22. Spieltag   Saison 2001/2002
FV Dresden-Nord

FV Dresden-Nord

0

VfB Leipzig

VfB Leipzig

1

Spieldaten
Datum 27. Februar 2002
Uhrzeit 19.00 Uhr
Spielstätte Rudolf-Harbig-Stadion
Zuschauer 945
Schiedsrichter Bley (Sehmatal)
Torschützen 0:1 Sadlo (60.)
Gelb Linkert, T. Gaunitz, Soltau, Scholze - Grundmann, Görke, Kanitz, Nacev
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
FV Dresden-Nord: VfB Leipzig:
Boris Jovanovic Gunnar Grundmann
Tino Wecker Jörn Lenz
Jens Georgie Thorsten Görke (ab 39. Christian Schmidt)
Elvir Jugo Matthias Großmann
Reimund Linkert Mario Nacev
Tino Gaunitz Daniel Ferl (ab 59. Rock Embingou)
Mirko Soltau Frank Räbsch
Martin Hauswald Nico Kanitz
Ivo Kostadinov (ab 84. Robert Böhme) Davor Krznaric
Mario Scholze Mike Sadlo
Holm Hentschke Peter-Sebastian Gunkel (ab 76. Mario Weiß)
Trainer
Thomas Baron Hans-Jürgen Dörner
   Interviews
Hans-Jürgen Dörner (VfB-Trainer) "Wir sind natürlich, dass wir dieses Spiel hier glücklich gewonnen haben. Aber Kompliment an die Dresdner, wie sie heute hier Fußball gespielt haben. Wir haben die ersten 15 Minuten hier bestimmt, dann ist der Gastgeber besser ins Spiel gekommen und hat uns in große Gefahr gebracht. Das wichtigste Ziel waren für uns heute aber die drei Punkte und dies haben wir erreicht. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Spielen uns etwas besser präsentieren. Für uns ist nicht der Tabellenplatz eins erst mal wichtig, wichtig waren nur die drei Punkte und die anderen müssen nun nachziehen. Wichtig ist, dass wir am 34. Spieltag vorne stehen. Mit diesem Dreier haben wir das Spitzenspiel gegen Plauen nächste Woche gut vorbereitet."
Thomas Baron (Nord-Trainer) "Wenn es heller gewesen wäre, hätten wir vielleicht 2:1 gewonnen - aber Spaß bei Seite. Glückwunsch an Dixie Dörner, er hat es richtig analysiert. Es war wohl ein glücklicher Punktgewinn - wir werden sicherlich noch öfters für Überraschung sorgen."
Boris Jovanovic (Nord-Keeper) "Ein toller Kopfball von Mike Sadlo. Den zu halten, wäre Weltklasse gewesen
Wertung

2,5 Sterne (Der VfB gewann glücklich, aber auch nicht unverdient auf durchweichten Platz. Wichtig sind am Ende nur die drei Punkte - aber schön war es nicht!)

In der Galerie findet Ihr 46 Fotos und 1 Video vom Spiel!
Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 3
Jörn Lenz 4
Thorsten Görke (bis 39.) 4
Matthias Großmann 4
Mario Nacev 3
Daniel Ferl (bis 59.) 5
Frank Räbsch 3
Nico Kanitz 5
Davor Krznaric 4
Mike Sadlo 3
Peter-Sebastian Gunkel (bis 76.) 3
Christian Schmidt (ab 39.) 4
Rock Embingou (ab 52.) 3
Mario Weiß (ab 76.) keine Wertung

Spielbericht

Der VfB Leipzig gewann das vorgezogne Auswärtsspiel beim FV Dresden-Nord etwas glücklich, aber nicht unverdient mit 1:0 (0:0). Vor 945 Zuschauern (darunter ca. 230 Leipziger) erspielte sich der Gast mehr Großchancen, blieb aber trotzdem noch vieles schuldig. Die Mannschaft von Trainer Dixie Dörner lief mit Trauerflor, wegen dem tragischen Unfalltod von Nicola, der Freundin von Hans-Jürgen Weiß und widmet ihm auch diesen Erfolg. In solchen Situationen merkt man, dass der Fußball nicht alles ist und halt doch "nur" ein Spiel ist. Aber zurück zum Alltag: Durch diese wichtigen drei Punkte beim Tabellen-Sechsten aus der Landeshauptstadt stehen die Leipziger, zumindest bis zum Wochenende, auf Platz eins in der Oberliga Nordost-Süd. Den goldnen Treffer bei diesem schwachen Spiel erzielte Mike Sadlo in der 60. Minute - hoffen wir auf eine Steigerung im Spitzenspiel zu Hause gegen den VFC Plauen. Nun zum Spielverlauf:

