Freundschaftsspiel  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

Hallescher FC
1 3

Spieldaten
 
Datum
12. August 2006
Uhrzeit
18.30 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
359
Schiedsrichter
Robert Franke (Zwönitz)
Torschützen
0:1 Döring (42.), 0:2 Wille (56.), 0:3 Wille (71.), 1:3 Engler (78.)
Gelb
Keine!
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
Hallescher FC
1 Jan Evers
1 Matthias Küfner (ab 46. 23 Martin Geisthardt)
17 Holger Krauß (ab 54. 2 Robert Sommer)
2 Robert Pietsch (ab 46. 3 Alexander Gröger)
19 Anton Köllner (ab 46. 6 Pierre Trinko)
4 Pawel Wojtala
14 Kevin Rienaß (ab 72. 8 Matthias Polefka)
5 Lars Georg (ab 46. 7 Torsten Kühnast)
18 Dirk Hänisch
10 Christian Fährmann (ab 46. 8 Maik Kunze)
4 René Ledwoch (ab 46. 3 Marcel Hensgen)
11 Uwe Sokolowski (ab 74. 16 Robert Römer)
13 Stephan Knoof
13 Sven Döring (ab 46. 9 Manuel Endres)
15 Sven Hellmund (ab 72. 22 Sascha Hoffmann)
14 Volkan Kiral (ab 63. 21 Benedikt Seipel)
5 Eric Eiselt (ab 66. 12 Matthias Hellmund)
15 Christian Kamalla
11 Christopher Blümel (ab 54. 21 Rico Engler)
18 Philipp Wanski (ab 8. 22 David Quidzinski)
10 René Heusel (ab 54. 16 Felix Diener)
20 Alexander Gleis (ab 46. 17 Sebastian Wille)

Trainer
Rainer Lisiewicz
René Müller

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Wir können insgesamt zufrieden sein, da wir gut mitgehalten haben. Wir haben uns gut verkauft! Ich habe jedenfalls keinen 2-Klasse-Unterschied heute Abend gesehen, auch wenn Halle natürlich dies heute etwas lockerer gesehen hat. Wichtig war aber vor allem, dass wir nach der Stötteritz-Pleite gezeigt haben, das die Mannschaft intakt ist und gut Fußball spielen kann!“
René Müller (HFC-Trainer) "Das war für uns nur ein Trainingsspielchen. Aber man hat wieder gesehen, dass Lok gute Spieler in ihren Reihen hat. Bitter ist natürlich die schwere Verletzung von Philipp Wanski. Das ist ein herber Rückschlag für uns! Aber Sven Hellmund konnte nichts dafür. Er muss sich da keine Vorwürfe machen ..."

Wertung

3 Sterne (Insgesamt ein ganz unterhaltsamer Test-Kick in Probstheida - nur selten sah man einen Klassenunterschied!)

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Spielbericht

Champions League Dienstag - und Testspiel in Probstheida. 359 Zuschauer ließen sich das Duell zwischen Bezirksliga-Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig und Oberligist Hallescher FC auch zu eher Fußball-unfreundlicher Zeit nicht entgehen. Und bei der 1:3 (0:1) Niederlage aus Leipziger-Sicht brauchte keiner seinen Kommen zu bereuen. Die Loksche hielt lange gut mit, nur nach den zahlreichen Auswechslungen auf beiden Seiten, konnte der HFC die Vorteile des tiefen Kaders ausspielen. Leider überschattete die böse Verletzung des HFC-Stürmers Philipp Wanski die sonst mehr als friedliche Partie. Schon nach sechs Minuten zog sich Wanski einen glatten Schlüsselbeinbruch (auf der rechten Seite) im Duell mit Sven Hellmund zu. Aber der Reihe nach ...

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz begann mit der Elf, die auch am Wochenende gegen Nordwest starten könnte. Auch HFC-Coach und Torwart-Legende René Müller ließ größtenteils seine Stammkräfte ran. Die Loksche zwar nur Außenseiter, aber mit der ersten Großchance im Spiel. Sven Hellmund im Doppelpass mit Eric Eiselt, aber der Abschluss des Neuzugangs aus Nordhausen landete aus 10 Metern nur am linken Pfosten. Nur knappe vier Minuten später dann der unglückliche Zusammenprall zwischen Wanski und Sven Hellmund auf Höhe der Mittellinie. Gute Besserung an Wanski auch von dieser Stelle! Für ihn kam jetzt David Quidzinski ins Spiel. Weiter ging's mit einem Freistoß von Volkan Kiral, der aus rund 22 Metern an der Querlatte landete (12.). In der 16. Minute dann eine Glanzparade von Lok-Keeper Jan Evers gegen HFC-Stürmer Alexander Gleis, der aus 7 Metern zum Schuss kam. Auf der Gegenseite fischte Matthias Küfner einen Fernschuss von Eric Eiselt aus 26 Metern locker weg (24.). 11 Minuten später bediente eben dieser Eiselt den freien Christopher Blümel, doch der versuchte Seitfallzieher wurde von Küfner sicher pariert. In der 38. Minute setzte sich Blümel dann sehr ansehnlich gegen die HFC-Abwehr durch, passte zu Sturm-Kollege René Heusel. Doch aus 12 Metern verriss der Lok-Torjäger noch freistehend. Besser machte es da die Gäste von der Saale. 42. Minute: Sven Döring bekommt im Strafraum den Ball, kann ihn in Ruhe annehmen - Drehung um die eigene Achse und schon zappelte die Lederkugel aus 14 Metern im linken, unteren Eck zum 0:1. Schon kurz vor dem Führungstreffer konnte Evers einen Döring-Schuss aus 14 Metern nicht festhalten, den Nachschuss von Alexander Gleis klärte Kevin Rienaß auf der Linie (39.).

Die zweite Halbzeit war dann gekennzeichnet von vielen Wechseln. Und dem nächsten Treffer für Halle! Konter über Volkan Kiral, der spitzelte den Ball auf die rechte Seite zum eingewechselten Sebastian Wille. Der zögerte nicht lange und versenkte freistehend aus 12 Metern zum 0:2 (56.). Acht Minuten später fingerte Lok-Keeper Jan Evers einen Schuss von Manuel Endres noch zur Ecke. Kurz darauf war Evers aber machtlos ... Dicker Bock in der Lok-Abwehr. Dirk Hänisch kann gegen Maik Kunze nicht mehr klären, der bedient wieder "Joker" Sebastian Wille und der versenkte erneut eiskalt aus 12 Metern zum 0:3 (71.). Doch die Lok-Kicker wollten immerhin noch den mehr als verdienten Ehrentreffer. Und diesen besorgte Nachwuchs-Stürmer Rico Engler per Solo. Kurz vor dem Strafraum ließ er HFC-Kapitän Pawel Wojtala richtig alt aussehen und versenkte eiskalt aus 12 Metern ins linke Eck zum 1:3 Endstand.

Fazit: Ein durchaus unterhaltsames Testspiel, in dem der 1. FC Lok gut mithielt. Doch Halle nutzte seine Chancen effektiver und besaß auch die stärker besetzte Bank (z.B. kamen ein Maik Kunze, Manuel Endres und Torsten Kühnast frisch von der Ersatzbank). Positiv aber vor allem: Die Lok-Kicker zeigten, dass es in der Mannschaft noch stimmt und spielerisch viel möglich ist.

(von Ronny John)