1. Runde Landespokal Sachsen Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

SV 1919 Grimma
2 0

Spieldaten
 
Datum
01. September 2006
Uhrzeit
20.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
4.581
Schiedsrichter
Lars Albert (Tannenbergsthal)
Torschützen
1:0 Wohllebe (45./Eigentor), 2:0 Engler (85.)
Gelb
Ledwoch, Knoof, Krauß, Rienaß - Möbius, Johne, Kunert, Großmann, Köster
Gelb-Rot
Tröger (45./Grimma)
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
SV 1919 Grimma
1 Jan Evers
21 René Möbius
17 Holger Krauß
2 Ronny Hoffmann
19 Anton Köllner
13 Sebastian Hemme
14 Kevin Rienaß
4 Steve Finke
15 Sven Hellmund
15 Lars Köster
4 René Ledwoch
14 René Großmann
13 Stephan Knoof
7 Sven Johne
18 Dirk Hänisch
19 Daniel Wohllebe
3 Marcel Hensgen (ab 68. 5 Eric Eiselt)
9 Stefan Pannike (ab 64. 18 Thomas Max)
11 Christopher Blümel (ab 79. 21 Rico Engler)
10 Alexander Kunert
10 René Heusel (ab 84. 2 Robert Sommer)
11 Stefan Tröger

Trainer
Rainer Lisiewicz
Ragnar Zaulich

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Ich weiß nicht, ob Ragnar das Spiel meint ... Wir haben über 80 Minuten das Spiel klar bestimmt und am Ende hoch verdient gewonnen. Jetzt wird gefeiert!“
Ragnar Zaulich (SVG-Trainer) "Aus meiner Sicht war es ein glücklicher Sieg für Lok, den wir durch unsere Fehler begünstigt haben!"

Wertung

3 Sterne (Großer Pokal-Kampf mit einem insgesamt verdienten Sieger - über 4.500 Fans feierten mit der Mannschaft die nächste Runde!)

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Spielbericht

Die (Fußball-) Party kann weiter gehen: Durch einen verdienten 2:0 (1:0) Erfolg gegen den Oberliga-Absteiger SV 1919 Grimma zog Bezirksliga-Aufsteiger 1. FC Lokomotive Leipzig ins Achtelfinale des "Oddset-Pokals" (Landespokal Sachsen) ein. Vor 4.581 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion bestimmte die Loksche über weite Strecken das Spiel und besaß die klarsten Tormöglichkeiten. Grimma kam nur durch Stefan Pannike zu einer klaren Torchancen in den 90 Minuten. Nach dem Schlusspfiff feierten die Lok-Kicker ausgelassen mit den Fans - und träumten schon vom nächsten Traumlos. Das Achtelfinale wird am 28./29. Oktober ausgespielt. Aber der Reihe nach ...

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz musste nur auf die Langzeitverletzten Kai Metzner und Thomas Wetzig verzichten. Dazu war Eric Eiselt noch nicht hundertprozentig fit und nahm erst einmal auf der Bank Platz. Bei den Gästen spielten mir Ronny Hoffmann, Sven Johne, Rene Großmann, Daniel Wohllebe und Alexander Kunert immerhin noch 5 Stammspieler aus der letzten Saison mit. Vor dem Anpfiff verabschiedete der 1. FC Lok noch einmal offiziell die Spieler aus der letzten Saison wie Thomas Spiotta, Marcus Würzberger oder auch den jetzigen Co-Trainer von Grimma Frank Wimberger. Los ging der heiße Pokal-Fight mit einem Freistoß von Alexander Kunert von links (3. Minute). Doch der ehemalige Grimmaer im Lok-Kasten, Jan Evers, packte sicher zu. Auf der Gegenseite beförderte Lok-Kapitän Holger Krauß einen Freistoß aus 25 Metern über das Gäste-Gehäuse (4.). In der 16. Minute dann die erste richtig gefährliche Torchancen im Spiel - Christopher Blümel lässt Oldie Daniel Wohllebe noch älter aussehen, legt zurück zum überzeugenden Sven Hellmund. Doch die Direktabnahme des Neuzugangs aus Nordhausen fischte Rene Möbius mit einer Glanzparade aus 20 Metern weg. Kurz darauf die nächste gute Schusschance für Sven Hellmund. Diesmal legte René Ledwoch von rechts auf, doch der Schlenzer aus 24 Metern ging knapp am linken Pfosten vorbei (23.). Fünf Minuten später hat Sven Johne bei den Gästen Glück, dass er (bereits verwarnt) nach einem harten Foul an Blümel nicht frühzeitig duschen gehen musste. Den anschließenden Freistoß von Holger Krauß beförderte René Ledwoch per Kopf aus 10 Metern über die Querlatte. Kurz darauf wieder Glück für Grimma (wie auch Daniel Wohllebe nach dem Spiel analysierte), als Schiri Lars Albert bei einem fast brutalen Foul von Lars Köster (spielte vorher in der Lok A-Jugend) an der Mittellinie nicht sofort Rot sah. Sekunden vor dem Pausenpfiff bediente Marcel Hensgen, den heute verhinderten, Torjäger René Heusel. Doch aus 16 Metern rutschte der Schuss an den Außenpfosten. Aber noch war nicht Halbzeit ... Anton Köllner bekommt an der Mittellinie den Ball, Stefan Tröger kommt angerauscht. Köllner will das Foul - und bekommt es. Dazu muss Tröger (bereits verwarnt) frühzeitig zum duschen. Tröger war dabei wohl das "Opfer" für Johne und Köster, bei denen Schiri Albert noch ein Auge zudrückte. Dann der anschließende Freistoß - der Ball kullerte Richtung Tor-Aus, doch Sven Hellmund setzte nach. Mit Erfolg! Dirk Hänisch kommt so auf der linken Außenbahn zum Zug, zielt per Flanke Richtung langen Pfosten. Dort lauerte René Heusel - aber Daniel Wohllebe kommt mit dem Kopf an den Ball und überrascht so den eignen Schlussmann Rene Möbius. Jaaa - 1:0. Jubel, Emotionen - und dann gleich der Halbzeitpfiff!

