1. Runde Stadtpokal Leipzig   Saison 2004/2005

1.FC Lokomotive Leipzig

8

TSV Böhlitz-Ehrenberg

TSV Böhlitz-Ehrenberg

0

Spieldaten
Datum 27. August 2004
Uhrzeit 19.45 Uhr
Spielstätte Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer offiziell 3.235 (inoffiziell 5.000)
Schiedsrichter Marettek (Stötteritz)
Torschützen 1:0 Heusel (13.), 2:0 Hänisch (54./Foulelfmeter), 3:0 R. Richter (64.), 4:0 R. Richter (67.), 5:0 R. Richter (77.), 6:0 Heusel (80.), 7:0 Heusel (88.), 8:0 Heusel (89.)
Gelb - Steinbach
Gelb-Rot Kund (53./TSV)
Rot Kind (52./TSV)
Aufstellung
1.FC Lokomotive Leipzig: TSV Böhlitz-Ehrenberg:
1 Michael Bänsch 21 Steffen Rocktäschel
19 Frank Wimberger (ab 67. 17 Colin Fischer) 3 Thomas Zanter
3 Daniel Nasada (ab 67. 2 Maik Heinze) 4 Torsten Grell
6 Denis Winkler 6 David Sylla
8 Heiko Hennig 7 Thomas Zahn
7 Tom Franke 9 Kai Frantz (ab 34. 15 Patrick Steinbach)
9 Uwe Trommer 10 Christian Kund
11 Stefan Schreiber 12 Ronny Tippner (ab 2. 14 Christian Milde)
5 Maik Hänisch 13 Stefan Kind
18 Ronny Richter (ab 82. 13 René Roßberg) 15 Eric Pflocksch (ab 70. 11 Frank Bück)
10 René Heusel 17 Stefan Wagner
Trainer
Rainer Lisiewicz Ralf Schmidmaier
   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer) "Das war Gänsehautatmosphäre - unbeschreiblich, einfach fantastisch. So was habe ich seit den Europacup-Zeiten nicht mehr erlebt! Da findest du keine Worte ... Ein wunderschöner Abend einfach! Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Tore fallen. Ich bin natürlich hochzufrieden!"
Ronny Richter (Lok-Spieler) "Wahnsinn! Ich hätte nie davon geträumt hier mal zu spielen ..."
René Heusel (Lok-Spieler) "Es war einfach nur ein geiler Fußballabend. So etwas habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt. Ohne die Fans, wäre so ein Abend nicht möglich gewesen - Danke!"
Steffen Kubald (1. Vorsitzender des 1.FC Lok) "Davon hätten wir nicht zu träumen gewagt!"
Wertung

5 Sterne (Eine perfekte Premiere - auch wenn anfangs noch die Tore fehlten! Die Fans, die Mannschaft - einfach der Wahnsinn. Ein mehr als GEILER Fußballabend! Hätte nur das Wetter mitgespielt ...)

In der Galerie findet Ihr 60 Fotos und 2 Videos vom Spiel!

Spielbericht   

Was für ein Fußballabend - der Wahnsinn, geil, der pure Hammer - ach was, einfach unbeschreiblich. Offiziell wurden zwar 3.235 Fans (darunter 111 aus Böhlitz-Ehrenberg - angereist mit zwei LVB-Bussen) angegeben - aber inoffiziell konnte man von knapp 5.000 Fans, an diesem historischen Abend (bei Dauerregen!) im Bruno-Plache-Stadion, "hören". Und keiner brauchte sein Kommen bereuen ... Zur Pflichtspiel-Premiere (zum ersten Mal wurden auch die nagelneuen Lok-Trikots präsentiert) in der ersten 1. Runde des Stadtpokals gab es für den Elftligisten gegen den TSV Böhlitz-Ehrenberg (Stadtliga = 8. Liga) einen satten 8:0 (1:0) Kantersieg. Besonders im zweiten Durchgang zauberten die Heusels, Richters und Co.! Was für ein Abend - auch Dank der FANTASTISCHEN FANS (lieferten eine Phyro-Show nach der anderen ab). Diesen Abend wird keiner der Anwesenden vergessen - und die Gäste können sich (Dank der Pokalregelung) über die Hälfte der heutigen Einnahmen freuen. So könnte es ewig weiter gehen - aber der Reihe nach, soweit man es in Worte bzw. Text fassen kann ...

