11. Spieltag 3. Kreisklasse Staffel 2  Saison 2004/2005
1.FC Lokomotive Leipzig

BC Eintracht Leipzig II

1.FC Lokomotive Leipzig

0

9


Spieldaten
 
Datum
21. Januar 2005
Uhrzeit
19.30 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.485
Schiedsrichter
Denny Kasche (Taucha)
Torschützen
0:1 Heusel (2.), 0:2 Wimberger (10.), 0:3 Hänisch (19.), 0:4 Heusel (34.), 0:5 Wittig (48./Eigentor), 0:6 Wimberger (59.), 0:7 Heinze (68.), 0:8 Heusel (71.), 0:9 Heusel (87.)
Gelb
- Heusel, Hänisch
Gelb-Rot
Heinze (82./Lok)
Rot
Keine

Aufstellung
BC Eintracht Leipzig II
1.FC Lokomotive Leipzig
1 Sebastian Scheffler
1 Michael Bänsch
2 Karsten Herrmann (ab 46. 16 Torsten Wittig)
19 Frank Wimberger
5 Andreas Lorenz
4 André Baranowski
6 Mario Keller
6 Denis Winkler (ab 46. 2 Mike Heinze)
7 Benjamin Decker
8 Heiko Hennig
8 Heiko Petzold (ab 29. 3 Oliver Schuster)
17 Kevin Rienaß
9 Ronny Löschner (ab 75. 4 Holger Petzold)
11 Stefan Schreiber
10 Andrey Tessmann
7 Tom Franke (ab 57. 3 Daniel Nasada)
12 Mario Birke
5 Maik Hänisch
14 Sebastian Oyba
10 René Heusel
20 Patrick Waldmann
18 Ronny Richter (ab 75. 12 Sebastian Müller)

Trainer
Heiko Petzold
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Nach fast einem Monat Pause, war es das erste Pflichtspiel der Mannschaft und am Ende kann man schon zufrieden sein. Wir haben schnell ins Spiel gefunden und durchaus schöne Treffer erzielt. In der ersten Halbzeit sind uns nur zu viele Stockfehler passiert. Im zweiten Durchgang haben wir dann noch weniger zugelassen und sind leider knapp am zweistelligen Ergebnis gescheitert. Zum Schiri: Da fällt mir nichts mehr ein - erst hatte er das Spiel zerpfiffen und dann gibt er Gelb-Rot mit der Begründung. Mike Heinze hätte das Spiel unerlaubt verlassen und unerlaubt betreten!"

Wertung

2,5 Sterne (Die Loksche hatte es gegen den Boxclub nicht allzu schwer - die erste Halbzeit war allerdings von vielen Fehlpässen geprägt. Aber das Highlight des Spiels, war der "Schiedsrichter"!)

56 Fotos und 2 Videos vom Spiel in der Galerie!

Spielbericht

Da haben wir noch einmal richtig Glück gehabt! Denn beinah wäre es zu einem ganz normalen (verrückten) Lok-Abend gekommen! Es wäre doch auch viel zu "langweilig" gewesen: Ein klarer 9:0 (4:0) Erfolg der Loksche im Nachholer gegen den Boxclub Eintracht Leipzig II, wieder viele Fans trotz des schlechten Wetters (1.485), viele Pyro (besonders durch die Eintracht-Fans im Gästeblock) ... Wäre das nicht langweilig gewesen?! Aber zum Glück gibt es da ja noch Herrn Denny Kaschel aus Taucha - seines Zeichen Schiedsrichter der 3. Kreisklasse und der absolute Star-Gast, quatsch "Publikumsliebling" des Abends. Ohne Herrn Kasche hätte es doch beinah einen wunderschönen, ruhigen Abend im altehrwürdigen Bruno-Plache-Stadions gegeben. Doch die anwesenden Fans wurden Zeugen von diesem: Schiedsrichter Kaschel begründete die witzlose Hinausstellung von Mike Heinze in der 82. Minute (Gelb-Rot) nach dem Spiel mit "unerlaubtes Verlassen und danach noch unerlaubtes Betreten des Spielfeldes" - macht für den "starken" Einzelkämpfer gleich zwei Mal Gelb. Da muss man dem Herrn Kasche schon auf die Schulter klopfen: Beim Stand von 8:0 für kräftig Unruhe zu sorgen (danach gab es gleich zwei Mal Gelb für die Loksche und wilde Abseitsentscheidungen), Tränen bei Mike Heinze heraus zu kitzeln. Höhepunkt: Er drohte Richtung Mike Heinze: "Wenn Sie das Spielfeld nicht verlassen, breche ich das Spiel sofort ab!" Und was hat Herr Kasche noch geschafft - keiner wird seinen Namen jemals vergessen! Aber widmen wir uns mal dem "Rest":

