1. Runde Bezirkspokal Leipzig Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

FSV 09 Beilrode
3 0

Spieldaten
 
Datum
18. August 2006
Uhrzeit
19.30 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
2.005
Schiedsrichter
David Zühlke (Elstertrebnitz)
Torschützen
1:0 Heusel (28.), 2:0 Heusel (36.), 3:0 S. Hellmund (68.)
Gelb
Knoof - Kramp
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
FSV 09 Beilrode
1 Jan Evers
1 Mirko Kretzschmar
17 Holger Krauß
11 Andreas Cyranek
19 Anton Köllner (ab 55. 21 Pierre Trinko)
3 Mirko Schwarz
14 Kevin Rienaß
15 Matthias Scheufler
7 Sven Dobiasch
14 Uwe Winkler
4 René Ledwoch
4 Michael Zschintzsch (ab 59. 9 Carsten Pierer-Rothmann)
13 Stephan Knoof
6 Matthias Kramp
2 Robert Sommer (ab 66. 15 Sven Hellmund)
13 René Herrmann (ab 74. 16 Christoph Lehmann)
5 Eric Eiselt (ab 74. 12 Matthias Hellmund)
7 Steffen Zschintzsch (ab 74. 17 Erik Dinter)
11 Christopher Blümel
8 Silvio Malter
10 René Heusel
10 Marko Gräfe

Trainer
Rainer Lisiewicz
Ronny Tänsch

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Heute wollte nur eine Mannschaft eine Runde weiterkommen - das hat man deutlich gesehen. Eigentlich will jeder Gegner in einem Pokalspiel etwas probieren, aber Beilrode heute wohl nicht. In der ersten Halbzeit haben wir zu langsam und mit zu vielen Abspielfehlern agiert. Im zweiten Durchgang haben wir mehr Druck gemacht. Ich bin insgesamt nicht unzufrieden, schließlich war es das erste Pflichtspiel!“

Wertung

2,5 Sterne (Den Gegner klar beherrscht und ohne Gefahr in die 2. Runde eingezogen - den Glanz hoben sich die Lok-Kicker für die nächsten Spiele auf!)

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Spielbericht

Im Schongang: Erfolgreicher Pflichtspiel-Saisonauftakt in Probstheida. Der 1. FC Lokomotive Leipzig gewann (erwartungsgemäß) ohne jegliche Probleme gegen Bezirksliga-Rivale FSV 09 Beilrode klar mit 3:0 (2:0). Vor 2.005 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion konzentrierten sich die Gäste fast 90 Minuten lang auf das verhindern einer hohen Niederlage. So konnte am Ende - schizophrener weise - beide Seiten mit dem Ergebnis leben. Die Loksche feierte den mühelose Einzug in die 2. Runde des Bezirkpokals und die Gäste feierten eine relativ "knappe" Niederlage. Schon nächste Woche geht es für die Lisiewicz-Truppe im Pokal entweder in Lobstädt oder Ostrau (wobei Ostrau in dieser Partie klarer Favorit ist) weiter. Aber der Reihe nach ...

