5. Spieltag Bezirksliga Leipzig Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

SV Eintracht Sermuth
4 0

Spieldaten
 
Datum
16. September 2006
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
2.026
Schiedsrichter
Uwe Rustler (Zwenkau)
Torschützen
1:0 Köllner (40.), 2:0 Eiselt (70.), 3:0 Heusel (80.), 4:0 Engler (87.)
Gelb
Ledwoch, Eiselt, Heusel - Golinski, Dietel
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
SV Eintracht Sermuth
20 Christoph Milkau
1 Michael Bretschneider
17 Holger Krauß
4 Daniel Claus
19 Anton Köllner
5 Sebastian Vogel
18 Dirk Hänisch
7 Kevin Einert (ab 73. 16 Marcel Rosenberg)
23 Pierre Trinko
9 Heiko Pörschmann
4 René Ledwoch
10 Michael Klaus
13 Stephan Knoof
11 Maik Lichtenberger
2 Robert Sommer (ab 71. 15 Sven Hellmund)
13 Volker Sturm
5 Eric Eiselt (ab 78. 3 Marcel Hensgen)
14 Matthias Paul
11 Christopher Blümel (ab 64. 21 Rico Engler)
15 Tobias Golinski (ab 46. 6 Marcel Schweineberg)
10 René Heusel
17 Stefan Dietel (ab 61. 18 Matthias Stäudte)

Trainer
Rainer Lisiewicz
Matthias Lindner

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Es hat lange gedauert, bis wir das Bollwerk knacken konnten. In der ersten Halbzeit haben wir guten Fußball gespielt und viel Druck über Außen gemacht. Da war der Führungstreffer nur eine Frage der Zeit. Ich hatten nie Zweifel heute und im zweiten Durchgang konnten wir noch drei schöne Treffer erzielen! Wir sind bereit, für die Spitzenspiele in den nächsten Wochen ..."

Wertung

3 Sterne (Ungefährdeter Lok-Erfolg - der Gastgeber klar spielbestimmend und mit den nächsten drei Punkten auf dem Konto!)

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Spielbericht

3. Heimspiel, 3. Heimsieg: Der 1. FC Lokomotive Leipzig krallte sich vor 2.026 Zuschauern (darunter auch 50 Gäste-Fans) im Bruno-Plache-Stadion die nächsten drei Punkte. Gegen den SV Eintracht Sermuth, mit dem ehemaligen VfB-Kicker und DDR-Nationalspieler Matthias Lindner an der Linie, gewann die "Loksche" verdient mit 4:0 (1:0). Der Gastgeber scheint gerüstet für den "heißen Oktober"! Besonders im ersten Durchgang kamen die Gäste von der Mulde kaum aus der eigenen Hälfte, doch es sollte bis zur 40. Minute bis zur "Erlösung" dauern. Aber der Reihe nach ...

Lok-Coach Rainer Lisiewicz musste nur auf den Langzeitverletzten Kai Metzner verzichten - dazu fehlte noch Kevin Rienaß wegen Trainingsrückstand. Gegenüber letzter Woche (9:0 bei Fortuna Leipzig) rückte Eric Eiselt in die Startformation - dafür musste Sven Hellmund zunächst auf der Bank Platz nehmen. Bei den Gästen fehlte besonders Ex-VfB-Kicker René Schmidt, der schon seit Wochen wieder Knie Probleme hat. Die erste Lok-Chance sollte sich schon nach knapp 100 Sekunden ergeben. Dirk Hänisch flankte von links, doch ein Kopfball von Pierre Trinko ging knapp links vorbei. In der 11. Minute probierte es Torjäger René Heusel mit einem Dropkick, der aber links am Tor von Michael Bretschneider vorbei zischte. Sechs Minuten später brachte Techniker Stephan Knoof einen Freistoß von links Richtung langen Pfosten - der kleine Sermuth-Keeper Bretschneider muss sich richtig "lang" machen. Den Abpraller schnappte sich Kapitän Holger Krauß, der flankte von links wieder in die Mitte - doch der Kopfball von Pierre Trinko geht es aus 7 Metern übers Tor. In der 24. Minute setzte sich Dauerläufer Robert Sommer auf rechts durch, bringt die Flanke Richtung kurzen Pfosten zu René Heusel. Keeper Bretschneider entscheidet sich schon für die falsche Ecke, Heusel muss nur noch ins leere Tore schieben - doch aus 6 Metern streicht die Lederkugel am rechten Pfosten vorbei. Eine 1000%-ige! Doch der 1. FC Lok ließ den Kopf nicht hängen. Nur drei Minuten später versuchte sich der auffällige René Ledwoch, aber sein abgefälschter Schuss aus 14 Metern geht links vorbei. In der 29. Minute der große Auftritt von Kapitän Holger Krauß. Der Abwehrchef versetzt gleich drei Gegenspieler auf der rechten Außenbahn, zieht den Ball dann genau auf den Kopf von Pierre Trinko - der aus 6 Metern zum umjubelten 1:0 einnetze. Doch zu früh gefreut ... Das Schiri-Trio um Uwe Rustler aus Zwenkau entschied zum Unverständnis aller auf Abseits! Lok rannte nun weiter wütend an. In der 36. Minute kann Torhüter Michael Bretschneider einen Freistoß von Christopher Blümel aus 22 Metern nur zur Ecke klären. Vier Minuten später dann die insgesamt 5. Lok-Ecke. Stephan Knoof bringt den Ball von rechts Richtung langen Pfosten, dort kommt "Abwehr-Latte" Anton Köllner eingelaufen und wuchtet die Kugel per Kopf aus 7 Metern zum völlig verdienten 1:0 in die Maschen. Kurz vor der Halbzeit-Pause noch eine feine Einzelaktion von Robert Sommer, der aber aus 16 Metern nur das rechte Außennetz traf (42.).

