11. Spieltag   Saison 2002/2003

Energie Cottbus Amateure

0

VfB Leipzig

2

Spieldaten
Datum 27. Oktober 2002
Uhrzeit 14.00 Uhr
Spielstätte Stadion der Eisenbahner (Cottbus)
Zuschauer 439
Schiedsrichter Herzberg (Rostock)
Torschützen 0:1 Sadlo (50.), 0:2 Gunkel (76.)
Gelb Brychcy, Reichenberger, Huidurovic, Kobylanski - Breitkreutz, Blessin, Kanitz
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
Energie Cottbus Amat.: VfB Leipzig:
Andre Thoms Gunnar Grundmann
Sebastian Nuhs Jörn Lenz
Patrick Jahn (ab 81. Marcel Trehkopf) Peter Freund
Ronny Rohde Torsten Jülich
Sebastian Brychcy Olaf Renn
Rene Handreck Matthias Breitkreutz
Stefan Wollermann (ab 67. Toni Lempke) Nico Kanitz
Thomas Reichenberger Matthias Großmann (ab 58. Frank Räbsch)
Faruk Huidurovic Rock Embingou
Torsten Mattuschka Mike Sadlo (ab 74. Peter-Sebastian Gunkel)
Andrzej Kobylanski Alexander Blessin
Trainer
Detlef Ullrich Hans-Jürgen Dörner
   Interviews
Hans-Jürgen Dörner (VfB-Trainer) "Ich war zufrieden mit der Leistung, wir haben über 90 Minuten die Partie dominiert. Diese Leistung konnte sich wirklich sehen lassen. Zur Halbzeit habe ich aber gesagt, dass mir noch mehr Druck machen und den finalen Pass suchen müssen. Das wurde gut umgesetzt und wir hätten eigentlich noch zwei, drei Treffer mehr erzielen können! Besonders Breitkreutz, Renn und Blessin haben wir heute gefallen. Die Verletzung von Peter Freund war nicht so schlimm - er wurde in der Pause mit zwei, drei Stichen genäht! Zu Alexander Blessin: Er ist auf dem aufsteigenden Ast!"
Reinhard Bauernschmidt (VfB-Präsident) "Wir hätten hier fünf, sechs null gewinnen müssen! Mindestens ..."
Jörn Lenz (VfB-Spieler) "Das sah heute doch richtig nach Fußball aus!"
Olaf Renn (VfB-Spieler) "So kann es bis zur Winterpause weiter gehen. Sechs Siege in Folge bis zum Jahresende sind keine Utopie. Machbar - wenn wir so wie heute kicken."
Peter-Sebastian Gunkel (VfB-Spieler) "Das 2:0 war so geplant, denn der Torwart stand schlecht! Das ich gleich zwei Minuten nach meiner Einwechslung getroffen habe, ist mir selbst schon unheimlich."
Mike Sadlo (VfB-Spieler) "Der Sieg war wichtig. Zumal hier schon ganz andere gestolpert sind!"
Wertung

3 Sterne (Ein verdienter Auswärtserfolg, den besonders in Halbzeit zwei spielte nur der VfB und erarbeitete sich zahlreiche gute Torchancen!)

In der Galerie findet Ihr 72 Fotos und 2 Videos vom Spiel!
Spieler-Noten
Gunnar Grundmann 3
Jörn Lenz 2-
Peter Freund 3
Torsten Jülich 3
Olaf Renn 3
Matthias Breitkreutz 2-
Nico Kanitz 3-
Matthias Großmann (bis 58.) 4
Rock Embingou 3
Mike Sadlo (bis 74.) 2-
Alexander Blessin 2-
Frank Räbsch (ab 58.) 2-
Peter-Sebastian Gunkel (ab 74.) keine Wertung

Spielbericht

Der VfB Leipzig hat die "Auswärtshürde" bei den Amateuren von Energie Cottbus souverän übersprungen und ist auch nach dem 11. Spieltag der Oberliga Nordost-Süd Tabellenführer (im Torverhältnis vier Treffer im plus gegenüber Jena). Der Spitzenreiter aus der Messestadt zeigte vor 439 Zuschauern (darunter knapp 200 fröhliche VfB-Fans) im Stadion der Eisenbahner beim 2:0 (0:0) Erfolg eine gute und souveräne Leistung. Die Leipziger dominierten das Spiel im Prinzip über die gesamten 90 Minuten und erspielten sich besonders im zweiten Durchgang gegen leicht enttäuschende Cottbuser (die mit den Bundesliga-Profis Thomas Reichenberger, Faruk Huidurovic und Andrzej Kobylanski antraten) eine Vielzahl von Chancen, die leider zu wenig genutzt wurden (der Sieg hätte eigentlich noch höher ausfallen müssen). So konnten die mitgereisten VfB-Fans trotz des nasskalten Wetters (zum Glück brach das große Unwetter erst nach dem Schlusspfiff los) zufrieden die etwas längere Rückreise antreten.

