Freundschaftsspiel   Saison 2002/2003

Kickers Markkleeberg

1

VfB Leipzig

3

Spieldaten
Datum 24. Juli 2002
Uhrzeit 18.00 Uhr
Spielstätte Zentralsportpark Markkleeberg
Zuschauer 500
Schiedsrichter -
Torschützen 0:1 Breitkopf (45.); 1:1 Wernicke (59.); 1:2 Hannemann (79.); 1:3 Hannemann (90.)
Gelb - Jülich, Hannemann, Baum, Weißenberger
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
Kickers Merkkleeberg VfB Leipzig:
Kretzschmar Frank Schöne
Feetz Jörn Lenz
Neßler Torsten Jülich
Nierlich Peter Freund
Grützner Richard Baum (ab 27. Matthias Großmann)
Eiselt Lars Weißenberger
Tenzer Dirk Hannemann
Goly Frank Räbsch (ab 76. Jens Werner)
Wernicke Rock Embingou
Hammer (ab 76. Franke) Alexander Blessin (ab 46. Mike Sadlo)
- Nico Breitkopf
Trainer
Frank Baum Hans-Jürgen Dörner
   Interviews
Hans-Jürgen Dörner (VfB-Trainer) "Die letzten Minuten geben mir Hoffnung. Da haben wir ganz O.K. gespielt. Am Ende war's ganz ordentlich."
Wertung

2 Sterne (Die Zuschauer erlebten einen ziemlich müden Kick, aber am Ende immerhin noch 4 Tore!)

10 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht   

Wenn man davon ausgehen würde, dass Testspiele während der Saisonvorbereitung nur dazu sind, den Spielern die Möglichkeit zu geben, sich für die Stammplätze anzubieten, so wird der VfB zum Saisonstart in Pößneck nur mit 4 Spielern anreisen (wenn man nur das heutige Testspiel in Betracht zieht). Denn nur Dirk Hannemann, Matthias Großmann und Lars Weißenberger konnten heute überzeugen. Hinzu würde ein gesetzter Gunnar Grundmann stoßen. Aber von vorne...

Als heutige Testspiel bei Kickers Markkleeberg begann, stand ein Drittel der Zuschauer noch Schlange an der Kasse.  Nach dem alle im Stadion waren, zählte man ca. 250 Zuschauer im Zentralsportpark! Der VfB spielte am Anfang recht ansehnlich, über Lenz, Embingou und Hannemann liefen die Angriffe. Allerdings immer getreu dem Motto: Bis zum Strafraum hui, im Strafraum pfui. Die Stürmer Blessin und Breitkopf sollten von den außen Baum Räbsch/Freund mit Flanken gefüttert werden. Allerdings ging über die Seite von Baum fast nichts und die Flanken von Räbsch und Freund fanden so gut wie nie einen Abnehmer oder die Flanke war einfach zu schlecht.

So kam es auch, dass die erste nennenswerte Aktion vor dem Tor der Kickers ein verunglückter Kopfball von Frank Räbsch war (12.). Markkleeberg zeigte sich 5Minuten später das erste Mal vorm VfB Tor (das heute während der kompletten Spielzeit von Frank Schöne gehütet wurde), der Kopfball war allerdings zu harmlos. In den folgenden Minuten sorgte Nico Breitkopf, zunächst durch einen Freistoß der über das Tor ging und des weiteren mit einen schwachen Schuss aus aussichtsreicher Position für Aufsehen. „Hanne“ und „Rocky“ erkämpften gemeinsam den Ball, Hanne spielte zu Breitkopf, der  nach guter Annahme nur noch einen schwachen Schuss zustande brachte (immerhin relativ allein gelassen) .In der 21. Minute sorgte zum ersten mal ein Markkleeberger für Aufsehen. Mario Wernicke stieg in der Nähe des Mittelkreises gegen Jörn Lenz zu hart ein, die Folge war eine längere Behandlung des „Lenzers“, was unter anderem daran lag, dass „Zimbo“ zur gleichen Zeit Richard Baum behandelte. Die beiden gleichen Akteure sorgte auch für die nächste Chance für die Kickers. Jörn Lenz beging einen sogenannten Leichtsinns-Fehler am Strafraum, Mario Wernicke war der Nutznießer, allerdings konnte Frank Schöne seinen Schuss parieren. Bei der anschließenden Ecke packten die Mannen von Dixie Dörner die Abseitsfalle aus, weil sie dachten, dass der Schiri genauso Abseits pfeift wie auf der anderen Seite. Tat er aber nicht, dass brachte Torsten Jülich auf die Palme sodass er sich genauso wie im weiteren Spielverlauf auch Baum, Hannemann und Weißenberger eine gelben Karte einhandelte. Im Endeffekt ist nichts passiert, Goly konnte den Ball nicht stoppen und Schöne schnappte sich ihn (den Ball). Vor dem Markkleeberger Tor dribbelte sich Rock  Embingou in der 30. Minute durch den Strafraum und flankte auf Alexander Blessin, dessen Kopfball allerdings vorbeiging. Überhaupt  war Blessin heute nicht so gut aufgelegt wie in manch anderem Testspiel dieses Jahr. Jörn Lenz in der 1. Halbzeit weitestgehend beschäftigungslos, marschierte ein ums andere mal mit nach vorn und sorgte in der 35. Minute für die größte „Chance“ des VfB. Der Markkleeberger Torhüter Kretzschmar unterschätze seinen Querschläger vom Strafraumeck, genauso wie wahrscheinlich der Großteil im Stadion. Der Querschläger prallte aber nur ans Lattenkreuz, ansonsten wäre der „Piplica-Award“ ziemlich sicher in die Städtelner Strasse gegangen. Der VfB dominierte in der 1. Halbzeit relativ deutlich das Geschehen, erspielte sich aber kaum nennenswerte Torchancen. Das Sturmduo Breitkopf und Blessin schaffte es selten für Verwirrung und  Gefahr zu sorgen. Einzig in der 40. Minute sorgte  Alexander Blessin für Gefahr. Nach schönem Solo stand er alleine vor Kretzschmar und schoss ihm auf die Brust . Breitkopf konnte den Abpraller nicht verwerten. Der bis dahin nur als Ankurbler und „Einleiter“ beschäftigte Dirk Hannemann schoss in der 43. Minute das erste Mal gefährlich Richtung Tor, sein Geschoss streifte allerdings am rechten Pfosten vorbei. Ein Tor für den VfB gegen den Landesligaaufsteiger war also immer noch nicht gefallen. Keiner glaubte mehr daran, dass es noch vor der Halbzeit geschah, doch dann passierte es doch noch. An der Mittellinie bei Weißenberger begann der bis dahin beste Angriff des VfB, über die Stationen Hannemann und Räbsch kam der Ball zu Blessin dessen Kopfball an den Pfosten prallte. Breitkopf stand genau richtig und lochte zum 1:0 aus Sicht des VfB ein! Wenig später pfiff er Schiedsrichter, der im übrigen eine dürftige Leistung ablieferte, die 1.Halbzeit ab.