Die zweite Halbzeit begann zunächst mit einem schönen Pass von Dirk Hänisch auf Sven Hellmund. Der bediente von rechts René Heusel, doch der Torjäger "klemmte" sich den Ball unglücklich ein. Und auch der Nachschuss von René Ledwoch aus 9 Metern wurde noch abgeblockt (53.). In den folgenden Minuten kam der dezimierte Gast etwas besser ins Spiel. Agierte mit nur zehn Spielern auffälliger, als zuvor mit elf. Doch wirklich gefährlich sollte es für die Lok-Abwehr um Kapitän Holger Krauß nicht bewerten. Bis auf die 58. Minute - und da hätte Stürmer Stefan Pannike eigentlich völlig frei (bei einem Konter) den überraschenden Ausgleich erzielen müssen. Doch Jan Evers kam aus seinem Kasten geeilt und rettete die Lok-Führung. Der Gastgeber aus Liga sechs ließ danach kaum noch etwas anbrennen. Statt dem 1:1, lag eher die 2:0-Entscheidung in der "Luft". So in der 73. Minute, als René Heusel für Sturm-Kollege Christopher Blümel auflegte, doch der Schuss strich aus 19 Metern rechts vorbei. Kurz darauf die Riesen-Chance zur Entscheidung: Der eingewechselte Eric Eiselt bediente den völlig freien René Heusel. Der hat alle Zeit der Welt, nimmt die Kugel in aller Ruhe an - doch aus 9 Metern kann Rene Möbius retten. Dann aber die 85. Minute - und Joker Rico Engler (zuletzt mit einem Hattrick in Ostrau) stach. Zunächst aber ein Zauberpass von Holger Krauß auf Stephan Knoof. Rico Engler kommt aus dem Hintergrund angerauscht und jagt das runde Leder aus 15 Metern ins rechte, untere Eck zum 2:0. Jetzt feierten alle Spieler und Lok-Verantwortliche auf dem Platz. In den Schlussminuten - eine einzige Party. Rico Engler und Robert Sommer hätten sogar noch erhöhen kann. Schlusspfiff. Das Achtelfinale ist erreicht ...

Fazit: Der 1. FC Lok steht insgesamt verdient im Achtelfinale des Landespokal. Grimma kam nur in der 58. Minute zu einer klaren (in diesem Fall sogar hundertprozentigen Chance) Tormöglichkeit. Lok war die aktivere Mannschaft und bestimmte über weite Strecken das Spielgeschehen. Der Lok-Erfolg hätte am Ende sogar noch höher ausfallen können, doch so klebte zum Beispiel heute Torjäger René Heusel das Pech am Stiefel. Dafür konnten vor allem Sven Hellmund, René Ledwoch und die Defensive (bis auf ein, zwei Aussetzer) überzeugen. Dazu stellte Abwehrmann Anton Köllner seine Kopfballstärke unter Beweis, als er im ersten Durchgang den Ball gleich fünf, sechsmal per Kopf "jonglierte". Nun warten die Lok-Fans gespannt auf die Auslosung zur nächsten Runde ...

(von Ronny John)