17. Spieltag Bezirksliga Leipzig Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

SSV Stötteritz
2 0

Spieldaten
 
Datum
24. Februar 2007
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
2.240
Schiedsrichter
Karsten Schönknecht (Laußig)
Torschützen
1:0 Blümel (35.), 2:0 Heusel (65.)
Gelb
Ledwoch, Rienaß - Spiotta, Bieleit
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
SSV Stötteritz
1 Jan Evers
1 Kai-Uwe Kretzschmar
13 Stephan Knoof
2 Carsten Kühn
19 Anton Köllner
3 Benjamin Dittrich
7 Sven Dobiasch (ab 64. 14 Kevin Rienaß)
5 Thomas Spiotta
23 Pierre Trinko
6 Marcus Würzberger
4 René Ledwoch
7 Tobias Walther
5 Eric Eiselt
8 Alexander Becker
2 Robert Sommer
9 Andre Krahmer
24 Mark Gerloff (ab 70. 8 Matthias Polefka)
10 Markus Bieleit
10 René Heusel (ab 70. 21 Rico Engler)
14 Patrick Piontek
11 Christopher Blümel
17 Mario Andrich (ab 84. 15 Leonid Belyavskiy)

Trainer
Rainer Lisiewicz
 
Helmut Friedel

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Insgesamt war es ein verdienter Sieg - wir hatten Stötteritz über die 90 Minuten im Griff gehabt. Heusel und Blümel haben heute zwei tolle Treffer erzielt, die genau zur richtigen Zeit fielen. Wir sind auf einem guten Weg, auch wenn der Glanz noch etwas fehlte!"

Wertung

2,5 Sterne (Der 1. FC Lok gewann verdient das Bezirksliga-Spitzenspiel, ohne zu glänzen. Dafür waren beide Tore mehr als sehenswert!)

44 Fotos und 3 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Das erste Spiel nach Tag X: Endlich stand für knappe 90 Minuten wieder der Fußball im Mittelpunkt in Probstheida. Der Tabellen-Zweite 1. FC Lokomotive entschied dabei das Spitzenspiel der Bezirksliga - insgesamt verdient - mit 2:0 (1:0) gegen den Vierten SSV Stötteritz für sich. Gegen eben diese Mannschaft verlor die Loksche in der Hinrunde ihr einziges Spiel (2:3). 2.240 Zuschauern zeigten bei strahlendem Sonnenschein im Bruno-Plache-Stadion der Gewalt die "Rote Karte". Beide Teams distanzierten sich mit Spruchbändern von den Ereignissen vor zwei Wochen. Zu lesen gab es beim Einlauf: "Wir dulden weder Gewalt noch Extremismus" und "Wir und unsere wahren Fans wollen nie wieder einen 10. Februar"! Dazu ließen die treuen Fans auch die intensiven Kontrollen über sich ergehen. Sechs Anhängern musste der Zutritt wegen Alkhohl verwehrt werden. Über die gesamte Spielzeit merkte man auf den Tribünen aber noch deutlich den Schock der Ereignisse vom Aue-Spiel. Aber zum sportlichen Verlauf ...

