14. Spieltag Bezirksliga Leipzig Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

VfK Blau-Weiß Leipzig 1892
1 0

Spieldaten
 
Datum
09. Dezember 2006
Uhrzeit
13.30 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.942
Schiedsrichter
Axel Bitterlich (Taucha)
Torschützen
1:0 Dobiasch (15.)
Gelb
Hensgen, Blümel, Trinko - Krahmer, Prochaska
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
VfK Blau-Weiß Leipzig
1 Jan Evers
1 Daniel Arnhold
17 Holger Krauß
22 Tony Deichfuss
19 Anton Köllner
3 Jörg Winkler (ab 87. 14 Denny Rekos)
3 Marcel Hensgen
4 Mario Schachtschneider
23 Pierre Trinko
5 Philipp Marx (ab 24. 12 Hans-Jürgen Weiß)
4 René Ledwoch
6 Maik Wittforth
5 Eric Eiselt (ab 69. 13 Stephan Knoof)
7 Andre Wolf
2 Robert Sommer (ab 82. 8 Matthias Polefka)
8 Michael Krahmer
7 Sven Dobiasch
9 Michael Naumann
10 René Heusel (ab 76. 16 Felix Diener)
10 Jörg Petsch
11 Christopher Blümel
11 Tom Prochaska

Trainer
Rainer Lisiewicz
 
Roman Müller

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Blau-Weiß ist eine Mannschaft, gegen die wir uns immer sehr schwer tun. Deshalb bin ich froh, dass wir überhaupt gewonnen haben. Die Erwartungshaltung der Fans ist immer sehr hoch, wir hätten gerne mehr geboten. Aber am Ende zählen erst einmal nur die drei Punkte ..."

Wertung

1m5 Sterne (Ein mehr als mäßiges Spiel der Lok-Kicker. Am Ende zählen nur die drei weiteren Punkte - aber schön war's nicht!)

38 Fotos und 1 Video vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Zum Sieg gequält: Der 1. FC Lokomotive Leipzig gewann - mit zittern - das "Derby" gegen den VfK Blau-Weiß Leipzig knapp, aber insgesamt wohl trotzdem verdient mit 1:0 (1:0). Vor 1.942 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion taten sich die Lok-Kicker gegen die Gäste aus Schleußig - trotz der Führung nach einer Viertelstunde - sehr schwer und hatten in zwei, drei Szenen sogar Glück nicht doch noch den Ausgleich zu kassieren. Insgesamt taten sich in der Bezirksliga alle Teams des Führungs-Trio sehr schwer. Spitzenreiter Delitzsch kam erst in letzter Sekunde zu einem 1:0-Erfolg gegen Beilrode - der Dritte Naunhof spielte gar nur 1:1 gegen den VfB Zwenkau. In der Tabelle bleibt die Loksche mit einem Punkt Rückstand auf Delitzsch Zweiter. Aber rein ins Spiel ...

