19. Spieltag Bezirksliga Leipzig Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

1. FC Lokomotive Leipzig

SV Fortuna Leipzig
2 0

Spieldaten
 
Datum
10. März 2007
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Bruno-Plache-Stadion (Leipzig)
Zuschauer
1.692
Schiedsrichter
Matthias Reschke (Döbeln)
Torschützen
1:0 Heusel (42.), 2:0 Eiselt (77.)
Gelb
Knoof, Köllner -
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
1. FC Lokomotive Leipzig
SV Fortuna Leipzig
1 Jan Evers
1 René Koslowski
17 Holger Krauß
2 Sascha Radke
19 Anton Köllner
3 Sebastian Kraus
7 Sven Dobiasch (ab 61. 24 Mark Gerloff)
4 Felix Gliffe
23 Pierre Trinko
5 Maik Hotze (ab 63. 12 Matthias Gräber)
4 René Ledwoch (ab 81. 3 Marcel Hensgen)
6 Ronald Werner
5 Eric Eiselt
7 Michael Schade (ab 81. 15 Pierre Lindner)
2 Robert Sommer
13 Steffen Domke
13 Stephan Knoof
9 Andre Kanitz
10 René Heusel
10 Sergej Dshagarian
11 Christopher Blümel (ab 61. 21 Rico Engler)
11 Sven Spyra (ab 46. 8 Daniel Fleißner)

Trainer
Rainer Lisiewicz
 
Ronald Werner

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Es war ein Arbeitssieg ohne jeglichen Glanz. Man hat gesehen, dass die Mannschaft nach den neuerlichen Schlagzeilen weiter stark verunsichert ist ... Wenigstens die drei Punkte wurden geholt!"

Wertung

1,5 Sterne (Die Lok-Fans erlebten ein ganz schwaches Spiel - Lok gewann zwar wegen der Spielanteile verdient, konnte aber zu keiner Minute überzeugen!)

34 Fotos und 4 Videos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Zum Sieg "gegurkt": Der 1. FC Lokomotive Leipzig kam nach dem gestrigen Urteil des Sächsischen Fußballverbandes zu einem schwer erkämpften 2:0 (1:0)-Arbeitssieg gegen den Tabellen-Letzten SV Fortuna Leipzig. Die Lok-Kicker hatte zwar mehr vom Spiel, doch zwingende Torchancen waren Mangelware. Statt dessen kam der Außenseiter - der das Hinspiel noch mit 0:9 verloren hatte - zu zwei, drei guten Torchancen und hätten im ersten Durchgang sogar in Führung gehen müssen. Lok gewann immerhin die Eckenstatistik mit 14 zu 1 deutlich. Aber der Reihe nach ...

Lok-Coach Rainer Lisiewicz musste diesmal nur auf Mittelfeldmann Kai Metzner (Achillessehne) verzichten - Kapitän Holger Krauß konnte trotz Schienbeinproblemen auflaufen. Dafür fand sich diesmal Neuzugang Mark Gerloff zunächst auf der Bank wieder - im Mittelfeld bekamen Knoof, Ledwoch, Eiselt und Sommer den Vorzug. Bei den Gästen standen besonders die Ex-VfB-Kicker Ronald Werner (mittlerweile 43!) und Keeper René Koslowski im Mittelpunkt. Zunächst begann die Partie aber mit einem 18 Meter Schuss von Stephan Knoof, der knapp rechts am Fortuna-Tor vorbei strich. Vier Minuten später bediente der heute blasse Christopher Blümel René Ledwoch, doch dessen Abschluss aus 6 Metern wird noch zur Ecke gelenkt. In der 12. Minute dann eine Riesenchance für René Heusel, doch dessen Lupfer wird von Ronald Werner auf der Torlinie geklärt. Danach war es aber mit der Lok-Herrlichkeit vorbei - erst in der 28. Minute konnte wieder eine Torchance notiert werden, als Robert Sommer aus 22 Metern abzog (links vorbei). Vier Minuten später dann aber fast die Führung für Fortuna, als Maik Hotze (nach Eiselt-Patzer) mit der Lok-Abwehr "Samba tanzte". Doch aus 10 Metern hielt Keeper Jan Evers glänzend - dann aber der Nachschuss durch den völlig freien Sergej Dshagarian, doch erneut hielt Evers fantastisch. Glück gehabt! Auf der Gegenseite zirkelte Robert Sommer den 6. Lok-Eckball von rechts in den Strafraum. Dort legte Torjäger René Heusel per Kopf in die Mitte, wo der Kopfball von Pierre Trinko dann aus 9 Metern knapp am linken Außenpfosten vorbei zischte. In der 38. Minute packte dann Keeper Jan Evers bei einem Freistoß von Sebastian Kraus aus 25 Metern sicher zu. Dann die Erlösung in einem müden Kick: Robert Sommer mit einem langen Pass in die Spitze - René Heusel wohl leicht im Abseits, aber der Schiedsrichter-Assistent ließ den Wimpel unten. Der Torjäger völlig frei vor Koslowski, bleibt eiskalt und versenkt aus 11 Metern cool ins linke Eck zum 1:0.

