15. Spieltag Bezirksliga Leipzig  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

FC Bad Lausick 1990

1. FC Lokomotive Leipzig
0 1

Spieldaten
 
Datum
16. Dezember 2006
Uhrzeit
13.30 Uhr
Spielstätte
Sportplatz am alten Freibad (Bad Lausick)
Zuschauer
1.850
Schiedsrichter
 
Hagen Niemann (Leipzig)
Torschützen
0:1 Heusel (90.+2)
Gelb
Naß, Wipper - Ledwoch, Heusel, Trinko
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
FC Bad Lausick
1. FC Lokomotive Leipzig
21 Janko Schötzke 
1 Jan Evers
3 Andreas Naß
17 Holger Krauß
4 Eduard Metzler
19 Anton Köllner
5 Matthias Walter
13 Stephan Knoof (ab 82. 5 Eric Eiselt)
6 Falk Bauer
23 Pierre Trinko
7 Marcel Hengst
 
2 Robert Sommer
8 Mathias Wipper (ab 90. 14 Thomas Nehring)
3 Marcel Hensgen
9 Tino Kleinert
4 René Ledwoch
10 Eric Ziffert (ab 84. 17 Philip Banko)
7 Sven Dobiasch
11 Jens Mauersberger (ab 84. 16 Christian Stadermann)
10 René Heusel
13 Sebastian Martin
11 Christopher Blümel (ab 77. 21 Rico Engler)

Trainer
René Vierig
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Meine Jungs haben immer an den Sieg geglaubt und bis zur letzten Sekunde gekämpft - und wurden dafür durch Heusel belohnt. Insgesamt war es durch das späte Tor sicherlich ein glücklicher, aber auch ein verdienter Sieg!"

Wertung

2 Sterne (Das Spiel lebte vor allem von der Spannung - mit einem tollen und glücklichen Ende für den 1. FC Lok!)

51 Fotos und 1 Video vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Erfolgreicher Abschluss des Jahres 2006 für den 1.FC Lok Leipzig. Knapp aber verdient siegten die Mannen von Rainer Lisiewicz in der letzten Sekunde mit 1:0 (0:0) - vor offiziell 1.850 Zuschauern - gegen eine lange Zeit stark kämpfende Bad Lausicker Elf.

Wolkenverhangen war der Samstag und rund um den sichtlich mitgenommenen Rasen sammelten sich zahlreiche Fans zum letzten Spiel der Hinrunde in der Bezirksliga. Von Anfang bis Ende war auf beiden Seiten eine klare Linie nicht zu erkennen. Oft wurden die Bälle nach vorn geschlagen, ins Aus getreten oder einfach Fehlpässe gespielt. Wenn einmal konstruktiv nach vorn gespielt wurde, dann von den Gästen. So flankte Christopher Blümel nach 5 Minuten von rechts in den Strafraum und aus zentraler Schussposition konnte René Heusel nicht genug Druck hinter den Ball bekommen und der sichere Janko Schötzke hielt das Leder sicher. In diesen Anfangsminuten merkte man auch gleich die aggressive Grundstimmung, vor allem unter den älteren Heimfans, die in Kreisklassenmanier das ganze journalistische Personal anpöbelten und darin Ausdauer bewiesen, allerdings nicht realisierten, dass Berichterstattung auch für den FC Bad Lausick in dieser Form nichts alltägliches ist. Vom Spiel war in Hälfte eins nicht mehr viel zu sehen. Die Offensivbemühungen des 1.FC Lok waren da und am Strafraum endeten sie jäh, Standards brachten allesamt keine Gefahr und wurden meist von Falk Bauer oder Andreas Naß nach vorn befördert. Dafür kam mehr Härte ins Spiel und René Ledwoch auf Lok-Seite und Andreas Naß sahen Gelb. Stürmer Jens Mauersberger wurde dann kurz vor der Pause von seinem Mannschaftsbetreuer behandelt und „grüßte“ auf dem Weg an die Seitenlinie die Lok-Fans auf seine Weise. Einem Bezirksligaspieler nicht würdig, aber an diesem Nachmittag lag viel Gift in der Luft.

Hälfte zwei begann ohne Wechsel und nun machten die Probstheidaer richtig Dampf, ohne zum Abschluss zu gelangen. René Ledwoch oder Robert Sommer waren immer wieder im Strafraum und vergaßen einfach zu schießen. So wurde es erst wieder kreuzgefährlich als Rico Engler nach 75 Minuten das Feld betrat und  gleich einschussbereit vom bärenstarken Pierre Trinko angespielt wurde, doch 10 Meter vorm Tor Schötzke anschoss. Danach gab es aufgrund einer kleinen Rangelei hinter den Trainerbänken eine zweiminütige Unterbrechung. Danach das gleiche Bild. Flanke von Rechts in den Strafraum. Marcel Hensgen bekommt das Leder an den Fuß und muss aus 7 Metern nur draufhalten, doch vertändelt. „Ich bin einfach zu selten in solchen Situationen und war überrascht.“, gestand der wieder stark spielende Mittelfeldmann. Auf der Gegenseite hätte dann 10 Minuten vor Schluss Torjäger (bisher 8 Treffer) Mathias Wipper einnetzen können. Der Ball segelt diagonal durch den Strafraum. Pierre Trinko und Jens Mauersberger fallen beide zu Boden, wobei ein Elfmeterpfiff hier nicht unangebracht gewesen wäre, und am rechten Strafraumeck steht Wipper und zieht flach ab. Den Aufsetzer kann Jan Evers mit einem klasse Reflex noch um den Pfosten lenken. Als niemand mehr mit einem Tor rechnete. Der FC Bad Lausick seinen dritten Wechsel in der 90. Minute ausführt, scheinen alle Messen gesungen. Dann spielt sich der Matchwinner der letzten Woche Sven Dobiasch auf links nochmals frei und flankt auf den langen Pfosten. Dort steht der erblondete René Heusel und nickt aus drei Metern ein. Eigentlich hätte man wieder mit einem Bein oder Kopf eines Bad Lausickers rechnen müssen, dass sich dazwischen drängelt, doch nix da. Das drin war drin, kurzzeitig circa 200 Lok-Fans auf und um René Heusel herum und das Spiel wurde für genau drei Sekunden noch mal angepfiffen.

Fazit: Ein Last Minute Sieg, der hoch verdient war. Vieles blieb Stückwerk, aber gerade zum Ende des Spiels schnürten die Gäste den Gegner ein, der lange dagegen hielt. Drei Punkte sind auf dem Konto, doch festzustellen bleibt, dass die Gastgeber nicht immer solch einen guten Eindruck hinterlassen wie in Zwenkau.

(von Matthias Löffler)