VfB-Trainer Dörner setzte auf seine Erfolgsformation vom Spiel gegen den VfB Chemnitz, die aber bereits in der 39. Minute ändern musste, da sich Kapitän Thorsten Görke sehr früh eine Gelbe Karte einhandelte und kurz vor dem Platzverweis stand. Die Leipziger begannen sehr stark und beherrschten die Anfangsviertelstunde mit einigen guten Möglichkeiten. In der zweiten Minute testete Peter-Sebastian Gunkel per Kopf Nord-Keeper Boris Jovanovic und zwei Minuten später zwang Mario Nacev mit einem Schuss aus 16 Metern Jovanovic zu einer Glanzparade. Wie rutschig der Untergrund war, musste ein "bekannter Pressevertreter" leider bereits kurz nach Anpfiff feststellen - da fragt sich nur, wer es war ;-)?! In der 15. Minute spielte sich Peter-Sebastian Gunkel schön frei, legt ab auf Mike Sadlo, der den freien Daniel Ferl sieht - dieser zieht aus 14 Metern ab und Keeper Boris Jovanovic kann den Ball gerade noch so zur Ecke klären. Dann war es aber vorbei mit der "Herrlichkeit" und es begann der Auftritt des jungen Dresdners Holm Hentschke. Dieser scheiterte erst mit einem Fernschuss (16.) und nach einem schlimmen Abwehrpatzer von Matthias Großmann freistehend an der Strafraumgrenze an VfB-Keeper Gunnar Grundmann (24.). Erst nach einer knappen halben Stunde zeigten sich die Leipziger wieder im gegnerischen Strafraum und Stürmer Peter-Sebastian Gunkel setzt sich gut im Strafraum durch und spielt den Ball von der Grundlinie in die Strafraummitte, wo Nico Kanitz am langen Pfosten freistehend am Ball vorbei schlittert. Das war's dann auch in der ersten Halbzeit mit Erwähnbahren Torchancen...

Kurz nach dem Wiederanpfiff zwingt Holm Hentschke, nachdem Christian Schmidt weggerutscht war, Gunnar Grundmann zu einer Glanzparade aus Nahdistanz. Der VfB-Keeper rettete damit Weltklasse den 0:0 Zwischenstand. In der 51. Minute setzt sich der heute recht agile Mario Nacev auf rechts durch und zieht den Ball in den Strafraum, wo Peter-Sebastian Gunkel lauert. Der "Gunkulator" scheitert aber mit seinem Kopfball aus 10 Metern am gut haltenden Boris Jovanovic. Nach einer wichtigen Rettungstat von Gunnar Grundmann außerhalb des Strafraums (wofür er Gelb bekam) gab es einen Freistoß für den Gastgeber - den strammen Schuss von Tino Wecker von halb rechts boxt der VfB-Keeper noch zur Eckfahne. Dann die "goldne" 60. Minute: Nach einem Einwurf kommt Frank Räbsch zum Flanken und zirkelt den Ball in "Beckham Manier" (O-Ton Räbsch ;-) auf den Kopf von Torjäger Mike Sadlo. Dieser überwindet aus 10 Metern mit einer spektakulären Bogenlampe Boris Jovanovic, der leicht weg rutschte und es stand nach schweren Kampf endlich 1:0. Die VfB-Fans im Gästeblock skandierten nun "Spitzenreiter, Spitzenreiter" und sollten am Ende recht behalten, obwohl noch einige Minuten des Zitterns zu überstehen waren. Doch richtig gefährlich kam der Gastgeber nicht mehr auf, da die VfB-Abwehr zum Ende des Spiels ziemlich sicher Stande und die Bälle meist weit über das Leipziger Gehäuse zischten. In der 83. Minute hätte der sonst heute sehr schwache Nico Kanitz für die Vorentscheidung sorgen können, als Mario Nacev ihn frei spielt und er frei vor Boris Jovanovic auftaucht. Doch aus 8 Metern zielt Kanitz genau in die Arme des Ex-Leipziger - schade! Aber zum Glück blieb es trotzdem beim Erfolg der Gäste, der zwar glücklich ausfiel, aber nicht unverdient (dank der größeren Anzahl von Großchancen).

Fazit: Am Ende zählen nur die drei Punkte und das die Leipziger jetzt schon immerhin 50 Punkte auf dem Konto haben. Mal schauen was die Konkurrenz macht und vielleicht kann der VfB durch großes Glück die Tabellenführung sogar noch etwas behalten. Aber wie sagt Trainer Dörner treffend: "Wichtig ist nur, dass wir am 34. Spieltag vorne stehen" - recht hat er! Außerdem war die Leistung heute eines Aufsteigers nicht unbedingt würdig. Nur Frank Räbsch, Gunnar Grundmann, Peter-Sebastian Gunkel und mit kleinen abstrichen Mario Nacev und Mike Sadlo zeigten heute gute Leistungen. Zu erwähnen ist noch Rock Embingou, der noch einmal für viel Gefahr sorgte und wohl nächste Woche gegen Plauen von Anfang an spielen dürfte, da Nico Kanitz laut eigner "Statistikabteilung" heute die 5. Gelbe Karte sah und so im Spitzenspiel gesperrt ist. Gegen Plauen werden wir sicherlich einen stärkeren VfB sehen, der sich hoffentlich mit der Unterstützung von sehr vielen Zuschauern unter Flutlicht drei weitere Punkte Richtung Regionalliga sicher wird. Wir dürfen gespannt sein - und schauen nun erst mal auf die Konkurrenz!

P.S.: Da Scampis "dank" der Bayern-Spieler nun öfters in den Medien erscheinen, muss man das essen im VIP-Raum des FV Dresden-Nord hervor heben, die zum Beispiel auch Scampis servierten. So was gibt es also nicht nur beim Champions League Sieger, sondern auch in der vierten Liga an einem kühlen, aber trocknen Mittwoch Abend - Respekt!

(Spielbericht von Ronny John)

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