13. Spieltag Bezirksliga Leipzig  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

VfB Zwenkau

1. FC Lokomotive Leipzig
0 5

Spieldaten
 
Datum
02. Dezember 2006
Uhrzeit
13.30 Uhr
Spielstätte
Stadion am Eichholz (Zwenkau)
Zuschauer
897
Schiedsrichter
 
Harry Schramm (Leipzig)
Torschützen
0:1 Blümel (7.), 0:2 Köllner (29.), 0:3 Blümel (35.), 0:4 Heusel (63.), 0:5 Sommer (90.)
Gelb
Wenzig, Genzel - Ledwoch
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
VfB Zwenkau
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Robert Reißner 
1 Jan Evers
2 Sören Wenzig
17 Holger Krauß
3 Christopher Hitzschke
19 Anton Köllner
4 Karsten Seidler
15 Sven Hellmund
5 Jens Kuhnt
23 Pierre Trinko
6 Christian Genzel (ab 67. 16 Mike Winkler)
 
2 Robert Sommer
7 Sandro Raschke
3 Marcel Hensgen (ab 63. 13 Stephan Knoof)
8 Sören Prager
4 René Ledwoch
9 Robert Kratz
5 Eric Eiselt
10 Ronny Schuhmann (ab 71. 14 Nils Kürschner)
10 René Heusel (ab 79. 16 Felix Diener)
11 Christian Weiß
11 Christopher Blümel (ab 84. 8 Matthias Polefka)

Trainer
Norman Braunschweig
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Der Sieg heute fiel doch etwas leichter, als gedacht. Trotzdem hat sich Zwenkau gut präsentiert und gut nach vorn gespielt. Trotzdem war der Auswärtserfolg verdient und auch in dieser Höhe gerecht. In der 2. Halbzeit haben wir auf dem schweren Boden, wo man nur einfachen Fußball spielen konnte, dann nur das nötigste gemacht!"

Wertung

2,5 Sterne (Verdiente 3:0-Pausenführung und im zweiten Durchgang dann nur noch das nötigste getan!)

39 Fotos und 2 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

 

50. Saisontreffer für den 1. FC Lokomotive Leipzig: Beim zweiten Spiel innerhalb von 10 Tagen beim VfB Zwenkau, erreichten die Lok-Kicker erneut einen klaren 5:0 (3:0)-Auswärtserfolg. Diesmal in der Bezirksliga! Zum Sprung an die Tabellenspitze hat der verdiente Erfolg vor offiziellen 897 Zuschauern im Stadion am Eichholz (zum ersten Mal wurde in dieser Saison die 1.000er-Marke bei einem Lok-Punktspiel verfehlt) erneut nicht gereicht - Spitzenreiter Delitzsch siegte souverän mit 4:0 bei der SG LVB und behauptete den Mini-Vorsprung von einem Punkt. Die Gäste aus der Messestadt überzeugten in der ersten Halbzeit, taten im zweiten Durchgang dann nur noch das Nötigste - die tiefe Platz tat sein übriges. Aber der Reihe nach ...

