1. Spieltag Bezirksliga Leipzig Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

SV Tresenwald Machern
5 0

Spieldaten
 
Datum
06. September 2006
Uhrzeit
20.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.913
Schiedsrichter
Steffen Kreßner (Mühlau)
Torschützen
1:0 Knoof (20.), 2:0 Heusel (45.), 3:0 Eiselt (63.), 4:0 Ledwoch (78.), 5:0 Engler (87.)
Gelb
Heusel, Ledwoch - Lochasz, Richter
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
SV Tresenwald Machern
20 Christoph Milkau
20 Dirk Arnold
17 Holger Krauß
2 Mario Keller
19 Anton Köllner
4 Clemens Gosch
23 Pierre Trinko
6 Lars Lochasz
3 Marcel Hensgen (ab 67. 21 Rico Engler)
8 Christian Fikus
4 René Ledwoch
9 Leonardo Alcaron
13 Stephan Knoof (ab 72. 7 Sven Dobiasch)
10 Thomas Richter
15 Sven Hellmund (ab 59. 5 Eric Eiselt)
11 Thomas Hebold
18 Dirk Hänisch
12 Eric Bluschke (ab 55. 15 Tino Krause)
11 Christopher Blümel
14 Marcus von Durschefsky
10 René Heusel
16 Benjamin Wagner

Trainer
Rainer Lisiewicz
Roman Müller

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Wir haben nahtlos an die überzeugende Leistung aus dem Grimma-Spiel angeknüpft. Das einzige Manko war heute die Torausbeute. Wir haben Tresenwald spielerisch klar bestimmend und waren immer einen Tick schneller.“
Roman Müller (SVT-Trainer)
"Gratulation an Lok. Es war ein verdienter Sieg - wir müssen die Punkte gegen andere Gegner holen!“

Wertung

4 Sterne (Der 1. FC Lok spielte Tresenwald regelrecht an die Wand - ein verdienter Erfolg, der eigentlich noch höher hätte ausfallen müssen!)

44 Fotos und 5 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Im Rausch zum Sieg, aber die Tabellenführung knapp verpasst: Es war ein (fast) perfekter Abend in Probstheida. Fast 2.000 Fans (1.913), fast Platz 1 (um ein Tor verfehlt) und fast ein totaler "Tore-Rausch" (das einzige Manko war die Torausbeute). Bezirksliga-Aufsteiger 1. FC Lok gewann am Ende verdient und ungefährdet den Punktspielauftakt gegen den SV Tresenwald Machern (immerhin letztes Jahr Tabellen-5.) klar mit 5:0 (2:0). Eine deutliche Ansage also gleich am 1. Spieltag für die Bezirksliga-Konkurrenz - der zugleich Lust auf mehr gemacht hat. Aber der Reihe nach ...

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz konnte (bis auf Thomas Wetzig und Kai Metzner) wieder aus dem vollen schöpfen. So mussten diesmal Matthias Hellmund, Matthias Polefka und Felix Diener in den "sauren Apfel" beißen und standen nicht auf dem Spielberichtsbogen. Dafür bekam Pierre Trinko die Belohnung für seine tolle Leistung in der II. Mannschaft und startete für Kevin Rienaß. Da Eric Eiselt noch Trainingsrückstand hatte, wirbelte auch Marcel Hensgen wieder im Mittelfeld. Der erste Aufreger übrigens noch vor dem Spielbeginn - Platzwart Mario Jung vergaß die Eckfahnen (an der Kurve) und die Fahnen für die Mittellinie zu setzen (ist ihm noch nie passiert!). Der kleine Schönheitsfehler konnte aber schnell behoben werden. Los ging's aber mit einer Torchance für die Gäste, die mit den ehemaligen VfB-Kickern Lars Lochasz (gab der Abwehr viel Stabilität) und Christian Fikus aufliefen. Thomas Richter rauschte über rechts heran, aber die Kugel ging am Lok-Kasten vorbei ans Außennetz (4.). Vier Minuten später dann die erste Chance für die Gastgeber. Nach einer tollen Einwurf-Flanke von Stephan Knoof, verlängerte Christopher Blümel per Kopf - und Clemens Goran beförderte die Lederkugel beinah ins eigene Tor. In der 11. Minute hatte dann Keeper Dirk Arnold Probleme mit einer scharfen Flanke von Holger Krauß von links. 120 Sekunden später flankte der agile Lok-Kapitän Krauß dann von rechts, am langen Pfosten steht René Heusel goldrichtig - doch Dirk Arnold konnte aus 5 Metern zur Ecke klären. Nach zwanzig Minuten dann endlich die Erlösung unter Flutlicht - Stephan Knoof schnappte sich die Kugel auf halb rechts, ließ drei Mann einfach stehen (oder besser gesagt, sie schauten begeistert zu) und hielt aus 20 Metern flach auf den SVT-Kasten. Dirk Arnold wirkte überrascht und sah nicht gut aus - 1:0. Fünf Minuten nach der umjubelten Lok-Führung, rutschte Sven Hellmund 10 Meter vor dem Kasten leicht weg und sein Schuss ging Richtung Eckfahne. In der 26. Minute bediente Blümel Sturmkollege René Heusel, doch der vertändelte die Kugel vor Keeper Arnold. Nach einer halben Stunde strich ein Fernschuss von Marcel Hensgen aus 19 Metern links vorbei - das erlösende zweite Tor wollte einfach nicht fallen. Auch nicht in Minute 37, als der starke Stephan Knoof von rechts auf Christopher Blümel flankte. Seine Direktabnahme fischte der SVT-Schlussmann aber noch weg. Sekunden später bewies auch Lok-Torhüter Christoph Milkau das er immer hellwach ist und fing einen Schuss von Thomas Richter locker weg (38.). Fünf Minuten später eine tolle Aktion von Pierre Trinko, der zuvor in einer ähnlichen Szene nicht gerade überzeugen konnte. Doch diesmal kam die Flanke scharf geschnitten zu Torjäger René Heusel - dem klebte aber weiter das Pech am Stiefel und aus 11 Metern blieb freistehend der Torhüter der Sieger. Dann aber die 45. Minute: Sven Hellmund schlägt seine Flanke Richtung langen Pfosten, Stephan Knoof wirft sich in den Ball und beförderte ihn direkt vor die Füße von René Heusel. Der vergibt aus 10 Metern fast, doch im nachfassen ist die Kugel aus 6 Metern im Kasten. Der Pausenstand - obwohl Marcus von Durschefsky per Freistoß noch einmal per Freistoß für Gefahr sorgen sollte auf der Gäste-Seite.

