Freundschaftsspiel  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

VfK Blau-Weiß Leipzig 1892

1. FC Lokomotive Leipzig
1 1

Spieldaten
 
Datum
02. August 2006
Uhrzeit
18.30 Uhr
Spielstätte
Stadion der Freundschaft (Leipzig)
Zuschauer
250
Schiedsrichter
-
Walther (Machern)
Torschützen
1:0 Krahmer (36.), 1:1 M. Hellmund (43.)
Gelb
Prochaska, Naumann - Eiselt, Heusel
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
VfK Blau-Weiß Leipzig
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Mirko Herrmann (ab 46. 20 Daniel Arnold) 
20 Christoph Milkau
2 Tony Deichfuß
21 Sascha Hoffmann (ab 46. 17 Holger Krauß)
3 Ronald Werner
7 Sven Dobiasch
4 Jörg Winkler
18 Dirk Hänisch (ab 46. 19 Anton Köllner)
5 Daniel Wolf
4 René Ledwoch
6 Kai Werner
 
15 Sven Hellmund (ab 46. 3 Marcel Hensgen)
7 Tom Prochaska (ab 77. 14 Marcus Wadewitz)
2 Robert Sommer (ab 73. 8 Matthias Polefka)
8 Michael Krahmer
12 Matthias Hellmund (ab 46. 5 Eric Eiselt)
9 Andre Sommer (ab 46. 12 Stefan Ruhnke)
13 Stephan Knoof
10 Michael Naumann
23 Pierre Trinko (ab 46. 10 René Heusel)
11 Denny Rekos (ab 73. 13 Philipp Marx)
16 Felix Diener (ab 46. 14 Kevin Rienaß)

Trainer
Ronald werner
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Das weder Fisch, noch Fleisch. Wir haben heute wirklich den treuen Fans nicht viel gezeigt. Es waren einfach zu viele Abspiel- und Stockfehler im Spiel. Dazu erspielten wir uns im zweiten Durchgang kaum Torchancen. Die linke Seite fand ich ganz ansehnlich, aber von der rechten Seite kam fast gar nichts. Wichtig wird aber sein, wie die Mannschaft am 18. August zum ersten Pokal-Spiel drauf ist!"

Wertung

1,5 Sterne (Die "1 b" Elf verkaufte sich im ersten Durchgang besser, als die "1 a" Mannschaft in Halbzeit zwei. Insgesamt ein ganz müder Kick!)

27 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Gut das die Saison erst in etwas mehr als zwei Wochen los geht: Der 1. FC Lok Leipzig kam in einem Testspiel bei Liga-Rivale VfK Blau-Weiß Leipzig nämlich über ein 1:1 (1:1) Unentschieden nicht heraus. Was die rund 250 Fans im Stadion der Freundschaft zu sehen bekamen, war nicht wirklich viel. Erstaunlich: Die so genannte "1 b" Elf (O-Ton Trainer Lisiewicz) des 1. FC Lok verkaufte sich in Halbzeit eins eigentlich besser, als die "1 a" Formation in Durchgang zwei. Besonders ärgerlich für die Fans zudem: 4 Euro Eintritt wurden verlangt. Nicht unbedingt normal für ein Testspiel ...

Trainer Rainer Lisiewicz entschied sich diesmal den Spielern aus der "zweiten Reihe" von Anfang an eine Chance zu geben. So saßen die "Oldies" wie Holger Krauß oder René Heusel erst einmal auf der Bank. Beim Gastgeber schnürte Trainer Ronald Werner selbst noch mal als Libero die Töppen. Gespielt wurde übrigens auf einem 10 Metern verkleinerten Spielfeld - die Torauslinien wurden auf jeder Seite 5-Meter nach gerückt. Offiziell: Damit der 5-Meter-Raum sich erholen kann und das Gras wieder anwächst. Die erste Chance im Spiel durfte in Minute 15 notiert werden. Ersatz-Stürmer Felix Diener kam aus 14 Metern (nach schönem Solo) zum Schuss, doch VfK-Keeper Mirko Herrmann packte sicher zu. 120 Sekunden später die erste Chance für Blau-Weiß. Michael Krahmer probierte es aus 18 Metern mit einem Heber von halb rechts, doch die Kugel klatschte nur aufs Tornetz. Lok-Keeper Christoph Milkau (kehrte erst gestern mit Polefka aus dem Mallorca-Urlaub zurück) brauchte nicht eingreifen. In der 26. Minute zog der starke Stephan Knoof aus 16 Metern ab, Keeper Herrmann kann nur prallen lassen - doch den Nachschuss setzte Ersatz-Stürmer Nummer zwei (Robert Sommer) links vorbei. Wenige Sekunden später brachte Knoof eine Ecke von links in den Strafraum, doch aus 11 Metern scheiterte René Ledwoch an Keeper Herrmann (27.). In der 32. Minute setzte sich Nordhausen-Neuzugang Matthias Hellmund mal auf rechts durch, doch die Kugel zischte knapp links am VfK-Tor vorbei. Auf der Gegenseite probierte es Blau-Weiß mit einem Konter über Michael Naumann, doch der schoss Christoph Milkau freistehend aus 12 Metern genau in die Arme. Nur wenige Sekunden später machte es Michael Krahmer allerdings besser. Nach einer schönen Flanke von Jörg Winkler von links, nickt Krahmer am langen Pfosten aus 5 Metern zum 1:0 für den Gastgeber ein. Doch die Loksche kämpfte und wollte diesen Rückstand, zumindest bis zur Pause, korrigieren. Doch nur Sekunden nach dem Führungstreffer wurde ein Schuss von Felix Diener abgeblockt und beim Nachschuss von Robert Sommer rettete der VfK-Torhüter noch zur Ecke. Dann die 42. Minute: Freistoß für Lok von halb rechts. Ein Fall für Techniker Stephan Knoof, der die Lederkugel genau auf den Kopf von Matthias Hellmund zauberte und dieser brauchte aus 7 Metern per Kopf nur noch vollenden - 1:1.

Im zweiten Durchgang wechselte Trainer Rainer Lisiewicz gleich sechs frische Spieler ein. Die Loksche nach dem Pausentee auch technisch und spielerisch überlegen - doch es fehlte (jegliche) Durchschlagskraft. Viel zu selten wurde mal aufs Torgeschossen oder die ein oder andere Standardchancen gefährlich verwertet. So durfte man sich in der 68. Minute nur den Schuss von Eric Eiselt aus 20 Metern (links vorbei) und den Konter von Blau-Weiß in der 79. Minute (Jörg Winkler schickte Philipp Marx, aber Milkau hielt aus 18 Metern sicher) notieren. Dazu kam zehn Minuten vor dem Schlusspfiff noch ein weiterer Fernschuss von Mittelfeld-Regisseur Eiselt, doch Blau-Weiß Keeper Nummer zwei - Daniel Arnhold - packte sicher zu. Danach setzte das erste kleine Gewitter ein und die meisten Fans verließen (nicht nur deswegen?!) schon voreilig den heiligen Untergrund des Stadion des Friedens.

Fazit: Ein Test ohne viele Aufschlüsse. Außer diesem: Es passt noch nicht "alles". Zu viele Stockfehler im Aufbauspiel, auch Unstimmigkeiten im Abwehrbereich waren zu sehen. Doch Zeit nur Wiedergutmachung gibt es bereits am Freitag in Torgau (19 Uhr) und am Samstag bei der Saisoneröffnung gegen den 1. FC Gera (14 Uhr/Plache-Stadion).

(von Ronny John)