25. Spieltag Bezirksliga Leipzig  Saison 2006/2007
1.FC Lokomotive Leipzig

Döbelner SC 02/90

1. FC Lokomotive Leipzig
0 4

Spieldaten
 
Datum
05. Mai 2007
Uhrzeit
14.00 Uhr
Spielstätte
Stadion am Bürgergarten (Döbeln)
Zuschauer
1.150
Schiedsrichter
 
Lothar Forstner (Dommitzsch)
Torschützen
0:1 Blümel (4.), 0:2 Heusel (43.), 0:3 Heusel (65.), 0:4 Blümel (89.)
Gelb
Hüttmann, Gläsner - Ledwoch, Eiselt
Gelb-Rot
Keine
Rot
Keine

Aufstellung
Döbelner SC 02/90
1. FC Lokomotive Leipzig
1 Mirko Niepel 
1 Jan Evers
2 Carsten Gärtner (ab 70. 15 Patrick Lange)
17 Holger Krauß
3 Christian Gärtner
3 Marcel Hensgen (ab 80. 19 Anton Köllner)
4 Jan Arnold
15 Sven Hellmund
5 Sebastian Seidel
23 Pierre Trinko
6 Norman Gottschalk (ab 62. 13 Sebastian Ferchland)
 
24 Mark Gerloff
7 René Hüttmann (ab 65. 14 Birckner)
4 René Ledwoch
8 René Gläser
21 Rico Engler (ab 67. 2 Robert Sommer)
9 Toni Bunzel
5 Eric Eiselt (ab 67. 13 Stephan Knoof)
10 Stephan Leimner
10 René Heusel
11 Robert Singer
11 Christopher Blümel

Trainer
Siegbert Leimner
Rainer Lisiewicz

   Interviews
Rainer Lisiewicz (Lok-Trainer)
"Folgt!"

Wertung

3 Sterne (Verdienter Erfolg der Loksche in Döbeln, dass die Aufstiegshoffnungen weiter leben lässt!)

41 Fotos vom Spiel findet Ihr in der Galerie!

Spielbericht

Der 1. FC Lok kann doch noch gegen die so genannten „Kleinen“ gewinnen. Beim Döbelner SC gewannen die Probstheidaer souverän mit 4:0. Die Mannschaft präsentierte sich auch endlich spielerisch verbessert und wusste weite Teile des Spiels zu überzeugen. Durch die gleichzeitige Niederlage der Delitzscher ist im Meisterschaftskampf auch wieder etwas Feuer drin.

