute stark Auftretenden Regisseur Steffen Heidrich, unter Druck zu setzten. Die erste große Chance für Dresden aber erst in Minute 20., als Heidrich aus 10 Metren frei zum Schuss kommt, Grundmann aber diesen mit toller Parade aus dem Eck fischt. Wiederum Grundmann ist es, der einen Kopfball aus ca. 5 m (24.) an die Latte lenkt. Was nun kam, konnte wohl keiner der ca. 11.000 Zuschauer so richtig glauben. Im ersten "richtigen" Konter für den VfB setzt sich Räbsch schön auf der rechten Seite durch, umkurvt 2 Dresdener und passt flach in den Strafraum, wo der lauernde Krznaric nur noch einzuschieben braucht (26.). Grenzenloser Jubel bei den mitgereisten Fans des VfB. Und von da an auf einmal nichts mehr von den Dresdener zu sehen (Und zu hören erst recht nicht!). Leipzig nun wie aus heiterem Himmel völlig Spielbestimmend. Aber es gelang einfach kein zweites Tor. Mike Sadlo hatte wohl in der 37.Minute die dickste Chance, als plötzlich frei vor Kresic auftauchte, die Kugel aus 7 Metern aber links am Tor vorbei schoss.

Nach der Pause passierte erstmal nichts. Beide Mannschaften taten wenig, wobei Leipzig nun wieder aufs Verteidigen und Kontern ausgerichtet war. Torchancen auf beiden Seiten eigentlich nicht mehr vorhanden, bis Jörn Lenz eigentlich nur den Ball hätte Wegschlagen müssen, das anschließende Laufduell gegen Neubert klar verlor und zu einem zugegebenermaßen leichten Rempler im Strafraum ansetzte. Neubert, bis dahin wohl schwächster Feldspieler der Dresdener, trägt seinen Teil bei und hilft mit tollem Fall kräftig nach, so das Bundesligaschiedsrichter Fröhlich auf den Punkt zeigte. Heidrich ließ es sich natürlich nicht nehmen und verwandelte sicher zum 1:1 Ausgleich (69.). Dynamo, durch das Tor beflügelt, kam jetzt zu einigen guten Chancen, wobei Hähnge noch die größte vergab, indem sein Schuss aus 20 Metern an die Unterkannte der Latte knallte. Das dickste Ding auf Leipziger Seite vergab aber der Eingewechselte Peter Sebastian Gunkel, der nach einem abgefälschten Freistoss Mutterseelen allein vor dem Keeper der Dynamos in der 89. Minute auftauchte, es aber nicht fertig brachte, den Ball links oder rechts ins Tor zu schieben und Kresic genau an die Beine schoss. Dann war pünktlich Schluss und selbst VfB Präsident Reinhard Bauernschmidt, der das gesamte Spiel seines Teams an der Seitenlinie miterlebte, konnte dem Unentschieden noch etwas gutes abgewinnen.

Fazit: Nach den Glücklich überstandenen Anfangsminuten hätten die Leipziger nach der Führung nachlegen müssen. Dresden war nach dem 0:1 in Halbzeit eins Überraschender Weise nicht in der Lage, Spielerisch dem VfB etwas entgegenzusetzen. Über den Elfmeter zum Ausgleich kann man  geteilter Meinung sein, aber letztendlich geht die Punkteteilung wohl in Ordnung. Plauen und Jena haben sich durch gewinnen Ihrer eigenen Spiele erstmal ein kleines Punktepolster zugelegt, welcher aber angesichts der noch zu spielenden Partien in keinster Weise über den weiteren Saisonverlauf und die Staffelsieger-Frage entscheiden dürfte!

(von Thomas Klein)

Zurück zu: Startseite     Saison-Übersicht     Fußball-Übersicht


Design / Inhalt: Lutz Heinrich und Ronny John     © 2002 by LH-creative