10. Spieltag Bezirksliga Leipzig Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

Döbelner SC 02/90
4 0

Spieldaten
 
Datum
11. November 2006
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.903
Schiedsrichter
Marcus Stumpf (Kitzscher)
Torschützen
1:0 Köllner (2.), 2:0 Engler (13.), 3:0 Blümel (18.), 4:0 Ledwoch (46.)
Gelb
Ledwoch, Knoof, Hensgen - Gläsner, Möbius, Gottschalk, Ferchland
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
Döbelner SC 02/90
1 Jan Evers
1 Jörg Zschoche
17 Holger Krauß
2 Carsten Gärtner
19 Anton Köllner
3 Patrick Peschel
7 Sven Dobiasch
4 Jan Arnold (ab 23. 14 Sebastian Ferchland / ab 71. 13 Erik Freier)
23 Pierre Trinko
5 Christian Gärtner
4 René Ledwoch (ab 59. 15 Sven Hellmund)
6 Norman Gottschalk
13 Stephan Knoof
7 Rene Hüttmann
2 Robert Sommer
8 Martin Leimner
3 Marcel Hensgen
9 Rene Gläsner (ab 82. 15 Ronny Singer)
11 Christopher Blümel
10 Sven Möbius
21 Rico Engler (ab 70. 9 Thomas Wetzig)
11 Tommy Griebenow

Trainer
Rainer Lisiewicz
 
Siegbert Leimner und Gerd Hentschel

   Interviews
Uwe Trommer (Lok-Co-Trainer)
"Wichtig sind in solchen Spielen nur die drei Punkte. Mit dem Ergebnis kann man zufrieden sein, auch wenn der Spielfluss fehlte. Die Partie war insgesamt sicherlich nicht toll, aber wir wollen Naunhof mit Siegen weiter unter Druck setzen!"

Wertung

2 Sterne (Nach Turbo-Start - 3:0 nach 18 Minuten - entwickelte sich, vor allem in der zweiten Halbzeit, ein ganz schwaches Spiel!)

40 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Spitzenreiter für einen Tag - der 1. FC Lokomotive Leipzig konnte zum ersten Mal in dieser Saison den "Platz an der Sonne" in der Bezirksliga Leipzig übernehmen (wird diesen aber nach dem Spiel Naunhof - Delitzsch wieder verlieren). Vor 1.903 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion setzte sich die Loksche deutlich und auch in dieser Höhe verdient mit 4:0 (3:0) gegen den schwachen Döbelner SC 02/90 durch. Schon vor einem knappen halben Jahr gewann der 1. FC Lok (damals im Bezirkspokal Halbfinale) mit 4:0 gegen Döbeln. Auch diesmal war die Partie nach einem Turbo-Start (3:0 nach 18 Minuten) schnell entschieden. In der zweiten Halbzeit passte sich das Spiel dann dem miesen Wetter (Regen bei knapp 6 Grad und einem kühlen Wind) an und nach dem Schlusspfiff stapfte Lok-Coach Rainer Lisiewicz wortlose (und vor allem) enttäuscht in die Kabine. Aber der Reihe nach ...

Die Startformation wurde - entgegen der Vorwoche - diesmal kräftig durchgewirbelt. Dies aber eher unfreiwillig! Abwehrglatze Dirk Hänisch musste kurzfristig verletzt passen, dafür rückte Sven Dobiasch in die Startformation. Da Torjäger René Heusel (5. Gelbe) gesperrt fehlte, durfte Nachwuchs-Stürmer Rico Engler von Anfang an ran. Und: Im Lok-Kasten stand wieder Jan Evers, der kurzfristig das Okay vom Arzt bekam und wieder ran durfte. Trotz der Umstellungen legte die Lisiewicz-Elf gleich los wie die Feuerwehr. 81 Sekunden waren gespielt, als es das erste Mal im Gäste-Tor klingelte. Pierre Trinko holte auf Rechtsaußen einen Einwurf heraus, Stephan Knoof schritt zur Tat - schleuderte das Leder bis zur Strafraummitte. Dort lauerte Abwehrmann Anton Köllner, der freistehend aus 8 Metern ins rechte Eck (bereits sein 4. Saisontreffer) zum 1:0 versenkte. Der Gastgeber weiter klar überlegen, Döbeln total verunsichert und mit schlimmen Patzern in der Defensive. Ein Beispiel aus der 13. Minute: Stockfehler eines DSC-Spielers, Stürmer Rico Engler sprintet dazwischen und läuft allein auf Keeper Jörg Zschoche zu - bleibt cool, umkurvt den Schlussmann und schon steht aus 8 Metern 2:0 (Englers 5. Bezirksliga-Tor). Ein weiteres Beispiel der katastrophalen Gäste-Abwehr in der 18. Minute, als die Leipziger zum 3:0 nachlegten. Robert Sommer setzt sich auf Rechtsaußen gegen drei Mann durch, flankt in die Mitte - dort klärt Martin Leimner genau auf Christopher Blümel. Dazu eilte noch Torhüter Jörg Zschoche in die Strafraummitte - das Tor war also leer und Blümel versenkte eiskalt aus 10 Metern von halb rechts ins lange Eck. Nach diesen furiosen Anfangsminuten beruhigte sich das Spiel etwas - in der 23. Minute kam Döbeln durch Sven Möbius (aus 16 Metern fasste Jan Evers sicher zu) sogar zum ersten Torschuss. Auf der Gegenseite bediente Dauerläufer Robert Sommer Mittelfeldmann Stephan Knoof, doch dieser zielte aus 20 Metern knapp links vorbei. In der 34. Minute machte es Abwehrspieler Sven Dobiasch etwas spannend, als er einen schwachen Schuss knapp am Lok-Außenpfosten zum ersten Eckball des Spiels ins Aus lenkte. Sieben Minuten später dann auch die Loksche mit ihrem ersten Eckball-Versuch - getreten von Christopher Blümel und in der Strafraummitte köpfte der erneut überzeugende Pierre Trinko aus 5 Metern übers Döbelner Gehäuse. Mit dem Pausenpfiff dann noch ein schöner Flachschuss von Rico Engler aus 16 Metern, der aber leichte Beute für DSC-Keeper Jörg Zschoche war.

