02. Spieltag   Saison 2001/2002
Eintracht Sondershausen

Eintracht Sondershausen

1

VfB Leipzig

VfB Leipzig

1

Spieldaten
Datum 12. August 2001
Uhrzeit 14.00 Uhr
Spielstätte Sportzentrum am Göldner (Sondershausen)
Zuschauer 1.700
Schiedsrichter Ruzik (Tangermünde)
Torschützen 1:0 Knäbe (14.), 1:1 H.-J. Weiß (57.)
Gelb Plachy, Duft - Sadlo, Räbsch, Görke
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
Eintracht Sondershausen: VfB Leipzig:
Jens Weißgärber Gunnar Grundmann
Tino Gerschewski Heiko Brestrich
Daniel Trautmann Thorsten Görke
Daniel Rasch René Groth
Lars Plachy Mario Weiß (ab 65. Daniel Ferl)
Ricardo Nieke Christian Schmidt
Sven Baumann (ab 39. Maik Franz) Frank Räbsch (ab 35. Davor Krznaric)
Frank Tanne (ab 79. Daniel Silabetzschky) Matthias Großmann
Marcel Svejdik Rock Embingou
Axel Duft Hans-Jürgen Weiß
Steffen Knäbe (ab 68. Andreas Wille) Mike Sadlo
Trainer
Ulrich Kufs Hans-Jürgen Dörner
   Interviews
Hans-Jürgen Dörner (VfB-Trainer) "Ich bin enttäuscht über das erzielte Ergebnis und besonders über die lasche Spielweise - wir haben uns hier mehr vorgenommen. Wir waren nicht zielstrebig und konsequent genug im Strafraum. Ich werde mir die Mannschaft zur Brust nehmen. Der Gegner hat taktisch klug gespielt und nach der überraschenden Führung dann noch cleverer gespielt und dichter in der Abwehr gestanden. Hätten wir aus unseren ersten beiden Großchancen ein Tor erzielt, währe das Spiel ganz anders gelaufen. Solche hundertprozentigen Chancen muss man einfach nutzen, sonst macht man sich das Leben unnötig schwer. Wir sind natürlich enttäuscht, aber nächste Woche kommt der richtige Gegner um dieses Unentschieden wieder wett zu machen. Frank Räbsch ist weder nach vorne oder nach hinten ins Spiel gekommen und hat auch keine Flanke ordentlich zu stande gebracht - dazu kam noch die Gefährdung einer Gelb-Roten Karte und deshalb musste ich handeln. Zur Halbzeit habe ich gesagt, dass wir energischer und mehr über die Flügel spielen müssen - viel wurde davon nicht umgesetzt! Der Gastgeber hat Antifußball gezeigte. Wir werden aber noch auf viele solcher Gegner treffen."
Ulrich Kufs (Eintracht-Trainer) "Ich bin glücklich, dass wir hier ein Punkt entführen konnten - besonders nach der 0:2 Auftaktniederlage. Wir können gegen so eine Mannschaft wie den VfB nur aus einer kompakten Abwehr etwas reißen. Ich bedanke mich bei den Zuschauern, die ein Riesen Rückhalt für die Mannschaft war und so eine geschlossene, gute Mannschaftsleistung ermöglicht haben. Es war eine faire Begegnung, mit viel Kampf und einen verdienten Punktgewinn für uns! Sven Baumann hat eine Bänderdehnung - zum Glück ist es also nicht zu schlimm!"
Peter Gießner (VfB-Sportdirektor) "Bei 80 Prozent Spielanteilen muss mehr kommen!"
Wertung

2 Sterne (Nach der frühen Führung der Gastgeber rannten die Leipziger ohne Durchschlagskraft gegen eine 11 Mann Abwehr an - dies tat dem Spiel nicht gerade gut! Dazu fehlte es dem VfB an der nötigen Kreativität...)

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Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 3
Heiko Brestrich 4
Thorsten Görke 4
René Groth 6
Christian Schmidt 4
Matthias Großmann 3
Frank Räbsch (bis 35.) 4
Mario Weiß (bis 65.) 5
Rock Embingou 3
Mike Sadlo 3
Hans-Jürgen Weiß 3
Davor Krznaric (ab 35.) 3
Daniel Ferl (ab 65.) 3

Spielbericht

Der VfB Leipzig kam beim Außenseiter Eintracht Sondershausen nur zu einem 1:1 (0:1) Unentschieden. Der Punkt war zwar mehr als verdient (die Leipziger hätten den Sieg verdient gehabt), aber vor allem in der ersten Hälfte enttäuschte der Titel-Favorit auf ganzer Linie. Vor 1.700 Zuschauern enttäuschten erneut die Defensiv-Spieler (besonders zu erwähnen sind dabei René Groth und Mario Weiß) und die Sturm-Abteilung nutzte die Chancen nicht zu weiteren Treffern. Man kann nur hoffen, dass sich die Mannschaft bis zum nächsten Punktspiel steigern kann - sonst dürften wir auch gegen Dynamo Dresden eine große Enttäuschung erlebten (wie die ca. 300 VfB-Fans heute im Stadion "Am Göldner"). Aber nun zum Spielverlauf:

Trainer Hans-Jürgen Dörner schickte bis auf den angeschlagnen Davor Krznaric die "Siegerelf" von Cottbus auf den Platz (für ihn spielte Rock Embingou Spielmacher und Hans-Jürgen Weiß rückte in den Sturm). Eigentlich begann das Spiel sehr gut für den VfB: Nach einem Eckball von Matthias Großmann von rechts köpft ein Eintracht-Spieler beinah den Ball ins eigne Tor (4.). In der 10. Minute dann die große Möglichkeit für Stürmer Mike Sadlo, nach einer guten Flanke von Matthias Großmann von links, doch freistehend köpft Sadlo knapp rechts vorbei. Wenige Sekunden später hatten die VfB-Fans dann bei einem Solo von Christian Schmidt den Torschrei auf den Lippen - doch die Eingabe von der Grundlinie lenkt der Eintracht-Keeper gerade so noch an den Außenpfosten. Den zurückspringenden Ball können Mike Sadlo und Hans-Jürgen Weiß dann leider nicht im Tor unterbringen! Bis dahin kam der Gastgeber nicht einmal gefährlich vor das Tor - doch plötzlich stand es 1:0 für Sondershausen. Nach einem Freistoß von Axel Duft setzt sich Steffen Knäbe am langen Pfosten gegen den stümperhaft reagierenden René Groth durch und erzielt die umjubelte Führung. Danach passierte nicht mehr viel und nach mehr als einer halben Stunde reagierte Trainer "Dixie" Dörner und brachte für den Rot gefährdeten Frank Räbsch (sonst währe der enttäuschende Mario Weiß "fällig" gewesen) den angeschlagnen Spielmacher Davor Krznaric ins Spiel! Der Gastgeber fiel nach der Führung nur mit Zeitspiel (dies geht in die Richtung von Keeper Weißgärber) und einer "11 Mann Abwehr" auf! Kurz vor der Halbzeit-Pause noch eine Chance für den Gastgeber, als Daniel Rasch einen Freistoß aus über 25 Metern aufs Tor zieht und Kapitän Heiko Brestrich beinah ins Tor gelenkt hätte.

Schon fünf Minuten vor Wiederanpfiff stand die VfB-Truppe auf dem Platz - dies zeigte wohl auch die große Unzufriedenheit von Trainer Dörner. Die Leipziger spielten nun nur noch nach vorne - deshalb ergaben sich Räume für Konter. Nach einem Freistoß von Marcel Svejdik, kann ein VfB-Abwehrspieler gerade noch so retten (54.). Zwei Minuten später tanzt Eintracht-Neuzugang Frank Tanne die Leipziger Abwehr aus und zieht nur knapp am langen Pfosten vorbei! In der 57. Minute spielt Davor Krznaric in den Lauf von Hans-Jürgen Weiß, der setzt sich halb rechts schön durch und trifft ins lange Eck zum völlig verdienten 1:1 Ausgleich. Die mitgereisten VfB-Fans glaubten nun doch wieder an den Sieg - aber für einen weiteren Treffer waren die Leipziger einfach zu planlos vor dem Tor. Meistens ging es durch die Mitte oder die Flanken fanden keinen Adressaten! Und die wenigen (sehr guten) Möglichkeiten konnten dazu nicht genutzt werden - so nach 70 Minuten, als Davor Krznaric von rechts in den Strafraum flankt, aber Mike Sadlo völlig frei aus 12 Metern über das Tor zieht. Oder Sieben Minuten später, als Christian Schmidt allein auf Jens Weißgärber zu läuft - der Eintracht-Keeper konnte aber parieren und den zurückspringenden Ball bringt Hans-Jürgen Weiß aus Nahdistanz nicht im Tor unter. Im anschließenden Eckball kommt Thorsten Görke mit dem Kopf an den Ball - doch wieder knapp vorbei! Die letzten Minuten warf der VfB alles nach vorne, aber etwas zählbares sollte nicht mehr herausspringen und die VfB-Fans und Spieler mussten mit hängenden Köpfen den zweifachen Punktverlust des Titel-Favoriten (laut Präsident Bauernschmidt) hinnehmen.

Fazit: Wegen einer Katastrophen Leistung über die Hälfte der Spielzeit verschenkte der VfB zwei vielleicht am Ende ganz wichtige Punkte. So wurden allen Fans, der Presse und hoffentlich auch Präsident Bauernschmidt die Augen geöffnet, dass diese Saison kein "Selbstläufer" wird und einige Spieler mit dem gestellten Druck auch unter einem anderen Trainer nicht zu Recht kommen. Die besten Leipziger waren heute noch Keeper Gunnar Grundmann, Hans-Jürgen Weiß und Davor Krznaric. Eine schlechte Note muss man heute auch Schiedsrichter Andy Ruzik aus Tangermünde geben - entweder er pfiff gar nicht oder dann falsch herum (wenigstens waren beide Mannschaft ungefähr gleich davon betroffen). Nun müssen wir auf eine 100%ige Leistungssteigerung nächste Woche gegen Dynamo Dresden hoffen, damit im "Traditionsspiel" gegen Dynamo Dresden ein wichtiger Sieg gelinkt. Dafür brauchen die Spieler auch die lautstarke Unterstützung von zahlreichen Zuschauern...

(Spielbericht von Ronny John)

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