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz konnte heute bis auf Kapitän Uwe Trommer in Bestbesetzung auflaufen. So konnte auch Neuzugang Kevin Rienaß im Mittelfeld seine Punktspiel-Premiere für die Loksche feiern. Dagegen war der Spielerpass von Thomas Spiotta in Probstheida noch nicht angekommen. Für den verletzten Ersatzkeeper Patric Hillie stand übrigens Mannschaftsleiter Silvio Zimmermann offiziell als zweiter Torwart auf dem Spielberichtsbogen bei diesem "Auswärtsspiel" im Plache-Stadion. Und die Loksche begann gegen den Boxclub gleich wie die Feuerwehr - schon nach 100 Sekunden versenkte Torjäger René Heusel zum 1:0 für die "Gäste" (Keeper Sebastian Scheffler ließ eine Hänisch-Flanke von links genau vor die Füße des Lok-Stürmers fallen). Da fehlten sogar noch die "geilste" Anzeigentafel Europas - so sprangen erst einmal Mike Heinze und Daniel Nasada ein, bis die Mädels erschienen. Knappe 8 Minuten später gab es nach einem Foul an Tom Franke Freistoß - und das auch noch von der Strafraumgrenze. Ein "Fall" für Künstler Frank Wimberger - und der versenkte (mit Hilfe des Eintracht-Keepers) die Kugel zum 2:0 ins rechte Eck. Sekunden später dann schon die nächste Großchance, doch der heute sehr glücklose Ronny Richter scheiterte am nun stärker werdenden Sebastian Scheffler im Eintracht-Tor (11.). In der 19. Minute war Scheffler dann aber chancenlos - nach einer Flanke von rechts, zielte Maik Hänisch aus 12 Metern genau ins rechte Eck - 3:0! Doch leider ging es so, trotz Großchancen von Heusel (aus 16 Metern hielt der Keeper/21. und Freistoß von halb links/24.), nicht so weiter. Zu viele Fehlabspiele prägten das Lok-Spiel - trotzdem ergab sich für den Boxclub nicht eine ernsthafte Torchance im gesamten Spiel. "Erst" in der 34. Minute durften die frierenden Lok-Fans wieder richtig jubeln: Sturmglatze Ronny Richter setzte sich im Zweikampf klasse durch, so dass die Kugel genau bei René Heusel landete, der ohne Probleme aus 12 Metern zum 4:0 versenkte. Die letzte Großchance vor der Pause besaß dann noch Tom Franke, der aber nach einem Eckball den Keeper "berühmt schoss" aus 6 Metern ...

Während der Halbzeitpause überreichte Inferno Lok Leipzig einen Scheck über 1.000 Euro für die F-Jugend des 1.FC Lok, sowie einen frischen Trikotsatz und jede Menge Bälle - F-Jugend Keeper Giovanni bedankte sich danach für die tolle Spende der Infernos. Zurück zum Spiel: In Halbzeit zwei zogen sich die Eintracht-Kicker nun noch mehr Richtung eignen Strafraum zurück - und wurden dazu von ständigen Krämpfen geplagt (Trainer und Kapitän Heiko Petzold musste schon nach 29 Minuten verletzt raus)! Doch es half ihnen nicht fiel, den drei Minuten später lenkte der gerade eingewechselte Torsten Wittig einen Schuss von Maik Hänisch zum 5:0 ins eigne Tor. In der 56. Minute zirkelte "Freistoß-Gott" die Kugel aus 19 Metern knapp über die Querlatte. Kurz darauf verletzte sich Tom Franke - für ihn kam Daniel Nasada ins Spiel. Der durfte in der 59. Minute, beim 6:0-Treffer von Frank Wimberger, gleich mitjubeln. Freistoß von rechts: Wimberger führt kurz auf Maik Hänisch aus, Hänisch legt die Kugel wieder zurück auf Wimberger - und der hält aus 17 Metern (zentrale Position) einfach drauf und trifft ins linke Eck. In der 67. Minute dann die erste gute Torchance des zur Halbzeit eingewechselten Mike Heinze, der aber von halb rechts am langen Pfosten vorbei zielte. Doch schon wenige Sekunden später machte es Heinze besser! Ronny Richter setzte sich auf links durch und legte auf Höhe der Grundlinie zurück in die Mitte, wo Mike Heinze aus 5 Metern nur zum 7:0 einschieben musste. Nur knappe 150 Sekunden später erhöhte Torjäger René Heusel auf 8:0! Frank Wimberger hob die Kugel aus 16 Metern in Richtung Torraum, wo der Lok-Stürmer überlegt verwandeln konnte. Als sich langsam alle Richtung Schlusspfiff orientierten, kam der große Auftritt von Schiedsrichter Denny Kasche aus Taucha - die 82. Minute: Mike Heinze verletzte sich leicht an der Hand und wollte sich von Physiotherapeut Uwe Zimmermann ein Schluck Wasser geben lassen (das Spiel war wegen eines Freistoßes unterbrochen) - ohne das Spielfeld wirklich richtig zu verlassen. Als Heinze zurück Richtung Spielmitte laufen wollte, kam Herr Kasche auf ihn zu - und zückte erst Gelb, dann Rot! Die komplette Lok-Mannschaft verstand die Welt nicht mehr - auf dem Spielfeld behauptete der Schiri erst "der Spieler hatte schon Gelb", ohne vorher eine Gelbe Karte im Spiel gezeigt zu haben. Nach dem Spiel dann die absurde Begründung! Und im Spielberichtsbogen stand dann: Wegen Reklamierens und unerlaubten Betreten des Spielfeldes! Das Spiel endete noch mit zwei Gelben Karten gegen Hänisch und Heusel und dem 9:0 von René Heusel (sein 40. Saisontreffer in der 3. Kreisklasse!) in der 87. Minute. Mit dem Schlusspfiff hätte es beinah noch zweistellig werden können, doch Heusel traf per Heber nur den linken Pfosten.

Fazit: Der Schiedsrichter war der Star des Abends! Ansonsten wieder ein klarer Lok-Erfolg, wobei die "Gäste" sich im ersten Durchgang aber einfach noch zu viele Fehlabspiele leisteten. Aber die Loksche ist ja auch erst seit knapp einer Woche offiziell wieder im Training - da bleibt noch viel Zeit, um die Form zu steigern. Kompliment auch an die umtriebigen Eintracht-Fans, die mit jeder Menge Pyro die Fans im Plache-Stadion unterhielten. Aber wie gesagt, dies wurde alles durch einen anderen Hauptakteur überlagert ... Am Sonntag spielt der 1.FC Lok beim SV Brehmer zum Test, unter der Woche folgt dann ein Spiel in Pegau!

(von Ronny John)