3. Spieltag Bezirksliga Leipzig Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

SV Leipzig Nordwest
4 0

Spieldaten
 
Datum
16. September 2006
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.997
Schiedsrichter
Dirk Engelmann (Pegau)
Torschützen
1:0 Ledwoch (33.), 2:0 Knoof (36.), 3:0 Heusel (79.), 4:0 Engler (86.)
Gelb
Eiselt - Bohnet, Dey
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
SV Leipzig Nordwest
1 Jan Evers
1 Marcel Kuppe
17 Holger Krauß
3 Torsten Altmann
19 Anton Köllner (ab 73. 23 Pierre Trinko)
4 Tino Bohnet
18 Dirk Hänisch
5 Daniel Sander
14 Kevin Rienaß (ab 65. 21 Rico Engler)
6 Benjamin Harrenburg (ab 46. 2 Christoph Vier)
4 René Ledwoch
7 Markus Unverricht
13 Stephan Knoof
9 Elson Mustali
15 Sven Hellmund
10 Heiko Marx (ab 46. 8 Rico Nülken)
5 Eric Eiselt
11 Michael Lange
11 Christopher Blümel (ab 76. 2 Robert Sommer)
14 Robert Dey
10 René Heusel
19 Erik Bader

Trainer
Rainer Lisiewicz
Axel Patula

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Wenn nicht gleich zu Beginn ein Tor fällt, wird man nicht sicherer. Dann natürlich zeigte sich bei den ersten beiden herrlichen Toren die individuelle Klasse, die wir haben. Die Leichtigkeit vom Tresenwaldspiel war weg. Verständlich nach der Begegnung in Stötteritz."
Axel Patula (Nordwest-Trainer) "Also die erste halbe Stunde lief ganz gut für uns. Was mich besonders ärgert sind die letzten beiden Tore, die schießen wir fast allein."

Wertung

2 Sterne (Keine herausragende Leistung der Loksche, aber trotzdem ein verdienter Heimerfolg nach der Stötteritz-Pleite!)

43 Fotos und 4 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Verdiener Arbeitssieg: Der 1. FC Lokomotive Leipzig kam am dritten Spieltag der Bezirksliga-Saison zu einem verdienten 4:0 (2:0) Heimerfolg vor 1.997 Zuschauern gegen den SV Leipzig Nordwest. Wiedergutmachung war angesagt, nach dem mehr als enttäuschenden Auftritt der Loksche beim SSV Stötteritz (2:3) vor einer Woche. Mit dem SV Leipzig Nordwest kam vermeintlich der richtige Gegner nach Probstheida. 0 Punkte nach zwei Spielen - doch Nordwest präsentierte sich bis zum 1:0 für den 1. FC Lok durchaus in guter Verfassung. Interessant übrigens: Die I. Männer-Mannschaft spielte im verschwitzten Trikot-Satz der erfolgreichen II. Mannschaft (4:2 gegen Panitzsch/Borsdorf), da Nordwest mit gelben Trikot auflief. Lok musste deshalb ausweichen und es stand nur dieser eine blaue Ausweichssatz zur Verfügung. Glück hat es auf jeden Fall gebracht!