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz musste heute auf Dirk Hänisch (Haarriss im Sprunggelenk), Rico Engler (Grippe) und Thomas Wetzig (Große Zehe) verzichten. Dafür kehrte Stephan Knoof wieder in den Kader zurück, nahm aber zunächst neben Sven Dobiasch, Felix Diener und Matthias Polefka auf der Lok-Bank Platz. Kevin Rienaß, Matthias Hellmund und Sascha Hoffmann sollten Spielpraxis bei der Zweiten (in Holzhausen zu Gast) sammeln. Im Lok-Kasten durfte wieder ran - nächste Woche gegen Blau-Weiß darf dann wohl Christoph Milkau sein Können unter Beweis stellen. Bei den Gastgebern gab es einen Wechsel auf der Torwartposition: Marcel Prager musste, nach seinem Patzer zuletzt in Taucha, für Robert Reißner weichen. Die Partie begann zunächst aber mit einem bösen Stockfehler von Abwehr-Latte Anton Köllner - Christian Weiß kommt frei an den Ball, schießt aus 12 Metern aber knapp links am Lok-Tor vorbei (3.). Glück gehabt! Auf der Gegenseite befördert Holger Krauß einen Freistoß von rechts Richtung langen Pfosten, dort kommt Christopher Blümel aus 7 Metern mit den Kopf an den Ball. Doch ein VfB-Kicker rettete auf der Linie - den Nachschuss von Pierre Trinko blockte Anton Köllner unglücklich. Die Szene war aber noch nicht vorbei. Christopher Blümel kommt noch mal ans Leder und hält aus 26 Metern einfach mal drauf - und der Flatterball (nicht unbedingt unhaltbar) zischt zur 1:0-Führung unter die Querlatte (7.). In der 14. Minute setzte sich René Ledwoch im Mittelfeld durch, traf aus 20 Metern aber nur das rechte Dreiangel. Danach war das Tempo etwas raus, bis zur 26. Minute. VfB-Kapitän Jens Kuhnt haute einen 40-Meter-Freistoß auf die linke Seite, dort zog Christian Weiß volley aus 9 Metern ab. Doch Jan Evers war zur Stelle ... Nur drei Minuten später klingelte es dafür im Zwenkauer-Kasten. Und was war das für ein kurioses Tor. Robert Sommer erkämpfte sich klasse den Ball auf Rechtsaußen, doch sein Flankenversuch landet per Abpraller bei René Ledwoch. Der bringt die Kugel irgendwie in die Mitte zu Abwehr-Spieler Anton Köllner. Der dreht sich um die eigne Achse, trifft den Ball aber nicht richtig ... trotzdem kullert das runde Leder aus 5 Metern noch über die Torlinie zum 2:0. Bereits der 5. Saisontreffer für das Lok-Talent! Dann die 35. Minute - und die Vorentscheidung: Eric Eiselt mit sehenswerten Doppelpass mit Torjäger René Heusel. Die scharfe Flanke von Eiselt (von rechts) verpasst Marcel Hensgen in der Mitte, doch dahinter lauerte Stürme Christopher Blümel, der aus 11 Metern ins rechte Eck zum 3:0 traf. Das war's dann auch schon im ersten Durchgang bei besten Fußball-Wetter (Sonnenschein, 8 Grad) - nur der Platz spielte nicht ganz mit (völlig durchgeweicht, mehr Schlamm als Rasen).

In der zweiten Halbzeit schaltete der 1. FC Lok dann einen Gang zurück. So kam Zwenkau zu einem gefährlichen Freistoß-Chance durch Jens Kuhnt. Doch aus 20 Metern zischte die Kugel knapp links vorbei (54.). Drei Minuten später patzte Pierre Trinko, doch die Flanke in den Rückraum haute Karsten Seidler volley aus 10 Metern übers Lok-Tor. In der 61. Minute dann mal wieder der Favorit aus Leipzig. René Ledwoch bediente Pierre Trinko, der aus 18 Metern aber übers Tor von Robert Reißner schoss. Sekunden später zischte ein abgefälschter Schuss von René Heusel knapp vorbei. Dann aber doch der vierte Lok-Treffer: René Ledwoch brachte auf Höhe der Grundlinie irgendwie den Ball Richtung langen Pfosten, dort lauerte aus gut 11 Metern Torjäger René Heusel - und der netzte ins rechte Eck zum 4:0 ein. Sein 14. Saisontreffer! Danach passierte nicht mehr viel. In der 78. Minute probierte es Eric Eiselt einmal aus 20 Metern (Reißner hielt sicher) und auf der Gegenseite Karsten Seidler per Heber (aufs Lok-Tor/81.). In den Schlussminuten durften die Talente Felix Diener und Matthias Polefka (erster Saisoneinsatz in der I. Mannschaft) im Lok-Sturm für René Heusel und Christopher Blümel ran. Das 5:0 machte aber ein anderer ... 90. Minute: Robert Sommer erkämpft auf rechts einen Einwurf. Einwechsler Stephan Knoof schleuderte den Ball an den kurzen Pfosten zu Anton Köllner, der per Kopf verlängerte und am langen Pfosten nickt der kleinste, Robert Sommer, aus 7 Metern zum Endstand ein. Dies war gleichzeitig der 50. Saisontreffer für die Gäste aus der Messestadt in der Bezirksliga Leipzig ...

Fazit: Ein verdienter Lok-Erfolg - auch in dieser Höhe! Lok spielte eine ansehnliche erste Halbzeit und tat im zweiten Durchgang (auf tiefen Boden) nur noch das Nötigste. Der Gastgeber überraschte mit vielen Offensiv-Bemühungen - vor dem Spiel ging man von Lok-Seite von totaler Defensive bei Zwenkau aus. Auf die Tabellenführung muss der 1. FC Lok aber weiter warten. Die nächste Chance: Nächste Woche kommt Blau-Weiß Leipzig ins Plache-Stadion, während Tabellenführer ESV Delitzsch zum FSV Beilrode muss.

(von Ronny John)