2. Spieltag 3. Kreisklasse Staffel 2   Saison 2004/2005

SG Seehausen

1

 

1.FC Lokomotive Leipzig

8

Spieldaten
Datum 12. September 2004
Uhrzeit 14.00 Uhr
Spielstätte Sportplatz Seehausen (Seehausen)
Zuschauer 1.950
Schiedsrichter Hoffmann (Leipzig)
Torschützen 0:1 Schreiber (5.), 0:2 Heusel (12.), 0:3 R. Richter (19.), 1:3 Kwiatkowski (32.), 1:4 Heusel (64.), 1:5 Schreiber (75.), 1:6 Heusel (77.), 1:7 Heusel (83.), 1:8 Heusel (85.)
Gelb R. Dummer - R. Richter
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
SG Seehausen: 1.FC Lokomotive Leipzig:
1 Ingo Tapper (ab 46. 16 Enrico Wirth) 1 Michael Bänsch
2 Oliver Schmidt 19 Frank Wimberger
3 Maik Kwiatkowski 2 Maik Heinze (ab 75. 13 René Roßberg)
4 Gerd Junghans 6 Denis Winkler
5 Florian Zagal 3 Daniel Nasada
6 Daniel Hesse 7 Tom Franke
7 Ronny Zänker (ab 74. 12 Richard Beer) 9 Uwe Trommer (ab 35. 17 Colin Fischer)
8 Peter Dummer 11 Stefan Schreiber
9 Richard Dummer (ab 46. 14 Holger Vendt) 5 Maik Hänisch
10 Alexander Frank 18 Ronny Richter (ab 75. 12 Sebastian Müller)
11 Daniel Schmidt 10 René Heusel
Trainer
Frank Thomas Rainer Lisiewicz
   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer) "Wir haben uns etwas schwer getan und in der ersten Halbzeit zu viele Fehler gemacht. Im zweiten Durchgang haben wir dann endlich mehr über die Außen gemacht. Am meisten ärgert mich natürlich das Gegentor - und auf einen besseren Boden, hätten wir sicherlich auch zweistellig gewonnen. Aber was soll's. Wichtig ist, dass wir am letzten Spieltag auf Platz eins stehen ... Die Fans waren heute wieder der helle Wahnsinn - Respekt. Und Seehausen hatte alles super organisiert!"
Wertung

2,5 Sterne (Im ersten Durchgang tat sich die Loksche noch sehr schwer - viele Spielunterbrechungen verhinderten ein ordentliches Spiel! Die Fans waren wieder richtig Klasse ...)

In der Galerie findet Ihr 62 Fotos und 1 Video vom Spiel!

Spielbericht   

Auswärtspremiere: Der 1.FC Lokomotive präsentierte sich nun auch erstmals in einem Pflichtspiel auswärts - bei der SG Seehausen, am Stadtrand von Leipzig (gleich neben der Neuen Messe und der A14). Und 1.950 Fans folgten der "Loksche" auf den Sportplatz Seehausen um nach einem diesmal eher müden Kick, doch noch einen deutlichen 8:1 (3:1) Erfolg bejubeln zu können. Ein dickes Lob verdiente sich dabei Seehausen: Das erwartete Chaos blieb aus, alles super organisiert und allein im Vorverkauf wurden knapp 1.000 Karten abgesetzt, so dass alles an der einzigen "Kasse" in geordneten Bahnen verlief. Mit den heutigen Einnahmen von knapp 4.000 Euro konnte die SG Seehausen zudem den gesamten Etat der Fußballabteilung schon jetzt absichern - Wirtschaftswunder Lok sozusagen ;-)! Überzeugend waren auch die Lok-Fans: So folgten viele dem Aufruf und sind mit den Sonderbussen angereist oder machten sich zu Fuß vom Sachsenpark aus nach Seehausen. Eine Fangruppierung reiste sogar mit einem nostalgischen Kremser und einem roten Doppelstockbus an. Zum Spielverlauf bei noch angenehmen 19 Grad, größtenteils Sonnenschein - aber dafür orkanartigen Wind auf einem extrem holprigen "Rasen":

