9. Spieltag 3. Kreisklasse Staffel 2  Saison 2004/2005
VfB Zwenkau III 1.FC Lokomotive Leipzig

VfB Zwenkau 02 III

1.FC Lokomotive Leipzig

0

8


Spieldaten
 
Datum
07. November 2004
Uhrzeit
12.00 Uhr
Spielstätte
Sportplatz am Eichholz (Zwenkau)
Zuschauer
1.700
Schiedsrichter
Seidel (Markkleeberg)
Torschützen
0:1 R. Richter (23.), 0:2 Heusel (26.), 0:3 Wimberger (44.), 0:4 Heusel (45.), 0:5 Hänisch (46.), 0:6 R. Richter (57.), 0:7 Heusel (69.), 0:8 Heusel (73.)
Gelb
Teichmann -
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
VfB Zwenkau 02 III
1.FC Lokomotive Leipzig
12 Stefan Kolditz
1 Michael Bänsch
2 David Engemann (ab 57. 14 David Grey)
19 Frank Wimberger
3 Daniel Sonnenberg
8 Heiko Hennig
4 Sven Woyzichowski
6 Denis Winkler
5 Michael Ziesche
9 Uwe Trommer
6 Andre Zimmermann
2 Mike Heinze (ab 67. 3 Daniel Nasada)
7 Carsten Hannes (ab 46. 13 Mario Müller)
11 Stefan Schreiber
8 Christian Teichmann (ab 57. 16 Danny Kogel)
7 Tom Franke (ab 67. 14 André Baranowski)
9 Christian Mane
5 Maik Hänisch
10 Christian Lindner
10 René Heusel
11 Jörg Frühauf
18 Ronny Richter (ab 76. 12 Sebastian Müller)

Trainer
Steffen Lindner
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Das war eines der besseren Spiele bisher - damit kann man zufrieden sein. Wir haben gut kombiniert und viel Druck gemacht. Dazu auch mal wieder zu Null gespielt - vor allem Dank Torwart Michael Bänsch, der die Großchance von Zwenkau parieren konnte. Zwenkau hat sich gut gewährt und auch Keeper Kolditz konnte überzeugen. Am Ende waren auch die Fans hochzufrieden!"

Wertung

3,5 Sterne (Endlich wieder ein auch spielerisch richtig überzeugender Erfolg der Loksche - und das beim Tabellen-Dritten. Wenn dazu noch das Wetter gestimmt hätte ...!)

In der Galerie findet Ihr 38 Fotos vom Spiel!

Spielbericht

Auswärtssieg im Spitzenspiel: Auf dem Sportplatz "Am Eichholz" gewann der 1.FC Lok Leipzig beim Tabellendritten, VfB Zwenkau III, vor lautstarken 1.700 Fans deutlich mit 8:0 (4:0). Endlich überzeugte die Loksche vor allem im spielerischen Bereich wieder und zeigten einige gute Kombinationen - und das auf einem tiefen "Acker". Zwenkau wurde sofort unter Druck gesetzt und hatte ihren besten Mann zwischen den Pfosten stehen: Stefan Kolditz! Beeindruckend auch wieder die Fanmassen bei so einem miesem Wetter (heftige Regenschauer wechselten sich ständig mit kurzem Sonnenschein ab - und das alles bei maximal fünf Grad) - und ein tolles Gefühl, wenn man auf der B2 schon eine Stunde vor Spielbeginn die Autokonvois an einem vorbei rasen sieht. Mit diesem klaren Erfolg eroberten sich die Schützlinge von Trainer Rainer Lisiewicz die Tabellenspitze von Einheit Leipzig Ost zurück, die gestern vorlegten. Zum heutigen Spielverlauf:

