Freundschaftsspiel  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

SV Lokomotive Engelsdorf

1. FC Lokomotive Leipzig
1 1

Spieldaten
 
Datum
26. Juli 2006
Uhrzeit
18.30 Uhr
Spielstätte
Sportplatz Hans-Weigel-Straße (Leipzig-Engelsdorf)
Zuschauer
300
Schiedsrichter
-
Weichert - Köllner
Torschützen
1:0 Weichert (67.), 1:1 Knoof (70.)
Gelb
-
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
SV Lok Engelsdorf
1. FC Lokomotive Leipzig
22 Jan Donath 
1 Jan Evers
2 Thomas Dietz
17 Holger Krauß
3 Holm Geißler
7 Sven Dobiasch
4 Jörg Fischer
19 Anton Köllner
5 Enrico Egermaier
18 Dirk Hänisch (ab 46. 14 Kevin Rienaß)
6 Patrick Jacobi
 
3 Marcel Hensgen (ab 46. 13 Stephan Knoof)
7 Daniel Mißlitz
2 Robert Sommer (ab 74. 19 Pierre Trinko)
10 Tom Zipfell
5 Eric Eiselt (ab 74. 15 Mathias Hellmund)
14 Marco Weichert
9 Sascha Hoffmann (ab 46. 12 Sven Hellmund)
18 Robert Neumeister
10 René Heusel  (ab 61. 16 Felix Diener)
19 René Tauchnitz
11 Christopher Blümel

Trainer
-
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Der Test hat seinen Zweck erfüllt. Wir haben nach dem 0:1 Moral bewiesen. Allerdings war ich mit der Chancenverwertung heute natürlich nicht zufrieden. Wir haben zu viele Hundertprozentige vergeben!"

Wertung

2 Sterne (Nicht nur Trainer Rainer Lisiewicz war mit der Chancenauswertung heute nicht zufrieden - da war eindeutig mehr drin!)

14 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Wenn man vorne sündigt... Beim Test des 1.FC Lok beim Bezirksklassisten SV Lokomotive Engeldorf stand am Ende ein mageres 1:1 (0:0) auf dem Spielberichtsbogen. Allerdings spielte sich die Begegnung fast ausschließlich im Strafraum des Gastgebers ab.

Insgesamt fanden 300 Zuschauer den Weg zum Engelsdorfer Sportplatz in der Hans-Weigel-Straße und die sahen einen flotten Beginn der Loksche, die heute auf insgesamt 17 Akteure zurückgreifen konnte. Nach der ersten von 12 Ecken für den Gast stand Christopher Blümel richtig, traf den Ball allerdings nur suboptimal und Jan Donath im Engelsdorfer Kasten hielt den flachen Schuss (4. Minute). Im Spielverlauf hatte der Keeper immer wieder Unsicherheiten gezeigt, die allerdings auch durch Platzfehler in den Strafräumen provoziert wurden. Ansonsten spielte das Bezirksligateam auf dem guten Geläuf nach vorn und versuchte seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Erst schob Christopher Blümel aus Abseitsposition den Ball ins Netz (5.) und vier Minuten später hob er einen von der Strafraumgrenze gefühlvoll das Leder und Jan Donath klärte zur Ecke. Weiter ging es mit einer Dobiasch-Chance und einer darauf folgenden Ecke durch Eric Eiselt, dessen Hereingabe René Heusel, Anton Köllner und Christopher Blümel verpassten (18.). Auf der Gegenseite taucht plötzlich Patrik Jacobi vor Jan Evers auf, doch er nutzt die erste Gelegenheit aus halbrechter Position nicht (22.). Im Gegenzug nimmt der heute glücklose René Heusel einen langen Ball von Eric Eiselt im Strafraum an, doch vertändelt ihn dann wieder. Christopher Blümel aus 17 Metern und Eric Eiselt aus 18 prüfen wenige Sekunden später wieder den Hüter. Immer noch kein Tor und der angerührte Beton hält noch in Engelsdorf. Als Robert Neumeister durchbricht und sechs Meter vorm Lok-Kasten abzieht, hält der beschäftigungsarme Jan Evers mit einer Glanzparade. In Minute 26 zeigt dann die Lisiewicz-Elf wieder wie man ein Großchance vergibt. Eric Eiselt flankt von links in den Strafraum, René Heusel leitet an Anton Köllner weiter, der allerdings aus drei Metern über das Tor vollendet. Sven Dobiasch (37., 39.) und Robert Sommer (44.) dürfen auch noch mal zielen, bevor es wieder eine Einzelaktion der Engeldorfer ist, die den ersten Abschnitt beendet. Marco Weichert verpasst mit einem gekonnten Drehschuss aus 20 Metern nur knapp das Gehäuse des 1.FC Lok.

Spielerisch und läuferisch hatte der Gastgeber sich sehr zurückgehalten und dafür die Loksche 120 Prozent gegeben. Dies zeigte sich in der zweiten Halbzeit. Zwar drückte, die in der harten Vorbereitung steckende Lisiewicz-Truppe weiter doch die Genauigkeit ging etwas verloren. Der Offensiv-Express aus Probstheida rollte wieder los. Eric Eiselt bringt einen Freistoß von rechts nach innen, der eingewechselte Sven Hellmund legt auf Christopher Blümel, der frei aus acht Metern den Torwart anschießt (56.). Der Tüchtige schien heut kein Glück zu haben. Keine klaren Chancen trotz Belagerungszustand führen zu schnellen Gegenstößen. So geschehen in Minute 67. Enrico Egermaier schickt Marco Weichert auf rechts. In sehr stark abseitsverdächtiger Position kommt der an den Ball und schiebt aus 17 Metern den Ball an dem chancenlosen Jan Evers vorbei. Lok hat die Chancen, Engelsdorf macht die Tore. Welch Ironie. Auch wenn sich die überwältigende Mehrheit über die Abseitsstellung einig war, passte dies symptomatisch zum Spielverlauf. Vielleicht noch im Siegestaumel verliert Engeldorf den Ball am eigenen Strafraum und Stephan Knoof zieht direkt aus 17 Metern ab. Ein Strich landet halbhoch im rechten Eck (70.). Eine Portion Wut war wohl auch in diesem strammen Schuss. Jetzt wollte der 1.FC Lok natürlich noch den Sieg. Allerdings war es Enrico Egermaier, der sich durchtankte und aus 20 Metern den Ball an Jan Evers vorbei schob. Auf der Torlinie rettete dann Kevin Rienaß in letzter Sekunde. Endlich auch mal Glück gehabt. Felix Diener kam nach einer Flanke von Pierre Trinko noch zu einer Kopfballchance (75.) und Sven Hellmund bekam den Ball im Strafraum nicht unter Kontrolle (79.). So endete die Partie nur 1:1.

Fazit: Eine spielerisch überzeugende erste Hälfte und ein insgesamt sehr druckvolles Spiel, wenn man das momentane Trainingspensum bedenkt. Ein Tor hat gefehlt und dann hätte auch das Ergebnis den Wünschen den Fans genügt.

(von Matthias Löffler)