VfB-Trainer Hans-Jürgen Dörner veränderte seine Mannschaft gegenüber dem 5:0 Erfolg gegen Hoyerswerda (wie erwartet) auf nur einer Position: Für den zuletzt blasen Branko Marcetic rückte Alexander Blessin in die Startaufstellung. Beim Gastgeber "wirbelte" (enttäuschte mehr) der Bundesliga-Sturm Reichenberger und Kobylanski. In der Abwehr sorgte Huidurovic gegen Kanitz für Sicherheit. Die Gäste aus Leipzig begannen im Cottbuser Stadtteil Sachsenhausen sehr schwungvoll und besaßen nach vier Minuten durch einen Schuss von Matthias Breitkreutz aus 18 Metern die erste Chance im Spiel. Kurz darauf setzt sich Nico Kanitz auf links durch, Peter Freund legt per Kopf zurück auf Mike Sadlo, der aber aus 5 Metern den Ball und die 1:0 Führung knapp verpasst (6.). Im direkten Gegenzug sorgt Torsten Mattuschka für die erste Parade von Gunnar Grundmann im VfB-Kasten und auch in der 11. Minute hat Grundmann keine Probleme mit einem Schuss von Mattuschka von links. In der 15. Minute dann die wohl beste VfB-Gelegenheit, als Nico Kanitz Rock Embingou frei spielt. Der Kongolese sieht Mike Sadlo und der Publikumsliebling legt zurück auf Matthias Breitkreutz, der im rutschen den Ball von der Strafraumgrenze aus um Zentimeter über die Querlatte lupfte. Nach der schwungvollen Anfangsviertelstunde verflachte die Partie die nächsten 15 Minuten etwas, trotzdem blieb der VfB weiter überlegen. In der 31. Minute segelt ein Freistoß von Matthias Breitkreutz von halb rechts an "Freund und Feind" (allein drei VfB-Kicker rutschten vorbei) und leider auch um wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Zwei Minuten später prüft Mattuschka Gunnar Grundmann mit einem Schuss aus der Drehung - aber erneut bleibt der VfB-Keeper der Sieger und fängt den klitschigen Ball locker weg. In der 35. Minute zirkelt Matthias Breitkreutz einen Eckball von rechts (der noch leicht abgefälscht wird) fast direkt ins Tor - wieder Pech für die Gäste! Die letzte Chance im ersten Durchgang sollte dem Gastgeber vorbehalten sein, doch ein Kopfball von Rene Handreck landet aus 12 Metern direkt in den Armen von Grundmann.