Ein Blick auf dem Spielberichtsbogen verriet sofort - in Zwenkau war man richtig heiß auf das Spiel: Alle 18 "Plätze" auf dem Spielformular waren besetzt, was sehr selten ist - erst Recht bei einer dritten Mannschaft. So sollen sich auch viele Kicker zurückgemeldet haben, die schon lange nicht mehr für Zwenkau gegen den Ball getreten haben - so hörte man es jedenfalls auf dem Schmucken Sportplatz (profitierten von der Austragungen einiger Spiele bei der Damen U-19 EM vor über einem Jahr). Lok-Trainer Lisiewicz ließ heute durchaus offensive aufstellen und ließ diesmal mit Frank Wimberger, Heiko Hennig und Denis Winkler in der Abwehr agieren. Diese wurde aber kaum gefordert - statt dessen die Lok-Kicker hochmotiviert mit Dauerdruck. Die erste klare Torchance besaß nach knapp 150 Sekunden Torjäger René Heusel - aber aus 14 Metern lenkte Keeper Kolditz noch zur Ecke. Nach einer Viertelstunde war es wieder Heusel, der richtig gefährlich vor dem VfB-Kasten auftauchte. Doch wieder fand er seinen "Meister" in Stefan Kolditz, der die Kugel aus 5 Metern von halb rechts noch irgendwie per Fuß zum Eckball lenken konnte. Drei Minuten später war es - na Überraschung?! - wieder René Heusel, diesmal von links, der Stefan Kolditz zu einer Glanzparade aus 8 Metern forderte und am langen Pfosten noch ein Abwehrspieler aushalf. In der 23. Minute wurde der Dauerdruck dann endlich belohnt und just als der Stadionsprecher Stefan Kolditz im Zwenkau-Tor für seine gute Leistung gepriesen hatte, kassierte dieser das längst überfällige 1:0. Maik Hänisch hatte sich auf Außen gut durchgesetzt und brachte den Ball flach in die Mitte, wo Sturmglatze Ronny Richter aus drei Metern nur noch versenken brauchte. Endlich war der Bann gebrochen - der 1.FC Lok wurde endlich für die gute und konzentrierte Anfangsphase belohnt! In der Folgezeit präsentierte sich Zwenkau nun doch mit einigen Schwächen, im anfänglich sicheren Abwehrbollwerk (alle Feldspieler bewegten sich in den ersten Minuten lediglich in der eigenen Hälfte). Und die nächste Chance nutzte René Heusel zum 2:0, als er nach einem Freistoß von Maik Hänisch nur noch einnicken brauchte (26.). Allerdings sah es doch verdächtig nach einem Eigentor aus - René Heusel freute sich trotzdem ausgelassen mit der Mannschaft! Die Zwenkauer Offensivbemühungen gab es in der ersten Halbzeit kaum. Und wenn, wurden diese äußerst sicher von der Lok-Abwehr unterbunden. Mitte der ersten Halbzeit sorgte dann Carsten Hannes mit Fouls in gehäufter Form und der ein oder anderen unnötigen überzogenen Reaktion für Aufsehen, was ihm bei jeder folgenden Ballberührung laute Pfiffe und hämischen Beifall bei Fouls an ihm selbst einbrachte. VfB-Trainer Steffen Lindner ließ ihn dann wohl, zur eigenen Sicherheit, in der zweiten Halbzeit in der Kabine. Zurück zum Spiel: In der 31.Minute gab es dann wieder fußballerische Lok-Künste zu bestaunen, als René Heusel nach einer Flanke von links den Seitfallzieher „auspackte“. VfB-Keeper Stefan Kolditz stand aber äußerst günstig und hatte keine Probleme zu parieren. Auch ein Schuss von Maik Hänisch aus 17 Metern, der über das Tor ging, und ein Kopfball von Heusel der neben dem Tor landete, konnte den Keeper des VfB nicht vor größere Probleme stellen (33./36.). Eine Minute vor der Halbzeit ließ er sich aber genauso narren, wie seine komplette Hintermannschaft: Nach einem abgefangenen Angriff des VfB sahen sich beim Konter drei VfB-Spieler,  drei Lok-Spielern gegenüber. Nur ein Foul am ballführenden Maik Hänisch verhinderte ein möglichen Treffern. Das fiel dann aber beim fälligen Freistoß von "Freistoßgott" Frank Wimberger. Dieser holte kurz vor der Ausführung Richter zu sich, erklärte ihm die Variante, die Mauer und der Torhüter konzentrierten sich auf den in Position gelaufenen Richter. Wimberger lief an und schoss an der verdutzten Mauer vorbei ins Torwarteck - das 3:0! Aber damit nicht genug ... Sekunden vor dem Pausenpfiff spielt Denis "Fußballgott" Winkler Stefan Schreiber auf links frei, dieser passt an den 16-Meter-Raum zu Heusel und sein abgefälschter Schuss flatterte am unglücklichen Stefan Kolditz vorbei ins Tor.

