16. Spieltag Bezirksliga Leipzig  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

SV Tresenwald Machern

1. FC Lokomotive Leipzig
0 0

Spieldaten
 
Datum
01. April 2007
Uhrzeit
15.00 Uhr
Spielstätte
Sportpark Machern (Machern)
Zuschauer
1.536
Schiedsrichter
 
Thomas Gruhle (Döbeln)
Torschützen
Fehlanzeige!
Gelb
Tramp, Bluschke-
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
SV Tresenwald Machern
1. FC Lokomotive Leipzig
13 Dirk Arnold 
1 Jan Evers
2 Mario Keller
17 Holger Krauß
3 Alexander Porsch
19 Anton Köllner
7 Sven Tramp
14 Kevin Rienaß
8 Christian Fikus
23 Pierre Trinko
9 Leonardo Alcaron (ab 63. 4 Kai Gebauer)
 
2 Robert Sommer (ab 79. 9 Thomas Wetzig)
10 Rico Voigt (ab 86. 6 Steffen Wagner)
16 Felix Diener
12 Eric Bluschke
4 René Ledwoch
14 Marcus von Durschefsky
24 Mark Gerloff (ab 63. 15 Sven Hellmund)
15 Tino Krause
10 René Heusel
16 Benjamin Wagner
11 Christopher Blümel (ab 69. 21 Rico Engler)

Trainer
Thomas Richter
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"In der ersten Halbzeit hatten wir ein halbes Dutzend Chancen - und keine genutzt. Aber was wir in der zweiten Halbzeit geboten habe, ist fast unerklärlich. Irgendwie fehlt das Selbstvertrauen und am Ende hatten wir noch Glück, dass wir nicht noch verloren haben."

Wertung

2 Sterne (Starke erste Halbzeit - ganz mieser zweiter Durchgang. Am Willen lag es wohl nicht und das gibt gerade zu denken ...)

41 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

"Punkt gewonnen", wieder auf Platz zwei (Punktgleich mit Naunhof), tolles Wetter, hinten zu null gespielt - das sind die positiven Dinge des enttäuschenden 0:0-Remis im Nachholer beim SV Tresenwald Machern. 1.536 Zuschauer sahen im Sportpark Machern noch eine druckvolle erste Halbzeit der Gäste, während im zweiten Durchgang eher "Schlafwagenfußball" geboten wurde. Das wurde von den mitgereisten 1.000 Lok-Fans (die für ein kräftiges Parkchaos sorgten) mit einem Pfeifkonzert "belohnt". Aber der Reihe nach ...

Lok-Coach Rainer Lisiewicz musste heute auf zahlreiche Kicker verzichten. So fehlten Eric Eiselt (Rot nach Tätlichkeit gegen Sermuth), Marcel Hensgen (5. Gelbe) und Stephan Knoof (Gelb-Rot) gesperrt. Kai Metzner (Adduktoren) fehlte verletzt und Sven Dobiasch musste arbeiten. Deshalb durften heute Felix Diener und Mark Gerloff im Mittelfeld von Anfang an ran, während Kevin Rienaß als linker Verteidiger auflief. Auf der spärlich besetzten Bank saßen noch Thomas Wetzig, Rico Engler, Sven und Matthias Hellmund (plus Ersatzkeeper Christoph Milkau). Los ging's in der 8. Minute (nach der 1. Ecke) mit der Kopfballeingabe von Robert Sommer am langen Pfosten und in der Mitte steht Christopher Blümel eigentlich goldrichtig - doch aus 6 Metern rettete Eric Bluschke auf der Torlinie. Fünf Minuten später setzt sich Pierre Trinko auf rechts durch und am langen Pfosten befördert René Heusel die Kugel - völlig freistehend - aus 7 Metern noch neben das Tor. Eine dicke Chance! In der 22. Minute brachte Kapitän Holger Krauß einen Eckball von rechts in den Strafraum, doch der Kopfball von Christopher Blümel landete genau in den Armen des sonst unsicheren SVT-Keeper Dirk Arnold. Nur drei Minuten später befördert Krauß die insgesamt 5. Lok-Ecke genau zu Christopher Blümel, der aus 7 Metern frei zum Kopfball kommt - Arnold ist geschlagen, doch auf der Linie rettet erneut Eric Bluschke (25.). Bitter! Nach knapp einer halben Stunden dann ein Lok-Freistoß aus 32 Metern - eine Aufgabe für Kapitän Holger Krauß. Der packt den Hammer aus, doch Arnold fingerte die Kugel noch gegen die Querlatte. In der 35. Minute setzt sich - der sonst enttäuschende - Mark Gerloff auf links gegen Leonardo Alcaron durch, doch in der Mitte scheiterte Blümel aus 14 Metern an Torwart Arnold. Der erste Torschuss für die sonst harmlosen Gastgeber dann 120 Sekunden später, doch Benjamin Wagner zirkelte einen Freistoß aus 24 Metern deutlich am Lok-Kasten vorbei. Kurz vor dem Pausenpfiff von Schiri Gruhle aus Döbeln noch eine gute Aktion von Pierre Trinko über links, dessen Flanke beförderte Robert Sommer aber aus 5 Metern knapp drüber.

