Freundschaftsspiel   Saison 2004/2005

FSV Krostitz

FSV Krostitz

4

1.FC Lokomotive Leipzig

2

Spieldaten
Datum 18. August 2004
Uhrzeit 18.30 Uhr
Spielstätte Kurt-Fuchs-Stadion (Krostitz)
Zuschauer 400
Schiedsrichter Pöckelmann (Lindenthal)
Torschützen 0:1 R. Richter (12.), 1:1 Aerdken (28.), 2:1 Aerdken (31.), 3:1 Ludwig (41.), 3:2 Hänisch (57./Foulelfmeter), 4:2 Geppert (69.)
Gelb Geißler - Hänisch
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
FSV Krostitz: 1.FC Lokomotive Leipzig:
1 Henrik Müller (ab 46. 20 David Thoß) 1 Michael Bänsch
2 Sven Geißler 15 Frank Wimberger
3 Steffen Plegel 3 Daniel Nasada (ab 58. 4 Rocco Ganzenberg)
4 Martin Hoffmann 13 René Roßberg
5 Tino Bohnet 2 Maik Heinze (ab 71. 17 Alexander Schöne)
6 Frank Reithe 8 Heiko Hennig
7 Heiko Bohnet (ab 46. 14 Nick Scheufler) 6 Denis Winkler
8 Marcus Aerdken (ab 62. 13 Kevin Beschnidt) 7 Tom Franke
9 Frank Turnier (ab 77. 7 Heiko Bohnet) 11 Stefan Schreiber
10 Mike Geppert 5 Maik Hänisch
11 Olaf Ludwig (ab 44. 15 Arved Thümmler) 18 Ronny Richter (ab 70. 12 Stefan Lemke)
Trainer
Manfred Barth Rainer Lisiewicz
   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer) "Die Anfangsphase haben wir kontrolliert und nicht unverdient sogar den Führungstreffer geschossen. Das zweite und dritte Gegentor haben wir zu einfach kassiert, das durfte nicht passieren! In der zweiten Hälfte haben wir dann gut dagegen gehalten und mein Ziel, den Anschlusstreffer auch erfüllt. Schade, dass es mit dem dritten Treffer nicht noch geklappt hat. Ich bin nicht unzufrieden mit dem Spiel! Die Oldies Aerdken und Ludwig haben am Ende den Unterschied gemacht. Man kann halt nicht jedes Spiel gegen einen Bezirksligisten gewinnen ..."
Wertung

2,5 Sterne (Ein ganz unterhaltsames Spiel, der 1.FC Lok hielt lange gut mit - Aerdken und Ludwig machten am Ende den Unterschied! Mehr als unschön: Die Szenen nach dem Spiel ...)

In der Galerie findet Ihr 47 Fotos vom Spiel!

Spielbericht   

Der 1.FC Lok verlor nach einer recht ordentlichen Leistung beim Bezirksligisten FSV Krostitz mit 2:4 (1:3) vor immerhin 400 Zuschauern (letztes Jahr, noch zu VfB-Zeiten, waren es zum Saisonauftakt 350!) im Kurt-Fuchs-Stadion in der durchaus berühmten Bierstadt. Am Ende machten die Oldies Marcus Aerdken und Olaf Ludwig im FSV-Sturm den Unterschied für die Truppe von Manfred Barth aus - Lok hielt gut mit und verkaufte sich, mit dem ehemaligen FSV-Kicker Frank Wimberger in den Reihen, gut gegen einen routinierten Sechstligisten. Unverschämt: Krostitz versuchte mit satten 4 Euro Eintritt kräftig Kasse zu machen. Wo soll das nur noch hinführen ... Traurig: Unschöne Szenen nach dem Spielende auf der Tribüne - dazu später mehr!

