Freundschaftsspiel  Saison 2005/2006
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

FC Energie Cottbus II
3 5

Spieldaten
 
Datum
26. Januar 2006
Uhrzeit
18.30 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
200
Schiedsrichter
Grußler (Großlehna)
Torschützen
0:1 Schuster (20.), 0:2 Marrack (38.), 0:3 Schuster (43.), 0:4 Lindner (45.), 0:5 Görisch (48.), 1:5 Irrgang (53.), 2:5 Peßolat (69./Eigentor), 3:5 Heusel (88.)
Gelb
Keine!
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1.FC Lokomotive Leipzig
FC Energie Cottbus II
20 Christoph Milkau (ab 46. 1 Enrico Gehrke)
12 Norman Teichmann (ab 46. 1 Alexander Walter)
19 Frank Wimberger
7 Manuel Zemlin (ab 28. 19 Marc Hübsch)
16 Sven Böhm (ab 73. 13 René Roßberg)
8 Ralf Marrack (ab 46. 3 Marko Görisch)
18 Dirk Hänisch
9 Romano Lindner
7 Sven Dobiasch
11 Martin Hoßmang
11 Marcus Würzberger
14 Paul Schuster (ab 63. 4 Amir Haroon)
12 Georg Siebert (ab 60. 6 Henrik Amme)
15 Arne Feick (ab 63. 13 Benno Göschick)
5 Maik Hänisch (ab 60. 4 Felix Diener)
16 Sebastian Nuhs (ab 46. 10 Marcus Winkler)
3 André Irrgang
18 Philipp Unversucht
9 Thomas Wetzig
20 Toni Lempke
10 René Heusel
22 Matthias Peßolat

Trainer
Rainer Lisiewicz
Thomas Köhler

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Die zweite Halbzeit haben wir mit 3:1 gewonnen - das ist sehr positiv. Die Gegentore drei bis fünf hätten nicht passieren dürfen. Da haben wir zu viele Fehler gemacht. Zudem sind wir nach ganz guten 20 Anfangsminuten einfach zu wenig gelaufen!"

Wertung

2,5 Sterne (Die frierende Fans sahen ein torreiches Spiel - die Loksche drehte erst im zweiten Durchgang richtig auf!)

18 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Eistest: Der 1. FC Lokomotive Leipzig verlor am Donnerstag Abend unter Flutlicht ein Testspiel gegen die Oberliga-Reserve vom FC Energie Cottbus mit 3:5 (0:4). Vor knapp 200 frierenden Fans (minus 5 Grad!) im Bruno-Plache-Stadion verschließen die Lok-Kicker nach guten Anfangsminuten die nächste halbe Stunde - 0:5 stand es nach 48. Minuten. Danach holte die Loksche aber noch einmal auf und zeigte noch ansprechenden Fußball auf einem "knüppelhart" gefrorenen Rasen.

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz musste unter anderem auf Thomas Spiotta (kommt am Freitag aus den Flitterwochen zurück), Patrick Lesser (kehrt jetzt aus China von der Arbeit zurück), Mathias Klopf und Kevin Rienaß (beide noch verletzt). So kam Sven Böhm (kam vor der Winterpause aus Bayern zurück in die Messestadt) auf Rechtsaußen zum Einsatz. Auf der Bank nahmen die zwei A-Jugendlichen Henrik Amme und Felix Diener Platz - sowie René Roßberg aus der II. Mannschaft. Zunächst begann das Spiel recht ausgeglichen - nach zwölf Minuten die erste gute Lok-Flanke von Sven Böhm. Doch René Heusel köpfte aus 14 Metern genau in die Arme von Energie-Keeper Norman Teichmann. Fünf Minuten später bekam die Lok-Abwehr dann aber den Ball einfach nicht weg und so zog Ralf Marrack aus 16 Metern frei ab. Doch Kapitän Frank Wimberger fälschte noch zur Ecke ab. Drei Minuten später war es dann aber passiert: Nach einem etwas umstrittenen Freistoß hielt Martin Hoßmang aus 20 Metern drauf. Keeper Milkau konnte nur abprallen lassen und Paul Schuster nutzte dem Abpraller zum 0:1. Zehn Minuten nach dem Rückstand, aus Lok-Sicht, probierte es Torschütze Schuster noch einmal aus 14 Metern. Doch Lok-Keeper Milkau packte sicher zu - dann aber die "Schlafphase" der Lok-Defensive. Erst setzte sich Arne Feick auf links bis zur Grundlinie durch und gibt in die Mitte, wo Ralf Marrack aus 5 Metern nur noch zum 0:2 einschieben musste (38.). Fünf Minuten später segelte eine Ecke von rechts in den Lok-Strafraum, Dirk Hänisch steht zu weit von Schuster weg und dieser köpfte dann unbedrängt aus 8 Metern zum 0:3 ein. Doch es sollte noch "schlimmer" kommen: Sekunden vor dem Halbzeitpfiff vom Schwachen Schiri Grußner aus Großlehna tanzte Romano Lindner die gesamte Hintermannschaft aus und schob noch zum 0:4 ein.