In der zweiten Halbzeit agierte Lok wie ausgewechselt - saft- und kraftlos. Ohne Ideen im Mittelfeld - statt dessen in der 51. Minute eine Konterchance für Tresenwald (nach Trinko-Fehler). Rico Voigt marschiert auf links durch, passt zu Marcus von Durschefsky, der aber am langen Pfosten verstolperte. Auf der Gegenseite dann endlich mal wieder eine Lok-Chance. Erst scheiterte Holger Krauß per Freistoß (Heusel stand dazwischen), danach blieb René Ledwoch am Schlussmann Dirk Arnold hängen (57.). 120 Sekunden später haute Krauß einen 24-Meter-Freistoß direkt aufs Tor, doch wieder rettete Arnold noch zur Ecke. In der 62. Minute hatten die Lok-Fans dann den Torschrei auf den Lippen. Wieder einmal Krauß mit einem Freistoß, den Anton Köllner per Kopfball-Bogenlampe aus 6 Metern auf den Kasten befördert. Das Leder senkt sich ... aber um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Danach passierte die nächsten 20 Minuten fast gar nichts auf dem saftigen Grün im Sportpark Machern - so "durften" die mitgereisten Lok-Fans das Wetter genießen, während ihren Helden auf den Rasen nichts mehr einfiel. Statt dessen plötzlich schlimme Patzer in der Hintermannschaft. Und riesiges Glück in der 83. Minute, als nach doppelten Lok-Fehler plötzlich der Eingewechselte Kai Gebauer den Ball erhält. Der steht 5 Meter vor Jan Evers frei vor dem Lok-Kasten - hat eigentlich alle Zeit der Welt, doch Gebauer beförderte das Leder noch rechts am Tor vorbei. Durchatmen dann auch in der 89. Minute, als Sven Hellmund die zweite Tresenwald-Ecke im Spiel beinah ins eigne Tor beförderte. Dann die (viel zu kurze) Nachspielzeit: 11. Eckball für Lok - der landet genau auf den Kopf von René Heusel, doch aus 5 Metern kann Dirk Arnold das Leder noch einmal festhalten. Tresenwald jubelte, Lok am Boden ...

Fazit: Spielte Lok noch eine akzeptable erste Halbzeit (obwohl Gefahr nur durch Standards ausging), kann man den zweiten Durchgang nur in den Bereich: "Schwach, enttäuschend, mies, sch..." einordnen. Lok ohne Ideen und sogar mit Glück kurz vor dem Schlusspfiff. Die mitgereisten Fans vermissen schon lange eine überzeugende Leistung ihrer Kicker - nächste Chance: Schon am kommenden Donnerstag beim Nachholer beim SV Nordwest. Aber ohne klare Leistungssteigerung, liegen drei Punkte in weiter ferne. Und die Konkurrenz (Naunhof, Delitzsch) wird nicht immer für Lok spielen. Es stehen heiße Wochen bevor ...

(von Ronny John)