11. Spieltag Bezirksliga Leipzig  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

SG LVB Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig
1 2

Spieldaten
 
Datum
18. November 2006
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Sportplatz "Neue Linie" (Leipzig)
Zuschauer
1.500
Schiedsrichter
 
Sebastian Zander (Leipzig)
Torschützen
0:1 Blümel (9.), 0:2 Heusel (32.), 1:2 Blum (85.)
Gelb
Sperling, Kirliow, Müller, Weigang - Köllner
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
SG LVB Leipzig
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Thomas Wedemann 
1 Jan Evers
2 Christopher Troks (ab 62. 14 Ricardo Blum)
17 Holger Krauß
3 Mike Weigang
19 Anton Köllner
4 Thomas Kässner (ab 46. 13 Maik Runkel)
18 Dirk Hänisch
5 Marten Sperling
23 Pierre Trinko
6 Felix Müller
 
2 Robert Sommer
7 Manuel Schnabel (ab 72. 15 Mario Wernicke)
13 Stephan Knoof
8 Andreas Hammer
16 Felix Diener (ab 69. 21 Rico Engler)
9 Andreas Kirilow
3 Marcel Hensgen (ab 69. 7 Sven Dobiasch)
10 Jan Zippel
10 René Heusel
11 Marko Sorgatz
11 Christopher Blümel (ab 80. 9 Thomas Wetzig)

Trainer
Frank Baum
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Wir haben wieder ein halbes Dutzend Chancen und schaffen keine klaren Verhältnisse und LVB macht aus keiner Chance ein Tor. Hinten raus wurde es dann ein Arbeitssieg, eine durchschnittliche Leistung reichte diesmal dafür."

Wertung

2,5 Sterne (Lok dominierte klar das Auswärtsspiel, am Ende musste Dank eines Zaubertores noch einmal kurz gezittert werden!)

32 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Genau ein Jahr und zwei Monate nach dem spannenden Bezirkspokal-Viertelfinale gegen die Jungs von der „Glocke“, trafen die Eisenbahner erneut auf LVB. Diesmal allerdings an der „Neuen Linie“ und unter anderen Vorzeichen. Damals waren beide Mannschaften spitzenmäßig in ihren Bezirksklassestaffeln unterwegs. Diesmal sprach die Papierform deutlicher zu uns: Lok nah dran am Sonnenplatz, LVB Bezirksligamittelmaß. Am Ende setzte sich der Favorit vor 1.500 Zuschauern knapp mit 2:1 (2:0) durch. Aber der Reihe nach ...

Dank seiner 5. Gelben Karte hatte René Ledwoch heute frei und machte überraschenderweise Platz für Felix Diener, der sich in den letzten Wochen über die zweite Mannschaft anbot und nun in der I. die linke Seite bearbeiten sollte. Dirk Hänisch kam ebenso zurück ins Team, Sven Dobiasch blieb deswegen zunächst draußen. Bei LVB fehlte mit Ronny Litke – vor einem Jahr und zwei Tagen noch Torschütze – ein wichtiger Mann. Dafür saß Bezirksligaschreck Mario Wernicke auf der Bank. Wie die Woche zuvor gegen Döbeln sah es der FCL auch diesmal wieder nicht ein, eine lange Vorrede zu halten. Schon nach einer Minute steht Diener vor Wedemann. Dieners Plan, diesen zu überloben klappte nur teilweise, der Ball sprang zu Christopher Blümel, der diesen aber aus 14 Metern hinter das Tor beförderte. Drei Minuten später zeigten dann auch die Gastgeber, dass ihnen das Weglassen der Vorrede ganz gut in den Kram passt. Hammer marschiert in den Strafraum und wurde nicht gelegt – oder doch? Schiedsrichter Zander zeigte auf jeden Fall an, dass weitergespielt werden soll und das tat der 1. FC Lok auch. Der agile Sommer wird am Strafraumeck gelegt, Krauß mit Freistoßflanke in die Mitte und Köllner bereitet ungewöhnlich das Blümel-Tor vor, als er freistehend an den Pfosten köpft. Blümel schob das Leder aus 10 Metern ins Tor. Neun Minuten später die nächste Chance, als Heusel einen Fehlpass von Zippel aufnahm, und der Ball über Blümel zur Knoof wanderte. Der, von allen guten Straßenbahnern verlassen, den letzten Mohikaner Wedemann im Tor anschießt. Das hätte ruhig ein Tor sein dürfen. Nach einer halben Stunde dann wieder Freistoß für Lok. Wieder Krauß, wieder Flanke, wieder Köllner, wieder Kopfball, aber diesmal neben das Tor. Zwei Minuten später dann der nächste – beschäftigungslose – Lok-Abwehrspieler im Strafraum. Dirk Hänisch legt vor Wedemann quer auf Heusel und der kriegt die Erlaubnis der LVBer den Ball aus drei Metern ins Tor zu schieben. Was macht LVB in der Offensive, wenn es hinten schon zweimal geklingelt hat? Außer einem Schuss von Hammer und einer gelben Kate für Kirilow nach Foul an Holger Krauß, passiert um den Lok-Strafraum nicht viel. Pause.

