Viertelfinale Bezirkspokal Leipzig  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

VfB Zwenkau

1. FC Lokomotive Leipzig
0 5

Spieldaten
 
Datum
22. November 2006
Uhrzeit
13.00 Uhr
Spielstätte
Stadion am Eichholz (Zwenkau)
Zuschauer
1.257
Schiedsrichter
 
Frank Pöckelmann (Leipzig)
Torschützen
0:1 Köllner (4.), 0:2 Heusel (38.), 0:3 Heusel (64.), 0:4 Engler (71.), 0:5 Trinko (79.)
Gelb
S. Prager, Raschke, Melzer - Hensgen, Krauß
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
VfB Zwenkau
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Marcel Prager 
20 Christoph Milkau
2 Sören Wenzig
17 Holger Krauß
3 Christopher Hitzschke
19 Anton Köllner
4 Sören Prager
18 Dirk Hänisch
5 Jens Kuhnt
23 Pierre Trinko
6 Christian Genzel (ab 82. 14 Nils Kürschner)
 
2 Robert Sommer
7 Sandro Raschke
3 Marcel Hensgen (ab 71. 9 Thomas Wetzig)
8 Andreas Zahn (ab 69. 15 Thomas Melzer)
4 René Ledwoch
9 Robert Kratz (ab 82. 16 Mike Winkler)
16 Felix Diener (ab 63. 5 Eric Eiselt)
10 Ronny Schuhmann
10 René Heusel
11 Christian Weiß
11 Christopher Blümel (ab 63. 21 Rico Engler)

Trainer
Norman Braunschweig
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Im Pokal zählt nur das Weiterkommen - und das war heute mehr als verdient. Wir haben ständig Druck gemacht und nach dem 3:0 war Zwenkau endgültig platt. Schade ist nur die Verletzung von Dirk Hänisch!"

Wertung

3 Sterne (Der 1. FC Lok ballerte sich souverän ins Halbfinale des Bezirkspokals - die nächste Runde war zu keiner Sekunde gefährdet!)

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Spielbericht

 

Klarer Pokal-Erfolg am Feiertag: Titelverteidiger 1. FC Lokomotive Leipzig steht nach einem völlig verdienten 5:0 (2:0) gegen Ligarivalen VfB Zwenkau (derzeit Tabellen-14.) im Halbfinale des Bezirkspokals Leipzig. Die Truppe von Trainer Rainer Lisiewicz stellte vor 1.257 Zuschauern schnell die Weichen auf Sieg und bei herrlichen Herbst-Wetter (Sonnenschein und rund 10 Grad) fielen - besonders im zweiten Durchgang - einige schöne Treffer. Der Auswärtserfolg im Stadion am Eichholz war eigentlich zu keiner Minute in Gefahr, umso bitterer die Verletzung von Abwehrspieler Dirk Hänisch. Aber der Reihe nach ...

Lok-Trainer Lisiewicz musste kurzfristig auf Mittelfeld-Mann Stephan Knoof verzichten, der sich im Abschlusstraining eine Bänderdehnung zuzog. Dafür blieb Marcel Hensgen in der Startformation und der zuletzt gesperrte René Ledwoch rückte wieder in selbige. Im Tor durfte diesmal Christoph Milkau ran, Jan Evers steht dann in der Bezirksliga am kommenden Samstag gegen Beilrode wieder zwischen den Lok-Pfosten. Auf tiefen Boden begann die Partie optimal für die Gäste aus der Messestadt. In der 4. Minute brachte Kapitän Holger Krauß den 1. Eckball im Spiel von links in den Strafraum, am langen Pfosten lief Abwehrmann Anton Köllner ein und nickte per Kopf aus 7 Metern zum frühen 1:0-Führungstreffer ein. Kalte Dusche für die Hausherren, ideal für den "Favoriten" - der konnte sich nun etwas "zurück lehnen". In der 9. Minute haute Holger Krauß einen 45-Meter-Freistoß auf den VfB-Kasten, der setzte noch zwei mal auf und brachte so Keeper Marcel Prager in Schwierigkeiten. Doch dann nahm sich die Lok-Offensive erst einmal eine Auszeit - statt dessen plötzlich die erste kleinere Chance für den Gastgeber am Eichholz. Kapitän Jens Kuhnt probierte es mit einem Freistoß aus 21 Metern, der abgefälscht links am Lok-Tor vorbei zischte zur Ecke (25.). Drei Minuten später fast eine Kopie des 1:0. Holger Krauß brachte den 2. Lok-Eckball in den Strafraum und Anton Köllner kommt wieder frei aus 6 Metern zum Kopfball - doch diesmal konnte sich Marcel Prager mit einer Faustabwehr auszeichnen. In der 33. Minute zog VfB-Kicker Sören Prager dann einmal aus 25 Metern ab, doch das Leder ging rechts vorbei. 120 Sekunden später versuchte es Holger Krauß per Freistoß aus 22 Metern, aber Marcel Prager im VfB-Kasten packte sicher zu. In der 38. Minute dann aber doch das verdiente 2:0 - und schon so etwas wie eine Vorentscheidung gegen harmlose Zwenkauer. René Ledwoch gewinnt ein Kopfballduell, die Lederkugel landet bei Torjäger René Heusel. Der lässt noch zwei VfB-Kicker stehen wie Slalomstangen und schlenzte aus 8 Metern ins obere, rechte Eck. Halbzeit ...

