6. Spieltag 3. Kreisklasse Staffel 2   Saison 2004/2005

1.FC Lokomotive Leipzig

8

Eintracht Großdeuben II

SC Eintracht 09 Großdeuben II

0

Spieldaten
Datum 09. Oktober 2004
Uhrzeit 14.31 Uhr
Spielstätte Zentralstadion (Leipzig)
Zuschauer 12.421
Schiedsrichter Lothar Stein (Miltitz)
Torschützen 1:0 Scholz (10.), 2:0 Heusel (28.), 3:0 Hänisch (38.), 4:0 Hänisch (56.), 5:0 Trommer (58.), 6:0 Heusel (65.), 7:0 Heusel (73.), 8:0 Schreiber (77./Foulelfmeter)
Gelb - Albrecht
Gelb-Rot Keine
Rot Keine
Aufstellung
1.FC Lokomotive Leipzig: SC Eintracht 09 Großdeuben II:
21 Patric Hillie 1 Markus Förster (ab 46. 18 Holger Herrmann)
19 Frank Wimberger 2 Rene Scharf (ab 66. 11 Daniel Sorgatz)
14 André Baranowski (ab 87. 16 Alexander Schöne) 4 Marcel Wolf
8 Heiko Hennig 5 Uwe Scharf
4 Tom Franke (ab 80. 12 Sebastian Müller) 7 Dirk Rummer
7 Heiko Scholz (ab 67. 6 Denis Winkler) 9 Sebastian Albert (ab 46. 17 Marco Mühlner)
11 Stefan Schreiber 10 Andreas Wolf
9 Uwe Trommer 13 Thomas Kretzschmar
5 Maik Hänisch 15 Mario Reuter
18 Ronny Richter 16 Sven Mühlner
10 René Heusel 14 Heiko Zierke
Trainer
Rainer Lisiewicz Thomas Bernstein
   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer) "Wahnsinn, einfach unglaublich was hier los war und was in der Stadt, in diesem Verein so möglich ist. Natürlich waren alle etwas nervös! Der Gegner stand geschickt hinten drin. Die Zuschauer haben ein echtes Fußballfest erlebt, dass ist nicht mehr zu toppen. Das war Europapokal-Stimmung - besser geht's kaum."
Wertung

4 Sterne (Ein wahres Fußballfest vor einer tollen Kulisse, mit tollen Treffern und einem genialen Rahmenprogramm - unvergesslich!)

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Spielbericht   

Einmalig, unvergesslich, einfach geil ... nach diesem Fußballfest (organisiert von der BILD Zeitung) gab es keinen Superlativ, der nicht auf diesen tollen Fußball-Nachmittag im neuen Zentralstadion gepasst hätte. Von Hollywood ("Gladiator" Darsteller Ralf Moeller kickte in einem Vorspiel sogar selbst mit) bis zur 11. Liga - alles war vor Ort. Am Ende gewann der 1.FC Lok Leipzig an der Stätte der größten Triumphe vor sensationellen 12.421 Zuschauern (dies wäre wirklich reif für einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde!) in der 3. Kreisklasse, Staffel 2, deutlich mit 8:0 (3:0) gegen die zweite Vertretung des SC Eintracht 09 Großdeuben (verstärkt mit sechs Kickern aus der Ersten). Dazu spielte der Wettergott den Kickern aus Probstheida noch in die Hand, mit Sonnenschein und ganz angenehmen Fußball-Temperaturen Anfang Oktober. Gigantisch auch die Stimmung in den Blöcken C und D in der "Schüssel" - und auf dem Platz glänzten die Lok-Kicker mit tollen Treffern. Den Anfang machte Comebacker Heiko Scholz - der natürlich einen Sonder-Applaus bekam. Neben den Bundesligareifen Fans, verbreitete vor (verursacht durch einige Verkehrsunfälle) und nach dem Spiel Mega-Staus rund ums Sportforum große Fußballatmosphäre. Zum Verlauf dieses unvergesslichen Abends:

Zunächst präsentierte das Morning-Duo Böttcher & Fischer von Radio R.SA den Fans die Altstars der Loksche - über Frank Edmond, Bernd Hobsch, Uli Thomale oder Bornschein - alles was Rang und Namen in der ruhmreichen Lok-Geschichte hatte war dabei. Im Vorspiel kickte ein Promi-Team gegen die Special Olympics (geistig behinderte Sportler). Am Ende gewann das Promi-Team Dank vier Treffer von Bernd Hobsch (dazu noch Bornschein per Handelfmeter und Köditz) mit 6:1 (2 x 10 Minuten). In der zweiten Hälfte kickte auch Hollywood-Star Ralf Moeller bei den Special Olympics mit. Schöne Lok-Geste: Torwart Michael Bänsch, Maik Richter, Stefan Lemke, Tomas Budzak und Silvio Zimmermann (Mannschaftsbetreuer) durften mitkicken. Der Anpfiff verzögerte sich am Ende um mehr als eine halbe Stunde (was zu erwarten war), da dass Vorprogramm länger dauerte als geplant. Um 14.31 Uhr wurde das Spiel von Schiedsrichter Lothar Stein aus Miltitz freigegeben - diesmal bekam der Schiri (was unüblich für die 3. Kreisklasse ist) sogar zwei Linienrichter, die allerdings nicht mehr als Elftligatauglich waren (Handspiel übersehen, falsche Abseitsentscheidungen im Minutentakt usw.). Lok-Trainer Rainer Lisiewicz konnte endlich in Bestbesetzung auflaufen lassen - so ein Highlight lässt sich halt keiner entgehen. Einzige Überraschung: Patric Hillie durfte trotz abgelaufner Rot-Sperre von Michael Bänsch ins Tor. Zunächst sorgte Heiko Scholz per Freistoß aus 17 Metern für Gefahr (8.). Zwei Minuten später durfte "Scholle" dann über das erste Lok-Tor im neuen Zentralstadion jubeln. Eintracht-Keeper Markus Förster (wirkte hyper nervös) konnte einen Schuss von Stürmer Ronny Richter nur Abprallen lassen - und Scholz versenkte eiskalt aus 7 Metern zum umjubelten 1:0. Danach der Auftritt einer Flitzerin - organisiert von Radio R.SA! Auch die Nummerngirls (die heißeste Anzeigentafel der Welt) durften für die Spielstand nicht fehlen ... Aber zurück zum Spiel: In der 12. Minute übersah das Schiedsrichtergespann ein klares Handspiel im Strafraum der Gäste aus Großdeuben (2.000 Einwohner / Ortsteil von Böhlen). Dann versuchte sich Frank Wimberger mit einem Schuss aus 20 Metern, aber knapp drüber (26.). Kurz darauf dann aber das überfällige 2:0 - Lok-Kapitän Uwe Trommer lässt seinen Gegenspieler stehen, legt auf Heiko Scholz - Keeper Förster lenkte die Kugel aus 12 Metern aber noch an den rechten Außenpfosten, der Abpraller landete genau vor den Füßen von Torjäger René Heusel, der aus einem Meter nur noch einschieben musste. Wieder schwappte die LaOla durchs weite Runde. Auf einmal sogar eine Chance für Großdeuben, doch Marcel Wolf hob die Kugel aus 12 Metern aufs Lok-Tor (31.). In der 38. Minute flankt Stefan Schreiber von links und Maik Hänisch versenkte per Flugkopfball aus 4 Metern zum 3:0. Sekunden später schrammte ein Kopfballwischer von Torschütze Hänisch am rechten Außenpfosten vorbei. Kurz vor dem Pausenpfiff brachte Tom Franke aus 6 Metern mit einem Hammer-Schuss gegen den rechten Pfosten beinah das Aluminium zum brechen ...