Dauerregen in Probstheida - trotzdem stehen zum eigentlichen Spielbeginn noch über 500 Fans vor den Kassen (bei Lok rechnete man nicht mit diesem Andrang und Marco Dorn entschuldigte sich in der Halbzeit-Pause auch dafür: "Wir lernen draus!") - so begann das Spiel erst 15 Minuten später. Genauer gesagt, war um 19.47 Uhr Anpfiff zu diesem historischen Spiel, dem ersten Spiel des neuen 1.FC Lokomotive Leipzig! Kurz vor dem Anstoß begrüßten die Fans die Kicker mit über 30 bengalischen Fackeln auf dem Dammsitz - was für ein Anblick! Die Truppe von Trainer Rainer Lisiewicz konnte fast in Bestbesetzung auflaufen, auch Libero Frank Wimberger war wieder dabei. Der TSV fiel besonders durch seine neuen grün-weißen Trikots auf, die den Shirts des FC Sachsen doch leicht ähnelten. Die meisten Spieler der Gäste waren übrigens Jahrgang 1984, 1985 - also keineswegs eine sogenannte "Theken-Mannschaft", sondern ein Gegner, der einigermaßen mithalten konnte. Auch Dank des starken TSV-Keeper Steffen Rocktäschel! So besaßen die Gäste durch Thomas Zanter per Freistoß die erste Mini-Chance des Spiels, doch der Ball ging nur in die Mauer (10.). Dann die 13. Minute - und ein Name wird in den neuen Lok-Ahnahlen im Mittelpunkt stehen: René Heusel. Er schoss den ersten Pflichtspieltreffer der Loksche! Nach einem katastrophalen Patzer von TSV-Kapitän Thomas Zanter taucht René Heusel frei vor dem Keeper aus und trifft sicher aus 7:0 zum umjubelten 1:0. Danach ging es mit einem "Diver" Richtung Dammsitz ... und die Fans bedankten sich mit bengalischen Fackeln. Drei Minuten später scheiterte Heusel (nach toller Vorarbeit von Maik Hänisch, der seinen Gegenspieler tunnelte) am Schlussmann der Gäste. In der 23. Minute probierte es Tom Franke aus 18 Metern - knapp vorbei! Sekunden später traf Maik Hänisch mit einem tollen Schuss nur das Außennetz. Dann probierte es René Heusel auf diesem nassen Untergrund mit einem Schuss aus 20 Metern, doch Rocktäschel fingerte die Kugel über die Querlatte (28.). Auch in den folgen Minuten hielt der TSV-Keeper immer wieder glänzend und verhinderte einen höheren Rückstand. Dazu kam auch noch etwas Pech beim 1.FC Lok, als ein Schuss von Maik Hänisch aus 16 Metern über die Querlatte streichelte (45.).