Nach 15 Minuten kam nur LVB verändert aus den Kabinen. Kässner ging und Maik Runkel kam. Aber dieser blieb offensiv wirkungslos und defensiv unauffällig. Schon nach wenigen Minuten der erste Lok-Angriff über seine Seite und wieder Freistoß, wieder eine Flanke, wieder ein Kopfball, aber diesmal von Heusel. Dieser wird abgeblockt und landet bei Blümel, dessen Schuss aber ebenfalls abgeblockt wird. Fünf Minuten später zeigt sich dann wieder der offensiv nach seiner Aktion in der 1. Minute unauffällig gebliebene Diener. Und wie. Vier Abwehrspieler werden düpiert und der anschließende Schuss aus 16 Metern landete knapp neben dem Tor. Gleiches widerfährt zwei Minuten später Blümel, als er nach Doppelpass mit Sommer dicht bedrängt im Strafraum neben das Tor zielte. Danach war die Lok-Offensive ins Stocken geraten, allerdings ging auch bei LVB wenig nach vorn. Kurzum: Es wurde etwas langweilig. Mit Wechseln auf beiden Seiten (bei Lok kamen Dobiasch und Engler für Hensgen und Diener) wurde es wieder interessanter. 19 Minuten vor Schluss die erste Aktion von Engler. Nach einer von sechs Lok-Ecken hämmert er den Ball kurz angebunden ans Dreiangel. Vier Minuten später eine ähnliche Situation: Dobiasch flankt in den Strafraum, Heusel und Blümel verpassen im Gleichschritt und Engler hämmert das Leder über das Dreiangel. Fünf Minuten später kam dann der wirkungslose Wetzig für Blümel, bei LVB Bezirksligaschreck Mario Wernicke, der aber von Köllner abgemeldet wurde. Ein anderer erzielte dafür den Anschlusstreffer. Der eingewechselte Blum bekam den Ball am Strafraumeck und knallte das Leder WM-reif ins Tor. Evers chancenlos. Jetzt kam noch ein wenig Hektik in einer insgesamt ruhigen zweiten Halbzeit auf. Beide Seiten noch mit einer Chance. Engler flankte direkt nach dem Gegentor auf den freistehenden Sommer, der volley abzog. Aber Wedemann hielt diesen Ball ebenso wie den Kopfball Sommers im Anschluss an seine Faustabwehr. Sekunden später leitete er mit langem Abschlag die letzte Chance des Spiels ein. Die Lok-Abwehr ist sich nicht einig, Wernicke ist durch, aber Evers greift den Ball schnell weg. Schluss.

Fazit: Ein Sieg, mehr nicht. Lok sündigte mit den Chancen und brachte so LVB wieder ins Spiel. Ähnlich wie im Spiel gegen Döbeln führt Lok schnell und ließ Mitte der zweiten Halbzeit die Zügel schleifen. Zwar wurde das Spiel über Außen gut entwickelt, aber der letzte Pass von der Grundlinie fand fast nie einen Abnehmer. Ärgerlich. So wurde es auch diesmal nichts mit einem höheren Ergebnis, auch wenn das Spiel immer kontrolliert wurde. Mittwoch ist zumindest die Höhe des Sieges egal, wenn im Bezirkspokal-Viertelfinale der VfB Zwenkau besucht wird.

(von Marko Hofmann)