7. Spieltag 3. Kreisklasse Staffel 2  Saison 2004/2005
AC 1990 Taucha 1.FC Lokomotive Leipzig

AC 1990 Taucha

1.FC Lokomotive Leipzig

1

7


Spieldaten
 
Datum
24. Oktober 2004
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Sportplatz Graßdorfer Straße (Taucha)
Zuschauer
2.300
Schiedsrichter
Pusch (Leipzig)
Torschützen
0:1 Heusel (17./Foulelfmeter), 1:1 Dudzick (25.), 1:2 Winkler (31.), 1:3 R. Richter (37.), 1:4 R. Richter (45.), 1:5 Heusel (60.), 1:6 R. Richter (75.), 1:7 Hänisch (79.)
Gelb
- Dubiel, Dudzick
Gelb-Rot
U. Dittrich (76./Taucha)
Rot
Keine

Aufstellung
1.FC Lokomotive Leipzig
AC 1990 Taucha
1 Michael Bänsch
1 Marcus Lindner
19 Frank Wimberger (ab 51. 17 Colin Fischer)
2 Uwe Dittrich
14 André Baranowski (ab 79. 15 Holger Hartwig)
3 Marcus Dubiel
3 Daniel Nasada
4 Harry Schwanz
2 Mike Heinze (ab 76. 13 René Roßberg)
5 Dirk Weber
9 Uwe Trommer
6 Rene Dittrich
8 Heiko Hennig
7 Lars Woska
6 Denis Winkler
8 Heiko Träger
5 Maik Hänisch
9 Tino Dudzick
18 Ronny Richter
10 Marco Keller (ab 46. 13 Uwe Richter)
10 René Heusel
11 Heiko Hüls (ab 46. 14 Sinbad Nouboar)

Trainer
Rainer Lisiewicz
Remo Sänger

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Insgesamt war es ein richtig schöner Nachmittag. Allerdings haben wir uns zunächst wieder relativ schwer getan, ins Spiel zu kommen. Taucha hatte zudem viele junge Spieler in ihren Reihen, die läuferisch natürlich sehr stark waren. So kamen sie nicht unverdient zum Ausgleich, der natürlich eine ganz neue Erfahrung für uns ist... Trotzdem haben wir zur Halbzeit noch standesgemäß dann mit 4:1 geführt, obwohl man wieder einige gute Torchancen ausließ. Zufrieden war ich heute vor allem mit Ronny Richter, der gleich dreifach traf. Alle haben sich richtig bemüht und auch wir wünschen uns natürlich mal wieder einen zweistelligen Erfolg - vielleicht klappt es ja damit am Freitag gegen Althen II!"

Wertung

2,5 Sterne (Bei traumhaften Wetter sündigte die Loksche wieder etwas mit ihren Torchancen - die Fans waren wieder Erstligareif!)

In der Galerie findet Ihr 31 Fotos vom Spiel!

Spielbericht

Der 1. FC Lokomotive Leipzig ging auch an diesem Sonntag als souveräner Sieger vom Platz - diesmal gelang an der Parthe in Taucha auf dem Sportplatz an der Graßdorfer Straße vor tollen 2.300 (!) Zuschauern ein 7:1 (4:1) Erfolg. Diesmal beim AC Taucha, einem Team aus dem oberen Tabellendrittel der 3. Kreisklasse, welches es als 1. Mannschaft geschafft hat, den Spielstand während des Spieles auszugleichen. Das war bisher keinem Team gelungen. Lediglich Ehrentreffer oder Anschlusstreffer kassierte sonst die Mannschaft des 1.FC Lok.