Die zweite Halbzeit begann auch mit einem "Paukenschlag". Stephan Knoof wieder mit einem weiten Einwurf von rechts, der segelt zu Robert Sommer. Dessen Kopfball-Abpraller landet bei Mittelfeld-Mann René Ledwoch, dessen abgefälschter Schuss zum 4:0 im rechten Eck einschlägt - sein 3. Saisontreffer. Danach sank der Unterhaltungsgrad der Partie - trotz nachlassenden Regen - merklich. Für Aufregungen sorgten nur noch einige harte Foulspiele und zum Beispiele eine Szene in der 57. Minute, als die Döbelner eine Tätlichkeit von René Ledwoch (sah kurz vorher seine 5. Gelbe Karte und fehlt nächste Woche bei der SG LVB) an Christian Gärtner sahen. Doch Ledwoch beteuerte, dass er - wenn überhaupt - Gärtner nur aus versehen erwischt hatte. Trotzdem nahm ihn Trainer Lisiewicz zur Sicherheit vom Platz und brachte Sven Hellmund ins Spiel. In der 62. Minute dann endlich mal wieder eine nennenswerte Torchance, als Rico Engler aus 15 Metern abzog und am langen Pfosten Robert Sommer am Ball vorbei rutschte. Der nächste "Aufreger" sollte ein angeblicher Steinwurf von der Gegengerade Richtung Mittelkreis sein - dies behauptete jedenfalls der Mannschaftsbetreuer der Gäste, der dem Schiri-Gespann ein Stein vor die Nase hielt (allerdings wurde bestätigt, dass dieses nicht von der Gegengerade geflogen kam, sondern noch von der "Rasenpflege" als Markierung übrig blieb). Zurück zum Spielgeschehen: Die letzten Torchancen der extrem müden zweiten Halbzeit sollte auf einmal Döbeln haben. In der 81. Minute lenkte Lok-Keeper Jan Evers einen 45(!)-Meter-Freistoß von Martin Leimner noch zur Ecke und neun Minuten später rettete Evers glänzend gegen den völlig freien Ronny Singer. Den Nachschuss von Rene Hüttmann aus 18 Metern kratzte dann Stephan Knoof von der Torlinie. Mit dem Schlusspfiff probierte es dann noch Lok-Kicker Marcel Hensgen aus 22 Metern, doch der Schlussmann der Gäste packte sicher zu.

Fazit: Der 1. FC Lok gewann das Heimspiel gegen Döbeln im Schongang - nach 18 Minuten war die Partie praktisch entschieden und es stand nur noch die Höhe des Sieges zur Frage. Im zweiten Durchgang bauten die Lok-Kicker aber minütlich ab und erspielten sich fast keine Torchance mehr. Nicht gerade sehr ansehnlich für die Fans, bei diesem Wetter. Aber am Ende zählen nur die drei Punkte, die auch nächste Woche bei der SG LVB Leipzig an der "Neuen Linie" Pflicht sind. Dort muss Trainer Rainer Lisiewicz - wie schon erwähnt - auf René Ledwoch (5. Gelb) und auch auf Eric Eiselt verzichten. Der Mittelfeld-Techniker und Neuzugang aus Markkleeberg war heute (nach seiner Roten Karte im Bezirkspokal-Spiel gegen Rotation) wieder spielberechtigt. Spielte aber vorher bei der Zweiten Mannschaft (2:0 gegen den SSV Stötteritz II) in der 1. Kreisklasse - auf eignen Wunsch - mit und pflog dort aber kurz vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz und ist demnach am kommenden Wochenende auch für die Erste Mannschaft gesperrt. Wie schlimm die Verletzung von Dirk Hänisch ist, steht noch nicht fest - durchaus möglich, dass er auch bei der LVB "geschont" werden muss. Übrigens: Kai Metzner rechnet erst wieder in der Rückrunde mit seinem Comeback!

(von Ronny John)