Trainer Rainer Lisiewicz konnte bei der Saisonpremiere fast auf den gesamten Kader zurückgreifen - nur die Langzeitverletzten Thomas Wetzig und Kai Metzner fehlten noch - dazu Jung-Stürmer Rico Engler (Trainingsrückstand). So startete der 1. FC Lok mit Jan Evers im Kasten (die Torwart-Rotation wird die Saison fortgeführt), in der 4er-Abwehrkette spielten Anton Köllner und Kapitän Holger Krauß zentral - über die Außen kickten Kevin Rienaß und Sven Dobiasch. Das 4er Mittelfeld gestalteten René Ledwoch und Eric Eiselt zentral, dazu über Außen Robert Sommer und Stephan Knoof. Der Sturm wurde von Torjäger René Heusel und Neuzugang Christopher Blümel gebildet. Und trotz Anstoß für Beilrode, hätte es nach exakt 17 Sekunden schon 1:0 stehen können. René Heusel hielt aus 12 Metern (von halb links) drauf, Keeper Mirko Kretzschmar konnte nur abprallen lassen und den Nachschuss von Christopher Blümel aus 10 Metern bekommt der FSV-Schlussmann genau ins Gesicht. Doch die Szene war noch nicht vorbei - im nachsetzen landete ein Fallrückzieher (!) von Heusel knapp im rechten (Tor-)Aus. In der 8. Minute beförderte Holger Krauß die Lederkugel auf Christopher Blümel auf halb links, doch aus 10 Metern fing Kretzschmar den Kopfball des Lok-Stürmers weg. Knappe sieben Minuten später versuchte es Eric Eiselt mal aus 22 Metern, bevor die Gäste zu ihrer einzigen Konterchance kamen. Uwe Winkler bediente René Herrmann, doch dieser wirkte aus 12 Metern (und spitzen Winkel) zu nervös und schob den Ball am langen Pfosten vorbei (18.). Drei Minuten später ging es wieder auf der Gegenseite ab, doch ein 25-Meter-Flachschuss von Holger Krauß entschärfte Keeper Mirko Kretzschmar im nachfassen. Dann die 28. Minute - und die Erlösung. Zunächst wechselte Holger Krauß mit langem Ball die Seite, Robert Sommer legte von links per Kopf zurück in die Strafraummitte. Dort lauerte Christopher Blümel, dieser zog aus 11 Metern sofort ab und am langen Pfosten steht René Heusel goldrichtig und lenkt aus 5 Metern den Ball zum 1:0 ins Netz. Ein sehenswerter Treffer! Doch weiter ging es mit dem Einbahnstraßenfußball. In der 33. Minute bediente Eric Eiselt Torjäger Heusel, Schuss (oder Vorlage?) aus 7 Metern und am langen Pfosten schiebt Christopher Blümel ein. Doch der Jubel kam zu früh - angeblich stand Blümel im Abseits! Drei Minuten später durfte dann aber doch gejubelt werden. Nach einer Flanke von Sven Dobiasch von links, steht Heusel am langen Pfosten goldrichtig und köpft aus 6 Metern zum 2:0 Pausenstand ein.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Krauß-Freistoß von rechts, der knapp am langen Pfosten vorbei strich (53.). Richtig gefährlich sollte es dann erst wieder in der 67. Minute werden, aber Christopher Blümel wurde drei Meter vor dem Tor noch abgedrängt. 60 Sekunden später brachte Blümel eine Flanke von rechts Richtung kurzen Pfosten, Heusel kommt irgendwie mit der Fußspitze an den Ball - irritiert damit Keeper Kretzschmar und am langen Pfosten kommt der gerade eingewechselte Sven Hellmund eingelaufen und schiebt aus 7 Metern zum umjubelten 3:0 ein. Dann zeigte sich auch mal Beilrode, doch ein Freistoß aus 18 Metern (zentrale Position) jagte Steffen Zschintzsch kompromisslos in den Abendhimmel (71.). Acht Minuten später machte es Blümel auf der Gegenseite besser. Doch den Hammer-Freistoß aus 20 Metern kann Keeper Kretzschmar immerhin noch weg fausten. In der 84. Minute verlängerte Blümel eine Flanke von rechts auf René Heusel, doch der doppelte Torschütze zirkelte aus 3 (!) Metern die Lederkugel noch über das FSV-Tor. Die letzte Chance im Spiel hatte dann Stephan Knoof per Flugkopfball aus 10 Metern (nach Rienaß-Flanke), doch diesmal packte der FSV-Schlussmann sicher zu.

Fazit: Ein ungefährdeter Pokal-Erfolg zum Saisonauftakt. Beilrode stellte zu keiner Sekunde eine wirklich Gefahr dar und beschränkte sich nur auf die Defensive. Selbst nach dem 0:2 zur Pause, versuchten es die Gäste mit Zeitspiel - so holten meist René Heusel (oder sogar der ausgewechselte Eric Eiselt) die Bälle, damit Keeper Kretzschmar "schnell" abschlagen kann. Nächste Woche geht es mit der 2. Pokal-Runde (auswärts) weiter. Wahrscheinlich geht es dabei nach Ostrau und diese werden wohl eine härtere Nuss, als Beilrode werden. Schließlich verstärkte sich Ostrau gleich mit drei Tschechen von Mehderitzsch.

(von Ronny John)