Die Mannschaft von Rainer Lisiewicz hatte sich nach einer Aussprache unter der Woche viel für das heutige Spiel vorgenommen und so begannen sie auch engagierter als die letzten Auswärtsspiele. Schon in der 1. Minute gab es die erste Torchance, als Maik Hänisch einen Freistoß von links direkt aufs, aber am Tor vorbei zirkelte. In der 3. Minute hatten einige erneut den Torschrei auf den Lippen, als Dirk Weber vom AC den Ball nach einer Flanke knapp neben das eigene Tor köpfte. Zwei Minuten später steht Heiko Hennig am langen Pfosten frei, schießt aber die Kugel über das Gehäuse. Taucha machte in den ersten 20 Minuten nur mit Fouls auf sich aufmerksam, so wurden Kapitän Uwe Trommer und Maik Hänisch ein ums andere Mal gelegt. Aber alle Freistöße wurden entweder gehalten oder gingen vorbei, so auch die Freistöße von Libero Frank Wimberger in der 7. und 15. Minute. Aus dem Spiel gab es da deutlichere Torchancen für die Loksche. Sturmglatze Ronny Richter scheiterte in der zehnten Minute freistehend am guten, aber oft auch unsicheren Torhüter Marcus Lindner. In der 13. Minute fiel dann das erste Tor, aber Schiri Uwe Pusch von Einheit Lindenthal hatte eine Abseitsstellung "gesehen". In der 17. Minute dann ein Foul an Maik Hänisch im Strafraum, Torjäger René Heusel läuft an und verwandelt sicher den fälligen Foulelfmeter ins rechte Eck. Endlich also das 1:0 für Lok, nach einer engagierten Anfangsphase. In der Folgezeit erarbeitete sich der 1.FC Lok wieder einige Chancen, so landete eine verunglückte Flanke von Mike Heinze genauso knapp neben dem Tor, wie ein schöner Volleyballschuss von Heiko Hennig. Als Maik Hänisch in der 21. Minute nach einer Ecke von René Heusel am langen Pfosten klar von den Beinen geholt wurde, rechneten alle Lok-Spieler mit einem Elfmeterpfiff, aber die Pfeife vom „kräftigen“ Schiedsrichter Uwe Pusch blieb stumm. In der 25. Minute kommt Taucha das erste Mal gefährlich vor das Tor von Michael Bänsch. Libero Frank Wimberger hatte gepatzt, der „Bänscher“ musste Kopf und Kragen riskieren um die Situation zu bereinigen. Als die Situation geklärt schien verlor Daniel Nasada auf halb links den Ball erneut und Tino Dudzick musste nur noch zum 1:1 einschieben. Die Lok-Kicker waren angefressen und versuchten den Ausgleich schnell wieder in eine Führung umzuwandeln und schon die nächste Chance brachte das 2:1. Denis Winkler zog aus 15m ab und traf genau in den Winkel zum 2:1 - ein Traumtor! Dann ging es weiter Schlag auf Schlag, erst scheiterte Miak Hänisch aus 7m an Keeper Lindner,  dann trifft er den von einer Bogenlampe zurückspringenden Ball aus 8m nicht richtig, und zu Guter letzt trifft er mit einem schönen Kopfball nur die Querlatte. Ronny Richter war es dann schließlich der fünf Minuten nach dem 2:1 mit einem akrobatischen Kopfball einnetzte. Die Tauchaer Spieler, die offensichtlich nachdem Ausgleich auf mehr hofften, hatten in ihrem Torhüter den Schuldigen gefunden. So ganz Unrecht hatten sie nicht - die Kopfball-Bogenlampe war sicherlich haltbar! Die Lok-Spieler marschierten auch nachdem 3:1 weiter und schnürten Taucha über weite Teile der letzten 15 Minuten in der ersten Halbzeit in deren Hälfte ein. Lediglich Torschütze Dudzick sah in dieser Phase das Tor von Michael Bänsch aus der Nahperspektive. Aber er ließ sich nach tollem Solo letztlich von Frank Wimberger abdrängen, seine Flanke war eine leichte Beute für Bänsch. Zwei Minuten später gab es erneut Aufregung: ein Tauchaer Spieler soll nach einem Freistoß von Hänisch den Ball deutlich mit der Hand abgewehrt haben. Selbst aus 20m Entfernung hörte man noch das Klatschen der Hand. Aber der Schiri hat es aus 3m Entfernung wohl nicht gesehen. So sorgte wieder Sturmglatze Ronny Richter, auf halb rechts freistehend für das 4:1 kurz vor der Pause.