Die zweite Halbzeit begann mit einem Wechsel bei den Gästen. Für den verwarnten Tobias Golinski kam Neuzugang Marcel Schweineberg (aus Meuselwitz) ins Spiel. Und Sermuth plötzlich mit ihrer ersten Torchance im Spiel! Michael Klaus zwang Lok-Keeper Christoph Milkau per Freistoß aus 20 Metern zu einer Glanzparade (47.). Und nach genau einer Stunde kommt Stefan Dietel völlig frei aus 12 Metern zum Kopfball - doch kein Problem für den wachsamen Milkau. Das war's dann aber auch schon mit den Offensiv-Bemühungen der Eintracht. Beim 1. FC Lok brachte nun besonders Joker Rico Engler viel Schwung ins Spiel. In der 67. Minute bediente Torjäger René Heusel Kollege Engler mit einer Flanke von rechts, doch das Nachwuchs-Talent köpft aus 6 Metern an den linken Pfosten - so ein Pech! Sekunden später bedient Holger Krauß mit einem langen Pass Rico Engler, doch dieser zielt aus spitzen Winkel links vorbei. In der 70. Minute dann aber endlich die Vorentscheidung. Stephan Knoof mit langem Ball auf Eric Eiselt, der nimmt die Kugel mit der Brust ab und trifft aus 14 Metern elegant ins linke Eck zum 2:0. Großer Jubel! Aber weiter ging's ... Nach einer Knoof-Ecke scheiterte René Ledwoch per Kopf an Bretschneider (72.). In der 80. Minute setzte sich der agile Knoof auf rechts durch, haut aus 7 Metern ans Dreiangel. Den Abpraller schnappte sich René Heusel und versenkte aus 6 Metern zum 3:0. Sieben Minuten später zirkelt Knoof wieder eine Ecke in den Strafraum, Anton Köllner wirft sich in den Ball. Dieser landete bei Einwechsler Marcel Hensgen, aber aus 4 Metern genau in die Arme von Eintracht-Keeper Bretschneider köpfte. Doch nur wenige Sekunden später sollte es Joker Rico Engler besser machen. Das Nachwuchs-Talent schnappte sich kurz vor der Strafraumlinie den Ball und schlenzte den Ball in den rechten, oberen Winkel. Ein Traumtor! Wahnsinn, dieser Mann. Kurz vor dem Schlusspfiff scheiterte Stephan Knoof mit einem 18-Meter-Hammer am Eintracht-Schlussmann. Das war's ...

Fazit: Erneut ein ungefährdeter und eigentlich auch in der Höhe verdienter Heimerfolg. Nur kurz nach der zweiten Halbzeit konnte Sermuth in der Offensive Akzente setzen. So fehlten im ersten Durchgang aus Lok-Sicht nur die Tore - das sollte in der zweiten Halbzeit dann besser laufen. Erneut machte das zentrale Lok-Mittelfeld um Stephan Knoof, René Ledwoch und Eric Eiselt eine sehr auffällige Partie. Auch die Abwehrreihe ließ nicht viel zu und besonders Holger Krauß und Pierre Trinko schalteten sich immer wieder nach vorne ein. Dazu zeigte Anton Köllner heute mehrfach seine Kopfballstärke. Die Loksche scheint für den "heißen Oktober" gerüstet. Wir dürfen schon aufs erste Spitzenspiel nächste Woche in Taucha gespannt sein, bevor es zu Spitzenreiter SG Rotation 1950 geht.

(von Ronny John)