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz musste neben den Langzeitverletzten Kai Metzner auch auf Kevin Rienaß (Bänderdehnung), Rico Engler (Stirnhöhlenentzündung) und Keeper Christoph Milkau (Bänderdehnung) verzichten. Deshalb stand diesmal wieder Jan Evers im Lok-Kasten, während Sven Dobiasch auf der linken Außenbahn (für Sven Hellmund) eine Chance von Anfang an bekam. Bei den Gästen kam Ex-VfB-Kicker Hans-Jürgen Weiß (nach Fußbruch) von der Bank, während Neu-Coach Roman Müller schon das zweite Mal in dieser Saison in Probstheida zu Gast war (mit Tresenwald verlor er am 1. Spieltag mit 0:5 bei Lok). In der 6. Minute wurde es das erste Mal gefährlich, als Christopher Blümel Keeper Daniel Arnhold überlupft. Doch das Leder liegt circa 7 Meter vor der Torlinie frei, René Heusel wird bedrängt und ein VfK-Abwehrspieler klärt zur Ecke. Vier Minuten später versuchte sich Lok-Kapitän Holger Krauß mit einem Freistoß aus 18 Metern, doch Keeper Daniel Arnhold kann das Geschoss noch weg fausten. In der 15. Minute klingelte es dann doch im Gäste-Tor: Nach einer tollen Kombination auf der linken Außenbahn zwischen Blümel und Heusel, flankt Heusel auf die rechte Seite. Dort rückte Rechtsverteidiger Pierre Trinko auf und schlägt die Kugel wieder Richtung langen Pfosten. Dort lauerte Sven Dobiasch, der ohne Bedrängnis aus 8 Metern zum 1:0 einköpfen konnte. Sein erster Saisontreffer - der Jubel war dementsprechend groß! Dann allerdings Glück für Lok auf der anderen Seite, als Schiri Axel Bitterlich aus Taucha bei einer Aktion von Eric Eiselt nicht auf Elfmeter für Blau-Weiß erkannte (20.). Danach passierte lange nix mehr - bis zur 36. Minute. Nach einer Flanke von links kommt VfK-Kicker Jörg Petsch per Kopf an den Ball, doch aus 9 Metern knapp links vorbei. Vier Minuten später versuchte sich auf der Gegenseite Holger Krauß mit einem 20-Meter-Freistoß, doch Daniel Arnhold im Gäste-Tor fischte die Kugel sicher weg. Mit dem Pausenpfiff dann noch ein 18-Meter-Aufsetzer von Marcel Hensgen, den Arnhold aber gerade noch so um den linken Pfosten lenken konnte. Pause!

Die zweite Halbzeit verlor dann immer weiter am Tempo, obwohl Holger Krauß in der 54. Minute zunächst einen Freistoß von links in den Strafraum brachte. Doch Torjäger René Heusel köpfte (unter Bedrängnis) aus 8 Metern links vorbei. Drei Minuten später ein Lok-Konter über den flinken Dauerläufer Robert Sommer auf rechts, doch der scheiterte aus 12 Metern an Daniel Arnhold im VfK-Tor. Der Nachschuss von Marcel Hensgen wird noch abgeblockt. Schade - das wäre die Entscheidung gewesen! Statt dessen - nach einem Ledwoch-Fehlpass - plötzlich ein Konter von Blau-Weiß über Jörg Petsch. Doch zum Glück schoss Petsch deutlich rechts vorbei (59.). Fünf Minuten später dann noch eine Riesen-Chance für die Gäste. Nach einem Freistoß bekommt Tom Prochaska am rechten Pfosten den Ball. Doch völlig freistehend haute der VfK-Kicker aus 8 Metern übers Lok-Tor von Jan Evers. In der 68. Minute versuchte sich Hans-Jürgen Weiß (in der 24. Minute eingewechselt) mit einem Freistoß aus 20 Metern, doch Evers packte sicher zu. Gut zehn Minuten später brachte der eingewechselte Stephan Knoof eine Lok-Ecke Richtung langen Pfosten. Dort kommt Abwehrlatte Anton Köllner eingelaufen, aber sein Flugkopfball aus 5 Metern wird von Daniel Arnhold entschärft. In den restlichen 15 Minuten mussten die Lok-Fans zwar noch etwas zittern, doch wirklich gefährliche Aktionen gelangen den Blau-Weißen nicht. Aber auch die Blau-Gelben konnten keinen erfolgreichen Konter mehr setzen und so blieb es beim knappen 1:0-Heimsieg.

Fazit: Der Favorit aus Probstheida quälte sich zu drei Punkten - wenn man die Spielanteile betracht sicherlich verdient, doch die Lok-Fans mussten bei zwei Großchancen von Blau-Weiß kräftig zittern. Dazu noch das Glück in der 20. Minute, dass Schiri Bitterlich nicht auf Elfmeter für die Gäste erkannte (eine Szene, die man wohl durchaus hätte pfeifen können). Doch Lok-Coach Rainer Lisiewicz merkte schon richtig an: "Am Ende zählen nur die drei Punkte!" Nun gilt es für den Tabellen-Zweiten noch einmal beim FC Bad Lausick (Fünfter) richtig Gas zu geben - danach steht die wohlverdiente Winterpause an. In Probstheida wünscht man sich zu Weihnachten noch die Tabellenführung. Doch die kann nur bei einem Patzer von Delitzsch in Zwenkau Realität werden ...

(von Ronny John)