Auch im zweiten Durchgang ging es mit dem Einbahnstraßen-Fußball weiter. Tresenwald muss man zu gute halten, dass sie sich nicht nur auf die Defensive beschränkten und einen eignen Torerfolg zum Ziel hatten. In der 48. Minute scheiterte Christopher Blümel aus spitzen Winkel an Keeper Dirk Arnold (aus 7 m). Sekunden später versuchte es René Ledwoch mit einem Kopfball aus 6 Metern (nach Vorlage von Heusel), doch die Kugel krachte an die Querlatte. In der 57. Minute dann der nächste große Auftritt, des mittlerweile am Kopf verbundenen Stephan Knoof (er prallte mit Eric Bluschke zusammen). Doch aus 14 Metern rutschte ihm das runde Leder noch vom Spann. 120 Sekunden später bediente Marcel Hensgen Stürmer Heusel. Doch dessen Schuss strich am linken Außenpfosten (aus 12 m) vorbei. Der dritte Treffer musste doch endlich fallen! Eric Eiselt kam ins Spiel - und bejubelte gleich das 3:0. René Heusel mit einer tollen Flanke von links (er schürzte vorher Clemens Gosch), am langen Pfosten lauerte Eric Eiselt. Der kleine Eiselt behält die Übersicht und überwindet Keeper Arnold per traumhafter Kopfball-Bogenlampe aus rund 10 Metern. Genial! Die Lok-Kicker hatten aber noch nicht genug und machten weiter Dauerdruck. Da fiel der Schussversuch von Thomas Richter auf der Gegenseite gar nicht ins Gewicht (72.). Der eingewechselte Sven Dobiasch flitzt auf links davon, doch die Kopfball-Abnahme von Nachwuchs-Torjäger Rico Engler fingerte Dirk Arnold noch zur Ecke (74.). Knappe 60 Sekunden später zirkelte René Heusel die Kugel aus 16 Metern an den linken Pfosten. In der 78. Minute durfte dann wieder gejubelt werden. Eric Eiselt brachte die insgesamt 12. (!) Lok-Ecke in den Strafraum. René Ledwoch steigt am höchsten und wuchtete das Leder aus 8 Metern zum 4:0 in die Maschen. Weiter ging die "Tore-Jagd" ... In der 81. Minute legte René Ledwoch selbstlos für Christopher Blümel auf, doch sein Schuss aus 10 Metern wurde noch abgeblockt. Sechs Minuten später dann aber der große Auftritt vom neuen Publikumsliebling Rico Engler. Der junge Bursche schnappte sich den Ball, fasste sich aus 22 Metern ein Herz - und traf mit einem Traumtor zum 5:0 genau ins linke Dreiangel. Unglaublich, Wahnsinn - einfach grandios. Der Junge wird uns noch eine Menge Spaß machen! Noch war aber nicht Schluss, doch zur Tabellenführung sollte es nicht ganz reichen. Die letzte Torchance im Spiel setzte Blümel leider ans Außennetz (89.).

Fazit: Ein mehr als verdienter Heimerfolg zum Punktspielauftakt! Lok bleibt damit auch im vierten Pflichtspiel - der noch jungen Saison 2006/07 - ohne Gegentor. Die ganze Mannschaft bot eine beeindruckende Leistung, setzte den Gegner ständig unter Druck und ließ selbst nur wenig zu. Besonders im ersten Durchgang machten Stephan Knoof und der starke René Ledwoch über rechts mächtig Dampf und ließen ihre Gegenspieler immer wieder alt aussehen. Nach dieser Vorstellung dürfte auch dem letzten Fan vor der Bezirksliga-Saison nicht bange sein, auch wenn es sicherlich einige enge Spiele geben wird. Doch in dieser Mannschaft steckt jede Menge Potenzial. Hoffentlich kann sie dieses auch am Samstag, beim "Derby" in Stötteritz unter Beweis stellen. Man darf ein heißes Spiel erwarten ... und in Probstheida freut man sich besonders auf das Wiedersehen mit Thomas Spiotta und dem noch verletzten Marcus Würzberger.

(von Ronny John)