Gleich nach Wideranpfiff - und wechseln auf beiden Seiten - entschied Schiri Grußner aus knapp 19 Metern auf Freistoß für Energie. Der eingewechselte Marko Görisch trat an und drosch die harte Kugel (an der wohl falsch positionierten) zum 0:5 in die Maschen. Danach fing sich aber die Elf von Trainer Lisiewicz, der in der kurzen Halbzeitpause noch mächtig laut werden musste. Schon in der 53. Minute eine tolle Aktion von Mittelfeld-Motor Marcus Würzberger auf links, der zirkelte den Ball noch Richtung langen Pfosten und dort lauerte André Irrgang, der aus drei Metern nur noch den Fuß hinhalten musste. In der 59. Minute probierte es Romano Lindner aus 10 Metern, aber Enrico Gehrke (stand in Durchgang zwei im Lok-Kasten) rettete zur Ecke. Nur 100 Sekunden später schickte Frank Wimberger mit einem langen Ball Stürmer Thomas Wetzig, der aber aus 8 Metern an Alexander Walter scheiterte. Kurz darauf wieder eine Großchance für Wetzig, der sich aber gegen Keeper Walter freistehend keinen Heber zutraute (65.). Vier Minuten später durften die Lok-Fans dann aber doch noch jubeln - dabei half aber Cottbus mächtig mit. Abwehrmann Matthias Peßolat unbedrängt mit einem Rückpass auf Keeper Alexander Walter - der wollte den Ball mit der Innenseite stoppen. Doch Walter verfehlte die Kugel und schwups stand es 2:5. Auch in den folgenden Minuten einige erwärmende Szenen auf dem "Rasen". Doch erst der Cottbuser Pechvogel Peßolat konnte in der 86. Minute aus 9 Metern wieder richtig für Gefahr sorgen. Auf der Gegenseite tolle Zusammenspiel von Würzberger und André Irrgang. Irrgang schickte dann Torjäger René Heusel, der mit Ball seinen Gegenspielern davon lief und "eiskalt" zum 3:5 aus 11 Metern ins rechte Eck traf (88.). Den Abschluss dieses dann doch ganz unterhaltsamen Test-Spielchen hätte eigentlich Marc Hübsch markieren müssen. Doch das eingewechselte Energie-Talent schoss aus 8 Metern frei links vorbei.

Fazit: Wenn die kollektive "Schlafeinlage" zwischen der 20. und 50. Minute nicht gewesen wäre, hätte das Ergebnis gegen den Oberligisten (4. Liga) für den Kult-Siebtligisten aus Probstheida sogar noch besser ausfallen können. Ein Unterschied von drei Klassen war jedenfalls nicht zu sehen. Die Energie-Talente spielten aber schon eine technisch sauberen Fußball, hatten aber bei einigen Rutscheinlagen (verständlicherweise) Probleme mit dem tief gefrorenen Boden. Wiedersehensfreude übrigens auf der Gäste-Bank: Der ehemalige VfB-Kicker Franklin fungiert bei Cottbus nun als Co-Trainer. Und: Der Test am Samstag in Lauchhammer wurde heute leider endgültig abgesagt ...

(von Ronny John)