In der zweiten Halbzeit sollte es auf dem grünen Rasen richtig rund gehen - das erhoffte Schützenfest nahm seinen Lauf! Zunächst schwächten sich die Gäste selbst. Stefan Kind sah nach einem harten Foul von hinten (die Attacke ging nur in die Beine) an Maik Hänisch Rot von Schiedsrichter Christian Marettek aus Stötteritz. Knappe 60 Sekunden später dann ein Pfiff von Herrn Marettek - und deutete Elfmeter für die Loksche an. Verursacher Christian Kund konnte es nicht fassen - und sah zudem wegen Halten im Strafraum die Gelb-Rote Karte. Den Strafstoß verwandelte Maik Hänisch sicher ins rechte, untere Eck zum umjubelten 2:0. Ab sofort war natürlich viel Platz auf dem Feld, dem TSV schwanden die Kräfte und die Tore fielen bald im Minutentakt. Aber zunächst schoss Maik Hänisch aus 14 Metern knapp links vorbei (58.). Dann die 64. Minute: Ronny Richter wird lang geschickt, der Keeper kommt heraus gestürmt - der Lok-Stürmer ist wieder schneller auf den Beinen und schnippelte überlegt von Linksaußen die Kugel aus 14 Metern ins leere TSV-Tor zum 3:0. Drei Minuten später wird René Heusel toll angespielt, legt von rechts für den freien Ronny Richter auf - und der brauchte aus 5 Metern nur noch zum 4:0 einschieben. Dann versuchte sich, nach einem Eckball, der eingewechselte Colin Fischer - doch Steffen Rocktäschel zeigte wieder einen tollen Reflex (73.). In der 77. Minute war dann der lupenreine Hattrick von Ronny Richter perfekt. Erst scheiterte René Heusel am Schlussmann des TSV, dann bringt Maik Hänisch den Ball von rechts wieder gefährlich in den Strafraum - und Ronny Richter drosch den Ball zum 5:0 aus 12 Metern in die Maschen. Das 6:0 drei Minuten später durch Sturmpartner René Heusel, der eine Flanke des laufstarken Tom Franke von rechts mit einem Kopfball aus 7 Metern verwandelte. Auch Heusel wollte nun anscheint seinen lupenreinen Hattrick ... Erst scheiterte er aus 14 Metern am TSV-Keeper (85.), dann verwandelte er einen Abpraller (nach einem tollen Schuss von Colin Fischer) zum 7:0 in der 88. Minute. Wenige Sekunden später Freistoß für den Gastgeber von links. René Heusel trat an - und wir erinnerten uns, er wollte natürlich auch seinen lupenreinen Hattrick. Und so zirkelte er den Freistoß direkt, aus spitzen Winkel, ins TSV-Tor zum 8:0. Der Endstand ... Danach unbeschreibliche Freudentänze auf dem Spielfeld. Die Jubelwelle mit den Fans, jeder wurde abgeklatscht - die Heldenstadt Leipzig hat neue Helden, auch wenn sie nur in Liga elf spielen! Die Fans bedankten sich mit einem richtigen Feuerwerk in der ehemaligen Fankurve. So darf es immer weiter gehen ...

Fazit: Unbeschreiblich - alle Besucher werden wohl noch lange, mit Gänsehaut an diesen geilen Fußballabend zurückdenken. Eine würdige Premiere des neuen 1.FC Lok Leipzig. Man kann sich jetzt schon auf eine richtig lustige Saison freuen - und im Umfeld wird fleißig am "schnellen Weg" nach oben gebastelt. Lob geht an diesem Abend natürlich an alle, die für diesen wundervollen Abend gesorgt haben: Sowohl die Fans, als auch die Mannschaft waren meisterlich. Und zu Recht stimmten die Lok-Fans schon einmal an: "Wir fahren nach Berlin" und "Finale, ohhh, Finale"! So fällt es auch schwer bestimmte Spieler des Gastgebers herauszuheben - alle haben gekämpft und sich einfach für die Loksche zerrissen. Aus der geschlossnen Mannschaftsleistung ragten aber sicherlich noch die Mittelfeldspieler Maik Hänisch und Tom Franke heraus, sowohl die Torschützen vom Dienst: René Heusel und Ronny Richter. Danke an die ganze Mannschaft - und, dass soll ich Euch an dieser Stelle noch einmal ausrichten, ein dickes DANKESCHÖN vom Team an die tollen Fans. Hoffentlich werden viele auch zu den Pflichtspielen in der 3. Kreisklasse wieder kommen. Rekordjagd ist angesagt ... Kompliment trotzdem an dieser Stelle noch einmal an die Gäste von Böhlitz-Ehrenberg. Sie haben, vor allem im ersten Durchgang, lange gut mitgehalten (Sonderlob für Keeper Rocktäschel, trotz acht Gegentreffer am Ende) und zu einer unterhaltsamen Partie beigetragen. Außerdem dürfen sie sich über wohl mindestens 5.000 Euro Einnahmen freuen.

(von Ronny John)

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