Freundschaftsspiel   Saison 2003/2004

SV Wacker Wengelsdorf

SV Wacker Wengelsdorf

0

VfB Leipzig

VfB Leipzig

19

Spieldaten
Datum 25. Juli 2003
Uhrzeit 18.30 Uhr
Spielstätte Sportplatz Wengelsdorf
Zuschauer 250
Schiedsrichter Reiche (Wolmirstedt)
Torschützen 0:1 Hartwig (2.), 0:2 Schwesinger (13.), 0:3 Sadlo (22.), 0:4 Hartwig (24.), 0:5 Sadlo (26.), 0:6 Schwesinger (30.), 0:7 Breitkopf (51.), 0:8 Schwesinger (52.), 0:9 Schwesinger (53.), 0:10 Schwesinger (58.), 0:11 Breitkopf (58.), 0:12 Hartwig (59.), 0:13 Breitkopf (65.), 0:14 Sadlo (74.), 0:15 Hannemann (75.), 0:16 Dobiasch (77.), 0:17 Breitkopf (81.), 0:18 Schwesinger (82.), 0:19 Schwesinger (83.)
Gelb Keine!
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
SV Wacker Wengelsdorf: VfB Leipzig:
1 Steffen Pannier (ab 78. 12 Christian Plath) 16 Bernhard Oelßner
2 Michael Bergner 18 Jan Schmidt (ab 46. 3 Richard Baum)
3 Lutz Marschhausen 10 Almedin Civa (ab 59. 17 Thomas Spiotta)
4 Steffen Schwarzer 21 Frank Räbsch
5 Sven Gerull (ab 51. 14 Ralf Kircher) 11 Dirk Hannemann
6 Michael Scholz (ab 60. 11 Marco Hempel) 6 Olaf Renn (ab 59. 14 Sven Dobiasch)
7 Antal Pfeufer (ab 78. 16 Michael Wiesner) 19 Sebastian Barich (ab 22. 12 Lars Lochasz)
8 Tino Schneider 8 Sven Hartwig
9 Marko Ernst 13 Andreas Schwesinger
10 Henry Böhland 15 Christian Mittenzwei (ab 46. 9 Nico Breitkopf)
11 Marco Hempel (ab 31. 15 Stefan Schmidt) 20 Mike Sadlo
Trainer
Rolf Kaiser Herman Andreev
   Interviews
Herman Andreev (VfB-Trainer) "Es war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung und gut für das Selbstvertrauen meiner Spieler. Es ist immer schwer gegen unterklassige Teams Tore zu machen, uns kam das frühe Führungstor zu gute! Mit den vielen Toren bin ich natürlich zufrieden, auch wenn trotzdem noch viele Fehler zu erkennen waren. Die Mannschaft hat das Spiel heute einfach ernst genommen, nicht so wie gegen Bayreuth - auch wenn man die Gegner nicht vergleichen kann. Wir hatten heute unsere Abwehr etwas geschont. Die Leistung von Sebastian Barich ist schwer einzuschätzen, nach seiner frühen Verletzung. Jan Schmidt hat überzeugt, war stark in den Kopfbällen und wird uns bei Standards mehr Stabilität verleihen."
Wertung

3,5 Sterne (Ein unterhaltsames Schützenfest gegen einen hoffnungslos überforderten Sechstliga-Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt!)

In der Galerie findet Ihr 36 Fotos und 3 Videos vom Spiel!

Spielbericht   

So schnell kann es gehen: Vor knapp einer Woche 0:8 gegen die SpVgg Bayreuth verloren, nun ein 19:0 (6:0) Schützenfest gegen den SV Wacker Wengelsdorf aus Sachsen-Anhalt (knappe 3 km hinter Bad Dürrenberg). Allerdings war der Sechstliga-Aufsteiger vor 250 Zuschauern nicht mit dem Bayernligisten (4. Liga) zu vergleichen - der Gastgeber war schlicht überfordert und hätte in der Bezirksliga Leipzig in so einer Verfassung "keine Überlebenschance". Was überraschte: Fast alle Zuschauer reisten aus dem knapp 35 km entfernten Leipzig an! Die VfB-Kicker holten sich im hübschen Sportpark in Wengelsdorf viel Selbstvertrauen (besonders Stürmer Andreas Schwesinger mit 7 Treffern!) und hatten wieder richtig Spaß am Fußball spielen. Trainer Andreev konnte sogar die Abwehr um Chef Torsten Kracht bei angenehmen 22 Grad schonen und mit Jan Schmidt (Chemnitzer FC / überzeugte in der Abwehr) und Sebastian Barich (unter anderem schon in Jena aktiv / überzeugte nicht ganz auf Rechtsaußen) zwei Testspieler einsetzen. In der kommenden Woche sollen auch noch weitere Torhüter getestet werden - und Jan Schmidt soll wohl einen Vertrag beim VfB erhalten. Zum kurzen Spielverlauf:

VfB-Trainer Herman Andreev setzte heute mit Mike Sadlo, Andreas Schwesinger und Christian Mittenzwei gleich auf drei Stürmer. Schonte dagegen die Abwehr, die im Prinzip nur noch aus Testspieler Jan Schmidt bestand. Dazu kam der wieder fitte Almedin Civa und der eigentliche offensive Rechtsaußen (!) Frank Räbsch. Dafür agierte Sebastian Barich bis zu seiner Oberschenkel-Zerrung (und danach Lars Lochasz) auf der rechten Außenbahn! Die erste Chance im Spiel nutzte gleich Sven Hartwig aus 6 Metern zum 1:0 in der 2. Minute (nach Vorarbeit von Andreas Schwesinger). Kurz darauf prüften erst Dirk Hannemann aus 18 Metern (6.) und dann Olaf Renn aus 16 Metern von halb links (8.) den sehr unsicheren Wacker-Torhüter Steffen Pannier. In der 10. Minute aber sogar die Chance auf den zwischenzeitlichen Ausgleich, doch Michael Scholz schießt nach guter Vorarbeit von Tino Schneider knapp am VfB-Kasten (Bernhard Oelßner durfte 90 Minuten durchspielen) vorbei. In der 13. Minute war der Wille der Gastgeber aber mit dem 2:0 durch Andreas Schwesinger gebrochen. Der Stürmer versenkte eine Mike Sadlo Ablage (nach Flanke von Olaf Renn von rechts) aus 14 Metern ins linke Eck! Vier Minuten später zeigte Christian Mittenzwei seine technische Stärke und tanzte gleich vier Abwehrspieler aus, zeigte sich dann aber zu verspielt, als er den Ball auf Andreas Schwesinger abgelegt und der wie Mike Sadlo aus 3 Metern scheiterte. In der 22. Minute dann aber das 3:0 von Mike Sadlo aus 20 Metern ins rechte Dreiangel - ein tolles Tor! Nur Sekunden später trifft Dirk Hannemann aus 25 Metern die Querlatte, Sven Hartwig machte es mit dem 4:0 aber noch besser. Nach einem tollen Heber von Mike Sadlo in den Lauf verwandelte er frei vor dem Keeper ins linke Eck (24.). In der 26. Minute folgte das 5:0 durch Mike Sadlo, nach feiner Vorarbeit von Andreas Schwesinger und Sven Hartwig staubte der Torjäger aus 3 Metern ab. Nach einer halben Stunde erhöhte Andreas Schwesinger nach einem Freistoß von Dirk Hannemann von rechts und der Kopfballverlängerung von Mike Sadlo aus 3 Metern zum 6:0! Das letzte Highlight in Halbzeit eins setzte wieder Dirk Hannemann, der diesmal einen Freistoß aus 20 Metern an die Querlatte setzte.

Im zweiten Durchgang wurde es mit dem Tore schießen für die VfB-Kicker immer einfacher. Erst traf Nico Breitkopf nach einem Eckball und dem Schuss von Richard Baum aus 20 Metern zum 7:0 (51.), danach erhöhte Andreas Schwesinger nach toller Vorarbeit von Sven Hartwig frei vor dem Keeper auf 8:0 (52.). Knappe 60 Sekunden später versenkt Schwesinger eine gute Flanke von Lars Lochasz von rechts per Kopf aus 7 Metern zum 9:0. In der 58. Minute machte "Schwese" sein Hattrick perfekt und traf mit einem Distanzschuss aus 22 Metern zum 10:0. In der gleichen Minuten versenkte Nico Breitkopf gegen den schwachen Keeper Steffen Pannier aus 18 Metern zum 11:0 und knappe 60 Sekunden später versenkte Sven Hartwig die Kugel flach aus 16 Metern zum 12:0. Nach knapp einer Stunde auch mal wieder der Gastgeber, doch Lutz Marschhausen versemmelte frei vor Bernhard Oelßner! In der 65. Minute das 13:0 durch Nico Breitkopf, der nach einer tollen Ablage von Andreas Schwesinger aus 5 Metern nur noch einschieben musste. Das 14:0 erzielte Mike Sadlo nach einem Konter im zweiten Versuch (74.) und das 15:0 Dirk Hannemann mit einem Schuss aus 16 Metern ins rechte Eck (75.). Zwei Minuten später durfte sich auch Sven Dobiasch über einen Treffer freuen und traf aus 14 Metern mit einem eigentlich schwachen Schuss gegen Steffen Pannier, der danach sich entnervt auswechseln ließ. Der neue Keeper hielt seinen Kasten aber nur drei Minuten sauber, bis Nico Breikopf nach Flanke von Dirk Hannemann von rechts aus 2 Metern auf 17:0 erhöhte (81.). 60 Sekunden später erzielte Andreas Schwesinger seinen sechsten Treffer des Tages per Abstauber, nach Fernschuss von Sven Dobiasch. Für den letzten Treffer war wieder Andreas Schwesinger zuständig, bis Schiedsrichter  Reiche aus Wolmirstedt ein Einsehen hatte und die Partie über fünf Minuten zu früh beendete - sonst wäre Tor Nummer 20 sicherlich noch gefallen! 

Fazit: Ein Kantersieg ohne große sportlichen Erkenntnisse - bis auf: Die Stürmer treffen wieder und das kräftig! Besonders Andreas Schwesinger gefiel gegen die überforderten Wengelsdorfer und dürfte seinen Platz in der Stammelf nun hoffentlich sicher haben. Aber man soll das Spiel nicht überwerten, es ging einfach nur um das Selbstvertrauen und den Spaß für die VfB-Kicker. Jan Schmidt überzeugte mit seiner Kopfballstärke, doch bei den Laufduellen offenbarte auch er leichte Schwächen. Sebastian Barich zeigte sich technisch stark, aber ohne richtige Bindung zur Mannschaft und dürfte durch seine frühe Verletzung kein Thema mehr sein. Negativ fiel leider etwas die mangelnde Auswertung von Eckbällen aus, die trotz zahlreicher Ausführung nur selten wirklich gefährlich wurden! Aber kommenden Mittwoch wird man beim Hausdorfer SV sicherlich wieder zu spüren kommen, dass sächsische Sechstligisten eine Klasse besser sind. Trotzdem ein sehr unterhaltsamer Ausflug, mit netten Gesprächen am Spielfeldrand - leider konnte da die "leckere" Bratwurst überhaupt nicht mithalten.

(von Ronny John)

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