Lok-Trainer Rainer Lisiewicz musste heute auf den gesperrten Kapitän Holger Krauß (Gelb-Rot gegen Aue II) und Marcel Hensgen (Uni-Wintercamp in Österreich) verzichten. Dazu hatte sich Dirk Hänisch abgemeldet und Sascha Hoffmann steht wegen Arbeit nur noch als "Standy-By" Kicker zur Verfügung. Techniker Kai Metzner blieb zudem wegen Knöchel-Probleme auf der Bank. Dafür durfte Stephan Knoof in der Abwehrreihe ran und im Mittelfeld bekam Eric Eiselt wieder eine Einsatzchance von Anfang an. Bei den Gästen standen besonders die ehemaligen Lok-Kicker Thomas Spiotta und Marcus Würzberger im Mittelpunkt. Dazu Keeper Kai-Uwe Kretzschmar, der den Gastgebern schon im Hinspiel und letzte Saison bei Lipsia Eutritzsch mächtig Probleme machte. Die Partie nahm zunächst nur langsam fahrt auf. In der 14. Minute sorgte ein Freistoß von Stephan Knoof erstmals für Gefahr, doch der Abschluss von Christopher Blümel wurde noch zur Ecke gelenkt (14.). Fünf Minuten später die erste Großchance im Spiel, als René Ledwoch aus 12 Metern zum Kopfball kam und die Kugel von Keeper Kai-Uwe Kretzschmar noch gegen die Querlatte gefingert wurde. In der 20. Minute legte Torjäger René Heusel per Kopf für Eric Eiselt auf, der aus 18 Metern einfach mal direkt abzog - doch wieder zeigte Kretzschmar im SSV-Kasten einen tollen Reflex. Nach knapp einer halben Stunde probierte sich Neuzugang Mark Gerloff in seinem ersten Bezirksliga-Spiel für den 1. FC Lok aus 16 Metern, aber wieder strahlte der SSV-Schlussmann viel Sicherheit aus. Doch in der 35. Minute gab es dann kein "halten" mehr: Nach einem weiten Einwurf von Stephan Knoof drehte sich Christopher Blümel am kurzen Pfosten um die eigene Achse und haute die Kugel per Traumtor aus 8 Metern (und fast unmöglichen Winkel) ins rechte Dreiangel zum umjubelten 1:0. Nur sechs Minuten später hatte Stötteritz bei einem Kopfball von Alexander Becker (gegen die Querlatte) Glück, nicht ein Eigentor zu kassieren. Im direkten Gegenzug dann aber ein gefährlicher Konter von Stötteritz, doch Lok-Keeper Jan Evers rettete vor Markus Bieleit.

Der zweite Durchgang begann mit einem Versuch von Robert Sommer von halb rechts, der aber am langen Pfosten vorbei kullerte (53.). Danach entwickelte sich zunächst ein ausgeglichnes Spiel - Stötteritz überzeugte in der Defensive (kein Wunder, bei den vielen erfahrenen Kicker), aber nach vorne lief nicht wirklich viel. Und dann auch noch das: Nach einem langen Freistoß von Stephan Knoof (über den halben Platz) kommt René Heusel im SSV-Strafraum an den Ball und visiert aus 7 Metern genau die kurze, linke Ecke an - 2:0. Der 16. Saisontreffer des Torjägers und die Entscheidung in Probstheida. Dem entsprechend sollte die folgenden Minuten nicht mehr all zu viel passieren. Kurz nach seiner Einwechslung hätte Rico Engler (mit seinem zweiten Ballkontakt) beinah den dritten Lok-Treffer nachgelegt, doch sein 20-Meter-Hammer wurde nach von einem Stötteritzer Fuß zur Ecke abgefälscht (74.). In der 81. Minute machte Joker Rico Engler die Partie wieder schnell, doch aus 14 Metern parierte Kai-Uwe Kretzschmar den Schuss von Christopher Blümel wieder klasse. Kurz vor dem Schlusspfiff noch eine kleine Chance für Robert Sommer aus 12 Metern (88.), bevor Markus Bieleit noch einmal vor dem Lok-Kasten auftauchte (90.). Das war's dann aber auch ...

Fazit: Ein Heimerfolg ohne Glanz, der über 90 Minuten gesehen aber verdient war. Zwei klasse Tore von René Heusel und Christopher Blümel (Kandidat für das Tor des Monats) machten heute den Unterschied und ließen die Loksche erfolgreich "Rache" für die Niederlage aus dem Hinspiel nehmen. Nächste Woche steht dann das schwere Auswärtsspiel beim SV Leipzig Nordwest auf dem Programm, bevor Fortuna Leipzig ins Plache-Stadion kommt.

(von Ronny John)