Der zweite Durchgang begann mit einem Konter für Zwenkau über Christian Weiß, der von halb rechts aus 8 Metern aber nur das Außennetz traf (Keeper Christoph Milkau verkürzte den Winkel gut). Nach 63 Minuten dann ein doppelter Wechsel bei den Gästen. Für Christopher Blümel und Felix Diener kamen nun Eric Eiselt und Edel-Joker Rico Engler ins Spiel. Und besonders Engler führte sich gleich ganz stark ein - die erste Aktion: Engler setzte sich klasse über rechts durch, flankte zu René Heusel am langen Pfosten - und Heusel versenkte per eleganten Kopfball (in der Rückenlage) aus 7 Metern zum 3:0 gegen die Laufrichtung des Keepers. Toll gemacht! In der 70. Minute musste dann Christoph Milkau im Lok-Tor das erste Mal richtig eingreifen, als sich Robert Kratz aus 9 Metern mit einem Kopfball versuchte. Auf der Gegenseite bewies dann Engler seine Joker-Qualitäten erneut. Im Zweikampf an der Grundlinie ließ er den 20-jährigen Christopher Hitzschke ganz alt aussehen - marschiert mit dem Ball auf der Grundlinie Richtung VfB-Kasten. Doch statt in die Mitte zu passen, haute Engler die Kugel eiskalt aus 5 Metern in den langen Winkel zum 4:0. Ein Traumtor! Der fünfte Lok-Treffer folgte dann in der 79. Minute. Der flinke Eric Eiselt bediente Pierre Trinko, der frei von Marcel Prager auftauchte. Abwehrmann Trinko bewahrte die Ruhe und erzielte aus 10 Metern eiskalt sein erstes Pflichtspieltor für die Loksche. Bitter dann die Szene wenige Sekunden später auf der Gegenseite: Lok-Kicker Dirk Hänisch hat den Ball sicher, doch Einwechsler Thomas Melzer grätschte übermotivierte Hänisch in die Beine - der musste mit einem Verdacht auf einen Riss im Sprunggelenk ins Notfallzentrum nach Leipzig gebracht werden. Melzer sah für das harte einsteigen übrigens "nur" Gelb von Schiri Pöckelmann. Danach passierte nichts mehr ...

Fazit: Der 1. FC Lok marschierte im Schongang ins Halbfinale des Bezirkspokals. Der Gastgeber aus Zwenkau wirkte harmlos und der Sieg für die Gäste aus der Messestadt stand eigentlich nie in Frage. Dafür unterhielten die Lok-Kicker - obwohl es im Pokal bekanntlich nur ums weiterkommen geht - ihre Fans mit einigen schönen Treffer. Die gibt es hoffentlich auch am Samstag im Heimspiel gegen den FSV Beilrode zu sehen oder dann auch schon in 10 Tagen wieder in Zwenkau. Diesmal zum Punktspiel in der Bezirksliga Leipzig. Der genaue Auslosungstermin steht noch nicht fest, dafür sind die möglichen Gegner im Halbfinale bekannt: Der 1. FC Lok trifft entweder auf die Bezirksligisten FC Bad Lausick und Eintracht Sermuth oder gastiert beim Siebtligisten FSV Krostitz. Übrigens: Der Auto-Konvoi am heutigen Feiertag (Buß- und Bettag) war ein richtiger Erfolg. Laut Organisator und Stadionsprecher Mirko Linke beteiligten sich rund 100 Autos am "Lok-Konvoi" Richtung Zwenkau!

(von Ronny John)