In der Halbzeit-Pause forderte VfB-Trainer Dörner von seinen Schützlinge noch mehr Druck auf das Tor von Andre Thoms auszuüben. Dies setzten seine Kicker auch gleich in die Tat um und es war eigentlich nur eine Frage von Minuten, bis zum verdienten Führungstreffer für den VfB - aber der Reihe nach: In der 47. Minute zieht Alexander Blessin von halb links aus 16 Metern ab, aber Energie-Keeper Thoms kann den Ball noch entschärfen. Knappe 60 Sekunden später bedient Alexander Blessin Stürmer-Kollegen Mike Sadlo, der wieder zum freien Blessin spielt, doch dieser schiebt den Ball aus 12 Metern noch links am Tor vorbei. Dann die 50. Minute: Matthias Breitkreutz kommt an der rechten Kante des Strafraums an den Ball und hebt ihn in die Strafraummitte, wo aus 6 Metern Torjäger Mike Sadlo lauerte und ohne Probleme zum umjubelten 1:0 einnickte (ins linke untere Eck) - sein 8. Saisontreffer (Liga-Spitze)! Die Gäste aus Leipzig ließen trotz der Führung nicht nach und wollten die Entscheidung erzwingen. In der 64. Minute geht Olaf Renn auf links durch, Mike Sadlo beweißt Auge und lässt für den eingewechselten Frank Räbsch durch, der den Ball perfekt trifft aus 12 Metern - aber statt ins Tor, streift der Ball am langen Pfosten vorbei - den hatten alle schon im Tor gesehen! Zwei Minute später geht ein Schuss von Mike Sadlo (von der Strafraumgrenze) knapp über das Energie-Tor. Wiederum zwei Minuten später (68.) bedient Alexander Blessin Frank Räbsch, der zielt aus 14 Metern von halb rechts aber übers Tor. In der 69. Minute erkämpft sich Stürmer Mike Sadlo auf der linken Außenbahn den Ball und sieht den freien Alexander Blessin, aber die direkt Abnahme aus 12 Metern entschärft Andre Thoms im Energie-Tor mit einer großartigen Parade. Die einzige kleine Chance für die Gäste aus der Lausitz ergab sich in der 71. Minute für Torsten Mattuschka, aber wieder kein Problem für Grundmann. Dann die 74. Minute: Für Torschütze Mike Sadlo kam Joker Peter-Sebastian Gunkel (der die letzten 3 Spiele wegen einer Rot-Sperre pausieren musste) ins Spiel, der zwei Minuten später gleich "stach". Frank Räbsch bringt eine weite Flanke von rechts (ob das so gewollt war?!;-) Richtung langen Pfosten, wo Gunkel den Keeper ganz genau ausguckt und den Ball per Kopf aus 7 Metern über den Keeper ins lange Eck "hebt" - ein Traumtor zur 2:0 Vorentscheidung und gleichzeitig der 5 Saisontreffer für den VfB-Stürmer. Das Ergebnis hätte trotzdem noch deutlicher ausfallen können, aber nach einem Eckball (nach Vorlage von Alexander Blessin) köpft Gunkel den Ball aus drei Metern gegen den Torpfosten (78.). Kurz vor dem Schlusspfiff zeigt Rock Embingou wieder einmal seine technische Stärke und tanzt gleich drei Gegenspieler aus - seine Flanke verwertet Frank Räbsch per Kopf aus 12 Metern beinah zum 3:0, aber Andre Thoms erneut mit einer guten Parade.

Fazit: Drei verdiente Auswärtspunkte für den VfB! Die Leipziger waren 90 Minuten lang spielbestimmend und technisch stärker als die Amateure von Energie Cottbus. Bei denen enttäuschte besonders der Bundesliga-Sturm - nur Torsten Mattuschka konnte überhaupt einmal für Gefahr vor dem VfB-Kasten sorgen. Bei den Gästen stimmte erneut auch die Laufbereitschaft und der Einsatz, trotz des klitschigen Rasen und Sturmböen. Besonders Matthias Breitkreutz (bei Standards und Flanken immer brand gefährlich), Olaf Renn (ackerte viel im Mittelfeld), Jörn Lenz (räumte in der Abwehr immer sicher ab) und die beiden Stürmer Mike Sadlo und Alexander Blessin (dem heute leider kein Treffer vergönnt war) überzeugten. Dazu kommt noch "Das Phänomen" - Peter-Sebastian Gunkel! Drei Spiele lang gesperrt und nicht einmal 120 Sekunden auf dem Platz, schon zappelte der Ball im Netz. Dazu konnte nur der Torpfosten seine zweiten Treffer verhindern! Das Spiel stimmte optimistisch, dass auch nächste Woche im Heimspiel gegen den OFC Neugersdorf ein sicherer Heimsieg eingefahren wird. Zudem wird Dirk Hannemann nach seiner Rot-Sperre in die Mannschaft zurückkehren und sicherlich den heute in der offensive enttäuschenden Matthias Großmann ersetzen. Dafür würde wohl Olaf Renn auf die rechte Außenbahn rücken und Hannemann die Position im defensiven Mittelfeld übernehmen. Wir dürfen gespannt sein... Zumal Stürmer Branko Marcetic (zuletzt ja immer in der Stammformation) heute 90 Minuten lang auf der Bank schmoren musste und auch "Das Phänomen" (Gunkel ;-) will auf Dauer seinen Stammplatz zurück. Aber an Alexander Blessin und Mike Sadlo ist derzeit schwer vorbei zu kommen.

(Spielbericht von Ronny John)

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