Der zweite Durchgang begann gleich mit einer Gelegenheit für Fortuna-Kicker Andre Kanitz, der aber aus 16 Metern übers Lok-Tor schoss (46.). Auf der Gegenseite legt Stephan Knoof etwas unfreiwillig für Eric Eiselt auf, der aber aus 16 Metern ebenfalls übers Tor ballerte. Das Niveau Partie sank weiter ... In der 57. Minute setzte sich der flinke Pierre Trinko auf rechts durch, doch die Eingabe köpfte Christopher Blümel aus 8 Metern übers Fortuna-Tor. Nach einer Stunde reagierte Rainer Lisiewicz, nahm Blümel und Dobiasch vom Platz. Brachte dafür Joker Rico Engler und den insgesamt schwachen Mark Gerloff. Immerhin konnte Engler für etwas Schwung sorgen, als er in der 71. Minute einen echten "Hammer" aus 18 Metern auspackte. René Koslowski stand aber goldrichtig und faustete zur Ecke. Sechs Minuten später dann das kuriose 2:0 für die Loksche, dass ein Spiegelbild der Partie sein sollte. Rico Engler vertändelte eigentlich schon den Ball gegen Felix Gliffe, doch der Fortuna-Kicker ließ die Kugel auf einmal unter seinen Füßen durchrutschen - genau zu René Heusel. Der fackelte aus 8 Metern nicht lang, haute das Leder aber nur gegen den rechten Pfosten. Doch den zurückspringenden Ball versenkte der eingelaufene Eric Eiselt per Kopf aus 9 Metern. Ein kurioser Treffer - Kapitän Holger Krauß erkannte richtig: "Der passt zu diesem Kick!" Das sollte zugleich auch das fast das letzte Highlight in dieser Partie gewesen sein. Nur ein Freistoß von Holger Krauß aus 18 Metern (gegen das linke Außennetz/89.) sorgte noch einmal für Gefahr.

Fazit: Ein Arbeitssieg - zwar verdient, aber ohne jeglichen Glanz. Zumal die Partie auch ganz anders hätte ausgehen können. Hätte Fortuna ihre Großchance im ersten Durchgang genutzt, hätte der Linienrichter bei Heusels Treffer auf Abseits erkannt usw. Aber im Fußball zählt nicht der Konjunktiv, sondern nur das Ergebnis. Und wenigstens das stimmte heute in Probstheida ... sonst merkte man der Mannschaft den fehlenden Rhythmus und die Verunsicherung nach den ganzen negativ Schlagzeilen doch stärker an, als gedacht. Nächste Woche geht es zu einem weiteren "Kellerkind" nach Sermuth. in dieser Situation sicherlich wieder ein unangenehmer Gegner für den 1. FC Lok, trotzdem sind drei Punkte (für das Ziel Aufstieg) natürlich Pflicht. Egal wie ...

(von Ronny John)