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz, der sich über einen neuen Trikotsponsor freuen konnte (der Name wird in den nächsten Tage verraten), musste heute wieder auf Uwe Trommer (Urlaub) verzichten. Auch Torjäger René Heusel fehlte heute, dafür war Stefan Schreiber wieder dabei! Auf André Kühn wird "Lise" wohl in Zukunft komplett verzichten - André schafft es zeitlich im Prinzip nie zu Spielen und zum Training. Dafür konnte man sich über einen neuen Ersatzkeeper freuen: Hillie Patrice (40), zuletzt wohl bei Tapfer aktiv. Los ging das Spiel mit zwei guten Chancen für den Gastgeber: Doch erst rettete René Roßberg nach einer Flanke von links (8.), dann war es Daniel Nasada, der den Ball von der Torlinie schlug (11.). Dann die 12. Minute und der wohl schönste Lok-Angriff: Nach einer tollen Vorlage von Maik Hänisch tauchte Stürmer Ronny Richter frei vor Keeper Henrik Müller auf - und bewies eiskalt aus 11 Metern seine Torjägerqualitäten - 1:0 für den Elftligisten! Knappe 60 Sekunden später probierte es Maik Hänisch mit einem Schuss aus 18 Metern, aber FSV-Keeper Müller hält sicher. In der 16. Minute spielte sich Stürmer Marcus Aerdken (spielte ja immerhin schon mal in der 2. Bundesliga) das erste Mal in den Vordergrund, doch Lok-Keeper Michael Bänsch hielt die Kugel fest. In der 27. Minute blockte Daniel Nasada noch einen Kopfball von Aerdken ab (nach Flanke von rechts), bevor es 60 Sekunden später doch noch zum 1:1 Ausgleich kam. Stürmer Aerdken traf mit einer sehenswerten Kopfball-Bogenlampe aus 14 Metern über Bänsch! Nach einer halben Stunde tauchte Maik Heinze völlig frei vor Keeper Müller auf, doch seine Flanke nach Innen fand keinen Abnehmer. Sekunden später schlug dagegen wieder Aerdken zu: Nach einer Flanke von Olaf Ludwig von links, düpierte der ehemalige Zweitliga-Profi René Roßberg und Daniel Nasada mit einer tollen Drehung - das 1:2 aus 7 Metern! Kurz vor der Pause dann sogar noch das 3:1 durch Oldie Olaf Ludwig, der Daniel Nasada auf links stehen lässt und überlegen aus 9 Metern einnetze (41.).

Im zweiten Durchgang hatte Michael Bänsch im Lok-Kasten zunächst Glück bei einer Faustabwehr, die genau auf den Kopf eines FSV-Stürmers landete (51.). Dann die 57. Minute: Sven Geißler foulte Ronny Richter im Strafraum und Schiedsrichter Pöckelmann zeigte wohl zu Recht auf den Punkt. Maik Hänisch trat an und verwandelte sicher ins rechte Eck zum 2:3 Anschluss. Vier Minuten später hatte Tom Franke aus 14 Metern sogar den Ausgleich auf den Fuß, aber knapp rechts vorbei. Dann die Entscheidung für den klar favorisierten Bezirksligisten: Mike Geppert marschierte frei durch und schießt elegant aus 12 Metern ins linke Eck zum 2:4 ein (69.). Kurz vor Schluss entschärfte Michael Bänsch noch einen FSV-Freistoß aus 18 Metern (82.), bevor in der 88. Minute der 3:4 Anschlusstreffer fiel. Aber denkste: Nach dem sich Stefan Schreiber gut durchsetzte und aus spitzen Winkel aufs Tor schoss, schob Stürmer Stefan Lemke aus einem Meter ein. Der stand bei seiner Aktion aber im Abseits - wohl eine richtige Entscheidung des sonst schwachen Linienrichters, da Keeper Thoß weit vor dem Tor und so Lemkes Gegenspieler der letzte Mann war. Mit dem Schlusspfiff wurde es leider auch auf der Tribüne sehr hitzig: Die Ordner-Crew setzte zur Provokation an, plötzlich flogen die Fäuste. Ein Ordner soll einen 14-jährigen Jungen mit der Faust erwischt haben - die Gemüter konnte auch die Polizei und der Lok-Ordnungsdienst kaum beruhigen. Als die Lage sich doch beruhigte, kam es zu unschönen Szenen mit der "Dorfjugend" und auch zu einer Verhaftung. Das muss doch nicht sein - und rückt den 1.FC Lok in ein mehr als schlechtes Licht, auch wenn der Ausgangspunkt das unmögliche Benehmen der Ordner gewesen ist.

Fazit: Aus sportlicher Sicht kann man zufrieden sein. Lok hielt gegen den starken Bezirksligisten lange gut mit und den großen Unterschied machten die Stürmer Aerdken und Ludwig aus. Bei dem Elftligisten überzeugten heute vor allem wieder Maik Hänisch und Heiko Hennig im Mittelfeld - Ronny Richter zeigte seinen Torriecher im Sturm. Der nächste Test steigt am Sonntag um 14 Uhr zu Hause gegen Stadtligist SG Burghausen. Da heißt es sich schon mal an das "Stadtliga-Niveau" zu gewöhnen (Pokalgegner ist mit Böhlitz-Ehrenberg auch ein Stadtligist) ...

(von Ronny John)

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