Die 1700 Zuschauer im Sportplatz am Eichholz hatten gerade ihre Plätze zu Beginn der zweiten Halbzeit eingenommen, da schoss der wieder mal sehr gut aufspielende Maik Hänisch auch schon das 5:0 für die Loksche - sein 9. Saisontreffer im 9. Spiel! Keiner seiner Gegenspieler konnte ihm vom Ball trennen und sein haltbarer Schuss rutschte am, von den über den Ball springenden Richter und Heusel möglicherweise irritierten, Keeper Stefan Kolditz vorbei ins Tor. Eine gute Kombination nach der anderen gab es auch in den zweiten 45 Minuten zu bewundern. So auch in der 50. Minute als sich Mittelfeldrenner Stefan Schreiber auf links wiederum durchsetzen konnte. Tom Franke nahm seine Flanke volley und fand aber in Stefan Kolditz im Zwenkauer Kasten seinen Meister. In der 52. dann nach einer Ecke die Riesenchance zum 6:0 für Denis Winkler. Dieser bekam aber nach einem Getümmel im Strafraum den Ball aus fünf Metern nicht im Tor unter, sondern drosch ihn Richtung Eichholz - Schade. Sturmglatze Ronny Richter machte es da in der 57. Minute besser, als er in eine Flanke von seinem Spezi Maik Hänisch spritzte und den Ball artistisch vor dem herausgelaufenen Torhüter des VfB ins Tor spitzeln konnte - sein 23. Saisontreffer. Zwei Minuten später konnte sich dann auch wieder der durchaus gute, wenn auch hin und wieder unglückliche Stefan Kolditz auszeichnen. Einen Linksschuss von Ronny Richter aus vier Metern konnte er mit einem Blitzreflex aus dem rechten Eck kratzen. In der 61.Minute dann die erste von zwei Chancen für die Zwenkauer! Nach einem Ballverlust in der Lok-Abwehr taucht Daniel Sonneberg frei vor Keeper Michael Bänsch auf. Aber dieser reagiert schnell und konnte diese Chance vereiteln. Vier Minuten später sah sich der „Bänscher“ wieder einem freistehende Gegenspieler gegenüber und konnte 14 Metern vor dem Tor erneut klären. Allerdings gelangte der Ball zum nachgerückten Christian Mane. Seinen Heber konnte dann der wieder „auferstandene“ Bänsch locker fangen - Klasse! Dies waren die einzigen beiden Chancen des Gastgebers. Im weiteren Verlauf des Spiels haderten die Spieler übrigens immer wieder mit den, durch den Regen schlechten Platzverhältnissen. Zitat René Heusel: „Das ist hier wie auf Skiern“. Nachdem sich Frank Wimberger in der ersten Halbzeit per Freistoß in die Torschützenliste eintragen konnte, probierte sich nun René Heusel in der 67. Minute. Allerdings strich sein guter Freistoß knapp am rechten Eck vorbei. Zwei Minuten später klappte es dann aus dem Spiel heraus mit seinem dritten Treffer des Tages. Eine Flanke von Stefan "Schriebs" Schreiber brachte die „10“ der Loksche wie einst Uwe Seeler mit dem Hinterkopf im Tor unter. 17 Minuten vor Ende gelang ihm dann sogar noch sein vierter Treffer. Nach einem Doppelpass mit Stefan "Schriebs" Schreiber kann René Heusel den Angriff mit einem Linksdrehschuss aus 8 Metern perfekt abschließen - das 8:0 und zugleich der 29. (!) Saisontreffer von unserem besten Torjäger. Das sollte auch der Schlusspunkt in einem aus Sicht des FCL sehenswerten Spiel sein. Lediglich ein Freistoß von Frank Wimberger von links sorgte noch einmal für Gefahr.

Fazit: Der 1.FC Lok unterstrich in dieser Partie deutlich, dass der Gegner 3. oder 2. sein kann. Chancenlos wird er wohl in dieser Liga immer sein! Denn spätestens nach dem 2:0 wurde deutlich, dass der  Tabellendritte für Lok keinen Gegner darstellen konnte. Nach einer konzentrierten Anfangsphase konnte sich auch Zwenkau nicht gegen den Hurra-Fußball der Loksche wehren und kassierte Tor um Tor, was auch an der heutigen guten Chancenauswertung der Lok-Kicker lag. Ganz wenige klare Chancen wurden heute zu einer sehr unchristlichen Anstoßzeit vergeben ... Das René Heusel, nach zuletzt glücklosem Spiel gegen Althen II und auch Ronny Richter wieder den Weg zurück zur Galaform gefunden haben, trägt natürlich dazu wesentlich bei. Nachdem das DSF und das ZDF beim letzten Heimspiel des FCL anwesend waren und selbst die Deutsche Welle vom Kult um Lok berichtet hatte, war es heute nur „Zwenkau TV“. Nachdem das Spiel gegen Turbine II wegen dem Besuch der Nationalmannschaft im Plache-Stadion auf den 18.12 verlegt worden ist, muss die Lok-Fangemeinde bis zum 19.11 warten um endlich wieder in den Genuss einer Lok-Gala zu kommen. Dann vielleicht sogar mit dem 100. Tor? Derzeit steht man bei 93 geschossenen Toren - bei fünf Gegentreffern ...

(von Marko Hofmann und Ronny John)