Freundschaftsspiel   Saison 2002/2003

FC Rot-Weiß Erfurt

5

VfB Leipzig

0

Spieldaten
Datum 26. Juli 2002
Uhrzeit 18.00 Uhr
Spielstätte Steigerwaldstadion (Erfurt)
Zuschauer 1.200
Schiedsrichter Walter (Martinroda) 
Torschützen 1:0 Bach (4./ Foulelfmeter); 2:0 Dzihic (16.); 3:0 Dzihic (20.); 4:0 Bach (53./ Foulelfmeter); 5:0 Müller (67.)
Gelb Pätz -
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
FC Rot-Weiß Erfurt VfB Leipzig:
Rene Twardzik (ab 46. Daniel Rothe) Gunnar Grundmann
Patrick Hornung (ab 46. Ronny Hebestreit) Jörn Lenz
Carsten Strässer (ab 46. Sebastian Mees) Matthias Großmann
Björn Lars (ab 46. Sebastian Hartung) Torsten Jülich
Branko Okic (ab 46. Torsten Raspe) Jens Werner
Enis Dzihic (ab 46. Georg Leopold) Lars Weißenberger (ab 58. Nico Kanitz)
Torsten Ziegner (ab 46. Silvio Pätz) Dirk Hannemann
Danny Bach Frank Räbsch
Henri Fuchs (ab 46. Christian Müller) Rock Embingou
Norman Loose (ab 46. Michael Franz) Alexander Blessin
Thomas Gansauge Mike Sadlo (ab 58. Peter-Sebastian Gunkel/ ab 86. Nico Breitkopf) 
Trainer
Jens Große Hans-Jürgen Dörner
   Interviews
Hans-Jürgen Dörner (VfB-Trainer) "Der Gegner war klar besser und übermächtig. Gegen solche starken Truppen spielen wir aber zum Glück künftig ja nicht."
Wertung

3 Sterne (Der Gastgeber bot seinen Fans tollen Fußball - der VfB präsentierte sich, dank großer Abwehrschwächen, nur als Sparringspartner! )

In der Galerie findet Ihr 38 Fotos und 2 Videos vom Spiel!

Spielbericht   

Der VfB Leipzig kam beim Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt vor knapp 1.200 Zuschauern (bei freien Eintritt!) im Steigerwaldstadion mit 0:5 (0:3) böse unter die Räder. Knapp eine Woche vor dem Saisonstart beim VfB Pößneck wirkten die Gäste in der Abwehr erschreckend schwach und erlaubten sich einen Patz nach dem anderen. Es war schon fast ein Zweiklassenunterschied - und das sollte einem Sorgen machen. Werden die Erfurter auch in ihren Punktspielen so aufspielen, dürfte Platz 1 oder 2 in der Regionalliga Süd sehr wahrscheinlich sein. Spielerisch und läuferisch präsentierte sich der Gastgeber aus der Blumenstadt schon Zweitligatauglich. Und die VfB-Fans können nur hoffen, dass ein Dämpfer zur rechten Zeit war - solche Abwehrfehler darf man sich auch in der Oberliga nicht erlauben!

VfB-Trainer Hans-Jürgen Dörner musste heute auf Manndecker Peter Freund verzichten, dafür rückte Matthias Großmann wieder in die Abwehr und auf der linken Außenbahn bekam Lars Weißenberger seine Einsatzchance. Bereits nach zwei Minuten musste Keeper Gunnar Grundmann die erste Erfurter Großchance entschärfen. Kurz darauf bringt Nachwuchs-Spieler Jens Werner Carsten Strässer zu Fall und Schiedsrichter Marcus Walter aus Martinroda entschied richtigerweise auf Strafstoß. Der Erfurter Danny Bach verwandelte ihn sicher zum 1:0 ins rechte Eck (4.). Vier Minuten später vernascht Torsten Ziegner erst Jens Werner, dann Matthias Großmann und setzt sich auch gegen Gunnar Grundmann durch. Doch zum Glück für die Leipziger trifft "Ziege" nur das Außennetz (8.). In der 13. Minute ist es wieder Ziegner, der diesmal Torsten Jülich stehen lässt und den Ball in die Mitte, zu Stürmer Henri Fuchs zieht. Der ehemalige VfB-Kicker trifft aber aus knapp 8 Metern nur das Außennetz. Zwei Minuten später versucht sich Björn Laars mit einem Schuss aus 8 Metern, der aber knapp am linken Außenpfosten vorbei zischt. Die Überlegenheit des Gastgebers zahlte sich dann in der 16. Minute auch im Spielstand aus. Torsten Jülich kann Henri Fuchs nicht stoppen, doch der Stürmer scheitert an Keeper Gunnar Grundmann - den Abpraller versenkte dann aber RWE-Neuzugang Enis Dzihic zum 2:0. Nur vier Minuten nach dem zweiten, folgte das dritte Tor für Erfurt - und was für ein kurioser Treffer: Dirk Hannemann schießt im Mittelfeld Schiedsrichter Walter an, von ihm prallt der Ball genau vor die Füße von Enis Dzihic. Der versetzt Matthias Großmann mit einem schönen Trick und überwindet aus 12 Metern Gunnar Grundmann im VfB-Tor. Wie schwach sich die Leipziger bis dahin präsentierten, zeigte eine Szene: Jens Werner rutscht der Ball bei einem Einwurf aus der Hand - peinlich, peinlich! In der 25. Minute verhindert Grundmann mit zwei tollen Paraden gegen Enis Dzihic sogar einen höheren Rückstand. Die erste kleine Chance für den Gast dann in der 34. Minute, aber ein Schuss von Lars Weißenberger aus 16 Metern geht knapp drüber. Drei Minuten später dann die einzige VfB-Großchance im ersten Durchgang: Nach einem Eckball kratzt Norman Loose einen Kopfball von Alexander Blessin aus 8 Metern noch von der Linie. In der 41. Minute war wenigstens der Ball mal im RWE-Tor: Nach einem Freistoß von Dirk Hannemann erzielt Alexander Blessin per Kopf ein "Abseitstor"! Kurz vor der Halbzeit "hebt" Henri Fuchs den Ball aus 12 Metern an die Querlatte - dann war zum Glück endlich Pause ...