Rainer Lisiewicz und Uwe Trommer stellten gegenüber der enttäuschenden Leistung gegen Delitzsch auf mehren Positionen um. Für Dobiasch und Köllner verteidigten Sven Hellmund und Marcel Hensgen, für den von der Arbeit erschöpften Sommer marschierte Engler auf rechts und für den zuletzt schwachen Knoof kehrte Eric Eiselt zurück. Schon nach einer Minute hätte der 1. FC Lok in Führung gehen können, nachdem sich wieder die Döbelner Abwehr noch Niepel um einen Ball kümmern wollten, der am langen Pfosten umher sprang. Dumm nur, dass auch Hellmund und Heusel nicht dergleichen taten. Zwei Minuten später war da Blümel zielstrebiger. Nach einem Ball in die Mitte behindern sich zwei Abwehrspieler und Blümel versenkt die Eingabe direkt aus 16 Metern. Da war das ominöse zeitige Tor, was sich Lok immer wünscht. Und gleich ging es weiter Richtung gegnerisches Tor. Engler verfehlt aber mit einem passablen Linksschuss das Dreiangel des Gehäuses. Von den Hausherren, die erst dreimal zu Hause geschlagen wurden, war nicht viel zu sehen. Das verabredete Mittel war, lange Bälle nach vorn zu schlagen, die, die Lok-Abwehr durcheinander bringen sollten. Aber das gelang in der ersten halben Stunde selten. Da Lok nachdem Führungstor auch nicht mehr gefährlich vor des Gegners Tor kam, entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen in dem Lok durch Kurzpässe gefiel. Schiedsrichter Forster aus Dommitzsch – pfiff Lok schon 2005 in Wurzen- entschied häufig auf Freistoß für Lok, aber selten konnte daraus Kapital geschlagen werden. Die letzte Viertelstunde der 1. Halbzeit wurde noch einmal unterhaltsam. Erst hatte Singer die große Chance auszugleichen, aber sein straffer Schuss aus spitzem Winkel geht knapp neben das Tor. Jan Evers war bis dahin ungeprüft. Dann hatte Christopher Blümel nach schöner Engler-Flanke das 2:0 auf dem Kopf, aber sein Flugkopfball war zu schwach. In der 43. Minute dann zunächst ein lässiger Rückpass von Eiselt auf Holger Krauß, der sich nur noch mit einem Befreiungsschlag zu helfen wusste. Dieser Ball kommt zur Heusel und der stellt zwischen zwei Abwehrspieler den Körper rein, nimmt den Ball runter und verwandelt aus spitzem Winkel ins lange Eck. Ein freches Tor des baldigen Geburtstagskindes. Döbeln konsterniert. Nur Seidel behielt den Kopf oben, um seine Mannen anzufeuern, aber die waren vollkommen durcheinander. 45 Sekunden nach dem 2:0 bringt Engler eine Flanke an den langen Pfosten, wo Heusel die Riesenchance hat, das 3:0 zu erzielen. Aber Christian Gärtner schlägt den Ball von der Linie. Nach der anschließen Ecke liegt der Ball im Tor. Aber der Schiedsrichter entscheidet nach Schieben von Blümel auf Freistoß. Dann war Pause.

Beide Trainer gaben den selben elf Spielern das Vertrauen für die zweite Halbzeit. Die erste Chance hatte Döbeln: Ein Freistoß von Gläsner kommt gefährlich vor das Lok-Tor, Evers lässt prallen, aber der einschussbereite Leimner steht im Abseits. Glück gehabt. Lok ähnlich kombinationssicher wie in der 1. Halbzeit. Lange Bälle auf die Halbpositionen wurden kaum gesichtet. Insgesamt ging viel über außen. Auch im Vorfeld des 3:0, als der 1. FC Lok einen Freistoß auf halbrechts erhielt. Gerloff schlägt den Ball in die Mitte, Niepel lässt wie Evers prallen und Blümel netzt ein. 65 Minuten waren da gespielt. Kurz danach Glück für Eric Eiselt, der in der 1. Halbzeit schon verwarnt wurde: Sein Ball weg schlagen wird vom Schiri nicht geahndet. Dann Doppelwechsel beim 1. FC Lok. Knoof und Sommer kommen für Engler und Eiselt, die insgesamt eine passable Partie ablieferten. Nach dem Wechsel dann die beste Gelegenheit für die Gastgeber: Einen Freistoß von Gläsner köpft Leimner aus drei Metern Richtung kurzes Eck, aber Evers pariert reaktionsschnell. Auf der Gegenseite dann noch einmal Lok. Nach einem Einwurf von Stefan Knoof verlängert Christian Gärtner ins eigene Tor. Der Schiedsrichter will aber ein Foulspiel gesehen haben. Aber wer wen gefoult haben soll, war für alle unklar. Wenig später dann doch noch das Tor für Lok. Sommer wird auf rechts schön frei gespielt und seine Flanke versenkt der freistehende Rene Heusel zum 4:0. Danach war Schluss.

Der spielerisch verbesserte 1. FC Lok bot bei 24°C und Sonnenschein keine Glanzleistung. Er überzeugte aber stellenweise durch schönes und schnelles Kurzpassspiel. Die Döbelner blieben über die gesamte Spielzeit betrachtet chancenlos und verloren im dritten Pflichtspiel gegen Lok zum dritten mal mit 0:4. Noch nie blieben sie dabei in den ersten fünf Minuten ohne Gegentor. In zwei Wochen empfangen sie Delitzsch, die hat heute schon Punkte gelassen haben. Der 1. FC Lok muss am Freitag erst mal den Überraschungsaufsteiger LVB besiegen.

(von Marko Hofmann)