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz stellte gegenüber der Stötteritz-Pleite kräftig um. Brachte für die Abwehrkette wieder Kevin Rienaß (erster Bezirksliga-Einsatz!) und Dirk Hänisch auf den Außen. Auch Sven Hellmund durfte auf Linksaußen wieder ran. Nordwest beeindruckte mit den ersten knapp 40 Gäste-Fans im Plache-Stadion in dieser Saison. Zunächst begann Lok schwungvoll, auch wenn die Gäste gleich ihre Gefährlichkeit unter Beweis stellten. Die erste kleine Torchance gehörte aber dem Gastgeber - doch der Schuss von Christopher Blümel ging aus 14 Metern rechts vorbei (6.). Nur zwei Minuten später ein schönes Anspiel von Sven Hellmund von links auf René Ledwoch, der legte für Stürmer Christopher Blümel auf - aber aus 11 Metern ganz knapp am linken Außenpfosten vorbei. Das war's dann aber erst einmal mit der Lok-Herrlichkeit. Zwar hatten die Mannen aus Probstheida mehr vom Spiel, doch ernsthafte Torchancen sollte sich erst einmal nicht mehr ergeben. Statt dessen die Großchance für die Gäste. Elson Mustali kommt aus 13 Metern per Kopf an den Ball, doch knapp über den Lok-Kasten von Jan Evers (der nach der Torwart-Rotation wieder dran war). 23 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt - die nächste Chance sollte wieder zehn Minuten auf sich warten lassen. Aber die hatten es aus Sicht der Lok-Fans richtig in sich: Kapitän Holger Krauß bediente Mittelfeld-Motor René Ledwoch, der geht noch ein paar Meter ... und zieht aus rund 20 Metern ab. Halber Heber, halb gestreichelt und drin im linken Eck. Was für ein toller Treffer - 1:0! Und drei Minuten später sollte es noch besser werden. Stephan Knoof im Duell mit Daniel Sander, doch der wird vor dem Strafraum einfach stehen gelassen - der Neuzugang aus der Oberliga (Grimma) zieht aus 14 Metern ab und trifft mit seinem Flachschuss genau ins linke, untere Eck zum 2:0. Schon die Vorentscheidung!

Tropische Temperaturen auf dem Rasen ließen auch in der zweiten Halbzeit über weite Strecken nur einen Sommerkick zu. Wobei der 1.FC Lok sich jetzt nicht mehr so schwer tat wie in den ersten Minuten. René Heusel versuchte es beispielsweise aus 20 Metern, doch der Ball ging knapp neben das Gehäuse (53.). Dann hatte der SV Nordwest zwei Gelegenheiten für einen Anschlusstreffer. Erst schickt Erik Bader Rico Nülken auf rechts und der läuft allein Richtung Jan Evers. Allerdings begräbt der den Ball unter sich. Gleich darauf kommt Tino Bohnet im Strafraum an den Ball und Evers kann nur ins Aus abwehren. Sehr agil blieb auf der Gegenseite wieder Blümel, doch ein schöner Drehschuss landete an einem Abwehrbein (60.), das erste Pflichtspieltor will einfach noch nicht fallen. Fünf Minuten später Freistoß für die Gäste. Erik Bader schießt in die Mauer, der Nachschuss geht ebenfalls in selbige und der dritte Schuss von Rico Nülken schwebte Richtung Gehäuse. Evers klärt zur Ecke. Nach etwas Leerlauf und den Einwechslungen von Engler, Trinko und Sommer ging es noch mal zur Sache. Knoof schickt den Sprinter Sommer lang und der läuft allen davon und vollendet aus 17 Metern ganz gefühlvoll (77.), leider überquerte der Ball die Linie auf der falschen Seite des Pfostens. Dann läuft Engler von der Mittelinie aus halblinker Position bis zum Strafraum, wird nicht angegriffen, statt selbst zu schießen legt er quer zu Heusel und der lässt sich das nicht entgehen. 3:0 (79.). Wieder Engler auf links und diesmal legt er von der Grundlinie nach innen. Heusel kommt an den Ball und legt ihn übern Kasten (82.). Der FCL wollte den vierten Treffer. Sven Hellmund bringt eine Ecke von rechts und am langen Pfosten köpft Heusel. Christoph Vier klärt auf der Linie (84.). Nächster Geistesblitz von Knoof, der die Lücke sieht und Sommer auf rechts steil schickt. Der zündet den Turbo und bringt das Leder flach in den Strafraum wo Engler aus 5 Metern ohne Bedrängung einschieben kann (86.). 4:0 - dann war Schluss!

Fazit: Mit diesem Ergebnis ist die Schmach von Stötteritz erstmal wieder gerade gerückt. Allerdings hatte man in der ersten halben Stunde wieder teilweise Hilflosigkeit erkennen können und erst das Traumtor von Ledwoch machte die Köpfe wieder frei. Ansonsten gilt es sich voll auf den nächsten Auftritt bei Fortuna Leipzig vorzubereiten. Schönheitspreise gibt es auch in dieser Liga nicht, die Punkte zählen und die wurden am heutigen Tag eingefahren.

(von Ronny John und Matthias Löffler)