Der gemeine Beobachter rechnete angesichts der äußerst schwachen Leistung des Oberligafavoriten mit einigen Veränderungen, schaffte man es doch kaum den gut spielenden Torhüter der Kickers in Verlegenheit zu bringen. Aber Dixie Dörner wechselte lediglich Mike Sadlo für Blessin ein. Dachte man die Leistung des VfB konnte nicht schlechter werden, so wurde man eines besseren belehrt. Die bis dahin relativ sichere Abwehr um Jörn Lenz bekam mehr Probleme als ihr lieb war. Die Fehlpässe und verlorenen Zweikämpfe beim VfB häuften sich und so fiel fast zwangsläufig der Ausgleich. Zwar konnte Mario Wernickes Schuss in der 48. Minute noch auf der Linie von Torsten Jülich entschärft werden, doch 13Minuten später machte man beim VfB so viele Fehler, dass musste man einfach bestrafen. Dirk Hannemann verlor unnötigerweise einen Zweikampf in der eigenen Hälfte, der Ball landete auf den Außen, scharfe Flanke, Schöne fliegt vorbei, und Mario Wernicke ist eher am Ball als sein Bewacher und kickt den Ball mit der Hacke ins Netz. Fortan spielten die Spieler aus Markkleeberg hauptsächlich und verteidigten nicht nur, Fehlpass um Fehlpass beim VfB, die Mannschaft nicht mehr auf der Höhe und die Kickers oben auf, zumindest 10 Minuten vor und nach dem Tor. Einzig Schüsse von Lenz, Hannemann und ein halbherziger Lupfer von Rocky waren für den VfB in der Offensive zu verzeichnen. Gerechterweise muss man sagen, dass die Kickers beim Abschluss auch nicht die cleversten waren, ein ums andere Mal fehlte der letzte entscheidende Pass, bzw. vergab man gut herausgespielte Chancen. In der 78.Minute dann ungefähr der  zehnte Schuss von Hannemann aufs Tor, diesmal allerdings mit „Hallo noch wach“ Charakter! Kretzschmar im Kickerstor ohne Reaktion und es steht 2:1 für den VfB. Den besten Angriff der 2.Halbzeit gab es ebenfalls kurz vor Schluss. Hannemann auf Rocky, der mit Flanke auf Sadlo, dieser verpasst, Nachschuss vom eingewechselten Jens Werner, glänzend gehalten vom Torhüter.

Kurz vor Schluss der letzte Freistoß für den VfB, nach Foul an Breitkopf, Hannemann tritt an, schlenzt mit links, links an der Mauer vorbei und trifft ins linke Dreiangel (aus Sicht der Zuschauer) 3:1 VfB. Kurz danach war Schluss und die Zuschauer erlöst. Das Gespiele der Mannschaft erinnerte gerade in der 2. Halbzeit an einen Rückfall in die letzte Saison. Aber noch ist die Vorbereitung nicht vorbei und glücklich über die eigene Leistung wird kaum ein VfB Spieler gewesen sein. Die am Anfang genannten Spieler waren die einzigen, die wirklich gekämpft haben, Einsatz sollte man den anderen nicht absprechen, aber richtig glücklich kann keiner vom Rest auf die eigene Leistung sein. Sadlo sah man ebenso selten, wie Räbsch. Freund spielte einfach nur schlecht. Rocky war zu ballverliebt, Lenz mit Gelegenheitsfehlern und Jule zeigte auch nicht das was er könnte.

(Spielbericht von Marko Hofmann)

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