Halbfinale Bezirkspokal Leipzig  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

FSV Krostitz

1. FC Lokomotive Leipzig
0 1

Spieldaten
 
Datum
08. April 2007
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Ilburg-Stadion (Eilenburg)
Zuschauer
1.684
Schiedsrichter
 
Dirk Otto (Torgau)
Torschützen
0:1 Heusel (12.)
Gelb
Buse, Stellmacher - Hensgen, Heusel, Blümel
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
FSV Krostitz
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Alexander Scharch 
1 Jan Evers
2 David Rößler
17 Holger Krauß
3 Ivo Stellmacher
19 Anton Köllner
4 Sebastian Haut
7 Sven Dobiasch (ab 64. 14 Kevin Rienaß)
5 Sascha Quasdorf (ab 68. 13 Christoph Schmidt)
23 Pierre Trinko
6 Christoph Buse
 
24 Mark Gerloff
7 Chris Hobusch
3 Marcel Hensgen (ab 46. 15 Sven Hellmund)
8 Nico Geißler
13 Stephan Knoof (ab 78. 21 Rico Engler)
9 Michael Pertzsch (ab 67. 15 Nico Müller)
4 René Ledwoch
10 Daniel Roos (ab 75. 12 Hagen Kühn)
10 René Heusel
11 Daniel Pawlowsky
11 Christopher Blümel

Trainer
Mike Geppert
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Unser Ziel war heute das Finale zu erreichen und das haben wir geschafft. Ein paar schöne Spielzüge waren auch dabei. Allerdings bleibt die Chancenauswertung weiter unser Problem und auch der vergangene Donnerstag war noch nicht ganz weggesteckt.“

Wertung

2,5 Sterne (Verdienter Arbeitssieg für den 1. FC Lok - der erste Erfolg nach drei sieglosen Spielen in Serie!)

34 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

 

Am Ostersonntag war es wieder einmal so weit. Der 1.FC Lok siegte in einem Pflichtspiel. Im Eilenburger Ilburg-Stadion wurde vor 1.684 Zuschauern der Siebtligist FSV Krostitz durch den goldenen Treffer von René Heusel mit 1:0 bezwungen. Dabei wurde das Finale im Leipziger Bezirkspokal zum zweiten Mal in Folge erreicht (Gegner: Bad Lausick) Bei kühler Witterung konnte das Spiel nur phasenweise Hitze erzeugen und auch die Chancenverwertung war wiederholt nicht optimal. Allerdings kamen die gut kämpfenden Gastgeber selbst kaum zum Zug.

„Krostitz, Krostitz schieß doch mal ein Tor“ schallte die Vereinshymne aus den Lautsprechern des Ilburg-Stadions, als die Mannschaften aufliefen. Für Rico Engler spielte wieder Christopher Blümel von Beginn an, ansonsten ließ Trainer Rainer Lisiewicz die gleiche Elf wie gegen den SV Nordwest ran. In den ersten Minuten wollten die Probstheidaer auch gleich zeigen, wer Herr im Haus ist. Nach vier Minuten bekommt die FSV-Abwehr den Ball nicht heraus und René Ledwoch läuft in den Strafraum, spielt dann quer zu Heusel, doch der haut aus vier Metern über das Tor, außerdem stand er im Abseits. Weiter belagerten die Gäste das Gehäuse von Alexander Scharch, wobei viele Ungenauigkeiten und zögernde Aktionen im Aufbauspiel der Loksche das ganze Spiel über als Begleiterscheinung mitmischte. Marc Gerloff in der 12. Minute beim Einwurf von linke auf Strafraumhöhe, bekommt den Ball zurückgeköpft und flankt gefühlvoll in den 16er wo René Heusel einen Lehrbuch reifen Kopfball gegen die Laufrichtung des Torhüters ausführt und trifft. 1:0! Riesenjubel auf dem Platz und alle Spieler (inklusive Jan Evers) begruben den 10er unter sich. Es war zu spüren wie wichtig der Treffer für die Mannschaftsseele war. Doch auf der Gegenseite lief Michael Pertzsch die rechte Linie entlang und die Hereingabe erwischte Cris Hobusch nicht richtig und so kullerte das Leder zwei Meter neben dem Tor über die Linie (14.). Über die ganzen 90 Minuten zeigte der Zweite der Bezirksklasse Staffel 1 sein Kämpferherz, allein die Mittel schienen begrenzt. Auf der Gegenseite legte nun Blümel schön auf Pierre Trinko, der  aus 8 Metern nur noch Scharch vor sich hat, doch der pariert mit einer spitzen Fußabwehr (16.). Dann ein ansehnlicher Doppelpass von Heusel mit Gerloff und der zu Christopher Blümel. Sein straffer Drehschuss aus 19 Metern landet allerdings genau in den Armen des FSV-Schlussmanns (27.). Danach gab es noch zwei Möglichkeiten in Hälfte eins um die Führung auszubauen. Sowohl Blümel (34.) als auch Heusel (37.) verfehlten das Tor nur knapp.

Turbulent ging der zweite Durchgang los. Ledwoch betrieb Pressing am gegnerischen Strafraum und David Rößler spielte quer am eigenen 16er, das sah René Heusel und spritzte dazwischen, doch sein satter Schuss wurde von Scharch mit der Faust ins Feld zurück befördert und gleich auf die rechte Seite gespielt. Dort lauert Michael Pertzsch, läuft zur Grundlinie und flankt genau auf Cris Hobusch, der ganz knapp am Lok-Kasten vorbei köpft (48.). Das war sie gewesen die Großchance für den Gastgeber. Unbeeindruckt machte der 1.FC Lok weiter Druck. Knoof gibt die fünfte von insgesamt zwölf Ecken (Krostitz hatte keine) herein, doch Anton Köllner und Sven Hellmund brachten den Ball im Strafraumgewühl nicht im Tor unter (51.). Einen Freistoß aus gut 30 Metern brachte Holger Krauß vors Tor, doch Blümel köpft aus vier Metern über das Gehäuse (67.). Das erlösende 2:0 wollte einfach nicht fallen. In den letzten zehn Minuten machte die Loksche dann noch mal richtig Dampf. Sven Hellmund hämmerte das Leder aus 14 Metern ans Lattenkreuz (82.) und drei Minuten später lässt Engler einen langen Ball von Krauß abtropfen. Gerloff nimmt das Leder aus 18 Metern direkt und mit einer Glanzparade lenkt Scharch den Ball noch übers Tor. Krostitz warf nun alles nach vorn, kam allerdings zu keiner klaren Chance mehr. Stattdessen schlug Krauß das Leder nach vorn, wo Heusel wartete und nur noch auf den Hüter zulief, doch aus 10 Metern schoss er Scharch an und den Abpraller köpft Blümel in die Arme des starken FSV-Keepers. Dann war Schluss im Ilburg-Stadion.

Ein Erfolgserlebnis nach drei sieglosen Spielen und der Einzug ins Leipziger Bezirkspokalfinale konnte verbucht werden. Allerdings wird am nächsten Wochenende gegen Rotation 1950 eine Steigerung nötig sein, damit nichts anbrennt. Nun gilt es den kleinen Aufwärtstrend zu nutzen und vielleicht auch am Dienstag im Freundschaftskick gegen den norwegischen Drittligisten Til Hovding (19 Uhr, Plache-Stadion) etwas Selbstvertrauen zu tanken.     

(von Matthias Löffler)