Die zweite Halbzeit begann wie die 1. aufgehört hatte. Lok machte Dampf und hatte wieder einige Chancen. So landete diesmal ein Volleyschuss von Mike Heinze neben dem Tor. In der 48. hatte dann wieder Ronny Richter eine gute Chance. Aber „Linde“ im Tauchaer Tor rettete mit einer Fußabwehr. In der 50. Minute gibt der Schiedsrichter erneut ein Tor des FCL nicht. Maik Hänisch knickt im Strafraum weg, der Ball rollt zu Ronny Richter, der trifft, aber der Schiri sah ein absichtliches Handspiel von Hänisch und entschied auf Freistoß für Taucha. Nachdem Lok in der 53., 56. und 57. jeweils durch Schüsse vom Sturmduo Ronny Richter und René Heusel gefährlich wurde, traf dann letzterer in der 60. wieder sehr sehenswert, als er zwei Abwehrspieler auf engstem Raum durch eine einzige Körpertäuschung aussteigen ließ und überlegt ins rechte Eck einschob. Den letzten gefährlichen Volleyschuss hatte dann Denis Winkler auf Lager, aber eine schöne Parade verhinderte das zwischenzeitliche 6:1. Zwei Minuten später zeigte dann Denis Winkler, dass er es auch mit dem Kopf kann. Eine Kopfball Verlängerung von Ronny Richter, nach Ecke von Maik Hänisch nutze Winkler seinerseits für einen gefährlichen Kopfball aus 5m. Aber wieder reagierte Marcus Lindner glänzend! Lok verlor dann ein wenig den Spielfaden. Zehn Minuten spielte man ganz gut bis zum 16m-Raum, wurde aber durch keine nennenswerte Aktion gefährlich. Erst Ronny Richter sorgte in der 75. für das nächste Highlight. Nach schönem Zuspiel von Maik Hänisch, spielte er seinen Gegenspieler aus, und traf dann zum 6:1. Eine Minute später flog dann Uwe Dittrich völlig berechtigt vom Platz. Nach zwei unschönen Fouls und diversen dummen Aussagen gegenüber seinen Gegenspielern schickte ihn der Schiedsrichter vorzeitig zum Duschen. Aber trotz Unterzahl hielt Taucha das Ergebnis im Rahmen. Lediglich Maik Hänisch gelang noch ein Tor, nachdem Uwe Richter gepatzt hatte.

Fazit: Lok spielte heute endlich wieder ansehnlichen Fußball. Auch wenn nicht jeder Ball rein ging, wer dieses Spiel doch deutlich besser als die letzten Auswärtsspiele und as Heimspiel gegen Kitzen II. Vor allem Maik Hänisch, Ronny Richter und René Heusel waren heute die Aktivposten, wobei eigentlich kaum ein Spieler von der guten Mannschaftsleistung ausgeklammert werden sollte. Allerdings gilt es die Abwehrarbeit zu verbessern, vor allem Nasada und Wimberger unterliefen ein paar unnötige Fehler, die auch zum Gegentor führten. Nachdem die letzten Spiele sehr von den Medien frequentiert wurden, war diesmal wohl „nur“ ein Radioreporter der Deutschen Welle anwesend, welcher für die Radiosendung Funkwerk einen Beitrag erstellen wollte. Näheres dazu bei Gelegenheit im Forum. Ebenso positiv wie die Mannschaftsleistung war diesmal auch wieder das Zuschauerinteresse. 2500 Karten ließ Taucha drucken und fast alle wurden verkauft. Das ist einfach der helle Wahnsinn. Wir werden sehen, wie viele Zuschauer nächste Woche zum Spiel gegen den SV Althen 90 II (Tabellenletzter!) ins Bruno-Plache-Stadion kommen werden. Dann kommt auch das DSF (dreht für das Magazin "Kreisklasse") und Frank Baum wird an diesem Abend sein Comeback im Lok-Trikot feiern ...

(von Marko Hofmann und Ronny John)