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz musste kurzfristig auf Heiko Hennig wegen einer Zerrung verzichten, dafür rückte Daniel Nasada in die Anfangsformation. Beim Gastgeber fiel besonders das junge Durchschnittsalter der Truppe auf (die meisten sind zwischen 1980 und 1985 geboren) - läuferisch konnte Seehausen also sehr gut mithalten. Doch zunächst spielte Lok seine klare Überlegenheit aus und ging gleich in Minute fünf in Führung: Nach guter Vorarbeit von Tom Franke traf Stefan Schreiber aus 12 Metern. Kurz darauf zischte ein Schuss von Tom Franke aus 20 Metern knapp über die Querlatte. In der 12. Minute dann das 2:0! René Heusel spielte sich mit einem Doppelpass mit Stefan Schreiber schön frei und hämmerte die Kugel aus 10 Metern an den rechten Innenpfosten - von da prallte der Ball ins Netz. Es sah also alles nach einem erneuten Schützenfest aus! Doch plötzlich auch die erste Torchance für den Gastgeber: Abschlag Keeper Ingo Tapper (wurde bei den Lok-Fans zum Publikumsliebling), durch den Wind wird der Abschlag immer länger, setzt auf und Lok-Keeper Michael Bänsch muss sein ganzes Können zeigen um den Ball noch über die Querlatte zu fingern (17.). Dann wieder die Loksche: Nach einem Befreiungsschlag von Uwe Trommer bekommt René Heusel auf rechts den Ball, legt überlegt in die Mitte ab und Sturmkollege Ronny Richter konnte lässig aus neun Metern zum 3:0 einschieben (19.). Doch dann verflachte die Partie immer mehr - Seehausen machte die Räume eng, schindete natürlich auch immer viel Zeit (wer konnte es ihnen verdenken). Lok einfach zu ideenlos in dieser Phase! Dann aber doch fast das 4:0 durch Maik Hänisch (Vorarbeit Heusel), aber aus 11 Metern zischte die Kugel noch rechts vorbei (28.). In der 30. Minute umkurvte Ronny Richter erst einen Abwehrspieler, dann noch Keeper Tapper - und traf aus spitzen Winkel nur den linken Außenpfosten. Dann wieder ein weiter Abschlag für Seehausen - und plötzlich tauchte Maik Kwiatkowski frei vor Michael Bänsch auf und trifft aus 12 Metern zum umjubelten 1:3 Anschlusstreffer. Seehausen hatte damit schon eines ihrer großen Ziele erreicht - ein Tor gegen Lok ... Kurz vor der Pause zeigte noch einem Keeper Tapper bei einem Schuss von Stefan Schreiber sein Können! Und: Kapitän Uwe Trommer musste wegen einer Zerrung bereits nach 35 Minuten vom Platz ...

Die zweite Halbzeit begann mit einer Rauchbombe und Enrico Wirth im Kasten von Seehausen. Zunächst rutschte eine Flanke von Ronny Richter an die Querlatte (51.), dann entschärfte Wirth einen Schuss von René Heusel aus 16 Metern (54.). In der 64. Minute dann endlich der nächste Lok-Treffer! Nach einem Eckball von Stefan Schreiber, wird der Kopfball von Tom Franke abgeblockt - den Nachschuss setzte Heusel aus 18 Metern per Heber ins rechte, obere Eck zum 4:1. Zehn Minuten später: Stefan Schreiber tritt zum Eckball von rechts an - aber mit gütiger Mithilfe des Windes und Keeper Wirth landete die Kugel direkt zum 5:1 im Netz - sein zweiter Treffer des Tages! 120 Sekunden später: René Heusel tankte sich bis zur Grundlinie durch und hämmerte die Kugel einfach aus 5 Metern zum 6:1 in die Maschen (77.). Dann bediente Tom Franke den freien Heusel, der den Keeper toll ausguckt und das 7:1 erzielte (83.). Dann die 85. Minute - und der lupenreine Hattrick (innerhalb von acht Minuten) von René Heusel war nach einem tollen Schuss aus 20 Metern ins linke Eck perfekt - 8:1 und zugleich der Endstand. Sebastian Müller (88./aus 9 Metern) und Frank Wimberger (89./Eckball direkt an die Querlatte) hätten aber noch erhöhen können ...

Fazit: Mit dem Lok-Spiel konnte man diesmal nicht unbedingt zufrieden sein (man muss ja auch mal kritisch sein ;-) - im Mittelfeld zeigten nur Stefan Schreiber und Tom Franke überzeugende Leistungen. Im Sturm ballerte sich René Heusel (nach zwei Spieltagen schon neun Saisontreffer!) mit fünf Treffern in den Vordergrund! Überzeugend dagegen wieder die Zuschauerzahl, das Wetter und auch die "örtliche Verpflegung" schmeckte. Einzige unschöne Szene: Einige Fans betraten kurzzeitig den Platz, nach einer erneut sehr "komischen" Schiedsrichterentscheidung von Dirk Hoffmann - die Lok-Ordner hatten aber alles unter Kontrolle. Am kommenden Sonntag kommen nun die Paunsdorf Devils (verloren diesmal "nur" 0:7 gegen Eintracht Süd II und spielte sogar mit elf Mann) ins Bruno-Plache-Stadion. Achtung: Am Dienstag steht noch ein Testspiel bei Fortuna Leipzig (18 Uhr) an!

(von Ronny John)

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