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte RWE-Trainer Jens Große gleich neun neue Spieler - die zweite Garnitur also nur noch. Die Leipziger besserten sich zwar leicht, trotzdem blieb der Gastgeber weiter klar spielbestimmend. Erste VfB-Chance in Halbzeit zwei: Blessin spielt auf Mike Saldo, der zielt aber aus 8 Metern links vorbei (47.). Kurz darauf spielt Blessin Lars Weißenberger frei, aber Ersatzkeeper Daniel Rothe boxt den Ball über die Querlatte. 53. Spielminute: Torsten Jülich reißt im Straffraum Silvio Pätz um und es gibt schon wieder Elfmeter. Danny Bach verwandelt diesmal mit einem Schuss in die Mitte zum 4:0. Danach schalteten die Gastgeber endgültig zwei Gänge zurück und so konnte Nico Kanitz bei seinem Comeback in der 65. Minute Daniel Rothe prüfen (Schuss aus 18 Metern). Nach einem Eckball von rechts (Christian Müller) steigt RWE-Neuzugang Georg Leopold in der Mitte am höchstens und nickt aus 7 Metern zum 5:0 ein. Danach kamen die Leipziger noch zu zwei kleinen Chancen, so in der 70. als Dirk Hannemann auf Alexander Blessin passt, der scheitert aber völlig frei aus 12 Metern an Keeper Rothe. Danach spielt Nico Kanitz Jens Werner frei, doch dieser "hebt" den Ball aus 20 Metern über das RWE-Tor. Letzter "Höhepunkt": Ein kleiner "Boxkampf" zwischen Danny Bach und Comebacker Peter-Sebastian Gunkel. Beide verließen freiwillig den Platz - Erfurt spielte mit 10 Mann zu Ende. Ein wirklich seltnes Bild...

Fazit: Nach diesem Ergebnis muss man sich wohl wirklich Sorgen machen - eine Woche vor dem Saisonstart. Immerhin erreichte der FC Sachsen gegen Erfurt vor kurzem ein achtbares 1:1 Unentschieden. Hoffen wir, dass dieser "Weckruf" zur rechten Zeit kam und die VfB-Kicker dafür die Fans in Pößneck entschädigen. Bis auf Dirk Hannemann, Alexander Blessin und mit abstrichen Jörn Lenz war niemand der Feldspieler beim VfB in Normalform. Gunnar Grundmann verhinderte im Tor sogar noch eine höhere Niederlage! Besonders die Abwehr um Torsten Jülich und Matthias Großmann muss einen große Sorgen bereiten - von Frank Räbsch auf der rechten Außenbahn war 90 Minuten lang nichts zu sehen. Jens Werner und Lars Weißenberger steigerten sich wenigstens im zweiten Durchgang etwas, während Torjäger Mike Sadlo und Rock Embingou total abgemeldet waren. Hoffnung macht auf der linken Seite das Comeback von Nico Kanitz, der wenigstens auch mal ein "Eins gegen Eins" auflösen kann. Was bleibt: Wir Fans werden mit einem mulmigen Gefühl nach Pößneck fahren - vielleicht wird ja alles gut?! Aber halt nur vielleicht...

(Spielbericht von Ronny John)

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