Die zweite Hälfte begann mit einem gefährlichen Schuss von Frank Wimberger aus 24 Metern, doch der eingewechselte Holger Herrmann im Eintracht-Tor konnte die Kugel gerade noch so wegfausten (51.). Zwei Minuten später prüfte Eintracht-Spieler Heiko Zierke aus 14 Metern mal Lok-Keeper Patric Hillie - aber sicher gehalten. Dann endlich der vierte Lok-Treffer: Nach einem Eckball von rechts köpft Maik Hänisch aus 4 Metern (am kurzen Pfosten stehend) zum 4:0 ein (56.). 120 Sekunden später eine richtig tolle Szene: Frank Wimberger hebt bei einer Freistoß-Ausführung aus 17 Metern die Kugel an, Heiko Scholz hämmerte den Ball volley an den linken Pfosten. Den Abpraller jagte Kapitän Uwe Trommer aus 14 Metern zum 5:0 in die Lok eignen Tor-Maschen (die Tornetze im Zentralstadion sind sonst grün-weiß). Das 6:0 folgte in der 65. Minute - nach einer Flanke von Ronny Richter von rechts, köpft Sturmpartner René Heusel frei am langen Pfosten aus 6 Metern ins linke Eck ein. Das 7:0 folgte in der 73. Minute - wieder durch René Heusel, sein 22. Saisontreffer! Nach einem dicken Patzer in der Eintracht-Abwehr ist Heusel schneller als Schlussmann Herrmann und schiebt ohne Probleme aus 9 Metern ins leere Eintracht-Tor ein. Kurz darauf foulte Uwe Scharf Lok-Sturmglatze Ronny Richter im Strafraum und Schiedsrichter Lothar Stein zeigte sofort auf dem Punkt. Stefan Schreiber trat an und verwandelte sicher zum 8:0 Endstand ins linke Eck - sein 6. Saisontreffer bereits. Trotzdem gab es noch genügend Möglichkeiten, den erhofften zweistelligen Erfolg einzufahren. Nach einem Freistoß von Heusel von links, köpfte am langen Pfosten André Baranowski knapp rechts vorbei (78.). Dann scheiterte der eingewechselte Sebastian Müller völlig frei aus 8 Metern, da er Keeper Herrmann anschoss nach einer Ecke (83.) und zwei Minuten vor dem Schlusspfiff jagte Heiko Hennig die Kugel aus 10 Metern übers leere Tor. Nach dem Schlusspfiff und unzähligen Interviews ging es in der neuen Sportsbar "Cashpoint Arena" in der Südvorstadt mit der "Players Party" in die Verlängerung ...

Fazit: Ein unvergesslicher Abend - Wahnsinn, was so alles möglich ist. Einfach irre, dass über 12.000 Fans zu einem Spiel der 11. Liga kommen und für eine gigantische Atmosphäre sorgen. Lok-Trainer Rainer Lisiewicz meinte zwar, dass man so etwas "nicht toppen könnte" - aber legte gleich nach: "Unsere Ideen gehen uns nicht aus!" Wir freuen uns schon auf die nächsten Ereignisse - so soll zum Heimspiel am 30.10. Frank Baum auflaufen. Ein Traum wäre natürlich auch noch einmal Stürmer Bernd Hobsch, der schon im Vorspiel umjubelt wurde. Man muss sich einfach bei allen Bedanken, die diesen genialen und so geilen Nachmittag möglich gemacht hatten. Hoffen wir, dass viele Fans wieder kommen - Gelegenheit gibt es schon am kommenden Freitag zum Testspiel gegen den TSV Stahl Riesa (Duell zweier Kultvereine) im Bruno-Plache-Stadion (19.30 Uhr) und ein Tag später, wieder in Probstheida, im Stadtpokal gegen Kitzen II (14 Uhr).

(von Ronny John)

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