Freundschaftsspiel  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

1. FC Gera 03
1 2

Spieldaten
 
Datum
05. August 2006
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
441
Schiedsrichter
Frank Pöckelmann (Lindenthal)
Torschützen
1:0 Heusel (18.), 1:1 Embingou (64.), 1:2 Embingou (82.)
Gelb
Hensgen - Barich, Tews
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
1. FC Gera 03
1 Jan Evers (ab 46. 20 Christoph Milkau)
1 Rafael Bachmann (ab 46. 12 Jens Roß)
17 Holger Krauß
21 Stefan Bloß (ab 61. 17 Chris Fugmann)
19 Anton Köllner (ab 60. 23 Pierre Trinko)
18 Tobias Friedrich
14 Kevin Rienaß (ab 77. 8 Matthias Polefka)
5 André Tews
2 Robert Sommer (ab 77. 12 Matthias Hellmund)
6 Frank Bangemann
4 René Ledwoch (ab 70. 16 Felix Diener)
7 Enrico Neubert
13 Stephan Knoof (ab 46. 7 Sven Dobiasch)
11 Marco Weißhaupt
21 Sascha Hoffmann (ab 46. 3 Marcel Hensgen)
19 Sebastian Barich
5 Eric Eiselt
10 Marc Janke (ab 61. 14 Christian Schmidt)
11 Christopher Blümel (ab 77. 15 Sven Hellmund)
9 Rock-Simplice Embingou
10 René Heusel (ab 77. 18 Dirk Hänisch)
20 Mike Sadlo

Trainer
Rainer Lisiewicz
Nico Quade

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Ich bin nicht zufrieden, da wir unverdient verloren haben. Gera hat unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. Bei uns hat der finale Pass gefehlt. Sonst haben wir gut mitgehalten und ich konnte einige Erkenntnisse erzielen. Zudem darf man nicht vergessen, dass wir auch gestern schon ein Spiel hatten!“

Wertung

2,5 Sterne (Gera bestrafte die Lok-Fehler eiskalt - ansonsten wäre ein Remis wohl das gerechte Resultat, an einem sehr regnerischen Tag, gewesen!)

40 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Verregnete Saisoneröffnung: Bei Dauerregen fanden immerhin 441 Zuschauer den Weg ins kühle Bruno-Plache-Stadion. Am Ende sahen sie eine knappe 1:2 (1:0) Niederlage gegen den Vize-Meister aus Thüringen, dem 1. FC Gera 03 (mit den ehemaligen VfB-Kickern Embingou und Sadlo). Insgesamt wäre wohl ein Remis das gerechte Resultat an diesem Nachmittag gewesen, doch Offensiv-Mann Rock Embingou nutzte die Lok-Fehler gleich doppelt aus und machte so den Unterschied. Trotzdem zeigten die Lok-Kicker auf dem heimischen Rasen eine durchaus ansprechende Leistung, die Hoffnung macht, dass Saisonziel (Landesliga-Aufstieg) zu erreichen.

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz konnte, bis auf die Langzeitverletzten Thomas Wetzig und Rico Engler, wieder aus dem vollen schöpfen. Bei den Gästen aus Thüringen kickten mit Stefan Bloß, Tobias Friedrich, Rock Embingou, Mike Sadlo und Sebastian Barich einige klangvolle (Leipziger) Namen mit. Und die erste Chance im Spiel sollte auch Gera gehören, als Marc Janke aus 11 Metern per Flugkopfball den überzeugenden Jan Evers das erste Mal testete (3. Minute). In der 8. Minute dann auch die erste Gelegenheit für die Loksche, doch ein Freistoß von Holger Krauß aus 25 Metern ging knapp links am Tor von Rafael Bachmann vorbei. Nach knapp einer Viertelstunde kam auf der Gegenseite wieder Marc Janke zum Schuss, doch aus 14 Metern konnte Evers noch zur Ecke retten. Dann die 18. Minute: Sascha Hoffmann schnappte sich auf Höhe der Mittellinie den Ball und schickte von der linken Seite den Torjäger René Heusel. Der stiefelte allein auf Keeper Bachmann zu, behielt die Nerven und verwandelte zur umjubelten 1:0 Führung. Danach passierte nicht mehr viel. Beide Mannschaften neutralisierten sich meist im Mittelfeld. Bis auf die 32. Minute - da köpfte Frank Bangemann völlig freistehend aber links am Lok-Tor vorbei. Gute 5 Minuten später zog Marco Weißhaupt ab, Stürmer Mike Sadlo spritzte dazwischen, doch mit einem klassen Reflex lenkte Evers die Kugel noch zur Ecke. Mit dem Pausenpfiff brachte Christopher Blümel einen Freistoß von halb links (gute 22 Meter) Richtung Geraer Tor, Rafael Bachmann hatte so seine Mühe und rettete zur Ecke.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wechselte Trainer Lisiewicz auf der Torhüterposition und brachte zudem Marcel Hensgen und Sven Dobiasch (für Knoof und Hoffmann) ins Spiel. Die Partie blieb die nächsten Minuten ohne echte Highlights. Wieder neutralisierten sich beide Teams schon im Mittelfeld - bis zur Einzelaktion von Rock Embingou in der 64. Minute. Der Kongolese (noch fit wie ein Turnschuh) schnappte sich rund 35 Metern vor dem Lok-Tor den Ball, lässt seinen Gegenspieler einfach stehen und versenkte aus 16 Metern ins rechte, untere Eck zum 1:1 Ausgleich. Fünf Minuten später zog Robert Sommer auf der Gegenseite einfach mal ab, der eingewechselte Schlussmann Jens Roß lässt nur abprallen, aber keiner kann den Fehler nutzen. In der 77. Minute setzte sich wieder Robert Sommer über rechts durch und am kurzen Pfosten schoss Christopher Blümel aus der Drehung (aus knapp 10 Metern) knapp übers Tor. Danach wurde kräftig durchgewechselt, trotzdem sahen die Lok-Fans in der 80. Minute die wohl beste Kombination im Spiel. Eric Eiselt spielte elegant auf Sven Hellmund auf links, der sieht seinen Zwillings-Bruder Matthias Hellmund in der Mitte - doch die Direktabnahme aus 14 Metern ging knapp übers Gäste-Tor. Wie man es "besser" macht, zeigte der starke Rock Embingou nur 120 Sekunden später. Nach einem verpatzten Abschlag von Christoph Milkau bediente Sebastian Barich (per Traumpass!) den Kongolese und dieser versenkte wieder eiskalt aus 14 Metern zum 1:2. Kurz vor dem Schlusspfiff hätte der eingewechselte Chris Fugemann beinah einen Patzer von Eric Eiselt zum dritten Gäste-Treffer genutzt, doch der Heber aus 16 Metern landete auf dem Lok-Kasten.

Fazit: Ein Unentschieden wäre an diesem verregneten Nachmittag wohl das "gerechte" Resultate gewesen. Doch der eiskalte Rock Embingou machte heute den Unterschied aus. Insgesamt konnten die Kicker von Trainer Rainer Lisiewicz gegen den Vize-Meister aus Thüringen aber gut mithalten und machten es Gera (besonders im ersten Durchgang) sehr schwer. Und so verwunderte es auch nicht, dass man nach dem Schlusspfiff auf Gäste-Seite der einhelligen Meinung war: "Dieser 1. FC Lok wird auf jeden Fall aufsteigen!" Wollen wir´s hoffen ...

(von Ronny John)