2. Runde Stadtpokal Leipzig, Saison 2004/2005

1.FC Lokomotive Leipzig

SV Blau-Gelb Kitzen II

6

 1


Spieldaten
Datum
16. Oktober 2004
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.277
Schiedsrichter
Kühnert (Leipzig)
Torschützen
1:0 Heusel (23.), 2:0 Winkler (33.), 3:0 Hänisch (35.), 4:0 Heusel (54.), 5:0 Franke (60.), 6:0 Hänisch (62/Foulelfmeter), 6:1 Wetzel (89.)
Gelb
Heinze - Rillich, Gerhardt, Tolnai, Georgi
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1.FC Lokomotive Leipzig
SV Blau-Gelb Kitzen II
1 Michael Bänsch
1 Matthias Christoph
11 Stefan Schreiber (ab 43. 3 Daniel Nasada / ab 84. 16 Alexander Schöne)
2 Kai Rillich (ab 70. 14 Jürgen Otte)
6 Denis Winkler
3 Mario Gerhardt
8 Heiko Hennig
4 Alexander Loga
2 Mike Heinze
5 Sven Brachmann
9 Uwe Trommer
6 Dirk Schwenker
7 Tom Franke
7 David Pfefferkorn (ab 56. 12 Thomas Georgi)
15 Holger Hartwig (ab 46. 13 René Roßberg)
8 Christian Tolnai (ab 65. 13 Marko Gonschorek)
5 Maik Hänisch
9 Dirk Wetzel
18 Ronny Richter
10 Sascha Rillich
10 René Heusel
11 Sven Mischotz

Trainer
Rainer Lisiewicz
Frank Schwark

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Das war absolute Grütze. Vielleicht hat es am gestrigen Testspiel gegen Riesa gelegen. Meine Spieler haben sich zu wenig bewegt und klarste Chancen ausgelassen. Allein Ronny Richter hatte ein halbes Dutzend sehr guter Tormöglichkeiten nicht genutzt! Wir haben 90 Minuten lang keine Ruhe ins Spiel bringen können und uns viel zu viele Fehlabspiele geleistet."

Wertung

1,5 Sterne (Pokalkrampf in Probstheida - die Lok-Kicker sündigten mit ihren Torchancen, gegen "robuste" Gegner!)

In der Galerie findet Ihr 45 Fotos und 1 Video vom Spiel!

Spielbericht

Das war richtiger Pokalkrampf im Bruno-Plache-Stadion (Partie wurde gedreht) zwischen zwei Elftligisten: In der 2. Runde des Stadtpokals gewann der 1.FC Lok vor 1.277 Zuschauern in Probstheida gegen die Zweite Mannschaft vom SV Blau-Gelb Kitzen II zwar mit 6:1 (3:0), konnte aber über die gesamten 90 Minuten nicht überzeugen. Dazu sündigte man mit den Torchancen (Eckenverhältnis: 22:2 für Lok) und produzierte zahlreiche Fehlabspiele - Höhepunkt war der Patzer des gerade eingewechselten Alexander Schöne 60 Sekunden vor Schluss, welcher Dirk Wetzel den Ehrentreffer für die Gäste (derzeit Tabellen-Siebter in der 3. Kreisklasse Staffel 1) ermöglichte. Dazu hatte man den Eindruck, dass das Ergebnis des FC Sachsen gegen den Halleschen FC heute viel mehr im Mittelpunkt stand, als dass Pokalspiel der Loksche. Der Reihe nach:

Zu erst wurden die treuen Lok-Fans mit sieben Fallschirmspringern unterhalten (organisiert von Mitra Event Management), die unter anderem den Spielball mitbrachten. Ziel war das riesige, neue Lok-Logo im Anstoßkreis. Lok-Trainer Rainer Lisiewicz musste heute unter anderem auf Urlauber Frank Wimberger und André Baranowski (Montage) verzichten. Für "Wim" sprang Stefan Schreiber als Libero ein und auf Linksaußen machte diesmal Tom Franke dampf. Der Neu-Libero Schreiber leistete sich aber gleich nach 70 Sekunden einen dicken Patzer, aber Keeper Michael Bänsch (stand nach seiner Sperre heute wieder im Kasten) konnte gerade noch so vor Sascha Rillich retten. In der selben Minute aber noch die erste Großchance für die Loksche, doch Ronny Richter scheiterte aus 7 Metern an Kitzen-Keeper Matthias Christoph. Fünf Minuten später flankte René Heusel von rechts, aber Sturmkollege Ronny Richter köpfte aus 3 Metern noch am Außenpfosten vorbei. Kurz darauf tauchte nach einem Abwehrschnitzer Dirk Wetzel frei vor Lok-Keeper Michael Bänsch auf, aber aus 12 Metern konnte "Bänscher" die Kugel festhalten - trotz einem Eckenverhältnis zu diesem Zeitpunkt von 5:0, beinah die Führung für die Gäste. Dann aber wieder einmal eine Riesenchance für Sturmglatze Richter, doch wieder köpfte er aus 4 Metern neben das Tor (15.). Drei Minuten später fast das selbe Bild: Maik Hänisch flankt von links, Richter köpft aus 5 Metern rechts vorbei. Es war wie verhext - dazu pfiff der überforderte Schiedsrichter Joachim Kühnert vom LSV Südwest in der 21. Minute auch noch das 1:0 für Richter ab. Keiner wusste so Recht warum ... Doch dann die Erlösung durch Torbomber René Heusel in der 23. Minute: Ronny Richter bringt den Ball mit viel Frust im Bauch von halb rechts Richtung langen Pfosten, wo Heusel mit einem tollen Seitfallzieher aus 8 Metern zum 1:0 vollendete. Vier Minuten fällt ein Eckball genau vor die Füße von Torschütze Heusel, doch aus spitzen Winkel traf er nur den linken Außenpfosten. In der 33. Minute dann aber mit dem besten Spielzug der Partie das überfällige 2:0. Ronny Richter bediente Mike Heinze, der lässt seinen Gegenspieler aussteigen und legt quer auf den freien Denis "Fußballgott" Winkler, der mit einem Lupfer aus 7 Metern Keeper Christoph überwand. Nicht einmal 120 Sekunden später dann sogar das 3:0, als Maik Hänisch aus 17 Metern von halb rechts sich mit einem Schuss (oder war es doch nur eine Eingabe?!) versuchte - der bis dahin gut reagierende Matthias Christoph ließ den leichten Ball durch seine Handschuhe rutschen. Nun dachte man schon, jetzt wird's zweistellig - aber denkste, wieder verflachte die Partie. Dazu verletzte sich auch noch Libero Stefan Schreiber - Daniel Nasada kam ins Spiel!

Die zweite Halbzeit begann nun mit René Roßberg für den schwachen Holger Hartwig und einer Torchance für die Gäste, doch Dirk Wetzel wurde von Lok-Kapitän Uwe Trommer erfolgreich bedrängt. Dann die 54. Minute: Daniel Nasada flankt von links und am kurzen Pfosten ist René Heusel schneller als sein Gegenspieler und versenkte aus 6 Metern ins lange Eck zum 4:0. Drei Minute später schrammte ein Schuss von Tom Franke (nach einem Eckball) aus 8 Metern knapp rechts vorbei. In der 59. Minute wieder so eine kuriose Schiedsrichter-Entscheidung: Tom Franke wird im Strafraum böse von hinten zu Fall gebracht, René Heusel verwandelte den frei liegende Ball - doch statt dem 5:0 oder wenigstens Elfmeter, entschied Schiedsrichter Kühnert auf Freistoß für die Gäste. 60 Sekunden später dann aber doch das 5:0, als Tom Franke den Turbo anschaltete und seinen Frust aus 12 Metern freien Lauf ließ. In der 62. Minute dann auch noch das "Wiedergutmachungsgeschenk" von Schiedsrichter Kühnert, der nach einem Trikotvergehen an René Roßberg auf den Punkt zeigte. Maik Hänisch lief an und verwandelte ins rechte, obere Eck zum 6:0 - Pech für Keeper Christoph, der sogar noch an den Ball heran gekommen ist. Dann passierte nicht mehr wirklich viel - die Loksche erspielte sich zwar immer wieder einige Großchance (so schoss Uwe Trommer aus 20 Metern z.B. knapp links vorbei/72.), vergab sie aber teilweise fahrlässig. In der 84. Minute dann sogar ein gefährlicher Konter durch Kitzen, doch der freue Sven Mischotz schob die Kugel aus 10 Metern noch am rechten Pfosten vorbei. Den verdienten Ehrentreffer gab es dann aber doch noch - 89. Minute: An der Mittellinie versucht der gerade eingewechselte Alexander Schöne den Ball unter Kontrolle zu bringen, dass misslang und Stürmer Dirk Wetzel machte sich auf und davon. Wetzel behielt vor Michael Bänsch dann sogar noch die Nerven und traf zum umjubelten 1:6. Dem Endstand ...

Fazit: Pokalkrampf - ein Spiel, dass wir lieber schnell vergessen! Am Ende zählt zwar nur das Weiterkommen, aber wie auch Trainer Rainer Lisiewicz nach dem Spiel erkannte, lockt man mit solchen Spielen die Zuschauer nicht unbedingt in Scharen an. Hoffen wir schon auf eine Steigerung beim nächsten Pflichtspiel beim AC Taucha - dann dürften die Kicker auch keine schweren Beine, wegen einem Testspiel einen Tag zuvor, haben. Die Auslosung der 3. Pokalrunde soll übrigens schon in der kommenden Woche statt finden - wir halten Euch natürlich über alles auf dem laufenden.

(von Ronny John)